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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erlichose! Wie behandelt ihr?


Wasabi
28.05.2008, 12:41
Hallo ihr Lieben,

wir sind neu hier und ich möchte die Haupt"person" (meine Hündin) um die es geht erstmal kurz vorstellen.

Ihr Name ist Elli und sie ist eine ca. 10jährige Mischlingshündin aus dem sonnigen Spanien. Ihre Lieblingsbeschäftigungen sind Fressen, Schlafen und Frauchen beim Ausreiten begleiten und austesten, ob das Pferd wirklich und ganz sicher jedesmal ausweicht, wenn man sich ihm in den Weg stellt *augenverdreh*

Leider leider leider kam Elli nicht gesund nach Deutschland. Sie hat Erlichose, mit der wir immer mal wieder "zu kämpfen" haben. Einmal ganz schlimm, als wir es noch nicht wussten. Damals gab's Nasenbluten, so dass eine Bluttransfusion nötig wurde und ihr Leben stand auf der Kippe. Heute haben wir den Erreger soweit ich das beurteilen kann halbwegs im Griff. Jedenfalls habe ich nicht das Gefühl, dass es unserer Motte schlecht geht.

Der Titer ist aber immer mal wieder recht hoch, ich lasse es alle halbe Jahr kontrollieren. Jetzt ist er aktuell wieder bei 1:1280 und da könnt ich jedesmal :baeh:

Sie schläft in letzter Zeit auch wieder recht viel und ist oft müde. Beim Ausritt oder wenn sie mit ihrem Kumpel zusammen ist, ist sie aber aufgeweckt und fit wie immer.

Nun aber zu meinen Fragen. Wie geht ihr gegen den Erreger vor? Behandelt oder unterstützt hier jemand auch homöopathisch? Gebt ihr Vitamin B oder sowas? Und wenn ihr klassisch mit Doxicyclin behandelt, gebt ihr auch was für den Darm und den Magen?

Wir haben bisher immer mit Antibiotikum behandelt, wenn der Titer mal wieder so hoch war. In der Klinik hab ich damals noch Vitamin B dazu bekommen zur besseren Verträglichkeit (sagte man mir), mein Tierarzt meint das wär nicht nötig. Das Doxi verträgt meine Hündin vom Magen her aber nicht so gut, dass war mit Vitamin B besser.

Letztes Jahr wollte ich eine weitere Meinung einholen und bin zu einem Tierarzt, der mit Bioresonanz arbeitet. Er hat das Fell unserer Hündin analysiert und will herausgefunden haben, dass sie nicht nur Erlichose, sondern wohl auch Toxoplasmose hat (zumindest zu dem Zeitpunkt) und Darmpilze. Gut, Toxoplasmose wäre möglich, wir haben zwei Katzen. Und Darmpilze würden mich nicht wundern, weil sie schon so oft Doxi bekommen hat (min. 1x im Jahr für 2 - 3 Wochen).

Er gab mir Antibiotikum (Doxi), speziell für unsere Hündin hergestellte Globuli (anhand der Bioresonanz-Diagnose) und eine Lösung mit kollodialem Silber. Zusätzlich sollte ich für den Magen Bulrich-Basen-Salz füttern.
Das Bulrich-Basen-Präparat hat auch geholfen, sie hat das Doxi damals super vertragen, würde ich jetzt wieder so machen. Aber ob das Silber und die Globuli was gebracht haben? Keine Ahnung, ich hab keine sonstige Verbesserung oder Verschlechterung bemerkt und der Titer ist heuer wieder ziemlich hoch.

Oder behandelt ihr einfach gar nicht wenn es dem Hund nicht merklich schlecht geht und gebt nicht soviel um den Titer? Mein Arzt meinte mal, wenn es mich beruhigen würde, würde er mir Doxi mitgeben (da war der Tier bei 1:640), aber er würde wenn es dem Hund gut geht nichts machen. Tja.. ich kann ja aber meinen Hund nicht fragen ob's im gut geht. Ich sehe nur sie schläft recht viel und ist generell sehr Ruhebedürftig, was ich auf die Erkrankung zurückführe. Und naja klar, sie wird ja auch nicht jünger.

Also... ich würde mich über Infos ganz ganz riesig freuen!

LG/ Kati

steffi
28.05.2008, 13:04
Hallo Kati,

herzlich willkommen im Forum.

Ein Titer besagt zunächst nur, ob und in welcher Menge Antikörper gegen einen Erreger vorhanden sind, er besagt nicht automatisch, ob die Krankheit auch ausgebrochen und damit behandlungsbedürftig ist. Das stellt man vor allem anhand des Allgemeinbefinden des Hundes, sowie an Blutbild, Organwerten und Elektrophorese in Kurvendarstellung fest. Wurden die genannten Blutuntersuchungen bei Deiner Hündin auch durchgeführt und magst Du die Ergebnisse mal einstellen?

Habe ich das richtig verstanden, daß nach jeder Feststellung eines positiven Titers eine Antiobiotikatherapie mit Doxy über 2-3 Wochen durchgeführt wurde? In welcher Dosierung wurde das Doxy denn gegeben?

Liebe Grüße

Steffi

Dorismaya
28.05.2008, 13:19
Kati der Titer selbst sagt nichts über die akute oder nicht akute Phase aus. Er sagt nur aus dass der Hund mit den Erregern Kontakt hatte.
Du solltest ein großes Screening mit Blutbild und ganz wichtig eine Eieißelekthrophorese mit Kurvendarstellung machen lassen. Diese stellst du dann hier ein. Die Fachfrauen/Männer können dir dann sagen ob die Krankheit akut ist oder nicht.
Zu oft Doxy zu geben belastet die Gesundheit des Körpers mehr als gut ist.Behandelt oder unterstützt hier jemand auch homöopathisch? Gebt ihr Vitamin B oder sowas? Und wenn ihr klassisch mit Doxicyclin behandelt, gebt ihr auch was für den Darm und den Magen?
Atréju bekommt ebenfalls homöopathische Mittel. Ich habe ihn auch über Bioresonanz austesten lassen. Aber trotzdem ist er zur Zeit auch nicht so gut drauf.
Außerdem bekommt er Vitamin B Komplex von Ratiopharm und Colostrum zur Immunstärkung.
Und er wird gebarft.

Steffi war schneller weil ich am Telefon aufgehalten wurde

Unregistriert
28.05.2008, 13:24
Hallo Steffi,

ja das mit dem Titer hat der Arzt mir so auch erklärt. Blos hab ich ein großes Problem bei meiner Hündin zu unterscheiden, ob es ihr grad schlecht geht oder nicht. Damals, als sie so furchtbar Nasenbluten hatte durch die Erkrankung war sie an sich so wie immer, bis auf eben das Nasenbluten. Und da muss es ihr zeitweise vorher ganz sicher nicht gut gegangen sein. Klar, nach der Transfusion und der OP (Endoskopie) war sie zwei Tage noch schlapper als sonst, aber das ich jetzt sehen konnte ihr geht's richtig dreckig? Fehlanzeige... :-(

Von den von dir genannten Blutuntersuchungen höre ich zum ersten mal. Damals als sie so Nasenbluten hatte wurde ein Differenzialblutbild gemacht, danach aber nie wieder irgendwas in der Richtung. Ich hab beim letzten Blutabnehmen für den Titer nach einem großen Blutbild gefragt, weil Hundi ja nun auch langsam in die Jahre kommt. Da sagte man mir, dass man erst den Titer bestimmen muss um zu gucken ob der ok ist, denn ein hoher Titer würde das Blutbild verfälschen. Tja und um ein aussagekräftiges Blutbild zu bekommen, müsse der Titer einfach mal runter. Aber so richtig runter hatten wir ihn noch nie, also hielt der Tierarzt auch ein Blutbild immer für unnötig bzw. sinnlos. Das war jetzt letztendlich der Auslöser, warum ich 1.) einen anderen Tierarzt aufsuchen werde und 2.) Informationen über weitere Behandlungsmöglichkeiten suche. So wird das wohl nie was :-(

LG/ Kati

Unregistriert
28.05.2008, 13:27
@Doris

Puh... ich dachte ich wüsste soviel über die Erkrankung und stelle mit Erschrecken fest, ich weis noch längst nicht alles!!! Da kann ich nur hoffen, dass ich hier mal endlich einem findigen Tierarzt begegne, der auch Ahnung von dem hat, was er da mit meiner Motte tut *schnüff*

Jetzt hab ich schon ein richtig schlechtes Gewissen, weil ich evtl. aus Unwissenheit zu oft Doxi in sie reingestopft habe...

Jane H.
28.05.2008, 13:32
Hallo Kati,

willkommen im Forum.

Hier auf dieser Seite (http://www.rundum-hund.de/files/ehrlichose_rh.pdf) kannst Du etwas mehr über die Ehrlichiose lesen.

Unregistriert
28.05.2008, 13:38
Hallo Jane,

vielen Dank, da schau ich gleich mal rein!!! ;-)

Schmusebacke
28.05.2008, 18:09
Hallo Kati,
wir haben auch so ein Ehrlichiosen-Mäuschen. Der Titer ist immer hoch, aktuell vor ein paar Wochen 1:1280 - war aber vorher auch schon höher.
Da das Blutbild und alle anderen Werte aber mehr oder weniger im Normbereich liegen, die Kurve keine großen Auffälligkeiten hat (soweit man das bei ihr beurteilen kann wegen der Cortisonbehandlung) und Naddi keine spezifischen Krankheitszeichen zeigt, beobachten wir weiter, und geben nix. Doxybehandlung hat sie am Anfang bekommen als sie zu uns kam. Wir kontrollieren jetzt alle halbe Jahr das Blutbild und die Organwerte, und wenn das zufriedenstellend ist sind wir auch zufrieden.
Wir wünschen Dir und Deiner Süssen alles Gute.

steffi
28.05.2008, 19:00
Hallo Kati,

die Titerhöhe, also die Anzahl der vorhandenen Antikörper, hat keinen Einfluß auf ein Blutbild, ein Krankheitsausbruch schon. Mittels des Titers stellen wir fest, ob ein Hund Erregerkontakt hatte oder nicht, mittels u.a. des Blutbildes stellen wir anschließend fest, ob die Krankheit auch ausgebrochen ist. Das Blutbild ist also durchaus wichtig.

Mein Vorschlag wäre deshalb, zunächst einmal Blutbild, Organwerte und eine Eiweißelektrophorese in Kurvendarstellung untersuchen zu lassen, damit wir sehen können, was bei Deiner Maus momentan los ist, ob die Krankheit aktiv und behandlungsbedürftig ist oder nicht.

Gibt es eigentlich auch Tests auf die anderen Mittelmeererkrankungen?

Liebe Grüße

Steffi

Wasabi
03.06.2008, 08:56
Hallo Steffi,

na dann wer ich meinem Tierarzt mal auf die Finger klopfen. Jetzt ist ein Blutbild aktuell allerdings leider nicht sinnvoll. Samstag Abend hab ich bei der Kleenen trotz Scalibor-Halsband einen Zeckenbiss am Hinterlauf entdeckt, der sich heftigst endzündet hat und dick und rot geschwollen war.
Der Tierarzt hat gleich Penecillin gespritzt. Ich fragte, ob das sofort nötig wäre. Nun, wir hätten die Zecke einschicken und untersuchen lassen können. Problem ist nur, wenn Erreger drin gewesen wären, wäre es dann womöglich zu spät für Antibiotikum. So mein Tierzart.

Na wie dem auch sei, mit dem Blutbild warte ich jetzt erstmal noch zwei Wochen, bis das Penecillin komplett abgebaut ist.

LG / Wasabi

Wasabi
03.06.2008, 08:57
Ach so.. Test auf Leishmaniose und Babesiose ist negativ.

steffi
03.06.2008, 10:26
Hallo Kati,

ach Mann, das ist aber nicht schön! Dann wünsche ich gute Besserung!

Dann melde Dich noch mal, wenn Du die Untersuchungsergebnisse hast, wir laufen derweil auch nicht weg ;) .

Liebe Grüße

Steffi

Wasabi
04.06.2008, 13:14
Mach ich doch glatt ;)