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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage zur Untersuchung auf Leishmaniose


MMeinhardt
31.05.2008, 20:59
Hallo,

ich bin zwar registriert, sehe aber nur die Gästebereiche.

Also kurz zu uns. Wir, meine Frau und ich, haben am 2. Mai diesen Jahres unseren Hund verloren. So ganz ohne war ganz schrecklich, auch für unsere Katze. Vor drei Wochen haben wir uns plötzlich in Don, einen spanischen Mischlingshund verliebt und er durfte bei uns einziehen. Don ist geschätze 5 bis 6 Monate alt und derzeit ca. 16 kg und ist putzmunter.

Nun wollten wir gerne mit ihm in die Hundeschule, doch diese nimmt uns erst auf wenn Don auf Leishmaniose hin untersucht wurde.

Tja, nun zu meinem Anliegen. Vorweg, wir wissen nicht in wieweit unser TA sich mit den "Mittelmeerkrankheiten" auskennt.

Also wir würden gerne wissen was für Blutuntersuchungen bzw. was für andere Untersuchungen wir machen können um zuverlässig auf Leishmaniose zu testen. Der Verein von dem Don kommt, sagte uns das aussagekräftige Untersuchungen erst ab 10. bis 12. Monat sinnvoll sind. Die Hundeschule sagt, man könne es ab dem 6. Monat zuverlässig testen (Aussage von 3 TA der Hundeschule). Was stimmt denn da so wirklich??? Man liest sooo viel unterschiedliches.

Was ist denn nun die Wahrheit bzw. eure "besten" Erfahrungen?

Danke
Michael

Kerstin
31.05.2008, 21:20
Hallo Michael,
und herzlich willkommen hier im Forum :wink:

Wäre Don mein Hund, würde ich ihn im Alter von gut einem Jahr testen lassen und dann das in Frage kommende Länderprofil machen lassen, denn Leishmaniose ist leider nicht alles, was Don im Gepäck haben KÖNNTE.
Dons Blut würde dann auf alle Krankheiten getestet, die für Spanien typisch sind.
Grundsätzlich war die Möglichkeit einer Ansteckung gegeben, aber er war den Erregern ja nur recht kurze Zeit ausgeliefert, so dass ich da eher optimistisch an die Sacher herangehen würde.
Grundsätzlich solltest du aber, auch wenn alle Tests negativ ausfallen, nie Dons Herkunft vergessen und sollte er ungeklärte Symtome zeigen, wäre es sinnvol erneut zu testen.

Wird ein so junger Hund wie Don jetzt getestet, kann man einen falsch positiven Befund bekommen, da die gefundene Antikörper von seiner Mutter stammen können. Der Test hätte also nicht viel Aussagekraft, auch wenn die TÄ der Hundeschule etwas anderes sagen.
Wir haben das hier im Forum schon unzählige male durchexerziert ;)
Erst wenn er ein Jahr alt ist, haben sich diese Antikörper abgebaut und wenn dann welche nachgewiesen werden, sind es die von seinem Immunsystem poduzierten Antikörper.

MMeinhardt
31.05.2008, 21:56
Hey,

vielen Dank für die schnelle Reaktion.
Aber das heisst ja, damit wir in die Hundeschule mit Don dürfen müssen wir die Blutuntersuchung machen lassen abwohl sie überhaut nicht aussagekräftig ist. Und damit wir später Gewissheit haben, machen wir sie in einem Halben jahr wieder. Das ist echt mist.
Auf was für Krankheiten sollte der TA denn noch so testen bzw. testen lassen? Was gibts denn da so typisches? Und reicht ein Bluttest wirklich aus um Gewissheit zu erlagen? Habe mal was gelesen von ner Lymphdrüsen-Gewebeprobe.
Ich würde den jetzigen "unnötigen" Bluttest für die Hundeschule gerne umgehen und es später mit einem Jahr machen, wenn es da eh aussagekräftiger ist. Gibts da eures Wissens nach ne Möglichkeit?

Danke
Michael

Kerstin
31.05.2008, 22:25
Hallo Michael,
gibt es denn nur diese eine Hundeschule bei euch? Also wenn die sich da dermaßen anstellen, würde ich (das ist meine ganz persönliche Meinung!) mich dort nicht mehr blicken lassen.
Du fragst nach einer Möglichkeit den Test jetzt zu umgehen: Umgehe die Hundeschule ;)

Selbst wenn ein Test positiv ausfällt, bedeutet das nicht zwingend eine Erkrankung. Ein gefundener Titer sagt nur: Das Tier hatte Kontakt zu einem Krankheitserreger und bildet jetzt Antikörper.
Ein Lymphknotenpunktat kann für einen Erregernachweis, bzw. die genaue Bestimmung des Erregers gemacht werden, aber dafür muss ein TA schon besonderes Fachwissen haben und wirklich nötig ist es in der Regel nicht.
Wir raten zu dem Länderprofil, einem großen Blutbild mit Leber- und Nierenwerten und einer Eiweißelektrophorese als Kurvendarstellung. Anhand typischer Veränderungen im Blutbild kann man recht gut sehen ob der Hund ein gesundheitliches Problem hat. Die Kurve der Eiweißelektrophorese läßt erkennen, ob eine Erkrankung grade schlummert, oder aktiv ist.

Das Länderprofil kannst du noch nicht einsehen, da du noch nicht freigeschaltet bist. Deine Anmeldung hier wird gewissenhaft geprüft und es kann etwas dauern, bis die Freischaltung erfolgt.
Das Spanienprofil würde einen Test auf Filarien, Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose und Borreliose beinhalten.

Dorismaya
31.05.2008, 22:49
In diese Hundeschule würde ich mit meinem Hund erst gar nicht gehen. Ein Test auf Leishmaniose, bzw. überhaupt auf MMK`s ist nirgendwo zwingend erforderlich. Das einzige was du vorweisen musst ist eine gültige Impfbescheinigung und, zumindest bei uns, eine Haftpflichtversicherung.

MMeinhardt
31.05.2008, 23:19
Hey,

erstmal danke. Natürlich habt ihr Recht, wir sollten die Schule sicherlich meiden. Dachte nur da es sich um die Rettungshundestaffel hier bei uns handelt, das die vielleicht gar nicht so schlecht sind.
Ich werde mich mal nach ner anderen Schule hier in der Umgebeung erkundigen die uns aufnehmen würde.
Kann ich denn die Ergebnisse denn nach einem Test mal hier reinstellen und mich nach eurer Meinung bzw. Erfahrung erkundigen? Wird aber wohl noch ne Zeit dauern, er ist ja erst 5 bis 6 Monate alt.

Vielen Dank an euch alle!!!

P.S Bin manchmal nur etwas zu besorgt, wir haben Anfang Mai unseren zehnjährigen Charly wegen eines Osteosarkoms im Unterkiefer verloren. Und man hört und liest doch, das Leishmaniose auch tödlich enden kann.

Unser Charly (http://www.codzone.de/Charly1.jpg)

Und das ist Don (http://www.codzone.de/Don.jpg)

Gruß
Michael

Charlie
01.06.2008, 00:09
Hallo Michael!

Zuerst, als ich Deine Beiträge las, hab ich mich auch gefragt, ob "so eine" Hundeschule überhaupt Interesse hat auf die Bedürfnisse eines spanischen Hundes mit Vergangenheit einzugehen...

Du schreibst jetzt es ist eine Rettungshundestaffel. Demnach könnte es immerhin sein, dass sie sich wegen der Leishmaniose aus Sicherheitsgründen für den Fall eines gemeinsamen Einsatzes vergewissern müssen.

Ich denke auch Rettungshundearbeit könnte für den Anfang etwas überfordernd sein für einen Spanier. Da würde ich persönlich erstmal etwas niedriger ansetzen.

Die Befunde kannst Du hier einstellen. Die Fachfrauen helfen Dir bestimmt gern. Mach auf jeden Fall die angegebenen Untersuchungen, auch wenn Dein TA Euch vielleicht etwas anderes vorschlägt. Du wirst hier sowieso nach den Untersuchungen gefragt werden, damit eine fundierte Aussage gemacht werden kann.

Sollte irgendetwas sein, dass mehrere TA-Besuche erfordert, die aber irgendwie nicht wirklich helfen, melde Dich vorher nochmal, würde ich persönlich raten. Das könnte Euch schneller helfen.

Liebe Grüsse

Andrea

Michael Hansen
01.06.2008, 00:18
Hallo Michael,

diese "Hundeschule" würde ich keinesfalls wählen. Wer sich mit MMKs und Besonderheiten mit möglichen Titern von Spaniern nicht auskennt, hat sich nicht sonderlich mit Hunden, vor allem nicht mit den Besonderheiten von Südhunden beschäftigt. Einem solchen (vermutlich selbsternannten) "Hundellehrer" würde ich nichts zutrauen.

Wir haben übrigens einige Jahre, d.h. bis zu ihrem Tod im Jahr 2007, mit unserer LM-kranken Jagdhündin in einem Hundesporterein Obedience und Tunierhundesport (natürlich nachher nur noch ein wenig) betrieben. Es war dort bekannt, dass unsere Rita LM-krank und sie deshalb auch nicht Tollwut-geimpft war (jedoch lag immer ein aktueller Tollwut-AK-Titer vor). Es geht also doch, wenn man die zuständigen Leutchen genau über die Krankheit und die eigenen Maßnahmen informiert und den richtigen Verein wählt.

LG Michael, Tanja, Icona und Rita im Herzen

MMeinhardt
01.06.2008, 00:32
Hey,

@Charlie
Wir wollten nicht mit ihn in die Rettungshundestaffel gehen, sondern an diese ist eine normale Hundeschule angegliedert. Es geht uns nur um ne normale Hundeschule.
Und warum wäre die Rettungshundestaffel zu überfordernd für einen Spanier?

@Michael Hansen
Die sind in der Hundeschule wohl sooooo vorsichtig weil die wohl schon einen Todesfall durch Ansteckung (so habe ich es verstanden) gehabt haben.
Warum schreibst Du das eure Rita keine Tollwutimpfung hatte? Darf dieses nicht sein wenn das Tier an LM erkrankt ist? Unser Don ist vor der Ausreise in Spanien gegen Tollwut geimpft worden. Müssen wir uns nun Sorgen oder Gedanken machen? Hoffentlich nicht!

Danke
Michael

Schmusebacke
01.06.2008, 09:09
Hallo Michael,
wir haben August letzten Jahres einen Welpen aus Kreta adoptiert. Wir waren in einer Hundeschule - da wurde nur nach einer gültigen Impfung gefragt.
Nun ist das Kerlchen fast ein Jahr, und wir haben den Test gemacht - alles negativ, Kalle ist gesund.
Eine Hundeschule, die vorher den Test verlangt hätte wäre bei mir nicht in Frage gekommen. Weil, wie ja schon gesagt wurde, der Test nicht wirklich aussagekräftig ist. Ansteckung von Hund zu Hund bei LM ist noch nie dokumentiert worden. Wahrscheinlich gibt es da auch noch sehr viel Informationsbedarf.
Du findest sicher auch die für Euch passende Hundeschule. Viel Glück.

Charlie
01.06.2008, 10:07
Hallo Michael!

Also erstmal kann ich mich den anderen Schreibern und Schreiberinnen nur nochmal anschliessen!


Und warum wäre die Rettungshundestaffel zu überfordernd für einen Spanier?

Ich kenne Euren Hund natürlich nicht und bin auch keine Spezialistin für Rettungshundearbeit, aber soweit ich weiss, wird der Hund recht schnell mit für ihn fremden Menschen konfrontiert. Wenn der Hund noch nicht (wieder) so viel Vertrauern hat, kann das sehr stressig für einen Spanier sein und wäre, meiner Meinung nach, auch nicht in Eurem Interesse. Wichtig wäre, denke ich, erstmal das Vertrauen und die Bindung in/an Euch zu stärken. Ausserdem wird, wenn ich da richtig liege, recht früh auf anspruchsvollem Untergrund trainiert, was anstrengend sein kann und richtig Kondition erfordert. Hier ist immer auch die Frage wie lange ein Hund schon in der neuen Familie ist, sich erholt hat, aktuelle Kondition usw., finde ich.

Was die Tollwut-Impfung vor Ausreise anbelangt, muss man diese akzeptieren, da sie für die Reise vorgeschrieben ist. Ich würde mir da erstmal keine Gedanken machen. Eure eigene Impfpraxis könnt Ihr dann ja überdenken, spätestens, wenn Ihr die Ergebnisse der Untersuchungen mit ca. 1 Jahr habt. Im Normalfall, bei kompletter Grundimmunisierung, sollte die Impfung mindestens 3 Jahre "halten".

Ihr könnt auch mal den im Impfpass eingetragenen Impfstoff googeln. Möglich wäre, dass er nur eine Zulassung für 1 Jahr hat, da in Spanien (von den Provinzen) oft noch die jährliche TW-Impfung vorgeschrieben ist/war, soweit ich weiss.

Liebe Grüsse

Andrea

Robbiemama
01.06.2008, 14:05
Da Deine Frage damit eigentlich nicht beantwortet ist, noch mal etwas zur Ergänzung. Grundsätzlich sollten/dürfen "kranke" Hunde nicht geimpft werden, das steht sogar im Beipackzettel der Impfstoffe.

Da aber Auslandshunde ohne Impfung nicht einreisen dürfen, wird die Impfung meist doch durchgeführt.

Bei einigen LM kranken Hunden kam es als Folge der Impfung zu einem so genannten Schub, das heisst die Krankheit wurde aktiv.

Infos zu Impfungen allgemein findest Du hier (www.haustierimpfungen.de)

Wenn es Eurem Pelzgesicht gesundheitlich gut geht, würde ich den 12ten Lebensmonat abwarten, die Untersuchungen machen lassen, die Euch schon vorgeschlagen wurden und dann weiter sehn....

Charlie
01.06.2008, 15:06
Hallo!

Da Deine Frage damit eigentlich nicht beantwortet ist, noch mal etwas zur Ergänzung.

Da hast Du ganz Recht Ilona!
Sorry, Michael, hatte ich übersehen :o Aber jetzt hast Du ja alle Infos dank Ilona :)

Liebe Grüsse

Andrea

janina
01.06.2008, 15:26
[QUOTE=Kerstin;125931]


Grundsätzlich war die Möglichkeit einer Ansteckung gegeben, aber er war den Erregern ja nur recht kurze Zeit ausgeliefert, so dass ich da eher optimistisch an die Sacher herangehen würde.
Grundsätzlich solltest du aber, auch wenn alle Tests negativ ausfallen, nie Dons Herkunft vergessen und sollte er ungeklärte Symtome zeigen, wäre es sinnvol erneut zu testen.

Was meinst du genau mit "recht kurzer Zeit"?
Wenn don die ersten 5- 6 Lebensmonate in Spanien verbracht hat, glaubst du er weniger, dass er mit Leishmaniose infiziert ist? Ich frage, weil unsere Hündin ihre ersten drei Lebensmonate in einem ital. Tierheim verbracht hat und bei ihrem ersten Test einen pos. LM Titer aufwies. Jetzt ist sie ein Jahr und ihr Titer ist negativ. Dies deutet für uns "nur" auf die Antikörper der Mutter hin, da sie bis jettz auch- toi, toi, toi- symptomfrei ist. Wenn die Zeit für eine LM- Infektion "zu gering" erscheint, würde dies unsere Vermutung der maternalen Antikörper bestätigen.
lg Janina

Brilliant
01.06.2008, 21:10
@Janina
Ein Hund kann jederzeit von einer infizierten Sandmücke gestochen werden (und damit LM positiv werden), egal wie alt oder jung er ist. Je früher der Hund jedoch aus der 'akuten Gefahrensituation' (und damit meine ich jetzt prinzipiell das Ausland, auch wenn die Sandmücke bereits in Deutschland ihr Unwesen treibt, weil sie dort aber doch viel zahlreicher vorkommt) unbeschadet heraus kommt, umso geringer ist die Infektionsgefahr. Unsere Chica kam etwa mit sieben Monaten nach Deutschland, aber die Sandmücke hatte sie bereits erwischt und sie ist tatsächlich positiv.

An eurer Stelle würde ich, wenn keine Symptome kommen, in sechs Monaten erneut testen; dann vielleicht ein anderes Testverfahren wählen als das zuletzt gewählte (also IFAT oder ELISA) und grosses Screening mit EEP + Kurve. Wenn diese Tests dann wieder negativ bzw. unauffällig wären, würde ich mich zumindest sicherer;) fühlen. Wie gesagt, das wäre mein Weg.

Kerstin
01.06.2008, 21:17
Was meinst du genau mit "recht kurzer Zeit"?
Wenn don die ersten 5- 6 Lebensmonate in Spanien verbracht hat, glaubst du er weniger, dass er mit Leishmaniose infiziert ist?

Hallo Janina,
wenn Don jetzt 5 bis 6 Monate alt ist, so hat er seine längste Lebenszeit im Winter und Frühjahr, in einer Zeit in der die Sandmücke nicht oder weniger aktiv ist, verbracht.
Für mich bedeutet das, dass er eine relativ kurze Zeit dem Überträger ausgesetzt war und somit hätte ich große Hoffnung, dass er diese Zeit "sauber" überstanden hat.
Ich hoffe ich habe das einigermaßen klar ausgedrück. Ich bin leider nicht sehr gut im Erklären.

MMeinhardt
02.06.2008, 17:27
Hey,

erstmal vielen Dank an alle die sich diesem Thema und meinem Thread angenommen haben. Wir werden spätestens im Dezember einen Test machen lassen mit allem was dazu gehört!
Einerseits haben wir große Hoffnung das er die Zeit in Spanien ohne Kontakt dort verbracht hat. Auf der anderen Seite bleibt leider die Angst wenn es doch nicht so war, denn wir haben vor 4 Wochen unseren geliebten Charly durch Krebs verloren. Dieses möchten wir so bald nicht wieder erleben!

Aber, was ist denn wenn er (was wir nicht hoffen) doch Pech gehabt hat? Kann man diese Krankheit heilen oder stoppen? Ich habe vor kurzen etwas gelesen, da hieß es mit einen Rheumamittel aus der Humanmedizin könne man etwas erreichen. Stimmt das? Oder endet sie immer tödlich?

@Brilliant
Wie geht ihr und eure Chica mit der Krankheit um? Merkt ihr eurem Hund die Krankheit an? Drücke euch auf jeden Fall die Daumen!!! :toitoitoi


Gruß
Michael

Brilliant
02.06.2008, 20:43
Hallo, Michael,

auch wenn die Leishmaniose als unheilbar gilt, ist die Diagnose kein Todesurteil. Mit ein paar 'Verhaltensregeln' kann der Hund stabil bleiben/werden und glücklich ein normales Alter erreichen. Du bekommst hier im Forum wertvolle Tipps und Hilfe - nütz das! Ich bin sehr froh rechtzeitig hierher gefunden zu haben, so dass ich gleich alles in die richtige Richtung lenken konnte. Unsere Chica ist stabil ohne Medikamente und es geht ihr supergut. Ich lasse alle sechs Monate die genannten Untersuchungen (bis auf die MMK-Tests, die müssen nicht wiederholt werden) zur Kontrolle machen, damit ich (besser gesagt die Fachfrauen hier) sehe, ob es in Chica genauso gut aussieht wie von aussen.

So lange ihr nicht wisst, was Sache ist, solltet ihr mit 'Chemie' sorgsam umgehen: Hier im Forum wird empfohlen entwurmen nur bei Befall nicht turnusmässig, geimpft ist euer Don (die Impfung ist mind. 3 Jahre wirksam, auch wenn ich vermute, dass die Gültigkeit in eurem Impfpass mit nur einem Jahr angegeben ist - wenn ihr einen 'vernünftigen' TA habt, dann kann er euch diese verlängern) und eine Kastration sollte vorerst sowieso kein Thema sein, einfach aufgrund des Alters und Entwicklungsstandes. Wenn du zu irgendwas Fragen hast, frag einfach, wir versorgen dich mit allen möglichen Infos.

Generell ist eine hochwertige, möglichst frische Nahrung für jeden Hund hilfreich - vielleicht möchtet ihr euch von Ingrid, unserer Enährungsberaterin hierzu ein paar Tipps holen? Es ist weder schwer noch sehr aufwändig, man benötigt nur einiges Wissen. Und auch hier kann das Forum helfen.

Danke für's Daumendrücken - das können wir immer brauchen!;)

MMeinhardt
10.06.2008, 16:49
Hey,

wie sehen denn so die einzuhaltenden Verhaltensregeln aus?

Und dann noch ne Frage, wir haben von unseren TA des Vertrauens eine Wurmkur Namens Drontal Plus XL (bis 35kg) bekommen. Können wir ihm diese Wurmkur bedenkenlos geben? Er sagte uns, jetzt eine halbe Tablette und in vier Wochen dann die andere Hälfte. Der TA sagte, jetzt wäre er ungefähr 6 Wochen in Deutschland und dann sollte er sie bekommen und wie gesagt in vier die andere Hälfte.

Wir danken euch im Voraus!!!

Gruß
Michael

tizian_2003
10.06.2008, 21:05
Hallo Michael,

die Antwort auf deine Frage nach der Wurmkur steht eigentlich schon oben. Warum sollte man diese nach einer willkürlich festgelegten Zeit verabreichen? Lass doch eine Kotprobe untersuchen, und dann weißt du, ob du überhaupt entwurmen musst!

Liebe Grüße
Andrea

MMeinhardt
11.06.2008, 17:37
Hallo,

ich bin davon ausgegangen das sich unser TA etwas dabei gedacht hat. Vielleicht weil er aus Spanien kommt oder so. Oder aber es sollte einfach nur Prophylaxe sein. Ich dachte es könnte nicht schaden ihm eine Wurmkur zu geben. Deshalb wollte ich wissen ob wir ihm die bedenkenlos geben können. Schadet es denn dem Hund, selbst wenn er keine Würmer hat? Oder ist sie dann einfach nur "sinnlos" gewesen?

Danke
Michael

Jane H.
11.06.2008, 17:52
Hallo Michael,

Oder aber es sollte einfach nur Prophylaxe sein.

Man kann nicht vorbeugend eine Wurmkur geben. Sie ist nur nützlich wenn tatsächlich Würmer da sind.
Die Wurmkur ist Chemie, macht die Darmflora kaputt und muss vom Körper erst mal wieder verarbeitet werden. Das belastet den Hund.

Schadet es denn dem Hund, selbst wenn er keine Würmer hat? Oder ist sie dann einfach nur "sinnlos" gewesen?



Ich würde sagen sie schadet und ist absolut sinnlos. Ein gesunder Darm ist ganz wichtig für das Immunsystem. Ist die Darmflora geschädigt, kann es nicht richtig arbeiten.
Ich persönlich würde nie ohne Grund eine Wurmkur machen. Wenn sie nötig ist, dann gebe ich anschließend gute Darmbakterien, damit das alles wieder ins Lot kommt.

Ich nehme auch nicht heute eine Schmerztablette weil ich evtl. nächste Woche Schmerzen bekomme ;)