Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HILFE gesucht
Hallo zusammen,
ich bin durch Zufall auf Euch gestossen und suche Hilfe für einen Hund. Er stammt aus dem Süden und ist schneeweiss. Lt. Besitzer ein Boxermix, könnte m.E. aber auch ein Dogo sein.
Er ist mit L. infiziert, dass wissen wir. Der Besitzer ist dem Alkohol sehr zugeneigt und arbeitslos. Er hängt sehr an dem Tier.
Den Hund, ein sehr liebes Tier!, treffen wir oft beim Spazierengehen und haben gesehen, dass er sich übermässig kratzt. Ungeziefer scheint es keines zu sein. Der Besitzer hat nur sehr wenig Geld und füttert Trockenfutter von Penny. Ich hatte die Vermutung, dass die Kratzerei von diesem Futter kommt - es gibt bestimmt hochwertigeres!!
Ich habe nun für meinen Hund einen kostenlosen IGG Nahrungsmittelunverträglichkeitstest erhalten und würde ihn ja an den Hund abtreten, aber ich weiss nicht, ob das was nutzen würde. Wg. der Leishmaniose.
Kann diese Kratzerei auch damit zusammenhängen und wie kann ich dem Mann bzw. seinem Hund helfen. Lt. Angaben des Besitzers hat er schon seit langem keine Medikamente wegen der Leishmaniose gegeben, wohl auch mangels Geld.
Ich würde gerne helfen, aber ich weiss nicht, wo ich anfangen soll und ich kann auch ehrlich gesagt keine lebenslange Behandlung für den Hund finanzieren - ich habe selber zwei sehr kranke Hunde, die viel kosten.
Mag sich für Euch konfus anhören, aber ich weiss nicht, wo ich anfangen soll und was Ihr an Infos braucht.
Vielen Dank für Eure Mühe!
ASTA
Christiane
04.05.2005, 21:20
Hallo Asta,
da ist es schwierig, etwas zu empfehlen, denn nach Deiner Beschreibung zu urteilen, wird der Besitzer nichts davon umsetzen (können?).
Um festzustellen, was dem Hund fehlt, wären zumindest eine tierärztliche Untersuchung sowie Blutuntersuchungen fällig, und das ist ja leider teuer. Leishmaniose-Hunde brauchen auch besonders hochwertiges Futter, so wie jeder kranke Hund.
Das Kratzen könnte sowohl ein Symptom der Leishmaniose sein wie auch Parasiten - Räudemilben nutzen z. B. gern die Chance, dass das Immunsystem gerade anderweitig beschäftigt ist. Die kannst Du mit bloßem Auge nicht sehen.
Wird die Leishmaniose korrekt behandelt, dann wird meistens die Haut von selbst wieder besser, und auch Hautparasiten haben weniger Chancen. Die äußerliche Behandlung allein führt hier nicht zum Erfolg.
Es könnten auch weitere Krankheiten vorliegen, die im Süden häufig vorkommen, wie z. B. Filarien. Es gibt darunter nicht nur Herzwürmer, sondern auch solche, die sich in der Haut einnisten und schwere Symptome verursachen können.
Vielleicht kannst Du den Mann überzeugen, dass er seinen Tierschutzverein anspricht, von dem der Hund kommt. Viele TSVs helfen bei den Behandlungskosten "ihrer" Tiere, wenn später Probleme auftreten.
Wir haben für die komplette Diagnostik ein Programm, aber mehr als gute Rabatte für unsere Vereinsmitglieder können wir leider nicht an Kosten beisteuern. Falls der Mann wirklich etwas unternimmt, dann melde Dich einfach noch mal.
Der Hund tut mir leid :(.
Hallo,
danke für Dein Posting. Der Hund war früher wegen L. in Behandlung, ich gehe daher davon aus, dass alles andere ausgeschlossen werden kann. Die Raubmilben kenne ich, sieht nicht danach aus.
Um in der Angelegenheit irgendwie weiter zu kommen:
Klare Frage mit der Bitte um Klare Antwort: was kostet es, den Hund bzw. sein Blut auf Herz und Nieren zu testen???
Das bringt doch so alles nichts!! Der Besitzer sieht die Notwendigkeit wohl nicht so ganz ein, sonst würde er ja nicht tatenlos zusehen, wie der Hund sich halb zu Tode kratzt.
Dabei liebt er den Hund!!! Ich verstehe es nicht, das kann doch nicht nur vom Alk kommen!
Für´s erste werde ich dann wohl mal einen Sack "gutes" Trockenfutter da abliefern und sehen, ob das was bringt. Muss ich beim FUTTER auf was achten???
Zumindest ist es eine Chance, mit dem Besitzer in Kontakt zu bleiben.
Ich heisse übrigens REA, wollte mich erst unter dem Namen von meinem Hundi anmelden, aber REA ist besser!!
Meine beiden Hunde sind, wie schon geschrieben, beide krank.
Aber es ist keine der hier besprochenen Krankheiten, es ist "nur"
schwerste HD mit Arthrose in allen Knochen. Und beim Kleinen fehlt zusätzlich die Hüftpfanne. Also gemessen an den hier auftretenden Krankheiten schon fast angenehm!
Nochmals Danke und bitte klare Zahlen - ich muss das Geld auch erst mal zusammenkratzen!
Gruss
REA
Hallo Rea,
also mit round-about 100 Euro bist Du schon ein ganzes Stück weiter - das hast Du einen kompletten Mittelmeercheck gemacht und ein großes Blutbild. Das wäre zumindest ein Anfang.
Allerdings würde ich vielleicht wirklich versuchen, heraus zu bekommen, woher der Herr den Hund bekommen hat und evtl. mal anfragen, ob diese sich nicht an den Kosten zum Teil beteiligen würden... Denn es ist halt letztlich wirklich nicht nur das "Startkapital", das aufgebracht werden muß, um dem Hund zu helfen, sondern es kann durchaus bei unklaren Resultaten noch weiter gehen.
Das Allopurinol wäre hierbei noch das kleinste Übel, denn das kostet wirklich "fast nix"...
Liebe Grüße,
Mel
Christiane
05.05.2005, 19:55
Hallo Rea,
ich würde einen kompletten Mittelmeercheck bei unserem Parasitologen Torsten Naucke machen, und zusätzlich Leber- und NIerenwerte sowie ein Blutbild. Bei Torsten Naucke wird nicht nur mit den gängigen Tests, sondern auch noch mikroskopisch untersucht - so weißt Du dann wirklich, was dem Hund fehlt. Für bestimmte Krankheiten wie Hepatozoonose, oder bestimmte regionale Erreger wie Trypanosoma, gibt es in Deutschland nämlich noch gar keinen Test.
Für Nichtmitglieder kostet ersteres mit allen Untersuchungen 100 Euro, für Mitglieder 72 Euro. Mitgliedsgebühr pro Jahr ist ab 10 Euro.
Die Leber- und NIerenwerte sowie das Blutbild kann über den Tierarzt in seinem Vertragslabor gemacht werden, Kosten ca. 35-40 Euro. Für Vereinsmitglieder haben wir auch selbst ein Vertragslabor, da würdest Du dann 19,50 Euro bezahlen.
Hinzu kommen die Kosten beim Tierarzt für die Blutentnahme (zwischen 5 und 15 Euro).
So wie Melanie schon schrieb, wärst Du also mit ca. 100 Euro dabei.
Wenn Du die Untersuchungen über uns machen möchtest, lies mal unten in meiner Signatur und schick mir dann einfach eine email mit den Daten des Hundes. Ich kann Dir dann weiterhelfen.
Danke für Eure Mühe!!
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die abgebenden Vereine nicht so sehr daran interessiert sind, was aus ihren Hunden wird.
Dies kenne ich nicht zuletzt auch von meinem eigenen Lanzaroter.
Da wurde mir gesagt, wir bringen ihn ja nur nach Deutschland, dass ist jetzt schon Ihr Problem. Und schwups hatte ich nach gut einer Woche 700 Euro an der Backe. Troztdem liebe ich den kleinen Mann heiss und innig.
Und da ich das nicht das erste mal erlebe, geht es bei mir nach der Devise "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott" - sieh zu, wie Du selber fertig wirst.
Ich werde versuchen, das Geld zusammenzukratzen und mit dem Mann zu reden. Wird wohl das grösste Stück Arbeit.
Ich würde wohl noch gerne wissen, auf was ich beim Futter achten muss, oder darf man da alles geben???
Ich hatte immer gehofft, bei all meinen Kranken von diesen Krankheiten verschont zu bleiben. War wohl nix!
Mir tut halt nur der Hund leid!
Nochmals DANKE!
REA
Christiane
05.05.2005, 22:48
Hallo Rea,
bei Fertigfutter kann ich Dir leider nicht helfen, bei uns gibt es nur Frisches. Das dürfte aber in diesem Fall nicht umzusetzen sein.
Vielleicht schreiben Dir andere noch etwas dazu, die selbst Fertigfutter geben.
Die ganzen Billigfutter der Lebensmitteldiscounter und auch die Billig-Marken sind aber sicher nicht geeignet.
Hi REA,
bei Trockenfutter muss nur in Verbindung mit Allopurinpol auf den Proteinanteil geachtet werden. Um einer Blasensteinbildung vorzubeugen.
Da der Hund zur Zeit keine Medikamente bekommt, kannst Du jedes vernünftige Trockenfutter geben. (Bitte kein Frolic)
Frage doch beim Tierarzt nach Probepackungen. Je nach Größe des Hundes reichen die für ein bis zwei Portionen. Gebe dem Hund aber erst wenig davon, zum angewöhnen. Meiner hat das *teure* *gute?* Hundefutter erst nicht angerührt und später alles im hohen Bogen ausgekotzt. Der war Hundefutter nicht gewohnt, da er immer vom Tisch ernährt wurde.
Hallo!
Ich muss Euch nochmals nerven!!! Sorry.
Ich habe heute mit dem Besitzer des Hundes ausführlich gesprochen. Er sagte, dass damals ein Test auf die südländischen Krankheiten gemacht worden ist - der Hund hat demnach "nur" Leishmaniose. Er bekommt lt. Besitzer, zwischen zwei mal einer und drei mal einer Tablette Allopurinol. Je nach Zustand. Kann das angehen??? Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, denn der nächste Satz war: bin derzeit so gut wie pleite. Eine Beteiligung an den Kosten ist wohl ausgeschlossen.
Müssen jetzt dann die von Euch genannten Tests totzdem alle wieder gemacht werden??
Ich habe von der Fa. Pulsamed einen kostenlosen Nahrungsmittelunverträglichkeitstest bekommen und wollte ihn an den Hund abtreten. Bringt das was???
Ich hab den Besitzer auch schon auf anderes Futter angesprochen. "Na klar, der Hund kann ja nicht darunter leiden, dass ich so klamm bin". Schön, aber wie zahlt er dann???
Ich habe deshalb bei Solid Gold, ich selber füttere deren Holistique Blends und bin sehr zufrieden damit, angefragt, ob sie einen Sack zur Verfügung stellen würden. Ich würde dann für die nächste Zeit die Hälfte der Futterkosten zahlen. Den Rest muss er übernehmen - Pennyfutter würde auch Geld kosten.
Hat noch jemand einen Vorschlag, was ich >besser< machen kann???
Langsam frage ich mich, was ich mir da angetan hab - aber das Hundi ist so was Liebes!!
Danke für Eure Mühe - sagt bitte Bescheid, wenn ich Euch auf die Nerven geh!! Ich habe schon viele Krankheiten erlebt, aber die südländischen Krankheiten haben mich bis heute verschont.
Gruss
REA
Christiane
10.05.2005, 23:26
Hallo Rea,
den Allergietest kannst Du auf jeden Fall machen - neben allem anderen könnte das ja auch noch sein.
Sollte er tatsächlich "Nur" Leishmaniose haben, sind es oft Demodex-Milben, die sich dann übermäßig ausbreiten.
Das sind Opportunisten, d. h. fast jeder Hund hat sie sowieso, aber richtig Probleme machen können sie nur, wenn das Immunsystem gerade anderweitig ausgelastet ist.
Das Problem mit dem lieben Geld kenne ich auch - habe selbst gerade 5 kranke Vierbeiner hier. Man kann auch langsam anfangen und erst mal ein Organscreening (Leber, Nieren) sowie ein Blutbild und eine Elektrophorese machen. Sollten andere Krankheiten neben der Leishmaniose vorliegen, kriegt man damit auch meistens einige Hinweise, in welche Richtung weiter gesucht werden muss.
Ich würde mal beim Tierarzt fragen, was es über ihn kostet.
Die Ergebnisse könntest Du dann hier reinstellen, und dann würden wir weitersehen.
Zum Futter:
Solid Gold hat glaube ich einen ganz guten Ruf, ist aber auch nicht billig.
claudia61
11.05.2005, 07:19
hallo rea,
wenn der mann etwas zugänglich wäre, gäbe es vielleicht die möglichkeit, ihn zum kölner schlachthof zu hänseler zu schicken. dort gibts rohfleisch für hunde zu wirklich vertretbaren preisen. pansen kostet, glaub ich, das kilo 80cent. und das kann man durchaus zwei/dreimal die woche gut füttern. rindermix ist auch erschwinglich. innereien ebenso, die man ja eh nur einmal die woche füttern sollte. wenn er mal gemüse oder obst oder kartoffeln oder auch mal ein paar nudeln oder etwas reis dazufüttert, was halt gerade günstig irgendwo zu kriegen ist, hat er das fleisch auch noch gestreckt. im tiefkühlregal gibts es günstig hühnerklein zu kaufen, so dass der calziumbedarf darüber gedeckt werden könnte. zwischendurch mal milchprodukte, die ja auch zum ablaufdatum günstig zu kriegen sind und mal einen schuss öl und fertig ist die laube. vielleicht kommt der mann bei rohfutter sogar günstiger weg, als wenn er auf ein tolles, aber teures trofu umsteigt.
war jetzt nur mal so eine idee........
Danke Euch!!
Ich werde morgen mit meinem TA reden, mal hören, was er sagt.
Er hat auch schon was von Milben gemurmelt. Für mich der blanke Horror!!! Aber wir werden sehen.
@Claudia:
der gute Mann hat viel Zeit, wenig Geld und kein Auto!!!
Zudem fürchte ich, dass eine rohe Fütterung ihn überfordert. Zudem hat er keine Kühltruhe.
Ich treffe da auf einen einerseits sehr um den Hund bemühten Menschen, der aber andererseits nur redet und nichts tut.
Mich stört das!!! Ich habe ihm angeboten, dass ich ihn zum TA fahre, in Gottes Namen auch Leber/Nierenwerte und den L-Titer zahle, und habe schon bei Solid Gold um Futter "gebettelt". Ich füttere es selber und bin sehr zufrieden damit. Deswegen kam ich darauf. Ich dachte es mir so, dass ich die Hälfte zahle und er die andere löhnen muss. Einfach mal die nächsten Monate.
Und dann sehen, ob der Zustand des Hundes besser wird.
Sollte der gute Mann bei mir allerdings den Eindruck hinterlassen, dass er NUR redet und nichts investiert, dann müsste ich doch überlegen, ob man nicht besser den TSV einschaltet.
Er hat den Hund irgendwie über privat bekommen - von daher bleibt nur der "normale" TSV.
Ich halt Euch auf dem Laufenden!!
Gruss
REA
claudia61
12.05.2005, 05:14
hallo rea,
keine einfache situation!
aber es ist ja auch nicht so teuer, beim TA erstmal per hautgeschabsel auf milben und pilze untersuchen zu lassen.
für alle fälle erwähne ich auch noch: falls der TA (aus welchem grund auch immer) cortison-gabe erwägt, bitte nicht geben lassen. bei einem LM+ hund ist cortison nicht angezeigt! cortison legt quasi das immunsystem lahm und das ist bei LM eine üble sache. frage dann lieber erstmal bei den spezies hier nach.....
Hallo zusammen!
Ich wollte Euch nur wissen lassen, dass der Besitzer des Hundes heute auch den zweiten Termin nicht wahrgenommen hat, an dem ich ihm zum TA fahren wollte, um die Blutproben zu bekommen. Ich bin es echt leid!! Gesülze ohne Ende, wie lieb er den Hund hat und bla bla bla - und jetzt das!!! Dumme Ausflüchte, wäre mal wieder ein Missverständnis....
Und ich blöde Kuh zahle auch noch einen einen 15 kg Sack vernünftiges Trockenfutter: 50 Euronen!!
Fragt nicht, wie stocksauer ich bin. Da kann ich mir gleich vorstellen, wie exakt der täglich das Allopurinol gibt. Wahrscheinlich gar nicht.
Hat einer noch eine Idee, was ich noch machen könnte? Der Hund kann schliesslich nichts dafür!!
Ich überlege schon, doch den TSV einzuschalten - wenn die sich dann für so einen armen Hundewurm interssieren, dem es wohl trotz allem noch besser geht, wie manchem, der hungern muss und Prügel bezieht.
Hat jemand hier mit solchen Fällen Erfahrung???
Stocksaure Grüsse
REA
claudia61
20.05.2005, 06:56
erfahrung habe ich nicht, aber offensichtlich ist der hund ja nicht gesund, hat beschwerden und der besitzer versorgt ihn nicht dementsprechend und nimmt keinerlei hilfsangebot an ausser futter einkassieren. ich finde schon, dass man da was tun sollte.
vielleicht würde ein schuss vor den bug von offizieller seite den mann zur einsicht bringen?
Hallo,
ich glaube, das ein TSV nur auf freiwilliger Basis arbeiten kann und darf. Das ist eine milde Lösung für das Problem. Die könnten dem Besitzer auch konkrete Hilfsangebote machen. Doch manchmal schießen die auch etwas weit.
Wenn der Hund weg soll oder muss, geht das, so glaube ich, nur über das Ordnungsamt oder Amtstierarzt. Die können den Hund dann von Amtswege beschlagnahmen und dem Tierschutz zuführen.
Doch sollte so eine Maßnahme nur die letzte Lösung sein. Es ist eine schwierige Situation. Du hast den Hund gesehen. Daher wirst Du auch nur beurteilen können, ob der Hund beim Besitzer bleiben kann, wenn er denn Hilfsangebote annimmt oder doch besser woanders aufgehoben ist.
Ich hoffe ich lehne mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster... aber wenn der Besitzer tatsächlich ein massives Alkoholproblem hat, ist Deine Mühe schlichtweg vergeudet.
Ich kenne das Spiel aus eigener Erfahrung und kann Dir nur dazu raten den Tierschutz zu verständigen und ansonsten die Finger davon zu lassen. Du wirst Dich leider nur unglücklich machen.
Man darf nicht außer acht lassen, dass solche Menschen krank sind. Das bedeutet also, dass sie eine professionelle Hilfe benötigen, die wir "Normalos" ihnen nicht angedeien lassen können.
Wenn Du ihm jetzt noch mit Futtermittelspenden und Fürsorge den Rücken frei hälst, machst Du Dich zum Co-Alkoholiker und ermöglichst ihm somit ein weiterhin sorgenfreies Leben an der Flasche.
Ich weiß, das alles spielt sich zu Ungunsten des Hundes ab, aber ich denke Du wirst nicht viel mehr tun können als abzuwarten.
Bitte versteh mein Posting nicht als Gemecker oder so. Es ist nicht böse gemeint. Ich selbst habe zwei Fälle von Alkoholismus in der Familie und von daher kann ich recht gut nachvollziehen was sich da abspielt. Schlussendlich wirst Du weder Mann noch Hund helfen können.
Kannst Du den Hund zu Dir nehmen?
Hi!
@ Kerstin: ich weiss nicht, wie weit der Grad des Alkoholismus ausgeprägt ist. Ich weiss, dass er trinkt - aber ich habe ihn noch nicht betrunken erlebt. Höchstens angeschickert. Andererseits weiss ich durch jemand anderern, dass dieses Verhalten bei Alkoholikern "normal" ist.
Der Hund hat es dort eigentlich gut, mit der Einschränkung, dass ich eben nicht mehr glaube, dass er das Medikament für die Leishmaniose regelmässig bekommt und weiss, dass das Futter, was er gibt, der letzte ... ist.
Ich tue mich schwer damit, an das VetAmt heranzutreten. Weil ich halt auch weiss, dass er den Hund UND VOR ALLEM der Hund IHN mag. Es ist scheins ein Dogo, da könnt ihr gleich ahnen, wie lange der auf ein neues Zuhause warten würde. Nicht mehr die Jüngste, krank und dann auch noch Listenhund!!!
Ist eine Gratwanderung, was für sie besser ist. Andererseits kann ich sie nicht bis an ihr Lebensende mit gutem Futter versorgen.
Hund zu mir nehmen?? Kann ich erstens nicht und würde er auch nie machen. Er sieht ja wohl doch nicht ein, dass das Sch... ist, was er da mit dem Hund macht, bzw. eben nicht macht!
Ehrlich, ich bin es sooo leid!
Völlig frustrierte + ratlose Grüsse
REA
Liebe Rea!
Über die verschiedensten Formen des Alkoholismus zu diskutieren ist müsig...
Einigen wir uns einfach darauf, dass der Mann alkoholkrank ist?! Das bedeutet gleichzeitig, dass verschiedene soziale "Spielregeln" außer Kraft gesetzt sind.
Der Hund hat es dort eigentlich gut Hat er nicht. Er ist krank und wird nicht behandelt und er benötigt eine spezielle Fütterung die er nicht bekommt, also geht es ihm auch nicht gut. Nicht mal eigentlich, und wer weiß wie er sich dem Hund gegenüber benimmt, wenn er volltrunken ist?
Natürlich gibt es hunderte Hunde denen es wesentlich schlechter geht, aber sich deshalb einzureden, dem Hund hier würde es gut gehen, ist Selbstbetrug. Der Maßstab an dem Du mißt ist nicht richtig.
UND VOR ALLEM der Hund IHN mag. Der Hund wird ihn auch lieben wenn er ihn tritt. Hunde sind so. Treu ergeben bis in den Tod...
Tut mir leid wenn das jetzt millitan rüberkommt, aber es gibt nur zwei Wege. Entweder Du legst Dich mächtig ins Zeug und holst sie da raus, oder Du vergißt die ganze Sache. Einen Mittelweg wird es nicht geben. Eine Änderung an den Umständen wirst Du nicht erreichen. Das ist zumindest meine Meinung - Sorry.
Ganz liebe Grüße von hier!
tizian_2003
20.05.2005, 11:52
Hallo Rea,
dein Engagement, dem Hund helfen zu wollen, ist wirklich gut. Wäre schön, wenn auch andere sich so engagieren. Deswegen brauchst du dich auch nicht zu ärgern, dass du den Sack Hundefutter bezahlt hast, denn der Hund wird ihn ja auch bekommen.
Aber knüpfe an deinen Einsatz nicht die Hoffnung, dass du den Mann erziehen oder gar ändern kannst. Das ist nicht der Fall. Erwarte auch keine Dankbarkeit oder Kooperation. Wenn die Lage so ist, wie es sich anhört, hat Kerstin - leider - in allen Punkten Recht.
Dieser Mann wird mit sich selbst genauso nachlässig umgehen wie mit dem Hund. Die normalen moralischen Maßstäbe anzulegen und wütend zu werden, wenn sie nicht erfüllt werden, bringt da gar nichts. Und er muss auch für sich keine Hilfe annehmen, wenn er nicht will. Solange einer in der Gesellschaft nicht weiter gefährdend auffällig wird, kann er sich zugrunde richten, das interessiert von Amts wegen niemanden.
Deine Möglichkeiten sind also begrenzt. Überleg noch mal, ob du den Weg der Beschlagnahme versuchen willst. Ansonsten könntest du vielleicht mit der Straßensozialarbeit o. Ä. Kontakt aufnehmen. Vielleicht kennt man ihn dort, vielleicht triffst du auf einen engagierten Mitarbeiter, der dir weiterhelfen kann und will.
Liebe Grüße
Andrea
claudia61
20.05.2005, 12:24
Aber knüpfe an deinen Einsatz nicht die Hoffnung, dass du den Mann erziehen oder gar ändern kannst. Das ist nicht der Fall. Erwarte auch keine Dankbarkeit oder Kooperation. Wenn die Lage so ist, wie es sich anhört, hat Kerstin - leider - in allen Punkten Recht.
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das sehe ich auch so!
es mag hart klingen, was kerstin schreibt, aber sie hat recht!!
@ Kerstin,
wie ich schon schreib: die Vermittlungschancen sind gleich Null, sollte der Hund dort wegkommen. Gerade Dogos will keiner, und kranke schon gar nicht.
Das ist ein Grund, warum ich zögere und der zweite ist, dass ich genügend mit VetÄmtern erlebt habe um zu wissen, dass die erst was tun, wenn der Hund unter der Erde liegt. Da kommt Sankt Nimmerlein eher! Und ist das Amt erst eingeschaltet, werde ich je wieder weder an den Mann noch an den Hund herankommen. Er ist sich seines Unrechtes nicht bewusst und wird dann abblocken.
Ich habe deswegen immer noch auf eine gütliche Regelung Wert gelegt und es versucht. Ich habe mir jetzt überlegt, dass ich noch jemanden als Schützenhilfe dazubitten werde. Vielleicht haben wir zu zweit eher Chancen. Die Dame ist Betreuerin von Leuten, die so eine Art Vormund brauchen und kennt sich mit alkoholkranken Menschen und deren Gebaren besser aus.
Gruss
REA
Unregistriert
19.03.2008, 17:35
hallo,
mein Name ist Alicia und komme aus Spanien. Mein Hund hat auch L. seit sieben Jahren aber er bekommt jeden Tag seine Tabletten. Ein Hund mit L. muss behandelt werden und wenn die Finanzielsituation nicht optimal ist, muss man eine Entscheidung treffen.Ohne Medikation ist einfach den Hund langsam sterbern lassen und das müssen wir vermeiden.
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