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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : schreckensgespenst leish


nantiane
30.06.2008, 11:06
asabheein freundliches hallo an das forum

meine frage : gibt es so etwas wie eine statistik ,darüber wieviel prozent der leish-positiven hunde dann am ende tatsächlich erkranken ?

vielen dank , nantiane

tizian_2003
30.06.2008, 19:31
Nein, Nantiane, das gibt es meines Wissens nach nicht.

Liebe Grüße
Andrea

nantiane
01.07.2008, 04:14
ich bin halt am überlegen , ob ich einen positiven hund nehme ... :)

Uschi mit Sardi
01.07.2008, 06:54
Hallo Nantiane,
in dem Fall hilft Dir auch keine Statistik. Du solltest Dir vorher darüber im Klaren sein, ob Du auch dem ungünstigsten Fall, eines schwer kranken Hundes, gewachsen wärst. Egal wie Wahrscheinlich oder Unwahrscheinlich das ist...

Alles Gute für Deine Entscheidung!

Unregistriert
01.07.2008, 13:25
Hallo Nantiane,
ich leben im Leishmaniose Ernstgebiet Valencia und hier haben 30% aller Hunde die Parasiten im Blut. Ich selbst habe drei Hunde die (meines Wissens nach) alle derzeit gesund sind. Um das Imunsystem so stark wie möglich zu halten "barfen" wir.
Ich habe mir fest vorgenommen, wenn einer meiner Hunde die Krankheit haben sollte und diese dann tatsächlich ausbrechen würde werde ich sie einschläfern lassen, weil den Leidensweg den möchte ich meinen Lieblingen nicht zumuten. Und die Kosten einer Behandlung sind auch enorm (200€ pro Monat etwa).
Es ist aber tatsächlich so das die Leishmaniose sehr sehr häufig nicht behandlungsbedrüftig ist, die Hündinnen sogar gesunde Welpen gebären und normal alt werden. Viele Leishmaniose positiven Hunde hier sterben an Krebs oder sonstwas, aber nicht an der Leishmaniose.
Meine Hunde tragen alle das Scalibour Halband, das fände ich auch bei einem Leishmaniose positiven Hund den anderen Hunden gegenüber profilaktisch verpflichtend - es sei denn Du wohnst in einer Gegend in der es definitiv KEINE Sandmücken gibt???
Ansonsten nur Mut, ein "positiver" Hund ohne Merkmale ist auch nicht mehr Arbeit als ein "negativer" Hund - nur die Entscheidung was tust Du wenn... darauf solltest Du Dich vorbereiten.
Gruss Youni.

nantiane
01.07.2008, 13:37
hallo an alle und danke erstmal für die antworten . ich wollte einfach nur wissen , ob ich überhaupt eine chance habe , dass ein positiver hund nicht erkrankt . jetzt gerade hat sich die aktualität erledigt ... der hund , in den ich mich "verguckt" hatte , bleibt nun doch bei seiner pflegefamilie in spanien , so bleibt mir dieses mal die entscheidung erspart .

l.g. nantiane

Jeanie
01.07.2008, 16:51
die Entscheidung was tust Du wenn...

...auf gar keinen Fall einschläfern. :help:

GsD ist Lm, auch wenn sie ausbricht, noch lange kein Todesurteil.

tizian_2003
01.07.2008, 23:08
Hallo Nantiane,
ich leben im Leishmaniose Ernstgebiet Valencia und hier haben 30% aller Hunde die Parasiten im Blut. Ich selbst habe drei Hunde die (meines Wissens nach) alle derzeit gesund sind. Um das Imunsystem so stark wie möglich zu halten "barfen" wir.
Ich habe mir fest vorgenommen, wenn einer meiner Hunde die Krankheit haben sollte und diese dann tatsächlich ausbrechen würde werde ich sie einschläfern lassen, weil den Leidensweg den möchte ich meinen Lieblingen nicht zumuten. Und die Kosten einer Behandlung sind auch enorm (200€ pro Monat etwa).
Es ist aber tatsächlich so das die Leishmaniose sehr sehr häufig nicht behandlungsbedrüftig ist, die Hündinnen sogar gesunde Welpen gebären und normal alt werden. Viele Leishmaniose positiven Hunde hier sterben an Krebs oder sonstwas, aber nicht an der Leishmaniose.
Meine Hunde tragen alle das Scalibour Halband, das fände ich auch bei einem Leishmaniose positiven Hund den anderen Hunden gegenüber profilaktisch verpflichtend - es sei denn Du wohnst in einer Gegend in der es definitiv KEINE Sandmücken gibt???
Ansonsten nur Mut, ein "positiver" Hund ohne Merkmale ist auch nicht mehr Arbeit als ein "negativer" Hund - nur die Entscheidung was tust Du wenn... darauf solltest Du Dich vorbereiten.
Gruss Youni.

Oh je, Youni, was war denn jetzt das für ein Statement??? Einschläfern bei Krankheitsausbruch, weil Leidensweg und eh zu teuer? Auch wenn du in einem Endemiegebiet lebst, findet deine Darstellung nicht meine Zustimmung. Das Forum ist u. a. dazu da, Leute bei der Behandlung ihrer Tiere zu unterstützen, nicht ihnen die Todesspritze zu empfehlen. Du darfst deine Einstellung mal überdenken, bitte! Leishmaniose ist auch über die Plazenta auf die Jungen übertragbar, gesunde Welpen sind möglich, aber nicht die Regel.

Liebe Grüße
Andrea

nantiane
02.07.2008, 05:46
guten morgen ihr lieben ,

macht euch keine sorgen ... ich würde nie leichtfertig oder vorschnell einen hund einschläfern lassen :) und auch nie unüberlegt einen "kranken" hund aufnehmen . zudem habe ich ja schon einen 5 jahre alten galgo aus spanien .
der ist bis jetzt ( knock*knock*knock* ) gesund und hat mehrere negative mittelmeerchecks hinter sich . ich weiß , dass da trotzdem immmer etwas kommen kann und dann würde ich da auch eine menge auf mich nehmen um dem hund zu helfen , aber irgendwie ist das anders , wenn man sich von vornherein für einen positiven hund entscheidet . versteht hier irgendjemand was ich meine ? :) :) :)

l.g. nantiane

Kerstin
02.07.2008, 08:41
Natürlich verstehen wir was du meinst und wir begrüßen es immer, wenn jemand versucht sich im Vorwege über die Krankheit und ihren möglichen Verlauf zu informieren. Wenn du also weitere Fragen hast, nur zu! :)
Andreas Kritik hat sich nicht gegen dich gerichtet.

nantiane
02.07.2008, 12:33
ich schaue bestimmt wieder mal 'rein ... das thema bleibt ja wohl ein dauerbrenner . nun muß ich mich erstmal nachen einem anderen hund umschauen , das objekt der begierde bleibt ja nun in spanien :(
was solls , wenn die richtige zeit kommt , kommt auch der richtige hund :)

l.g. nantiane

Unregistriert
07.07.2008, 19:40
Hallo,
wir haben einen kleinen Hund aus Spanien seit etwa 10 Monaten bei uns.
Das erste Testergebnis war negativ aber unsere Ärztin hat uns geraten nach
6 Monaten einen weiteren Test zu machen. Nun ist das Ergebnis knapp positiv.
Wie bewertet man solche Ergebnisse, testet nicht jedes Labor unter anderen
voraussetzungen?
Gruß Katinka

tizian_2003
07.07.2008, 21:57
Hallo Katinka,

wenn du Hilfe bei der Interpretation der Testergebnisse möchtest, stellst du diese am besten mal komplett ein. Es gibt unterschiedliche Verfahren und beim sogenannten IFAT auch noch unterschiedliche Verdünnungsreihen. Tests können mit bestimmten anderen Erregern kreuzreagieren, deshalb empfiehlt sich immer ein Komplettprofil.

Liebe Grüße
Andrea

Unregistriert
10.07.2008, 10:10
Hallo!
Wir haben auch einen Leish-positiven Hund bei dem die LM auch ausgebrochen ist. Den Tipp mit dem Einschläfern gab uns unser erster Tierarzt auch!! KEIN SCHERZ!

Wir behandeln seit über einem Jahr mit Allopurinol und es geht ihm nun wieder blendend, die Blutwerte und co (Eiweißel.) werden nach und nach, langsam, aber stetig, besser. Er bekommt hochwertiges Futter, wird nicht geimpft, sorgsam entwurmt wenns notwendig ist, Helicobacter haben wir auch behandelt, das hat einen richtigen Satz nach 'vorn' gebracht. Er hat immer schlecht gefressen, seit die Heli weg sind, geht es ihm super und wir müssen sogar langsam schauen, dass er nicht zu speckig wird!

Ich liebe nichts auf der Welt mehr als diesen Hund, aber bewusst würde ich mir keinen Leish-Hund mehr anschaffen. Zum einen ist es eine Odyssee bis man den richtigen Tierartzt findet, dann ist alles nur mehr oder weniger Glückssache ob es gut geht oder nicht und man muss immer auf der Hut sein, dass alles richtig gemacht wird und alles hinterfragen, man hat niemanden dessen Wissen so umfassend ist, dass man vollstädnig beraten ist, jeder denkt anders über Leish, die passende Ernährung und und und...die einen verteufeln Trockenfutter, die anderen finden es unverantwortlich zu barfen. Die einen Impfen, die anderen nicht..es ist zum Mäuse-melken!! Und schlußendlich muss man selber entscheiden, aber auf was für einer Grundlage???

Ich bin froh, dass es meinem Schätzchen so gut geht, versuche jeden, der total hysterisch wird, von der Palme zu holen, gehe Konflikte mit panischen Hundebesitzern und Tierärzten ein, aber wenn ich überlege was wir im Laufe des letzten Jahres an Geld in den Praxen und Laboren gelassen haben, wird mir ganz schwummerig. Dafür hätten wir locker 30 anderen, gesunden, Hunden das Leben retten können.

Durch die Gabe von Allopurinol ist unser Rüde, wie einige , inkontinent. Also muss er im Urlaub immer mit, weil ich keinem zumuten kann alles alle zwei Tage durchzuwaschen und Poster mit Hindernissen unatrakktiv zum drauf liegen zu machen, jede Nach ein bis zwei Mal aufzustehen, ihn rauszulassen. Da er aber nicht geimpft ist, kann er nicht ins Ausland.
Wir sind doll genug das mitzumachen oder getrennt in Urlaub zu fahren, so dass entweder ich oder mein Mann ihn hüten, aber das sind natürlich Einschränkungen die man auf sich nehmen können will..
Er tropft nicht wenn er herumläuft, nur wenn er schläft. Aber ist ein Galgo, er mag eigentlich nicht unbedingt im Körbchen schlafen, früher hat er bei mir unter der Bettdecke geschlafen, es war schrecklich in aus dem Bett zu verbannen. Er hat ein total lebenswertes Leben und ich bin froh um jeden guten Monat den wir zusammen haben und hoffe, dass es noch viele sein werden. Aber zuhause dreht sich vieles nur um ihn.

So, das war ein kurzes Statement...unsere anderen drei Südländer sind mehrfach komplett negativ getestet. Ich würde im Leben keinen der Hunde abgeben, weil sie durch eine Krakheit unbequem werden, aber ich denke auch oft an die Leute die Südländer herholen, dann sind sie LMpositiv und wupps, ab ins Tierheim und da versauern sie dann...also lieber vorher drüber nachdenken...in Spanien werden täglich tausende lieber, toller, schöner, junger und gesunder Hunde getötet. Ich habe einfach ein schlechtes Gewissen, dann einen kranken herzuholen und gesunde dafür sterben zu sehen.

Liebe Grüße und ein großes Toi, Toi, Toi und Daumendrücken an alle die gern so viel auf sich nehmen und nicht die Nerven verlieren!

tizian_2003
10.07.2008, 21:24
Schönes Statement - und so wahr! Schade, dass du nur Gast sein magst! Alles Gute für deinen kranken Hund und dass es ihm lange gutgehen mag.

Liebe Grüße
Andrea

Uschi mit Sardi
10.07.2008, 21:44
:clap: :clap: :clap:

Hallo Gast,
dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
Wäre schön, öfter von Dir zu lesen...

Unregistriert
11.07.2008, 08:43
Hallo!
Danke!

Ich hatte gestern, wie passend, wieder die Begegnung der 3. Art. Unsere Galga muss am Bein operiert werden, also waren wir in einer Tierklinik. Ich bekam mit, wie einer Frau ein Rezept über Allopurinol in die Hand gedrückt bekam, mit dem Kommentar, das müsste der Hund jetzt in derundder Dosis bekommen. Die Frau wusste N I X von Leish, scheinbar wurde der Hund getestet, die Blutbilder sagten aktive Leish aus, Allo in die Hand und ab die Post...sie wusste weder was Leish ist, was Allopurinol ist, obs ansteckend ist und und und, sie fragte die Tierartzhelfin ob sie sich damit anstecken könne, diese begann den Satz mit, Ja, theoretisch schon. Da bin ich dann aufgestanden und habe der Frau gesagt, dass wir auch einen Leishhund haben und wenn sie mögen würde, könnten wir uns gern mal unterhalten.

Ich habe dann noch eine halbe Stunde mit ihr draußen gesessen, ihr kurz erzählt wie es bei uns war und die Telefonnummer unseres Tierarztes in die Hand gedrückt. Sie war fix und fertig, weils ihrem Hund nicht gut ging und sie jetzt auch noch Angst hatte, dass sie es auch bekommt..

UNGLAUBLICH!

Man kann das doch nicht mal eben so diagnostizieren, den Leuten das Allo in die Hand drücken und dann viel Spaß damit..völlig panisch und unwissend...nicht jeder hat Internet zuhause und kann sich so Infos holen..

Genau DAS ist es was ich meinte, die Leish ist ja nur die Hälfte des Problems, die andere Hälfte sind die Tierärzte die sich überhaupt nicht mit dem Thema befassen wollen, im Verhältnis zu einer HD-Op ist an Leish ja auch nicht wirklich was zu verdienen *brummel*

Aber andererseits, das Wartezimmer unseres Tierarztes ist voll von Südländern..und er macht keinen verarmten Eindruck...mich macht das ganz schön böse, wenn ich in der Lage bin innerhalb weniger Tage ein paar Infos über MMKs zu bekommen, dann muss man das als Tierarzt doch schon lange können...und doch auch wollen?! Das ist doch deren Job..

viele liebe Grüße!!

Jeanie
11.07.2008, 12:59
dann muss man das als Tierarzt doch schon lange können...und doch auch wollen?! Das ist doch deren Job..

...wie wahr, wie wahr

lieber Gast, Du sprichst mir aus der Seele und aus dem Herzen dazu.

Wenn Du wieder mal so nen "alleingelassenen" Hundemenschen triffst: Weise ihn doch auf unser Forum hin. Sag ihm: Dort werden sie geholfen - man gibt sich jedenfalls die allergrößte Mühe und es konnte schon vielen Fellnasen geholfen werden. :jump: