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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mika hat seit Dez einen Schub


IrishCoffee
08.05.2005, 19:04
Hallo,

ich habe Mika, einen Podimix seit nun fast 2 Jahren. Er kommt aus dem ehemaligen TH El Moli in Spanien. Damals hieß es alle Hunde müssten da raus, am Ende waren da aber nur noch an die 30 LH+ Hunde und nach langem Überlegen haben ich Rosset, heute Mika aufgenommen. Mika war in El Moli 2x mit Glucantim behandelt worden und man hat mir den Hund wortlos zusammen mit 3Packungen Allopurinol übergeben. Allopurinol hab ich schon im ersten Monat abgesetzt weil der Hund nur erbrochen hat, danach ging es ihm gut bis Dez 04 war er absolut beschwerdefrei. Dann bekam er Durchfall und der ging und ging nicht weg. Er wurde immer dünner und ich hab mich über Herr Döpp von der PodencoAss. an Prof.Eibl gewandt. Mika kam urspürglich mit einem Titer von 1:360 zu mir, damals einer der höchsten Werte aller El Moli Hunde. Beim Test im Dez hatte er 1:700. Trotz aller Bemühungen, dem übersenden aller Testergebnisse und geforderten Angaben über den Hund und seiner Vorgeschichte hab ich bis heute nie etwas von Prof.Eibl oder sonstwem gehört.
Mika geht es inzwischen total beschissen. Er ist von 31 auf 25 kg runter. Seinen Durchfall hab ich wieder im Griff, aber ich hab das Gefühl das mir der Hund am vollen Napf verhungert. Ich füttere ihn inzwischen 4x pro Tag. Experimentiere mit allen Futtersorten. So hat sich ergeben das er Kartoffel am besten verträgt, dazu Fisch oder leicht gedünstetes Fleisch.

Gibt es noch etwas was ich für ihn tun kann?
Gibt es ein Mittel das ihm helfen kann?
Kann es sein das die Impfung diesen Schub ausgelöst hat?
Sollte man bei LH+ Hunden generell auf alle Impfungen verzichten, oder gibt es da etwas anderes? Wir leben in einem Tollwutbezirk, kann ich da guten Gewissens auf Tollwutimpfungen verzichten?

Ich bin Dankbar für jede Hilfe

Gruß
Marion

Ingrid
08.05.2005, 19:23
Hallo Marion,

herzlich willkommen hier im Forum.
Ich habe drei Hunde , einer davon nämlich Willy hat auch LM.
Er hat das Medikament von Prof. Eibl schon viermal bekommen
und es hat immer sehr gut geholfen.
Leider ist es so, daß mein leider manchmal sehr lange auf das
Medikament wartet. Man muß Geduld haben und sich u. U. die
Finger wund telefonieren.
Viele Fories hier haben ähnliche Erfahrungen gemacht.
Wenn Du hier angemeldet bist kannst Du ja mal ein bisschen
nachlesen.
Ich würde Dir empfehlen beim Prof. immer wieder nachzufragen.

Leider ist es auch so, daß eine Impfung einen LM Schub auslösen
kann. Auf dem Beipackzettel von Impfstoffen steht auch drauf
ein kranker Hund darf nicht geimpft werden.
Die Tollwutimpfung hält ja ca. 2 bis 3 Jahre an, nur wenn man
ins Ausland fährt wird eine jährliche Impfung vorgeschrieben,
vollkommener Unsinn meiner Meinung nach.
Ich lasse meine Hunde außer einer Grundimmunisierung nicht
mehr impfen, den LM kranken Willy schon gar nicht.
Über dieses Thema gibt es auch sehr viele Beiträge hier im Forum.

Du kannst Dich auch gerne auf der Homepage unseres Vereins
Parasitus Ex informieren, Dr. Torsten Naucke ist sehr kompetent
vielleicht kann er Dir diesbezüglich auch Ratschläge geben.
Ratsam ist es auch einen kompletten Mittelmeercheck durchzuführen, weil es ja noch viele andere Krankheiten gibt,die
ein Hund aus dem Ausland haben kann.
Als Vereinsmitglied bekommst Du die Untersuchungen auch
günstiger.
Vor allem untersucht Dr. Naucke sehr genau, meiner Meinung nach
bekommt man diese Untersuchungen nirgendwo so gut.
Über das alles bekommst Du sicher noch Antworten von unseren
Fachfrauen hier.

Viele Grüße
Ingrid, Artus, Willy und Mona

Christiane
08.05.2005, 22:06
Hallo Marion,

ich würde auf jeden Fall erst mal ausschließen, dass noch eine andere Krankheit vorliegt, z. B. Ehrlichiose, Babesiose, Filarien und andere - die meisten kann man ganz gut behandeln und kriegt dann oft die Leishmaniose auch besser in den Griff.

Das könntest Du wie Ingrid schon schrieb über unseren Parasitologen Torsten Naucke machen lassen.

Hast Du aktuelle Blutwerte von Deinem Hund? Insbesondere interessant ist ein Blutbild, Leber- und Nierenwerte. Nur wenn das alles zusammen vorliegt, kann man abschätzen, wie schwer Dein Hund betroffen ist und an welcher Stelle sofort angesetzt werden sollte.

Wenn Du magst, ruf Torsten Naucke mal an, Tel. 02208-770998.

Bei Prof. Eibl hilft nur, immer wieder anzurufen. Er ist ja schon im Ruhestand und produziert das Mittel nur aus Gefälligkeit ... und er wird natürlich bombardiert mit Anfragen.

Du kannst Deine Blutwerte, soweit vorhanden, auch hier reinstellen. Dann können wir vorab schon mal sehen, ob Du ihn zusätzlich unterstützen kannst.

viel Glück erst mal, dass Deinem Hundi schnell geholfen wird!

claudia61
08.05.2005, 22:10
hallo marion,
einen kranken hund sollte man nicht impfen. durch die impfung wird das immunsystem so beschäftigt, dass es dann oft nicht mehr reicht, eine krankheit wie die LM in schach zu halten!
wenn der hund bereits geimpft wurde, ist er für jahre gegen TW geschützt......und ausserdem kommt die TW nicht angeflogen! ;) wenn man seinen hund unter kontrolle hat, ihn also immer im einflussbereich hat, gut auf ihn achtet, dürfte das risiko recht gering sein.
man muss dann nur schauen, dass man mal mit dem TA oder amtsvet spricht, ob es möglich ist, eine bescheinigung zu bekommen, um die jährliche impfung umgehen zu können......das werd ich demnächst auch angehen....

IrishCoffee
08.05.2005, 23:04
Danke für die Antworten bisher. Das mit den Impfungen hat mir bisher niemand gesagt, hab ich auch bisher nirgendwo gelesen. Ärgert mich jetzt richtig weil ich sowieso immer mit dem TA im Clinch liege was das angeht und schon immer die Maximalzeit rauszieh. Bei Tollwut war ich allerdings schon etwas unsicher, ich weiß zwar das das nicht jährlich sein muss, aber ganz verzichten? Ich weiß nicht? Mika im Einzugsbereich? Geht nur mit Schleppleine oder Flexi und das will ich ihm nicht ständig antun, also schätz ich da immer Risiko gegen Risiko ab, denn schließlich hat ein zufriedener, glücklicher Hund mit guter Lebensqualität ja auch eine bessere Imunabwehr als ein unzufriedener und ein Podi an der Leine ist unzufrieden weil er sich nie wirklich auspowern kann. Ist also eher eine schwierige Ermessensfrage.

Was seine Werte angeht werd ich mir die morgen gleich vom TA zufaxen lassen. Erlichiose und Borreliose wurden meines Wissens bei dem Test mitgemacht und waren neg. Leber und Nierenwerte soweit i.O. Wäre aber wohl sicher gut einen neuen aktuellen Test machen zu lassen. Außerdem wollte ich ihn die Woche mal noch auf Bauchspeicheldrüse testen lassen. Bevor ich mich irre mach das es von der LH kommt und er hat was in dem Bereich. Hört man ja auch immer wieder und dieses abnehmen geht auch so mit in den Bereich.

Wie komm ich denn zu einer Untersuchung bei Hr.Naucke? Muss ich da Blut einsenden, oder wie läuft das dann ab?

Gruß
Marion

Ingrid
08.05.2005, 23:27
Hallo Marion,

ja zu Dr. Naucke musst Du Blut einsenden.
Wenn ich mich nicht irre, braucht er 2 x 2 ml EDTA Blut.
Den Untersuchungsbogen gibt es hier irgendwo zum ausdrucken,
aber wahrscheinlich schreibt Dir Christiane noch den Link.

Viele Grüße
Ingrid

IrishCoffee
08.05.2005, 23:34
Hallo Ingrid,

danke dir für die Info.

Mauritz
09.05.2005, 00:29
Hallo Irish Coffee,
ich hatte auch einen Hund mit permanentem Durchfall. Mein Bobtail war schon als Welpe krank und mußte mit Infusionen am Leben erhalten werden. Die Durchfälle haben ihn das ganze leben begleitet. Er ist aber immerhin 13 Jahre alt geworden. Deshalb kann ich Deine Sorgen nachvollziehen. Er war zwar kein Spanier und kein Leish Hund, doch gibt es genug um krank zu werden.
Zuerst würde ich die Angebote des Forums nutzen um Krankheiten auszuschließen bzw zu finden.
Wenn sich nichts herausstellt kann ich Dir nur raten einen Tierheilpraktiker aufzusuchen. Ein ehemaliger Kollege von mir hat auf diesen Beruf umgeschult und uns damals gut geholfen. Er ging von einer Leberstörung aus und wir bekamen ein Pulver, wenn die Durchfälle zu schlimm wurden.
Ansonsten hat eine Diät aus gekochtem Hühnerfleisch geholfen.
Der Hund bekam als Leckerchen und für zwischendurch trockene Brötchen oder Bruchzwieback. Damals war noch Zwieback Brandt in Hagen und wir konnten das Zeug immer Säckeweise im Werksverkauf bekommen. Wenn die Durchfälle akut waren bekam der Hund immer Kohlekompretten die in dünnem schwarzem Tee aufgelöst waren. Diesen leicht süßen, damit der Hund das trinkt.
Ebenso stand dann immer ein Topf auf dem Herd in dem Huhn gekocht wurde. Das vom Knochen lösen und alle ein bis zwei Stunden ein paar Esslöffel geben.
Wenn die Durchfälle aufhören oder breiig werden ein Hundfutter suchen, das der Hund verträgt, auf Huhnbasis und nie wechseln. Auch Stress vermeiden (Impfungen oder Umfeld)
Zum Aufbau der Darmflora haben wir immer Joghurt gegeben. So einen halben Becher Naturjoghurt zwei Mal die Woche, bei Durchfall täglich. Wenn es ganz hartnäckig ist versuche mal ein Präparat mit Bifidumbakterien. Die meisten sind Pulver, das wird schwer zu geben sein, doch ich meine es gibt auch Kapseln ( Perenterol heissen die glaube ich)
Evtl reicht auch eine Wurmkur. Ich hoffe, Ihr findet eine Ursache für die Durchfälle. Es gibt nichts schlimmeres, als zuzusehen wie der Hund dünner wird und keiner weiss warum.

Christiane
09.05.2005, 01:25
Hallo Marion,

die Durchfälle sind bei Leishmaniose typisch. Wenn Du die Krankheit in den Griff bekommst, verschwinden auch die meisten Symptome wieder.

Wegen der Untersuchungen schau mal die Links unten in meiner Signatur an, da steht alles drin.

IrishCoffee
07.06.2005, 00:03
Wollte euch nur mitteilen das Mika es leider nicht geschafft hat. War Donnerstag den 26.5. noch mit ihm beim Tierarzt, Hämatokrit war da schon nur noch auf 12. Er bekam nochmal ne Infusion, wir haben nochmal alles versucht, aber es ging nix mehr. In der Nacht ging es ihm so schlecht, wenn ich die Spritze da gehabt hätte, ich hätte ihn selbst erlöst. So sind wir gleich Morgens los, er konnte schon nicht mehr gehn, atmen fiel ihm schwer, totales Nierenversagen. Ich war froh als er endlich die Spritze bekam und einschlief. Es war das Schlimmste und doch das Beste. Er ist in meinen Armen eingeschlafen und ich hab mir eins geschworen, den nächsten Hund erlös ich früher, da versuch ich nicht mehr alles was machbar ist. Diese letzte Nacht hätte ich ihm ersparen sollen und ihn Donnerstags schon erlösen sollen, als er noch auf seinen Beinen stand.
Meinen guten Freund so zu sehen war grauenhaft und der Tod war eine Erlösung.
Mika war erst 7Jahre.
Ich vermisse ihn und dennoch kommt Ende des Monats ein anderer Podi der nun seine Chance auf ein neues Leben haben soll und vielleicht kommt sogar eine L+ Hündin dazu, auch wenn es schlimm war. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Gruß
Marion

Dorismaya
07.06.2005, 01:34
Marion,
so etwas zu lesen stimmt mich immer traurig . Aber auch wir haben bis zuletzt versucht unserem Max zu helfen. Es ist nicht einfach den richtigen Zeitpunkt zu bestimmen.
Denk daran, dass es deinem Mika jetzt wieder gut geht.
Und mit dem neuen Hund wünsch ich euch alles Gute.

Eine alte indianische Überlieferung besagt,
dass die Hunde nach ihrem Tod in einem weiten Land am roten Fluss leben, und dort auf ihre Menschen warten, um ihnen eines Tages den Weg über den Fluss in die ewigen Jagdgründe zu zeigen. Denn ohne einen solchen Führer könne der Mensch den Weg dorthin nicht finden.
Wohl dem, der einen Hund zum Freunde hatte.

LG Doris

Barbara
07.06.2005, 08:35
Liebe Marion,

es tut mir schrecklich leid für euch beide. Ja, es ist eine Gradwanderung, wenn man zwischen Weitermachen und dem Ende entscheiden soll. Hinterher ist man immer schlauer, aber solange man in den Ereignissen steht, muss man nach dem Bauch entscheiden.

Ich freu mich aber auch für dich, dass du den Mut nicht verlierst und sogar bereit bist, wieder kranke Tiere aufzunehmen. Ich wünsche dir von ganzen Herzen, dass du nicht zu schnell wieder vor "DER Entscheidung" stehen musst.

Lore_1940
07.06.2005, 08:56
Hallo Marion,

fühl dich ganz fest umarmt, ich weiß, es tut so weh, aber denke daran, wie gut es ihm jetzt geht und wie dankbar er dir sein wird, dass du sein Leiden beendet hast.

Liebe traurige Grüße

Lore

gwendolina
07.06.2005, 11:24
Hallo Marion,
ich weiß wie Du dich fühlst, wünsche Dir viel Kraft mit der Trauer um den kleinen Schatz umzugehen.
Das Du einen kranken Hund wieder aufnimmst, finde ich ganz toll, ich würde es genauso machen.
Alles Liebe für Euch.

Ingrid
07.06.2005, 12:36
Hallo Marion,

auch mir tut es sehr leid und wünsche Dir viel Kraft.
Ich würde es auch so machen wie Du und wieder einem
Tier ein Zuhause geben.

Alles Gute
Ingrid, Artus, Willy und Mona

manfred
08.06.2005, 20:02
Hallo Marion!!!
Das tut mir sehr leid! Ich weiß wovon ich rede!Hatte vor Rocky auch meinen besten Freund verloren,daß war als ob mein kind gestorben ist und ist Rocky so scwer krank,Na da müssen wir durch. Alles liebe für Dich sagen Manfred und Rocky!

IrishCoffee
08.06.2005, 21:21
Hallo ihr Lieben,

danke für die netten Worte. Ich weiß es zu schätzen das es Menschen gibt die mitfühlen können. Für das Gro der Leute ist ein Hund eben nur ein Hund, er ist tot, ok, gehn wir zur Tagesordnung zurück. So kann und will ich nicht denken und deshalb ist es schön zu wissen es gibt ne Menge Leute die sind genaus "verrückt" drauf wie ich in der Richtung. Ich kann´s mir nicht vorstellen auf Tierhaltung zu verzichten weil ich das Letzte Kapitel und das Loslassen nicht ertragen kann. Lieber steh ich das immer und immer wieder durch und kann auch weiterhin einer armen Socke helfen.
Leider iss nix unendlich, aber jeder einmalig und hat seinen besonderen Platz im Herzen.

Danke

Gruß
Marion

Anna-M
08.06.2005, 22:20
Hallo Marion,

habe es gerade erst gelesen, auch ich weiß wie es dir geht, habe es vor 1 Jahr mitgemacht. Man bekommt erst einmal den Boden unter den Füßen weggezogen, es ist einfach sehr sehr schlimm, was sich eigentlich garnicht in Worten fassen läßt. Sei umarmt.....

@ auch ich werde an dieser indianischen Überlieferung ganz fest glauben

Kerstin
09.06.2005, 08:36
Liebe Marion,
ich glaube wir alle haben irgendwann jetzt in den letzten Tagen diese Bilder von dem Wolf gesehen, der gequält, gepeinigt und getötet wurde... Diese Bilder haben in mir ganz sonderbare, bislang unbekannte Gefühle geweckt und ich habe mich regelrecht dafür geschämt ein Mensch zu sein...
Ein guter Freund hat mir dann den Kopf dahin zurechtgerückt wo er eigentlich hingehört, nämlich auf den Hals ;) und nicht ins Herz!

Er hat mir gesagt, dass ich nicht in der Lage war und bin dieses Tier zu beschützen und/oder zu retten und ich kann auch nicht alle gequälten oder gepeinigten Tiere dieser Welt retten. Das geht ganz einfach nicht.
Ich kann nur versuchen im Kleinen ein besserer Mensch als diese Peiniger zu sein. Er hat mir erzählt wie er als "aussenstehender" unseren Umgang und unser Leben mit Tica erlebt und meinte dass sei schon etwas wirklich gutes was wir da tun.
So tut ein jeder von uns was er kann, weil es ihm sein Herz so befielt. Du bist auch so ein Mensch. Das macht Dich aus und das ist gut so.
Lass Dir bloß nicht einreden anders zu sein wäre besser oder richtiger!