Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Seltsame Krankheit
hallo,
es geht zwar nicht um leishmaniose aber ich hoffe, daß mir hier trotzdem jemand weiterhelfen kann.
meine hündin (zwischen 6 und 9 jahre alt) ist seit monaten krank und keiner weiß was es ist. es ging damit los, daß sie anfang märz auf einem hinterbein lhamte und da sehr berührungsempfindlich war. das war dann wieder weg und ca. 3 wochen später bemerkte ich, daß sie total lustlos und antriebslos wurde. nach einiger zeit wurde eine gebärmutterentzündung festgestellt, behandelt und geheilt. aber die antriebslosigkeit blieb und das lahmen kam wieder - erst hinten dann vorn. dann nahm ich an, daß es eine borreliose wär und ließ sie mit antibiotika behandeln - ohne ergebnis. zwischendurch wurde eine röntgenaufnahme gemacht, die ein leicht vergrößertes herz ergab. es wurden bluttests gemacht, deren ergebnisse auch nicht weiterhalfen. es ist keine schilddrüsenunterfunktion.
heute gehen wir zum herzultraschall und lassen noch mal den rheuma-faktor bestimmen.
hat hier vielleicht jemand eine idee was das sein könnte?
nadine
Christiane
17.05.2005, 09:36
Hallo Nadine,
woher kommt denn Deine Hündin, und wo war sie ggf. mit im Urlaub / auf Reisen? In welcher Gegend wohnt Ihr? Und hast du schon irgendwelche Blutbefunde von ihr? Wenn ja, stell sie doch mal komplett hier rein, vielleicht fällt uns etwas auf.
Bei diesen Problemen hätte ich auch zuerst auf eine Borreliose getippt. Die ist sehr schwer festzustellen, aber es gibt ein Speziallabor dafür (www.zecklab.de). Wie lange wurde Deine Hündin mit Antibiotika behandelt, und mit welchem?
also ich hab sie vor 4 jahren aus dem tierheim geholt, vorgeschichte unbekannt. ich war mit ihr noch nie im ausland.
sie kriegt jetzt seit kanpp 2 wochen das antibiotikum synulox.
die blutwerte hab ich jetzt nicht hier. der letzte test hatte leicht erhöhte leukos, eine leichte anämie, leicht erhöhte leber- und nierenwerte. ach ja - ein muskelwert (ck-wert) war auch erhöht. an sich alles eher unauffällig, aber im vergleich zum bluttest im april hatten sich manche werte fast verdoppelt. aber alles noch im rahmen der normalen parameter.
war vorhin nochmal beim tierarzt, wo ich noch eine rheuma-faktor bestimmung machen lasse. außerdem wurde die hüfte geröntgt und eine leichte arthrose festgestellt.
nadine
Christiane
17.05.2005, 21:24
Hallo Nadine,
kannst Du denn die Blutwerte vom Tierarzt bekommen und mal hier reinstellen?
Gegen Borreliose hilft Synulox meines Wissens nicht, aber Borreliose macht auch keine Anämie oder ähnliches.
mittlerweile bin ich der überzeugung, daß es doch eine hypothyreose sein muß. die blutwerte sprechen meines erachtens dafür, ebenso die herzvergrößerung und ihre lahmheit. der hrzultraschall gestern erbrachte im prinzip kein ergebnis. die pumpfunktion ist beeinträchtigt, ursache unbekannt.
allerdings hat sie (noch?) keine hautsymptome. heute nachmittag werde ich noch mal meine andere tierärztin aufsuchen und da auch gleich die bluttests mitnehmen.
nadine
Hallo Nadine,
stell doch mal die Schilddrüsenwerte hier rein. Lähmungserscheinungen, erhöhte Leukozyten, Anämie, erhöhter CK-Wert sprechen eigentlich nicht für eine Schilddrüsenunterfunktion.
Erhöhte Leukozyten sprechen u.a. für eine Entzündung auch der CK-Wert (Creatinkinase, ein Muskelenzymwert) erhöht sich u.a. bei Entzündungen.
Folgende Werte sollten bei einem Schilddrüsenprofil erstellt werden: T4, T3, freies T4, freies T3, TSH, Selen, Antikörper gegen Schilddrüsengewebe. Cholesterin kann erhöht sein, evtl. sollte auch Cortisol mitgetestet werden.
Viele Grüße Heidrun
so, nun ist es raus - sie hat rheuma. ob das jetzt aber die blutwerte erklärt, muß ich heute erst mal mit meiner tierärztin besprechen.
ich hoffe, wir kriegen es in den griff. hat hier vielleicht jemand erfahrungen? schulmedizinisch kann man ja leider nur schmerzmittel geben. aber mit homöopathie gibts vielleicht aussichten.
nadine
Hallo Nadine,
ist denn durch den Rheumafaktor abgeklärt ob es sich um ein entzündliches Rheuma (Arthritis) oder um ein degeneratives Rheuma (Arthrose) handelt.
Beide Erkrankungen haben schulmedizinisch unterschiedliche Therapieansätze. Bei beiden kommen Schmerzmittel zum Einsatz, bei entzündlichem Rheuma werden Kortikoide in Verbindung mit Antibiotika eingesetzt. Zum Muskelaufbau auch Anabolika.
Da ein entzündliches Rheuma autoimmun bedingt sein kann, sollte man mit immunstärkenden Maßnahmen vorsichtig sein.
Es kann auch vorkommen, daß eine Entzündung an anderer Stelle im Körper durch fortgeleitete Bakterien Gelenkentzündungen hervorruft. Da muß natürlich auch die Grunderkrankung behandelt werden.
Im Falle Deiner Hündin wäre evtl. eine Kastration anzuraten (wenn ihr gesundheitlicher Zustand das wieder zuläßt) um einer weiteren Gebärmutterentzündung vorzubeugen.
Auch könntest Du einen genaueren Borrelientest in einem speziellen Labor zur Sicherheit nochmals durchführen lassen.
Naturheilkundlich kann man mit Wärmebehandlungen, Schutz vor Kälte und Nässe, Physiotherapie, Akupunktur, Ernährungsumstellung, verschiedenen Naturheilmitteln unterstützend eingreifen.
Dazu könntest Du einmal im Gesunde-Hunde-Forum nachfragen.
Grüße Heidrun
seit freitag liegt meine arme maus in der kleintierklinik in leipzig und kämpft um ihr leben... sie hatte freitag abend einen epileptischen anfall und in der klinik dann gleich noch einen. die untersuchung im kernspintomographen hat eine veränderung im gehirn ergeben - wahrscheinlich hat sie eine enzephalitis. auch staupe ist nicht ausgeschlossen. ich hoffe so sehr, daß sie durchkommt...
nadine
Hallo Nadine,
das tut mir sehr leid. Ich drücke Euch ganz ganz fest die Daumen.
Liebe Grüße Heidrun
Hallo Nadine,
ich frage mich mal wieder, wie es soweit kommen konnte. Es gab doch noch andere Anzeichen. Wie konnte die TÄ "nur" Rheuma behandeln ohne Rückschlüsse auf andere Krankheiten zu ziehen?
Ich drücke Euch ganz fest die Daumen.
Viele Grüße
Manuela
Christiane
24.05.2005, 11:24
Hallo Nadine,
das tut mir sehr leid, und ich drücke Euch beiden fest die Daumen, dass sie wieder gesund wird. Wann ist sie eigentlich zuletzt geimpft worden?
sie ist im märz geimpft worden. die ersten anzeichen liegen aber schon viel länger zurück. schon so im dezember habe ich mich gewundert, daß sie gar nicht so durch den schnee tollt wie sonst und auf spaziergängen schlapper wirkte. da dachte ich noch, wenn sie erst runtergeschoren ist, fühlt sie sich wohler. dann war ich im märz beim ta weil sie hinkte, drei wochen später war die schlappheit nicht mehr zu übersehen und ich bin deshalb zum tierarzt. seitdem ist ja alles mögliche gemacht worden. der doppelt erhöhte rheuma-faktor kann, im nachhinein betrachtet, als anzeichen gewertet werden. aber ansonsten waren ja alle symptome so unspezifisch, daß es alles mögliche hätte sein können.
nadine
Christiane
24.05.2005, 12:03
Hallo Nadine,
ich weiß dass erhöhte Rheumafaktoren eine ganze Reihe von Ursachen haben können, aber oft wird nichts weiter gefunden.
Was machen sie denn dort im Moment mit ihr?
Kannst Du zu ihr?
ich hab vorhin in der tierklinik angerufen. es geht ihr wohl ein kleines bißchen besser als gestern, aber es ist noch nicht raus, ob sie auf die behandlung anspricht. sie wird auf enzephalitis behandelt.womit weiß ich nicht. ich krieg jedesmal fast einen herzinfarkt wenn das telefon klingelt.
besuchen darf ich sie nicht. "zum glück" war sie das ganze wochenende auf valium, so daß sie nichts mitgekriegt hat.
nadine
michaela
24.05.2005, 12:40
Hallo Nadine!
Mehr als Daumen drücken können wir wohl nicht machen.Lass
den Kopf nicht hängen.Wir durften damal auch nicht in die Klinik zum Besuch.Ich glaube das war gut so,denn immer wenn man wieder geht wird die Trennung schlimmer.Und im Moment scheint sie in der Klinik besser aufgehoben zu sein,oder?
Also:toitoitoi
Liebe Grüße
Michaela
ja, das meine ich auch. und besuchen und dann wieder weggehen ist auch scheiße. aber der arme hund weiß ja nicht, daß alles zu ihrem besten geschieht. sie muß ja denken sie sei wieder im tierheim. aber am besten, ich denk nicht so viel darüber nach.
nadine
es sieht so aus als wär sie überm berg. die letzten beiden tage ging es ihr jeweils besser. sie bekommt cortison und antibiotika. gestern sollte noch das cortison abgesetzt werden, um zu sehen, ob eine verschlechterung eintritt. wenn nicht, dann kann ich sie heute -pünktlich zu meinem geburtstag- wieder nach hause holen. was die ursache angeht, konnte die klinik mir noch nichts genaues sagen, weil noch nicht alle labortests da waren. borrelien waren jedenfalls negativ.
nadine
michaela
27.05.2005, 11:45
Hallo Nadine!
Na dann :happyb: und weiterhin :toitoitoi für die Fellnase.
Liebe Grüße
Michaela
Hallo Nadine,
das wäre ja für Dich wahrscheinlich das schönste Geburtstags-
geschenk, daß Dein Hund nach Hause kann.
Das wünsche ich Dir und alles Gute für euch.:happyb:
Ingrid,Artus, Willy und Mona
sie hat es dann doch noch mal spannend gemacht und mußte übers wochenende noch in der klinik bleiben. aber gestern war es endlich soweit. sie hat sich fast überschlagen vor freude. ich mich natürlich auch... sie kann wieder rennen und interessiert sich wieder für ihre umwelt und ist fast wieder so wie früher. allerdings ist sie dauernd am hecheln und trinkt auch sehr viel. vielleicht liegt es ja an dem antibiotikum, das sie noch bekommt. werd heut mal mit meinen haustierärzten telefonieren.
ungeklärt ist weiterhin, was denn nun die ursache war. es wurde auf alles mögliche getestet: borreliose, fsme, toxoplasmose, neosporose, staupe...
ach ja - von rheuma keine spur mehr.
jetzt sind wir jedenfalls wieder glücklich vereint. ich hoffe, daß das jetzt so bleibt! vielen dank an euch für eure unterstützung und glückwünsche!!
nadine
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