Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wirkungsweise des Scalibor-Halsbandes
Hallo zusammen,
ich habe noch eine Frage zu dem Scalibor-Halsband:
lt. der Produktinformation kommt der Wirkstoff des Halsbandes ausschließlich auf der Haut zum tragen. Sind Vermutungen, dass dieser Wirkstoff nicht doch auch in die Blutbahn gelangt, ganz klar von der Hand zu weisen?
Lieben Dank schon mal für eure Antworten.
Liebe Grüße
Sigrid
Hallo Sigrid,
Vermutungen... worauf zielst Du genau ab?
Vielleicht hilft die DIESER (http://www.vetpharm.unizh.ch/TAK/05000000/00055995.01) Link dabei Deine Bedenken zu zerstreuen?
Es ist nicht 100%ig auszuschließen, dass der Wirkstoff in den Körper gelangt.
Das Molekül ist praktisch nicht hautgängig, aber es könnten rein statistisch doch ein paar Moleküle durch die Haut und in die Blutbahn gelangen.
Ein Teil des Wirkstoffes könnte in die Gasphase gelangen (=könnte verdunsten) und eingeatmet werden. Von der Lunge aus ist der Weg in den Körper nicht weit, denn Lungengewebe ist sehr durchläßig auch für Moleküle, die durch die Haut nicht so ohne weiteres eindringen können.
Natürlich können auch Wirkstoffmoleküle über die Körperreinigung (Lecken) aufgenommen werden und über Magen/Darm resorbiert werden.
Und last but nocht least können Moleküle über offene Wunden in den Kreislauf gelangen.
Die Frage ist nur, wie groß der Anteil dieser Aufnahmewege ist und ob man die Mengen, die resorbiert, eingeatmet, aufgeleckt werden, nachher im Körper nachweisen kann. Ich meine, ich habe irgendwann und irgendwo gelesen, dass über die Haut aufgenommene Mengen unterhalb der Nachweisgrenze liegen.
Ich sehe es so: Es ist ganz klar nicht auszuschließen, dass der Wirkstoff in das Blut gelangt.
Hab mal wieder ein wenig rumgegoogelt und mir ein paar weiterführende Gedanken gemacht ;):
Die Nachweisgrenze für Deltamethrin im Blut liegt bei 5 µg/l Blut (Google: Deltamethrin, Nachweisgrenze). Dosierungen, bei denen in verschiedenen Tierversuchungen KEINE Wirkungen gesehen wurden (Google: NOAEL, Deltamethrin), liegen im 2stelligen mg/kg Körpergewicht-Bereich, soweit ich das beim schnellen querlesen erfassen konnte. Also weit darüber. Für mich ist der Abstand zwischen den wirksamen Mengen und der Nachweisgrenze für Blut, bei der man nichts finden konnte, sehr hoch.
hallo Kerstin,
danke für den Link, da wird die Wirkungsweise sehr gut beschrieben, prima.
liebe Grüße
Sigrid
Hallo Barbara,
auch dir vielen lieben Dank für deine Mühe und diese umfangreiche Ausführung, unsere post müssen sich überschnitten haben, habe gerade erst deine Erläuterung gelesen.
liebe Grüße
Sigrid
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