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02.12.2008, 08:10
Hallo zusammen,
in meiner Verzweiflung um meinen Hund habe ich Euer sehr informatives Forum gefunden und würde mich sehr freuen, wenn mir jemand von Euch MMK-Experten weiterhelfen könnte.
Herzlichen Dank, dass ihr Euch Zeit zum Lesen meiner "Geschichte" nehmt.
Im Juli diesen Jahres bekam ich unsere Aussie-Hündin 1-jährig von einem Züchter in D. (westl. Rheinland). Bereits in der ersten Woche bemerkte mein LG, dass sie sehr stark hechelte und auch in Ruhe sehr stark und laut atmete. Zunächst schenkte ich dem ganzen nur wenig Beachtung, schob es auf die Umstellung, mangelnde Kondition (die Hündin war auf einem Hof mit sehr vielen anderen Hunden groß geworden!) und den heißen Sommer.
Als es sich jedoch auch im Herbst nicht besserte und mir aufgefallen war, dass die Hündin trotz Training und Auslastung für ihre Rasse und ihr Alter sehr ruhig, leistungsschwach, oftmals unkonzentriert und sehr müde ist, habe ich sie unserem TA vorgestellt.
Zunächst wurde ein Herzultraschall (Farbdoppler) durchgeführt, jedoch zum Glück ohne Befund. Als nächstes wurde die Lunge geröntgt und hier zeigte sich eine interstitielle, diffuse Verdichtung. Auch das angefertigte Blutbild weist einige Veränderungen auf.
Es wurde eine Kotprobe auf Lungenwürmer etc. untersucht und festgestellt, dass sie mit Haken- und Peitschenwürmern befallen war. Daraufhin wurde sie mit Panacur und 14 Tage später nochmal mit Milbemax entwurmt. Leider geht es ihr immer noch nicht besser (verstärkte Atmung (Tachypnoe) in der Ruhe, Müdigkeit, Leistungsschwäche).
Die Hündin war NIE im Ausland. Sie hatte auch seit ich sie habe nie Fieber oder Lahmheiten gezeigt. Eigentlich kann ich mir auch kaum vorstellen, dass sie auf dem Hof, wo sie aufgewachsen ist, großartig mit Zecken in Berührung gekommen ist, weil sie diesen nie verlassen hat, aber ausschließen möchte ich dies auch nicht.
Unser TA ist ratlos, wir haben noch die Schilddrüse testen lassen, aber auch diese ist ohne Befund. Eigentlich passen die MMK auch nicht wirklich aber bevor ich einen Test machen lasse, wollte ich mich mit Experten auf diesem Gebiet unterhalten, ob z. B. eine Anaplasmose oder eine andere MMK die Ursache für die Anämie, Lungen- und Blutbildveränderung unserer Hündin sein könnte?
Hier einmal das Blutbild vom 17.10.08:
---------------------------------------------------------------
Großer Check up:
(Niere) Harnstoff-N: 24,7 (10-25)
Kreatinin: 0,7 (< 1,4)
Natrium: 150 (140-155)
Kalium: 4,4 (3,6-5,8)
anorg. Phosphat: 1,4 (0,7-1,6)
(Leber)Gesamtbilirubin: 0,23 (< 0,3)
ALT (GPT) 30,9 (5-125)
Alk. Phosphatase: 51 (< 81)
y-GT: 1 (< 6)
AST (GOT):24,1 (15-120)
GLDH: 3,8 (< 9)
Gesamteiweiß: 6,4 (5,3-7,7)
Albumin im Serum: 3,70 (3,2-4,7)
Globulin: 2,7 (1,5-3,5)
(Pankreas) Glucose: 100 (54-100)
a-Amylase: 981 (<3250)
Lipase: 50 (<300)
Cholesterin: 156 (108-300)
Fruktosamin: 277(<390)
(Muskel):CK: 64 (<180)
LDH: 11 (<100)
Calcium 2,85
korrigiertes Calcium: 2,8 (2,0-3,0)
Magnesium: 0,75 (0,6-1,3)
Triglyceride gesamt: 33 (50-100)
Blutbild:
Leukozyten: 8,8 (6-12)
Erythocyten: 5,5 (6-9)
Hämoglobin: 12,4 (15-19)
Hämatokrit: 37 (38-55)
MCV: 72 (60-77)
HbE (MCH): 24 (17-23)
MCHC: 33 (31-34)
Thrombozyten: 321 (150-500)
Differential-Blutbild:
Basophile Gr.: 0 (0-1)
Eosinophile Gr. 7 (0-6)
Stabkernige: 11 (0-3)
Segmentkernige: 53 (55-75)
Lymphocyten: 23 (12-30)
Monocyten: 7 (0-4)
Basophile Gr. (absolut): 0 (0-600)
Eosinophile Gr. (absolut) 616 (0-600)
Stabkernige (absolut): 966 (0-600)
Segmentkernige (absolut): 4653 (3000-10000)
Lymphocyten (absolut): 2019 (1000-4000)
Monocyten (absolut): 615 (0-500)
Atypische Zellen: 0 (0)
Anisocytose: ++
Polychromasie: 0
---------------------------------------------------------------------------------
Hier das neue Blutbild vom 26.11.08:
Leukozyten: 6,0 (6-12)
Erythocyten: 4,87 (6-9)
Hämoglobin: 12,3 (15-19)
Hämatokrit: 35 (38-55)
MCV: 72 (60-77)
HbE (MCH): 25 (17-23)
MCHC: 35 (31-34)
Thrombozyten: 394 (150-500)
Vermehrt stabkernige neutrophile Granulozyten vorhanden.
------------------------------------------------------------------------------
Leider hat sich sowohl die Anämie leicht verschlechtert als auch die Zahl der Leukozyten verringert.
Wenn ich das Blutbild richtig interpretiere, könnte es sich um eine schwere Infektion/Entzündung (Sepsis/Endotoxikation), ein tumoröses Geschehen oder blutzerstörende Parasiten handeln...
An die "Nachwirkungen" der Wurminfektion kann ich irgendwie nicht so recht glauben, da sich das Blutbild sowie der Gesamtzustand meiner Hündin langsam verbessert haben müsste.
Auch hat und hatte sie immer eine hervorragende Verdauung (kein Durchfall, kein Erbrechen).
Für ihr "Krankheitsbild" (Lungenbefund und Bizytopenie) geht es ihr aber erstaunlich gut bis auf ihre Müdigkeit, Konzentrations- und Leistungsschwäche. Sie hat KEINEN Husten, hat einen gesunden Appetit (von Anfang an!) und ein schönes glänzendes Fell ohne Juckreiz oder sonst. Auffälligkeiten.
Wir sind mit unserem Latein am Ende und für jeden Tipp dankbar!
Was denkt ihr? Könnte eine MMK dahinter stecken?
Herzlichen Dank für Eure Hilfe!
LG
Conni
in meiner Verzweiflung um meinen Hund habe ich Euer sehr informatives Forum gefunden und würde mich sehr freuen, wenn mir jemand von Euch MMK-Experten weiterhelfen könnte.
Herzlichen Dank, dass ihr Euch Zeit zum Lesen meiner "Geschichte" nehmt.
Im Juli diesen Jahres bekam ich unsere Aussie-Hündin 1-jährig von einem Züchter in D. (westl. Rheinland). Bereits in der ersten Woche bemerkte mein LG, dass sie sehr stark hechelte und auch in Ruhe sehr stark und laut atmete. Zunächst schenkte ich dem ganzen nur wenig Beachtung, schob es auf die Umstellung, mangelnde Kondition (die Hündin war auf einem Hof mit sehr vielen anderen Hunden groß geworden!) und den heißen Sommer.
Als es sich jedoch auch im Herbst nicht besserte und mir aufgefallen war, dass die Hündin trotz Training und Auslastung für ihre Rasse und ihr Alter sehr ruhig, leistungsschwach, oftmals unkonzentriert und sehr müde ist, habe ich sie unserem TA vorgestellt.
Zunächst wurde ein Herzultraschall (Farbdoppler) durchgeführt, jedoch zum Glück ohne Befund. Als nächstes wurde die Lunge geröntgt und hier zeigte sich eine interstitielle, diffuse Verdichtung. Auch das angefertigte Blutbild weist einige Veränderungen auf.
Es wurde eine Kotprobe auf Lungenwürmer etc. untersucht und festgestellt, dass sie mit Haken- und Peitschenwürmern befallen war. Daraufhin wurde sie mit Panacur und 14 Tage später nochmal mit Milbemax entwurmt. Leider geht es ihr immer noch nicht besser (verstärkte Atmung (Tachypnoe) in der Ruhe, Müdigkeit, Leistungsschwäche).
Die Hündin war NIE im Ausland. Sie hatte auch seit ich sie habe nie Fieber oder Lahmheiten gezeigt. Eigentlich kann ich mir auch kaum vorstellen, dass sie auf dem Hof, wo sie aufgewachsen ist, großartig mit Zecken in Berührung gekommen ist, weil sie diesen nie verlassen hat, aber ausschließen möchte ich dies auch nicht.
Unser TA ist ratlos, wir haben noch die Schilddrüse testen lassen, aber auch diese ist ohne Befund. Eigentlich passen die MMK auch nicht wirklich aber bevor ich einen Test machen lasse, wollte ich mich mit Experten auf diesem Gebiet unterhalten, ob z. B. eine Anaplasmose oder eine andere MMK die Ursache für die Anämie, Lungen- und Blutbildveränderung unserer Hündin sein könnte?
Hier einmal das Blutbild vom 17.10.08:
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Großer Check up:
(Niere) Harnstoff-N: 24,7 (10-25)
Kreatinin: 0,7 (< 1,4)
Natrium: 150 (140-155)
Kalium: 4,4 (3,6-5,8)
anorg. Phosphat: 1,4 (0,7-1,6)
(Leber)Gesamtbilirubin: 0,23 (< 0,3)
ALT (GPT) 30,9 (5-125)
Alk. Phosphatase: 51 (< 81)
y-GT: 1 (< 6)
AST (GOT):24,1 (15-120)
GLDH: 3,8 (< 9)
Gesamteiweiß: 6,4 (5,3-7,7)
Albumin im Serum: 3,70 (3,2-4,7)
Globulin: 2,7 (1,5-3,5)
(Pankreas) Glucose: 100 (54-100)
a-Amylase: 981 (<3250)
Lipase: 50 (<300)
Cholesterin: 156 (108-300)
Fruktosamin: 277(<390)
(Muskel):CK: 64 (<180)
LDH: 11 (<100)
Calcium 2,85
korrigiertes Calcium: 2,8 (2,0-3,0)
Magnesium: 0,75 (0,6-1,3)
Triglyceride gesamt: 33 (50-100)
Blutbild:
Leukozyten: 8,8 (6-12)
Erythocyten: 5,5 (6-9)
Hämoglobin: 12,4 (15-19)
Hämatokrit: 37 (38-55)
MCV: 72 (60-77)
HbE (MCH): 24 (17-23)
MCHC: 33 (31-34)
Thrombozyten: 321 (150-500)
Differential-Blutbild:
Basophile Gr.: 0 (0-1)
Eosinophile Gr. 7 (0-6)
Stabkernige: 11 (0-3)
Segmentkernige: 53 (55-75)
Lymphocyten: 23 (12-30)
Monocyten: 7 (0-4)
Basophile Gr. (absolut): 0 (0-600)
Eosinophile Gr. (absolut) 616 (0-600)
Stabkernige (absolut): 966 (0-600)
Segmentkernige (absolut): 4653 (3000-10000)
Lymphocyten (absolut): 2019 (1000-4000)
Monocyten (absolut): 615 (0-500)
Atypische Zellen: 0 (0)
Anisocytose: ++
Polychromasie: 0
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Hier das neue Blutbild vom 26.11.08:
Leukozyten: 6,0 (6-12)
Erythocyten: 4,87 (6-9)
Hämoglobin: 12,3 (15-19)
Hämatokrit: 35 (38-55)
MCV: 72 (60-77)
HbE (MCH): 25 (17-23)
MCHC: 35 (31-34)
Thrombozyten: 394 (150-500)
Vermehrt stabkernige neutrophile Granulozyten vorhanden.
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Leider hat sich sowohl die Anämie leicht verschlechtert als auch die Zahl der Leukozyten verringert.
Wenn ich das Blutbild richtig interpretiere, könnte es sich um eine schwere Infektion/Entzündung (Sepsis/Endotoxikation), ein tumoröses Geschehen oder blutzerstörende Parasiten handeln...
An die "Nachwirkungen" der Wurminfektion kann ich irgendwie nicht so recht glauben, da sich das Blutbild sowie der Gesamtzustand meiner Hündin langsam verbessert haben müsste.
Auch hat und hatte sie immer eine hervorragende Verdauung (kein Durchfall, kein Erbrechen).
Für ihr "Krankheitsbild" (Lungenbefund und Bizytopenie) geht es ihr aber erstaunlich gut bis auf ihre Müdigkeit, Konzentrations- und Leistungsschwäche. Sie hat KEINEN Husten, hat einen gesunden Appetit (von Anfang an!) und ein schönes glänzendes Fell ohne Juckreiz oder sonst. Auffälligkeiten.
Wir sind mit unserem Latein am Ende und für jeden Tipp dankbar!
Was denkt ihr? Könnte eine MMK dahinter stecken?
Herzlichen Dank für Eure Hilfe!
LG
Conni