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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welpen von Leishmaniose positiver Hündin


Marie
26.01.2009, 18:30
Hallo zusammen ,

mein Name ist Marie und bin seit 5 Wochen stolze Besitzerin eines 15 Wochen alten Jagdhundmix-Welpen aus Spanien . Unser Hund kam mit der Mutter nach Deutschland und diese wurde mittlerweile von ihren neuen Besitzern testen lassen , hat einen Titer von 1:500 .
Wir sind verunsichert , lesen sehr viel über diese Krankheit und fragen uns nun , was kann passieren !?
Ist ein Welpe von einer positiv getesteten Mutter zwangsläufig ebenso von Leishmaniose betroffen ? Was bedeutet die Aussage das der Welpe eventuell Antikörper der Mutter mitbekommen hat ? Und wie sinnvoll ist es den Welpen vor Ablauf eines Jahres testen zu lassen ? Symptome sind keine vorhanden , weder bei der Mutter noch bei unserem Lütten , allerdings machen wir uns riesige Sorgen und beobachten ihn mit Argusaugen .............

Trotzdem sind wir überglücklich und stolz auf den kleinen Mann , und egal was kommt wird werden alles menschenmögliche tun , sind nur wie schon geschrieben , ganz schrecklich verunsichert :((

Lieben Gruß Marie mit Milo

atb
26.01.2009, 19:46
Hallo Marie und willkommen im Forum!!!!

was kann passieren !?

Alles.

Euer Welpe kann von der positiven Mama,

die Erreger selbst,
Erreger und Antikörper,
nur Antikörper
gar nix

mitgenommen haben. Was jetzt wahrscheinlicher ist, ist nicht zu beantworten, entsprechende Statistiken gibt es meines Wissens nicht (was mir angesichts der hierfür erforderlichen Versuchsreihen auch ganz sympathisch ist).

Es ist auch durchaus möglich, dass aus einem Wurf mehrere Welpen so oder anders betroffen bzw. nicht betroffen sind.

Was bedeutet die Aussage das der Welpe eventuell Antikörper der Mutter mitbekommen hat ?

Diese Vermutung wird gerne im Zusammenhang mit Antikörperfeststellungen bei Welpen geäußert. Hier könnte es (siehe oben) sein, dass der Hund nur die Antikörper, nicht aber die Erreger selbst übernommen hat.

Und wie sinnvoll ist es den Welpen vor Ablauf eines Jahres testen zu lassen ?


Sehr sinnvoll, wenn Symptome oder "Merkwürdigkeiten" auftreten. Nach Ablauf eines Lebensjahres geht man im übrigen davon aus, dass maternale Antikörper (also von der Mutter stammende) sich abgebaut haben. Ist danach noch ein Titer feststellbar, ist von eigenen Antikörpern des (dann) Junghundes auszugehen.

Euch wäre daher zu raten, Euch über die möglichen Symptome einer Leishmaniose und anderer Mittelmeererkrankungen möglichst umfassend zu informieren - auch die Adoptanten des übrigen Wurfes sollten entsprechend informiert werden - und auf deren Anzeichen zu achten.

Positive Antikörperbestimmungen sagen übrigens nur aus, dass der Hund (in Eurem Fall eventuell) Erregerkontakt hatte, nicht aber, ob die Erkrankung auch aktiv und behandlungsbedürftig ist.

Sollten sich also bei Milo keine Krankheitszeichen zeigen, würde ich mit Ablauf des 1. Lebensjahres zu einer Bestandsaufnahme mit Duchführung eines kompletten Reiseprofils, Blutbild, Organwerten und einer Eiweißelektrophorese mit Kurvendarstellung raten. Aus letztgenannten Untersuchungen erkennt man im Falle positiv verlaufender Tests, ob Behandlungsbedarf besteht.

Ansonsten würde ich Milo möglichst hochwertig (was idR selbstzubereitete Nahrung bedeutet) ernähren, auf unnötige Impfungen verzichten und für ein möglichst stressfreies, hundgerechtes, vergnügliches Leben sorgen.

Ihr seid herzlich eingeladen, Euch zu all diesen Themen hier im Forum genauer umzusehen.

Alles gute für Euch!