PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leishmaniose wirklich unbehandelt lassen?


Shivarou
05.04.2009, 16:07
Huhu, ich habe mal eine Frage. Und zwar rief mich gerade meine Mutter an und sagte mir das ihre Hündin Mia an Leishmaniose erkrankt ist. Raus kam das ganze eigentlich dadurch das Mia probleme mit den Augen hatte, schlecht sieht usw. Der Arzt machte zum Glück einen Bluttest und so kam die ganze Geschichte ans Licht.

Jetzt meine Fragen

Woher kann das eigentlich kommen? Mia war auser in Dänemark, nirgends im Urlaub. Wir haben gelesen das auch die Zecken in Deutschland Leishmaniose übertragen können, stimmt das? und können sich unsere andern Hunde auch wirklich nicht einfach so anstecken?

Der TA meinte das sie allerdings einen Titer von 1:50 habe und das unbedenklich wäre und wir auch nichts behandeln müssten. Stimmt das? wie oft sollten wir einen Bluttest wiederholen? Kann der Titer dann auch steigen oder wie sieht das aus?

atb
05.04.2009, 18:18
Hallo Gast,

und willkommen im Forum!


Woher kann das eigentlich kommen? Mia war auser in Dänemark, nirgends im Urlaub. Wir haben gelesen das auch die Zecken in Deutschland Leishmaniose übertragen können, stimmt das? und können sich unsere andern Hunde auch wirklich nicht einfach so anstecken?

Leishmaniose wird nicht über Zecken, sondern über die Sandmücke übertragen, die zwar überwiegend rund ums Mittelmeer, aber auch in einigen Gebieten Deutschlands vertreten ist. Weitere Informationen findest Du u.a. in dieser Broshüre (http://www.parasitus.com/parasitus/krankheiten/krankheiten.html).

Leishmaniose kann sehr lange "subklinisch" (also ohne äußere Anzeichen) verlaufen - kommt Mia denn auch aus Deutschland?

Zur Übertragung: hier braucht's die Sandmücke, Übertragung via offene Hautläsionen etc. werden bisher nur in der Theorie diskutiert, wurden jedoch noch für keinen Fall nachgewiesen.

Der TA meinte das sie allerdings einen Titer von 1:50 habe und das unbedenklich wäre und wir auch nichts behandeln müssten. Stimmt das? wie oft sollten wir einen Bluttest wiederholen? Kann der Titer dann auch steigen oder wie sieht das aus?

Ein positiver Titer, also Antikörper in einer bestimmten Konzentration, sagt erst mal nur aus, dass der Hund Erregerkontakt hatte. Die Behandlungsbedürftigkeit der Infektion kann man anhand dieses Wertes (egal wie hoch er ist) nicht festmachen. Beurteilt wird letzteres eher anhand

- der Symptomatik des Hundes,
- Blutbild,
- Organwerte,
- Eiweißelektrophorese mit Kurvendarstellung.

Bei Mia wurden Antikörper in einer Konzentration von 1:50 festgestellt? Wie hoch ist denn der dazugehörige Referenzwert? Wurde auch auf andere parasitäre Krankheiten getestet? (Manchmal kann es bei einem erhöhten Babesiose-Titer zu einem fraglich bis positiven Leishmaniose-Titer als Kreuzreaktion kommen).

Ihr seid herzlich eingeladen, die Euch vorliegenden Befunde mal hier einzustellen - und könnt dann vielleicht auch konkreteres zu Eurem Hund erfahren.

Shivarou
05.04.2009, 20:47
huhu danke schonmals, ja Mia kommt auch aus deutschland. Ich hatte nur irgendwo kurz was gelesen das angeblich auch Zecken die einen infizierten Hund beisen das übertragen können hm.. nur woher soll sie die Sandmücke haben oO" Was genau getestet worden ist weis ich ehrlich gesagt nicht ist ja nicht mein Hund. Da muss ich erstnochmals nachfragen was genau jetzt war. Symptome zeigt sie eigentlich keine wirklich. zumindest keine die ich hier so rausgelesen habe. Auser das sie eben dieses Augenproblem hat und irgend eine Krankheit wo das Rückrat teils verknöchert (weis jetzt leider nicht was genau das war). Am WE bin ich sowieso bei meinen Eltern da werd ich mal genauer nachfragen was genau getestet worden ist. Es ist wie gesagt nur durch zufall rausgekommen weil keiner so wirklich wuste woher das Problem mit den Augen kommt.