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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ernährung bei Leishmaniose


Vanessa C.
14.07.2009, 14:05
Hallo,

ich habe seit 4 Wochen einen Hund aus Südspanien mit einem Leishmaniose Titer von 1:160.
Ihm geht m.E. gut und er bekommt Allopurinol. Ich beschäftige mich gerade mit den Besonderheiten bzw. Empfehlungen bzgl. der Ernährung bei Leishmaniose, da ich natürlich kein Risiko eingehen möchte.

In diesem Forum (DANKE) habe ich schon einige nützliche Dinge gefunden!

Empfohlen wurde eine purinarme Ernährung (gibt es einen Grenzwert?) und auf Gemüse mit hohem Oxalsäuregehalt (gibt es einen Grenzwert?) soll möglichst verzichtet werden.

Mein Hund bekommt morgens Trockenfutter von Benevo (Rohasche 4%) und nachmittags ein Feuchtfuttermix aus Linsenmahlzeit, Gemüsetopf und Geflügeltopf von Terra Pura. Alles Bio und überwiegend vegetarisch (Infos unter http://www.bio-tierkost.de). So habe ich seinen Vorgänger auch schon ernährt.

Der Puringehalt ist ja im Fleisch im Mittel höher als in pflanzlichen Proteinquellen, wenn ich das richtig gelesen habe. Da müßte der Ansatz der vegetarischen (fleischarmen) Ernährung eigentlich förderlich sein, oder? Bitte keine Grundsatzdiskussion.

vg vanessa

Unregistriert
04.08.2009, 11:50
Huhu!

Ich habe mir für meinen Hund bei der Uniklinik München einen Ernährungsplan aufstellen lassen. Da schneidern sie dir einen Plan der 100% auf die Bedürfnisse deines Hundes zugeschnitten ist. Dazu gibts noch einen Mineralien-Mix, damit er auch komplett 'versorgt' ist und ihm an nichts mangelt...musst du mal schauen:

http://www.ernaehrung.vetmed.uni-muenchen.de/service/ernaehrungsberatung/eb_hunde/index.html

Hunde sind rein prinzipiell schon eher Fleischfresser ;) , ich kenne mich nicht so aus, aber es gibt da wohl auch eine Faustformel unter Selbstköchen und Barfern. Mein Hund hat dank LM kaputte Nieren und darf eh nur wenig Fleisch haben, aber dafür dann halt hochwertiges, sehr fettiges Fleisch.

Also uns hat der Ernährungsplan S E H R geholfen!!!!!!!!

Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen: halte die Nieren im Blick, auch wenn die Blutergebnisse ok sind, die Werte der Nieren erkennt man erst bei unter 30% Leistung. Fast immer sterben LM Hunde an Nierenversagen...

Viele Grüße, Uschi

Jeanie
04.08.2009, 14:41
Hallo, Uschi,

dieses Forum ist in der glücklichen Lage, eine Ernährungsfachfrau in seinem Moderatorenteam zu haben.
Ingrid, erstellt für jede Fellnase, anhand der Werte von Blutbild, Organen und der Eiweißelektrophorese mit Kurve individuell für den einzelnen Hund einen detailierten Ernährungsplan. Selbstverständlich berücksichtigt Ingrid auch, daß Hund Spurenelemente, Calcium ec. benötigt.
Bei Ingrids "Speiseplan" fehlt es den Nasen an nichts. Außerdem ist - fast - jeder Hund begeistert und frisst schier den Napf mit, spülen nicht nötig.
Und außerdem macht Ingrid das in ihrer Freizeit, natürlich völlig kostenlos.

Hochwertiges Fleisch ist Muskelfleisch - das ist allerdings mager. Wenn der Hund abnimmt oder zunehmen soll, eignet sich ungewürztes Fett von Huhn/Schwein/Ente/Gans als Zufütterung.
Wir hier sind alle restlos begeistert und Ingrid sehr dankbar. :floet:

Unregistriert
06.08.2009, 09:44
Guten Morgen!

Ok, gut wenn hier eine Fachfrau ist. Für diejenigen, die eine fachmedizinische Beratung haben wollen, ist die Uniklinik München sicher der richtige Ansprechpartner, ich kann nur sagen, dass wir sehr gut mit dieser Ernährung fahren. Das hat aber auch nichts unbedingt mit Leishmaniose zu tun, sondern mit der Fütterung bei Problemen allgemein.

Man bekommt ein eigens für den Hund angemischtes Mineralienpulver was je nach Blutbild angepasst wird. Muskelfleisch wird von dort nicht empfohlen, weil es viel zu wenig Fett und zu viel Eiweiß hat. Mit fettem Fleisch kann man mehr Fleisch füttern und braucht weniger Öle und Fette (Gänse oder Schweineschmalz) um Kalorien herbeizuschaffen. Unsere Hunde würden, wenn sie selber kochen würden, nur Fleisch essen. Alles weitere müssen wir ihnen unterjubeln.

Ich stelle eure Beratung nicht in Frage, kann lediglich nur sagen, dass wir und auch andere die ich kenne, mit unserem Weg sehr, sehr gut zurechtkommen. Man kann dort auch jederzeit kostenlos anrufen und sich spezifisch beraten lassen und rückversichern wenn man Fragen hat.

Ist doch gut, wenn man Wahlmöglichkeiten hat und nicht Tütenfutter in die Hunde schüttet.