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Fiby
21.07.2005, 21:15
warum holt man hunde aus einem fremden land ins eigene.
krankheiten werden eingeschleppt...gefährlich für tier und mensch.wie kommen leute dazu die z.b. schwere ops an ihrem tier durchführen haben lassen endlich aufatmen können, 1000de von euros bezahlt haben das ihr tier dann von nem ausländischen hund mit einer unheilbaren krankheit angesteckt bekommen?

wie kommen einheimische tiere dazu solch einem risiko ausgesetzt zu werden wegen falsch verstandener tierliebe?

hier sitzen genug hunde im tierheim die auf einen platz warten....warum muss dann ein hund aus dem ausland sein?man kann nicht alles retten..und unseren tieren hier sind wir den schutz vor krankheiten verpflichtet statt sie einzuschleppen.
bei tieren wo man nicht mal weiss ob er überhaupt auf diverse krankheiten getestet wurde ob er überhaupt die grundimpfungen hat.aus ländern wo man weiss das tiergesundheit nicht gross geschrieben wird und es mehr ums geldeintreiben geht als ums wohl des tieres.

Claudia
21.07.2005, 23:14
Hallo Fiby (?),
we auch immer Du sein magst ... leider kenn ich nur "Dein Psyeudonym" ....
ich kann Deine Fragen gut nachvollziehen.
Dennoch möchte ich Dir sagen,
dass ich z.B. vor nunmehr 6 Jahren, als ich in Malta ( Gozo) zunächst geholfen habe, Nachbar´s Hund zu suchen und dann auch zu finden, absolut nix von dieser ganzen Problematik gewusst,geschweige denn geahnt habe.
Den Hund, den ich dann gefunden habe, war nicht der des Nachbarn ( der war inzwischen wieder aufgetaucht). Der Hund durfte trotzdem mit nach Deutschland ( Malta ist mit herrenlosen Hunden etwas rigoroser als wir das in Deutschland gewohnt sind).
Nach einem halben Jahr an Irritation war die Diagnose klar; ich zunächst verweifelt. Dann habe ich dank internet von Torsten Naucke erfahren. Die Dinge nahmen ihren Lauf und unter anderem ist daraus der Verein Parasitus ex e.V. entstanden und auch dieses Forum.
Leider ist inzwischen klar, dass die sogenannten Mittelmeer-Erkrnakungen beim Hund, sich nichtmehr ausschließlich auf das geographisch definierte Mittelmeer-Gebiet beschränken. Auch Hunde in Deutschland können, ohne das Land zu verlassen an parasitären Erkrankungen leiden.
Dem Import von erkrnakten Hunden stehe ich ... nach selbst gemachten vielfältigen Erfahrungen... auch kritisch gegenüber. Jedoch ist nicht jeder Hund, vder vaus dem Ausland kommt krank und .... auch Hunde in Deutschland können schwerwiegende Erkrankungen haben ( siehe oben).
Darum versuchen wir hier, konkret Hilfe von Fall zu Fall zu leisten, us dem Schatz der Erfahrungen, die wir alle hier aus unterschiedlichen Hintergründen haben.

Liebe Grüße
Claudia

Fiby
22.07.2005, 08:18
Leider ist inzwischen klar, dass die sogenannten Mittelmeer-Erkrnakungen beim Hund, sich nichtmehr ausschließlich auf das geographisch definierte Mittelmeer-Gebiet beschränken. Auch Hunde in Deutschland können, ohne das Land zu verlassen an parasitären Erkrankungen leiden.

wohl weil ausländische tiere in unser land kommen und unsere mit der eingeschleppten krankheit anstecken.

stimmt! nicht alle hunde sind krank, aber will man darauf vertrauen das gerade der auserwählte hund nichts hat?viele tierärzte dort drüben haben dreck am stecken weil sie gegen bezahlung das falsche untersuchungsergebnis hin schreiben-wenn überhaupt eine untersuchung statt gefunden hat.ein stempel oder ein placket ist schnell aufgeklebt.

finde es eine gute sache das dort drüben geholfen wird mit sach-futterspenden.
aber um gottes willen...tiere hier rein zu bringen ist verantwortungslos...wie gesagt es sitzen genug einheimische tiere im tierheim und warten das man sie endlich da raus holt.

lg

ps: mein name ist andrea;)

claudia61
22.07.2005, 08:39
finde es eine gute sache das dort drüben geholfen wird mit sach-futterspenden.
aber um gottes willen...tiere hier rein zu bringen ist verantwortungslos...wie gesagt es sitzen genug einheimische tiere im tierheim und warten das man sie endlich da raus holt.
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hallo andrea,

generell verantwortungslosigkeit zu unterstellen, ist sicher so pauschal nicht angebracht. kritisch sollte man dem allerdings gegenüberstehen. es gibt in der tat orgas, die ich persönlich als nicht seriös empfinde und auch als verantwortungslos bezeichnen würde.

zu bedenken ist z.b. auch, dass in unseren tierheimen die tiere ind er regel ein geradezu paradiesisches leben haben im gegensatz zu dem, was für die tiere im ausland so gang und gebe ist. die katzen in unserem TH leben z.b. mit fussbodenheizung........und im gegensatz dazu gibts genug sogenannte TH's im ausland, wo die tiere hungers verrecken müssen. ausserdem sind tiertötungen, die teilweise auch ausgesprochen grausam ablaufen, immernoch an der tagesordnung! nix mit sanfter spritze.......erschlagen werden sie, vergast, verstümmelt, aufgehängt......und wenn man die bilder mal gesehen hat, dann vergisst man die nicht mehr!

für mich sind die orgas seriös, die vor allem versuchen, vor ort etwas zu verändern, den tierschutz vor ort fördern bzw. erst möglich machen udn nur sekundär tiere vermitteln.......z.b. die, die vor ort keine chance hätten......


ps. ich habe in 2003 einen kleinen hund als zweithund gesucht und bin in den tierheimen in meinem umkreis und bei den tierschutzorgas nicht fündig geworden!! für die war ein hund mit SH 40cm schon klein........aber ich wollte einen wirklich kleinen hund, einen kastr. rüden, der zudem katzenverträglich sein musste! ein welpe, ein hund vom züchter oder ein grösserer hund kam für mich nicht in frage udn auch keiner, der grössere probleme hat! angeboten wurde mir z.b. EIN völlig durchgeknallter kleinhund, einer der schnappte und auch mal ordentlich zubiss. den hätte man wahrscheinlich wieder hingekriegt, aber das ging in meiner situation überhaupt nicht! und fündig geworden bin ich bei "meiner" orga......seitdem lebt ein kleiner terriermix mit SH 25cm bei mir.....

°*NuScH-NuScH*°
22.07.2005, 08:50
@Fiby

Deine Argumente kann ich teilweise verstehen. Ich selber habe zwei Hunde aus Spanien. Als ich mich damals auf dei Suche nach einem geeignetem Hund gemacht habe, bin ich hier in Deutschland leider nicht fündig geworden.
Da es mein erster Hund war, und ich damals keine Hundeerfahrung hatte, sollte es natürlich ein einfacher Hund sein. Hier bei uns im Ruhrgebiet, woich zuächst in den verschiedensten Städten geschaut habe, sitzen zu 99% DSH, Staffs, Pit Bulls usw.
Hunde bei denen man auf jeden Fall hundeerfahren sein sollte. Das habe ich mir damals nicht zugetraut.
Abgesehen davon muss man für "Kampfhunde" (sorry, ich hasse es dieses Wort zu verwenden, weil es nämlich keine Kampfhunde sind) in Essen, eine Hundesteuer von 860,- zahlen.
Dieses Geld habe ich nicht.


In Spanien bin ich schnell fündig geworden, und ich bereue es wirklich nicht. Die beiden Hunde, welche bei mr leben pasen hervorragend zu mir.

Für die Verbreitung von Mittelmeerkrankheiten ist übrigens nicht nr der Import von ausländischen Hunden verantwortlich, sondern auch der Tourismus, die Nachlässigkeit von Vorsichtsmaßnahmen wzB. Insektenschutz und die globale Erderwärmung. Denn durch die Erderwärmung optimieren sich die Bedingungen für die Verbreitung von Mittelmeerkrankheiten in anderen Ländern, in denensie vorher nicht vertreten waren.


Sieh es einfach als weiteren Nachteil der Globalisierung an!!!


Abgesehen davon denke ich:

Tierschutz heißt, Tiere überall dort zu schützen, wo sie unsere Hilfe benötigen!!!

Francecamper
24.07.2005, 20:27
Hallo Andrea

Deine Gedanken über den Tierschutz kann ich nur bedingt verstehen.
Was ist mit den einheimischen Tieren die in der Ferienzeit mit in den Süden fahren ? Die können dort genauso zb von den Sandmücken infiziert werden. Der nicht sachkundige Besitzer wundert sich nur später was mit seinem Tier los ist. Da hat dann kein ausländischer Hund mitgewirkt.Es können also auch einheimische Tiere die Krankheiten einschleppen.

Dein Argument in den deutschen Tierheimen leben genugt Tiere ,die sich über ein Zuhause freuen stimmt zwar gilt aber auch mit einschränkungen.Wir suchten auch einen Hund der mit 4 !! Katzen klar kommen sollte.Das Tierheim konnte noch nicht mal Empfehlungen aussprechen geschweige uns bei der Auswahl beraten. Wir sollten uns im Bekanntenkreis einen Hund ausleihen und sehen ob es klappt.Wir haben unseren Spooky dann über eine Orga hier in Deutschland im Rudel lebend gesehen und wir wurden auch über seine "Eigenschaften " informiert.
Wir würden immer wieder den selben Weg gehen

Jovela
24.07.2005, 22:32
Hallo Andrea,
ich nehm´s dir nicht krumm daß du Dinge ohne groß nachzudenken hier in den Raum gestellt hast. Dennoch fände ich es ne feine Sache wenn du hier später auch weiterschreiben würdest damit du weißt daß deine Meinung nicht fundiert recherchiert ist ;)
Ich kam wie die Jungfrau zum Hunde, wollte nie so´n "Tier daß keinen eigenen Willen hat und macht was Mensch will", ich war´n Katzenmensch und damit immer zufrieden.
Meine Meinung hab ich aber revitiert als ich 2003 meine Hündin ausgesetzt auf Kreta fand, meinen kleinen Stinker Luca (Rüde) mit 2 Wochen im Mülleimer, ebenfalls auf Kreta.
Bei Kami wusste ich nicht mal daß es "Reisekrankheiten" gibt, es war mir auch ehrlich gesagt schnuppe. Bei Luca sah die Sache anders aus, ich ging bewusst das Risiko ein, beide Hunde sind im übrigen kerngesund!

Über die Tierheime hier sollte man dir auch die Augen öffnen. Ich könnte dir spontan 11 Tierheime in D-Land nennen die ihre Hunde im Ausland "bestellen". Da geht´s dann nach "klein, süß niedlich, den nehmen wir, der lässt sich vermitteln" und nach nichts anderem. Und glaub mir, wenn im Ausland nicht auf Reisekrankheiten getestet wurde, das Tierheim macht´s auf keinen Fall. SOWAS nenn ich verantwortungslos!

Sorry wenn mein Beitrag heute ein wenig schlecht gelaunt rüberkommt, aber nach 6 Wochen Dauerstress ohne Atempause kling ich halt nicht wie beim Aufbruch nach Kreta peace:

michaela
25.07.2005, 20:29
Hallo!

Ich stelle mir die Frage wie man an ein Forum gerät und dort auf Freischaltung wartet,wenn man so zu diesem Thema steht.
Selbst nicht betroffen ist?Andere Probleme hat?Streit sucht?
Ich denke es ist wie mit vielen anderen Dingen.Es gibt immer zwei Seiten.Und man kann vor beiden Seiten nicht den Kopf in den Boden stecken.
Und bevor man so einen Beitrag schreibt sollte man vielleicht vorher darüber nachdenken wieviele von uns unbedarft in diese Situation gerutscht sind.Nicht alle haben es sich ausgesucht.
Wir alle suchen hier Hilfe und keine Beschuldigungen.

Michaela

Manuela
26.07.2005, 00:37
Seid doch nicht so streng mit Andrea! Ich finde es immer noch besser, wenn jemand, der diese Meinung vertritt, sich an uns wendet und das Gespräch sucht. Vielleicht hat Andrea ja auch einen Hund und erfährt hier, daß sie sich - obwohl einheimischer Hund - ihrer Sache gar nicht so sicher sein kann, was seine Gesundheit angeht. Welche Fehler sie durch Unwissenheit begangen hat ...

Mich regen die Menschen auf, die man vor "ungeschützte" Reisen in gefährdete Gebiete warnt, versucht Tips zu geben, was diese Leute aber einfach ignorieren. "Man müßte sich ja damit auseinandersetzen, schade um die Urlaubsvorfreude..."

Hey Andrea, lasse Dich bitte freischalten, informiere Dich darüber, wie die Betroffenen in diese Lage gekommen sind, was verantwortungsbewußte Hundebesitzer alles tun und daß der Spruch, die ausländischen Hunde seien an allen Krankheiten schuld, etwas zu einfach gedacht ist. Du wirst sehen, daß hier auch wissenschaftliche Pionierarbeit geleistet wird.

Wie denkst Du eigentlich über die Hundebesitzer, für die extra ein Hund produziert wird (= Hund auf Bestellung)? Findest Du das besser, als wenn man einem Tier in Not hilft?

Viele Grüße

Manuela

FreeSpirit
27.07.2005, 01:01
Hallo !

So...holt Euch nen Kaffee und macht es Euch bequem - nu kommt reichlich Lesestoff :D

Ich stehe der Vermittlung meist südländischer Hunde ebenfalls sehr kritisch gegenüber. Das hat verschiedene Gründe die ich hier erläutern möchte. Im Vorraus sei gesagt das es mir nicht darum geht einzelnen Personen vorwürfe zu machen, habe ich doch selbst einen Spanier der zwar an einer chronischen Leberschädigung leidet aber mit viel glück nicht mit einer parasitären Erkrankung infiziert wurde. Tierschutz hat natürlich immer mit Emotionen zu tun und die brechen natürlich auch mal durch - trotzdem sollte man offen für die Argumente der anderen sein.

Auch bei mir könnte sich jetzt schnell die Frage stellen:" Was hat der dann hier im Forum verloren" Ich bin auf die Problematik durch einen Vortrag von Dr. Naucke gestoßen die Informationen und unbürokratische schnelle Hilfe die durch Ihn und diesen Verein angeboten wird finde ich enorm wichtig.Diese Arbeit möchte ich mit meinem kleinen Beitrag unterstützen. Wie schon gesagt muß man sich auch die gegenseitige Meinung anhören um zu Urteilen - und auch deshalb bin ich in diesem Forum aktiv geworden. Was habe ich denn davon wenn ich in einem "gegen spanische Hunde Forum"poste - mir geht es ja nicht um stürmischen Applaus sondern um Diskussion. Dabei sind die "ausländischen" Infektionskrankheiten ja nur ein Teil des ganzen.Aber aufgrund meines jetzigen wissens würde ich mir nie wieder einen "Spanier" holen.

Warum kein ausländischer Hund:

1) das Argument unsere Tierheime sind voll kann ich nur bedingt bestäigen - denn erstmal ist es für mich zweitrangig welchem Tier ich helfe denn Bedarf besteht überall egal ob hier oder im Ausland. Auf der anderen Seite stimmt es aber auch nicht das man hier keine einheimischen kleinen Hunde mehr bekommt - wer sich die Arbeit macht in Deutschland zu suchen wird sicherlich auch fündig werden. Natürlich gibt es heute gerade durch die Kampfschmuserdiskussion einen deutlich höhere Anzhal an großen Hunden aber auch die kleinen suchen immer wieder nach einem neuen zu Hause. Gleiches gilt für die Anforderungen - Tierheime können sicherlich schwieriger sozialisierte und z.b katzenfreundliche Hunde "anbieten" wer aber bei kleinen Vereinen mit Pflegestellen sucht wird dort deutlich schneller Erfolg haben (bessere sozialisierungsmöglichkeiten).Fast jeder dritte Hund in unserem Verein ist Katzen,Esel,Ziegen,Pferde,Kinder und natürlich Hundetauglich.

2) "die Tiere in Deutschland haben es besser" das ist absolut falsch - wer sich im Deutschen Tierschutz an der Basis beteiligt wird ebenfalls zig tragische Geschichten kenne die von traurigem Tierleid berichten. Nur weil die Fassade in Deutschland schöner ist sollte man nicht davon ausgehen das es hier weniger schlimme Taten gibt.Zudem halte ich an einem für mich sehr wichtigen Grundsatz fest: NIEMALS LEID MITEINANDER VERGLEICHEN

Ob ein Tier nun durch den Strang stirbt oder vergast wird oder aber in Deutschland an Hunger krippieren muß oder von einer Brücke geworfen wird, ob ein Hund hier in Deutschland oder im Ausland einen Tritt bekommt das er eine Beckenfraktur erleidet - da besteht kein Unterschied keine Abstufung es ist alles gleich schlimm und bedarf grundsätzlich unserer Hilfe. Der einzige Unterschied findet sich in der Anzahl der Taten die im Ausland wahrscheinlich höher sind (man dadurch aber trotzdem nicht mehr Tieren helfen kann) und die schockierenderen Bilder da dort offen mißhandelt wird und hier alles hinter den schönen Fassaden geschieht.In unserem Verein bin ich für Beschwerden und Nachkontrollen zuständig, glaubt mir auch hier gibt es viele traurige Geschichten.

3) "Die Tiere haben es in Deutschen Tierheimen besser"
Erstmal kann ich nicht bestätigen das jede Katze hier eine Fußbodenheizung geboten bekommt zudem möchte ich aber auch bezweifeln das dies unbedingt nötig ist. Zudem sollte man bei so einem Argument berücksichtigen das in z.b Spanien ein wärmeres Klima herrscht.
Wenn die Tierheime im Süden so schlecht sind sehe ich eher einen Aufruf darin dieses Problem anzugehen und vor Ort zu verbessern anstelle die Tiere deshalb zu verschiffen.Somit zählt dieses Argument für mich überhaupt nicht.

4) Kosten

Wenn ich das ganze mal nüchtern betrachte wäre der Tierschutz der hilfreichste der am meisten Tieren helfen kann.Warum pflege ich dann nicht die Tiere in den Tierheimen vor Ort und statte Gnadenhöfe aus anstelle die Tiere einem ungewissen Schicksal in Deutschland zu überlassen.Jedes Tier das in Deutschland in einem Tierheim landet kostet in seiner Pflege ein vielfaches dessen was die Unterbingung im Ausland kosten würde. Mal ganz abgesehen von den anfallenden Transport und Bürokratiekosten - das alles könnte eingespart und in den jeweiligen Ländern nütztlicher eingesetzt werden. Dieser Import vernichtet Gelder die besser helfen könnten.

5) "der Rattenschwanz"

Wer sich die Vorträge oder die Schriften von Dr. Naucke mal genauer betrachtet findet schnell kritische Untertöne im Bezug auf die Hundeproblematik im Ausland. Touristen die Hunde füttern bieten Nahrungsmittel für weiteres und längeres Elend. Wer Tiere aus Mitleid mitnimmt verschleppt die Problematik zudem wird das entstandene Nahrungsüberangebot durch ein neues Tier besetzt. Wer Tiere aus dem Ausland mitnimmt tut den örtlichen Behörden einen großen Gefallen - ein Problem weniger mit dem sie sich befassen müssen. Über diese Wege ändert man nichts an der Problematik - einem Tier ist natürlich geholfen aber das Elend wird dadurch nicht besser. So würde man auch in 20 Jahren noch auf der gleichen Stelle wie heute treten.Natürlich wird man hier oftmals vom Mitleid überrannt -ich kann dasgut nachvollziehn aber hilfreich für die Problematik ist es nicht.

6) Hilfe vor Ort ist für mich die einzige langfristige erfolgversprechende Lösung. Seriöse Vereine führen Massenkastrationen durch um eine unkontrollierte Vermehrung einzudämmen. Projekte mit Schulen können mühsam daran arbeiten bei der nächsten Generation einen besseren Umgang mit den Tieren zu lehren.Auch unter der Bevölkerung gibt es Tierliebe Menschen diese muß man mobilisieren bzw.als Pflegestellen nutzen. Sicherlich gibt es kein Patentrezept und Wundermittel aber nur durch solche Arbeiten kann man vielen Tieren langfristig helfen. Wer sich auf solche Art im Ausland engagiert verdient große Anerkennung !

7) Leider ist die Anzahl der Unseriösen Vereine aber deutlich höher als die der seriös und gut arbeitenden.Dabei gibt es keine unterschiedliche Wertung ob es sich um einen ausländischen Verein oder ein Deutsches Tierheim handelt. Für mich gilt als unseriös:

- wer Hunde per Katalog direkt an neue Deutsche Besitzer vermittelt nach dem Motto:"sie suchen aus - wir liefern" Wer ein Tier ohne genaue Kentnisse seiner eigenarten oder sogar seines Gesundheitszustandes vermittelt bzw. den neuen Besitzer keine möglichkeit der Eignungsprüfung gibt handelt unseriös und keinesfalls im Sinnes eines verantwortungsvollen Tierschutzes.
Denn es sollte im Interesse eines jeden Vereins liegen das Hund & Herrchen zusammen passen damit einer langen Partnerschaft nichts mehr im Wege steht. Doch leider interessiert hier oftmals mehr der Profit.

- Schutzgebühren über 250 Euro halte ich ebenfalls für unseriös denn Ziel des Tierschutzes sollte ja die erfolgreiche Vermittlung sein. Natürlich muß ein Verein auch irgendwo kostendeckend arbeiten damit er handlungsfähig bleibt aber das Wohl eines Tieres sollte nicht hinter den finanziellen Interessen stehen.

- nochmal zur Gesundheit, wer einen Hund ohne ausreichende Test´s vermittelt handelt ebenfalls verantwortungslos und unseriös. Also kein pseudo sicherer schnelltest sondern ausschließlich zuverlässige und aussagekäftige Testreihen.

Es gibt einfach zu wenig gute Organisationen und viel zu viele die nur Ihre Kasse aufbessern wollen - unter dem Mantel des "Tierschutz". Das Nachsehen haben die seriösen die dadurch schnell in den gleichen Topf geworfen werden.

FreeSpirit
27.07.2005, 01:16
8) Infektionsgefahr

Sicherlich gibt es auch in Deutschland Infektionskrankheiten aber das kann ja nicht bedeuten das man deswegen weiteren Problemen ohne gegenwehr die Tür öffnen sollte.

Wir haben rund 200000 leishmaniose fälle in Deutschland allesamt durch Tiere die aus dem Ausland stammen oder (mal wieder durch unwissen ) dort ohne Schutz den Urlaub verbrachten.

Sicherlich könnte man mit einem Einfuhrstopp den Einzug dieser Krankheiten nicht gänzlich verhindern aber zumindest könnte man sie recht weit herauszögern. Denn ohne Leishmaniose erkrankte Hunde wäre die Anzahl der Erreger deutlich geringer - somit sinkt auch das Risiko der Verbreitung der hier langsam heimisch werdenden Sandmücke. Jeder Monat und jedes Jahr mit dem wir die flächendeckende Infektion bremmsen hat die Forschung einen Zeitvorsprung um entsprechende Gegenmittel zu entwickeln. Eine verlangsamung der Verbreitung kann also Effektiv unzählige viele Hundeleben retten. Natürlich können wir durch die Globalisierung nicht die Grenzen schließen oder jeden Reisenden + Gepäckstück desinfizieren,aber ohne die 200000 Hunde würde die Prognose heute doch deutlich besser aussehen und das bei immer weiter steigenden Zahlen.

Natürlich gibt es auch die verantwortungsvollen Besitzer die mit Scalibor seinen Hund vor Sandmücken schützen und so eine verbreitung eindämmen.Aber leider sind das viel zu wenige.
Wieder landet man bei der mangelnden Information - wobei man dieses halbwissen nicht immer als Ausrede zulassen sollte.Ich hätte mich besser informieren sollen bevor wir unseren "Macho" bekommen haben.Heute würde ich mir aus den besagten Gründen keinen Spanier mehr holen und bei Anfragen rate ich davon ab - wer dann trotzdem will bekommt einen seriösen Verein empfohlen.

9)
Was machen ?

Die Arbeit sollte sich hauptsächlich auf langfristige Projekte stützen - die Regierungen der Ländern denken sicherlich nicht um wenn wir Ihre Probleme aus dem Land schaffen - das ist ja fast eine aufforderung so weiterzumachen. Es muß ein Umdenken stattfinden - dazu ist eine langfristige Aufklärung der Bürger in den betroffenen Ländern nötig. Durch Projekte etc. muss den neuen Generationen ein verantwortungsvoller Umgang mit anderen Geschöpfen beigebracht werden. Kastrationen und Gandenhöfe müssen das größte Elend abfangen und eine unkontrollierte Vermehrung verhindern. So kann man darauf hoffen das die Arbeit vielleicht irgendwann man früchte trägt.

Alles andere ist nur ein herumdocktern an den Symptomen.
Tierschutz sollte nicht an Grenzen halt machen aber er sollte sorgsam überlegt und soweit möglich effizient angewendet werden.Für mich hat die Arbeit der Tierschützer im Ausland genauso viel Wert wie hier in Deutschland ,gebraucht wird sie überall denn mißstände gibt es hier und da leider zu genüge. Aber die massive Hundeeinfuhr wie sie heutezutage betrieben wird kann ich nicht befürworten.


liebe Grüße


Holger

Melanie
27.07.2005, 11:58
Wow, viel Lesestoff und auch noch guter!
Ich werde im Laufe des Tages noch darauf eingehen (das ist mir sozusagen mal ein grundlegendes "Bedürfnis" :D)...

Vorher aber noch eine kleine Gegenfrage an Holger:

Hat nicht jeder Hundehalter ein Recht darauf, die Herkunft seines Hundes selbst zu bestimmen?

Meine Nachbarn haben vor 3 Wochen einen Hovawart vom Züchter geholt.

Ich habe einen Rüden aus Thailand und eine Hündin aus Spanien (und gib Dir diese "Blasphemie": Ich habe zum Zeitpunkt als ich Bär importierte in einem Tierheim gearbeitete! :D)!

Meine Freundin hat eine Hündin aus nem Pferdestall-Wurf...

Eine andere Freundin hat eine Hündin aus dem dt. Tierschutz, eine aus einer aufgelösten Zucht und zwei aus dem spanischen Tierschutz...

Wer ist jetzt der bessere "Gute"???

LG,
Mel

Jovela
27.07.2005, 12:04
(um Melanies Posting fortzusetzen) ... und ich hätte mir nie nen Hund angeschafft wäre ich über meine 2 nicht im Urlaub drüber gestolpert.

Was ich nicht gut finde sind diese Massenzüchter die behaupten mit 30 Hündinen im gebärfähigen Alter keine Massenzüchter zu sein.
Aber schwarze Schafe gibt´s überall.

Für mich beginnt der Tierschutz vor meiner Haustüre und hört da auf wenn ich versuch nen freien Platz in meinem Bett zu ergattern :D (2 Hunde und 2 Katzen können sich ganz schön breit machen)
In dem Sinn, leben und leben lassen und immer wieder schön den vorgekauten Brei anderer hinterfragen ;)

claudia61
27.07.2005, 13:23
mal noch einen aspekt in die runde:
bei allen meinen viechern war es "liebe auf den ersten blick"!
2 katzenbabys vom kaschubund
2 erwachsenen katzen aus dem örtl. TH
der erste hund von einer deutschen TS-orga importiert, weil in spanien aufgrund behinderung und erkrankung chancenlos
und der zweite hund (wohl weil misstrauisch und aufgrund seiner schwarzen farbe) dito!
hier hätten hundert kleine hunde sitzen können.......und das hätte nix genützt, wenn MEINER nicht dabei gewesen wäre. ich nehme doch kein tier aus mitleid, sondern weil ich denke, DAS ist es, wir passen!

und ich hätte da mal noch eine frage:
was in der zwischenzeit tun?
alle viecher im eigenen land krepieren lassen? die vielzahl von einzelschicksalen ignorieren? die tötungen, die grausamkeiten immer und immer weitergehen lassen? bis sich VIELLEICHT EVENTUELL UNTER UMSTÄNDEN IRGENDWANN mal gaaanz langsam etwas ändert?
ich denke, das kann auch nicht der weg sein!
tierschutz muss doch auch vorgemacht, vorgelebt werden! und die menschen in den einzelnen ländern brauchen doch zeit, eine andere einstellung zu gewinnen zu unseren mitgeschöpfen!

meiner meinung nach ist nichts einfach nur schwarz oder weiss!!

Lore_1940
27.07.2005, 13:54
Hallo Andrea,

ich kann dir nicht so antworten wie ich es gerne möchte, weil ich dann leider unhöflich werden würde und das will ich nicht.

Ich möchte dir nur sagen, auch diese ärmsten Kreaturen haben ein Recht auf Leben, zumindest ein paar die gerettet werden und ich bin so glücklich, dass ich 2 solcher Hunde geholt habe und mit ihnen glücklich bin.

Ich hoffe, dass ich nicht als Versehen nochmals deinen Beitrag anklicke, er würde mir sehr viel Kummer bereiten, ich kann solche Menschen einfach nicht verstehen, die Tierschutz vom Land abhängig machen bzw. von eoner Krankheit die normal nicht übertragbar ist und von der sie gar nichts verstehen.

Lore

Jovela
27.07.2005, 14:06
Und nur mal so am Rande, seit das Ausland per "Katzensprung" zu erreichen ist kennen auch Krankheiten keine "Grenzen" mehr.
LM kann genauso vom Menschen eingeschleppt werden wie vom Tier!
Eins der besten Beispiele wäre hier die Malaria. Diese ist in D-Land auch nur "einschränkbar" da wir die Anopheles-Mücke hier nicht haben (oder auch nur noch nicht gefunden haben)

Aber wer garantiert uns daß wir 2-Beiner nicht von einer infizierten Sandmücke gestochen werden und den LM-Erreger schön inkognito mit nach D-Land nehmen? Keiner!
Und mal total gesponnen und theoretisch, wer garantiert uns daß in unserem Gepäck keine Sandmücke eingequetscht zwischen unseren Socken liegt und sich als blinder Passagier eingenistet hat? Ok, die Überlebenschancen wären gering, je nachdem wie lange sie im Koffer steckt und vor allem, wo sie aussteigt. Aber rein hypothetisch wäre es möglich.

So wie mit LM ist es mit allen Erregern die sich schön getarnt im Körper eines Wirtes verstecken. So gesehen hab ich böses Wesen bzw meine "Mitleidsimporte" dann auch griechisch sprechende Würmer auf Berlin losgelassen! :D

Fakt ist: würde sich jeder um seinen Dreck scheren wäre allen geholfen. Da viele das aber nicht tun müssen sich halt andere drum kümmern.

Lore: Unwissenheit schützt vor Torheit leider nicht :(

Fiby
27.07.2005, 14:47
[i]Original geschrieben von Jovela

Lore: Unwissenheit schützt vor Torheit leider nicht :(

und somit wird unserem land und unseren tiere weiter krankheiten als risiko aufgehängt.

viele beiträge sprechen ja für sich...hund aus ausland geholt und krank...mal sehen wann ne seuche eingeschleppt wird

Melanie
27.07.2005, 15:29
Wieso seid ihr denn eigentlich alle so "sauer" auf Andrea?

Ich muß zugeben, dass ich dieses Thema schon so oft mit Leuten durchgekaut habe, dass ich immer ein breites Grinsen auf die Backen bekomme, wenn es mal wieder in einem Forum losgeht...

Und nun hab ich ein wenig Zeit und senfe hier auch ein bißchen rum :D

aber um gottes willen...tiere hier rein zu bringen ist verantwortungslos...wie gesagt es sitzen genug einheimische tiere im tierheim und warten das man sie endlich da raus holt.

@Andrea/Fiby (damit sich nicht unsere Mod angesprochen fühlt und mich gleich mal hier aus dem Forum entfernt *g*):

Um darauf überhaupt eingehen zu können, müßtest Du schonmal sagen, WAS genau denn verantwortungslos ist? Nur dass die Viechers Krankheiten "einschleppen"?

Und dann sowohl zu Holger als auch Andrea:
Sicher gibt es bei uns überquellende Tierheime, die 4Beiner - ich nehme an wir sprechen hier vor allem von Hunden - würden vermutlich gerne ein neues Zuhause haben, das mag durchaus sein. Ich habe lange Zeit selbst täglich ehrenamtlich, dann 2 Jahre hauptberuflich in deutschen Tierheimen gearbeitet und als ich endlich die Zeit und räumlichen Möglichkeiten hatte einen Hund zu mir zu nehmen, fand ich weder einen der kompatibel zu 8 Katzen war, noch einen den ich ohne weiteres mit hätte zur Arbeit nehmen können, noch einen den ich mir als eigentlichen Anfänger zugetraut hätte - und ihr könnt mich dafür tot-schlagen, ich sag es mal ganz platt: Ich hatte auch keinen Bock mir als ersten Hund meines Lebens einen verkorksten Schäfi-Mix aus unserem damaligen Tierheim mitzunehmen, den ich vielleicht noch mehr verkorkst hätte...

Also kam ich an Bär, der mir in Thailand über den Weg lief und ich habe ihn "zwangsgerettet"...
Wieder zu Hause angekommen durfte ich mir all diese Argumente reinziehen, die wir hier auch bereits lesen durften: UND? Es schert mich ehrlich gesagt nicht die Bohne, denn MEINEN Hund, mit dem ICH zusammenleben MUSS und das vielleicht wenn´s gut geht 15 Jahre, den suche ich mir selber aus! Ich hindere niemanden daran zum Züchter zu gehen, in ein deutsches Tierheim, zum Massenvermehrer, zum Zufalls"züchter" oder wo immer auch sonst noch - wieso kann man NUR bei jemandem so wenig Akzeptanz aufbringen, der sich einen ausländischen Hund holt?

Meine Köters (gilt für beide) haben bisher noch nie irgend jemandem irgend eine nette Krankheit weitergegeben, nicht mal nen Durchfall - und wenn hier auf die typischen Mittelmeerkrankheiten anspielt, sollte man sich damit mal etwas näher auseinandersetzen, denn die absolute Desinformation hat schon dafür gesorgt, dass Smilla in der Hundeschule nicht mit SPIELEN durfte, weil sie ja jemanden anstecken hätte können *schallendlach* - die Begründungung war: Wir kennen uns mit Leishi und Co. aus, aber es geschieht zur Sicherheit der anderen Teilnehmer...

Aber nun mal ab von meinen kleinen "Geschichten die das Lebenschrieb", kommen wir zu Holgers Auflistung:

1) Schrieb ich bereits oben: Für mich gilt - jeder holt sich den Hund da, wo er möchte!

2) Was willst Du uns damit sagen? Bestreiter einer, dass es in Deutschland Tierleid gibt? Es ist mir durchaus klar, dass dem so ist, aber ich sehe nun hier weder einen Ausschluß trotzdem einen Hund aus dem Ausland zu haben und gegen eben dieses Tierleid vorzugehen! Wo liegt hier nun DEIN Argument?

3) Nein? Findest Du nicht, dass Hunde in dt. Tierheimen zumindest einen gewissen Mindeststandard an Pflege erhalten? Ich durchaus: Sie bekommen im Regelfall 2 mal täglich Futter, haben normalerweise auch eine gewisse Zeit im Freilauf, haben evtl. Gassigeher, die sich mit den Hunden zusätzlich beschäftigen etc. pp.
Und dann stellen wir mal Spanien, Italien oder Thailand dem ganzen gegenüber: Futter? Regelmäßig, aber manchmal nicht täglich - bestehend vor allem aus Brot, gemischt mit allem möglichen: Hundefutter, Hotelresten, Schlachtabfällen etc. pp.
Wasser? Zum Teil, wenn es dort überhaupt Zuleitungen gibt... ansonsten aus Regentonnen oder Kanistern - was dieses Gut schon wieder rar macht. Ein Vorteil ist sicherlich die Gruppenhaltung die im Ausland aus Mangel an Zwingeranlagen praktiziert wird - auf den zweiten Blick gibt es auch da Schwierigkeiten, da man die Gruppen nicht mal eben gestalten kann, wie es einem lieb ist und so auch zu Beißerein führen kann... Gassigeher und Streicheleinheiten? Bei 1-2 Pfleger auf oft über 200 Hunde nicht durchführbar! Manchmal stellt man sich als Mensch der Tierschutz im Ausland macht die Frage, ob der Tod nach 10 Tagen in einer spanischen Perrera nicht gnädiger wäre, als zusammen mit über 700 Hunden in einem sizilianischen Tierheim zu sitzen und das bis zum Lebensende, auf engem Raum, Kanibalismus an der Tagesordnung.

Und nun frage ich Dich Holger allen ernstes, ob dieses o. g. Leben so erstrebenswert ist...

Schön ist es für einen Hund weder im dt. noch im ausl. Tierheim, KNAST ist KNAST - aber mir wären die Haftbedingungen in Deutschland definitiv lieber!

GENAU, auf den Punkt vor Ort etwas zu verbessern habe ich auch bereits gespannt gewartet:
Das würden viele Tierschützer sicher gerne tun, aber es gibt da so zwei/drei kleinere bürokratische Probleme - anhand des Tierheimes, das es seit 2 Jahren auf Koh Samui/Thailand gibt möchte ich Dir das gerne mal erörtern, denn da war ich sozusagen "dabei"... 1997 gab es dort noch nich einmal einen Tierarzt, Dany van Urk - eine Holländerin rannte über die Insel Samui und hat versucht den Hunden dort so gut es geht zu helfen - sie hat Tollwutspritzen verteilt, Anti-Baby-Spritzen gesetzt und versucht verletzten Hunden so gut es ging zu helfen... bei diesen Aktionen habe ich Dany kennengelernt und wir haben überlegt wie man helfen könnte - ums abzukürzen es fanden siche inige Leute u. a. auch Brigitte Gomm, die das Projekt nach Danys Ausstieg weiter leitete und 1999 wurde dann ein Vet eingestellt, der von Morgens bis Abends nichts anderes tat als kastrieren, kastrieren, kastrieren und Wunden versorgen... Einen Verein in Thailand gab es immer noch nicht - und damit KEIN GELD - das Geld kam vorwiegend von Touristen die ein bißchen was hinterließen... Der Verein konnte nur gegründet werden, weil sich ein Thai-Vorsitzender fand, der zumindest so tierlieb war, dass er den Alibi-Vorsitz übernahm. Ein Tierheim bauen? Auf welchem Grund und Boden denn? Deutsche dürfen keinen Besitz auf Samui haben, also mußte man wieder den Thai-Präsidenten bemühen, der das Grundstück kaufen konnte (nach tausenden von Barrieren und zwei Jahre später war das Grundstück dann im Besitz des Präsidenten, der sich mal eben damit vom Acker machen könnte, weil es ja SEINS ist)... So nun steht das Tierheim und es leben über 250 Hunde ohne Chance auf Vermittlung da! Und das sind bereits nur die Hunde, die nach tierärztlicher Versorgung und Kastration nicht wieder an den Strand gesetzt werden können. Glücklicherweise besteht das Projket bereits seit 1997 uns so gibt es für fast alle Tiere Paten, die den Lebensunterhalt dieser Tiere finanzieren und glücklicherweise ist Thailand auch ein "billiges" Land und man kann dort für wenig Geld viel bekommen!

Sicher würden das auch viele Vereine gerne in Spanien, Portugal, Griechenland etc. pp. umsetzen, scheitern aber vor allem daran, überhaupt ein Grundstück zu finden, wo das halten von Hunden und Katzen in einer doch relativ hohen Zahl erlaubt ist, an den Kosten etc. pp. und man muß den Zeitraum bedenken, dann diese Aktionen eben auch benötigen - d. h. was passiert bis zum Erreichen dieses Ziels mit den Tieren?

Ich mache mal nen Cut, hol mir nen Kaffee und mach denn weiter!

Fiby
27.07.2005, 15:52
Original geschrieben von Melanie
Wieso seid ihr denn eigentlich alle so "sauer" auf Andrea?


weil ihnen wohl schlagfertige argumente fehlen?weil wer mal gegen das einführen von hunden ist wo man nicht weiss ob sie nun wirklich gesund sind oder nicht?weil ihnen mal wer grade raus die meinung sagt....vertragen nicht viele.

is mir egal ob sie sauer sind...sollen sie glücklich sein mit ihren leishis und weiter kontakt zu anderen hunden haben lassen das die krankheiten ja schön weiter gegeben werden.das andere leute auch mal den spass an dieser tollen krankheit haben nicht nur sie.

ich suche keinen streit...nur ist dies ein öffentliches forum und wenn hier öffentlich über diese krankheiten gesprochen wird kann auch jeder seine meinung abgeben.mache meine meinung nicht abhängig davon ob sie nun den anderen passt oder nicht.

ich kann dir nicht so antworten wie ich es gerne möchte, weil ich dann leider unhöflich werden würde und das will ich nicht.

dieser satz spricht ja wohl für sich:clap: :D

und somit klinke ich mich aus diesem forum wieder aus.....is ja eh alles in ordnung hier....krankheiten sind ja soooo gesund.

Melanie
27.07.2005, 16:17
So weiter im Programm:

Holger schlage doch mal einen effizienten Weg vor, wie man ein einzelnes PROJEKT gestalten sollte und könnte Deiner Meinung nach - ich verlange nicht, dass Du etwas global-galaktisches anbietest. Aber ich wäre die letzte die gute Vorschläge diesbezüglich nicht aufgreifen würde!

5) Soweit die von Dir beschriebene Theorie, die Praxis sieht aber anders aus: Vom wilden Füttern der Tiere in Bungalow-Anlagen etc. halte ich persönlich auch wenig, denn es gibt HEUTE (sicherlich DANK einiger Tierschützer und einer Touristen) bereits Futterstellen in den Hotel- und Bungalowanlagen, wo man für die Tiere sorgt, dort kommen in der Regel auch weniger Tiere dazu, weil die Ressourcen entsprechend verteilt sind... immerhin auch ein kleiner Schritt.
Aber es interessiert vermutlich keinen Verantwortlichen im Land selbst, ob nun 200 oder 2000 Hunde getötet werden - Hauptsache sie sind "weg"! Sprich ich nehme den Leuten sicher kein Problem weg, weil es dieses Problem für die Verantwortlichen sowieso nicht gibt - dafür hat man Perreras oder staatliche Tierheime (wie in Italien), wo es niemanden interessiert, ob das vorhandene Geld für 200 oder 2000 Hunde reichen muß!
Da könnte man denn auch so argumentieren, dass der Tierschützer durch die Exporte und Kastrationen dem Mitarbeiter der Perrera sogar noch die Existenzgrundlache Arbeitsplatz wegnimmt!
Und natürlich habe ich Koh Samui keinen Dienst damit erwiesen einen Hund von der Insel zu "verschleppen", aber ich habe meinem Hund vermutlich einen Gefallen getan, denn er hätte dort sein erstes Lebensjahr nicht erreicht!

6) s. o. das versuchen in der Tat viele Vereine sogar MITTELFRISTIG zu erreichen um eine Verbesserung vor Ort zu erzielen (indem sie Kastrationsaktionen durchführen, vor Ort Auffangstationen zu betreiben), die LANGFRISTIGE Lösung ist ein Umdenken zu erreichen, was aber noch einige Jahrzehnte in Anspruch nehmen dürfte...
Also haben wir nun schon mittel- und langfristige Ziele: Was schlägst Du vor um KURZFRISTIG auch zu helfen?

7) Halleluja - gehen wir als Menschen immer vom schlechtest-möglichen Fall aus? Sicher gibt es unseriöse Tierschützer, Tierschutzvereine, Orgas, IGs etc. pp. - aber es gibt mittlerweilen glücklicherweise auch einige die vernünftige Arbeit leisten... Ich kenne auch sehr wenige, die "Hunde liefern" ohne VK und NK.

Tests werden noch viel zu wenige durchgeführt - das ist korrekt, das sollte auch oberste Priorität für die Tierschützer sein, keine Frage.

Wer ein Tier ohne genaue Kentnisse seiner eigenarten oder sogar seines Gesundheitszustandes vermittelt bzw. den neuen Besitzer keine möglichkeit der Eignungsprüfung gibt handelt unseriös und keinesfalls im Sinnes eines verantwortungsvollen Tierschutzes.

Kannst Du das noch näher erläutern: Darf ich das so verstehen, dass jemand, der Hunde aus dem Ausland nach Deutschland verbringt und direkt vermittelt unseriös handelt?

8) Wow, genau ein Importverbot wäre schon klasse, aber dies müßte dann doch in letzter Konsequenz sogar den Handel betreffen, denn auch GEWERBLICHER Import (von z. B. lebenden Schlachttieren, Zuchttieren, Pflanzen etc.) ist in EU-Zeiten an der Tagesordnung. Oder was tun mit den Hunden die ungeschützt im Ausland waren - Wiedereinfuhrverbot, aufgrund des Fehlens eines Scaliborbandes? Und mit den reisenden Menschen? Wie in den USA ein Touristenvisum auf dem mal eben nach einer HIV-Infektion gefragt wird und falls vorhanden Einreiseverbot?

Ich glaube Du unterschätzt einen entscheidenden Punkt - auch wenn wir uns unter einer Käseglocke verstecken möchten, werden wir früher oder später unter den klimatischen Bedingungen mit allerlei Krankheitserregern zu tun haben und da führt kein Weg daran vorbei.

Nur als kleines unterhaltsames Intervall: http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/10/06/180a0501.asp?cat=/medizin/malaria

9) Sorry, aber die Sache mit den Gnadenhöfen ist von Dir etwas kurzfristig gedacht: Soll man dort alle Hunde einpferchen, die ansonsten vergast würden oder die eine Chance in Deutschland, Österreich, der Schweiz, Schweden etc. pp. bekommen würden? Bis an ihr Lebensende? Das würde bedeuten, dass man Gnadenhöfe benötigen würde, die die Größe von mittleren Großstädten haben!

Und nochmals Entschuldigung, ich persönlich bin für jeden Kampfi froh gewesen, der nach Österreich oder die Schweiz verbracht werden durfte und dort den KNAST "deutsches Tierheim" verlassen durfte - und auch diese Länder haben volle Tierheime...

Dann gibt es ja auch noch Auslandstierschutz in GB oder Irland (ich ziele jetzt auf die Border Collies ab), wo man sich nicht fürchten muß eine Leishmaniose im Gepäck geliefert zu bekommen - ist der dann wieder "erlaubter" oder "besser" als der in Mittelmeerländern?

Sorry, jetzt tun mir die Finger weh und ich lass es einstweilen hier enden... freue mich aber selbstredend über eine Antwort!

LG,
Mel

Ingrid
27.07.2005, 16:27
Hallo Andrea,

weil ihnen wohl schlagfertige argumente fehlen?
Ich denke nicht, daß es machen hier an " Schlagfertigkeit "
fehlt .
Ich vermisse aber von Deiner Seite die Sachlichkeit
zu diesem Thema, da Du ja bis jetzt nicht begründet hast
welche Krankheiten es sein sollen womit Hunde sich
anstecken könnten.

sollen sie glücklich sein mit ihren leishis und weiter kontakt zu anderen hunden haben lassen das die krankheiten ja schön weiter gegeben werden.das andere leute auch mal den spass an dieser tollen krankheit haben nicht nur sie.

Auch dieser Satz zeugt von mangelnder Sachkenntnis.

Fakt ist, daß Leishmaniose nicht durch Kontakt von Hunden
übertragbar ist weder durch Speichel noch durch andere
Körperausscheidungen wie z. B. Urin.

Würdest Du dann auch logischerweise vorschlagen, daß niemand
mehr ins Ausland fahren soll? Dorthin mitgenommene Hunde
können sich dort anstecken aber nicht durch Kontakt
zu den einheimischen Hunden sondern durch den Stich einer
infizierten Sandmücke.
Genauso gefährdet sind Menschen die dort hin fahren vor
allem kleine Kinder und immunschwache Menschen.

ich suche keinen streit...nur ist dies ein öffentliches forum und wenn hier öffentlich über diese krankheiten gesprochen wird kann auch jeder seine meinung abgeben.mache meine meinung nicht abhängig davon ob sie nun den anderen passt oder nicht

Steit sucht hier sicherlich niemand, es ist auch erwünscht
daß jeder seine Meinung sagt.
Ich würde mir aber in dieser Disskussion wünschen, daß Du
Deine Meinung mal mit sachlichen Argumenten erläuterst.

Viele Grüße
Ingrid, Artus, Willy und Mona

Melanie
27.07.2005, 16:36
@Fiby/Andrea:

Nene, mal nicht einfach Öl ins Feuer kippen und dann schön den Hintern rausziehen, wenn man in sich verbrannt hat!

Du solltest schon mit etwas mehr "Stoff" bewaffnet sein, wenn Du hier eine Diskussion dieser Art auf den Plan rufst! Alles andere - u. a. auch ein Ausklinken Deinerseits an dieser Stelle - würde nämlich lediglich darauf hinweisen, dass DU keine Argumente mehr hast!

is mir egal ob sie sauer sind...sollen sie glücklich sein mit ihren leishis und weiter kontakt zu anderen hunden haben lassen das die krankheiten ja schön weiter gegeben werden.das andere leute auch mal den spass an dieser tollen krankheit haben nicht nur sie.

Ist DEIN HUND aufgrund des Kontaktes mit einem lesihmaniose-positiven Hund INFIZIERT worden? Falls ja, würde das sicher sehr viele Wissenschaftler, Biologen und auch Mediziner (sowohl Human-, als auch VetMeds) interessieren!

Wenn dem nicht so sein sollte, woher nimmst Du dann das Wissen, dass ein leishi-Hund andere Hunde ansteckt?

Hier gibt es sehr viele Mehrhundehalter, die sowohl gesunde Hund, also auch z. B. einen leishmaniose-positiven Hund haben - woher kommt es, dass all die gesunden Hunde, nicht von der positiven "Infektionsquelle" angesteckt werden? ZUFALL? So häufig?

Gibst Du mir nicht Recht, wenn ich wage zu behaupten, dass doch viel eher mein gesunder Rüde von meiner positiven Hündin angesteckte werden müßte (schon alleine aufgrund der Häufigkeit der Kontakte und der körperlichen Nähe) als der Hund am anderen Ende des Dorfes? Wenn meiner es aber nicht wird, warum sollte es dann einen wildfremden Hund treffen?

Geh doch das Thema einfach nüchtern und sachlich an, dann werden die Leute hier sicher auch nicht derart emotional mit Dir umgehen.

Du hast Dich hier in ein Forum verlaufen, welches nunmal den Zweck hat, zum Austausch und zur Hilfe von Haltern kranker Hunde zu dienen. Wenn hier nun von Außen jemand kommt und diese Hunde als Infektionsquellen herabwürdigt und noch dazu an der entscheidenden Stelle einen Rückzieher macht, zieht dieser natürlich die gesammelte Wut auf sich.

Solltest Du Hundehalterin sein, wie würdest Du Dich denn fühlen, wenn ein wildfremder Mensch Dir erzählt, dass Dein "Köter" andere Hunde ansteckt und im Grunde keine Lebensberechtigung hat (zumindest nicht im selben Land)? Würdest Du dann noch freundlich zustimmend nicken und lächeln?

Weißt Du OHNE ARME KEINE KEKSE!

Liebe Grüße,
Mel

Jovela
27.07.2005, 16:46
Fiby/Andrea:

Original geschrieben von Fiby
viele beiträge sprechen ja für sich...hund aus ausland geholt und krank...mal sehen wann ne seuche eingeschleppt wird
Was du hier überlesen, oder bewusst nicht sehen willst ist die Tatsache daß das hier genau eine Plattform für Hundebesitzer mit kranken Hunden ist. Wer einen gesunden Hund, bzw 2 gesunde Hunde so wie ich hat ist trotzdem hier dabei, denn gerade die Aufklärung ist es die zählt!

Original geschrieben von Fiby
..weil ihnen wohl schlagfertige argumente fehlen?
(ironie an)
Durchaus nicht, lasst uns doch gleich ein paar Gesetze beschließen!

1.) Jeder Mensch muss nach Auslandsaufenthalten eine 6wöchige Quarantäne einhalten. In dieser Zeit werden seine Blutwerte auf Reisekrankheiten getestet sowie sein Impfstatus überprüft.

2.) wer nicht komplett gegen Röteln, Kinderlähmung, Tetanus, Hepatitis, etc geimpt ist darf schon mal garnicht raus geschweige denn rein wenn die Impfung irgendwann außerhalb des Heimatlandes abgelaufen und nicht wieder aufgefrischt wurde.

3.) Tiere dürfen das Haus nicht verlassen, die Ansteckungsgefahr bei Würmern, Husten, Schnupfen und Heiserkeit ist zu groß.
- das Gleiche gilt für deren Halter (Inkubationszeit beachten)
(ironie aus)

So, und ich geh jetzt mit meinen 2 Auslandskötern in die Küche und back Scherzkekse. :D

FreeSpirit
27.07.2005, 17:20
Hallo !

So ich arbeite die postings besser ebenfalls stück für stück ab:

@Melanie

Natürlich hat prinzipeill jeder das recht darauf die Herkubnft seines Hundes zu bestimmen, andererseits habe ich (wie jeder andere) aber auch ein recht darauf mir eine eigene Meinung zu bilden und diese anderen mitzuteilen.

Ja, auch der Massenzüchter von nebenan etc. ist zu verachten aber ein negatives Beispiel macht das andere dadurch ja nicht besser.

Es geht nicht darum wer der "bessere gute" ist ebensowenig ging es in meinem posting darum jeden vermittelten Hund einzeln in Frage zu stellen denn es gibt natürlich zahlreiche Gründe und Situationen aus denen ein einzelner handelt. Viel mehr geht es ums globale also den Tierschutz an sich - ich kritisiere weniger die einzelnen (mal abgesehen vom mangelnden interesse an informationen bei vielen die in beide richtung für unnötige Vorurteile sorgen). als eher die arbeitweise vieler Tierschutzvereine und Organisationen. Als Tierschützer soltle ich doch ein großes Ziel im Auge haben - nähmlich nicht nur den ,gemessen an der gesamtzahl - wenigen Einzelschicksalen zu helfen sondern langfristig etwas für die Verbesserung der Zustände zu unternehmen. Jeder Verein hat ja bestimmte Ziele er wurde ja mit einem bestimmten Gedanken gegründet - dann muß ich mir aber auch Gedanken machen wie ich selbige am besten verfolge.

Leider gibt es viel zu viele die die vermittlung ausländischer Tiere nutzen um die eigene Kasse zu füllen.Ein Tier das per Foto aus Spanien vermittelt wird macht dem überführenden Tierschutzverein in Deutschland ja fast keine Kosten. Einfliegen,bezahlen ,abholen und schon kann der nächste kommen. Jetzt könnte man behaupten dadurch würden zumindest keine Pflegestellen und Tierheimplätze in Deutschland besetzt aber das ist leider ein Irrglaube. Viele dieser Hunde passen dann doch nicht zum neuen Besitzer (oftmals erstbesitzer ) er hat zu viele Macken man selbst ist zu unerfahren und im schlimmsten Fall hat er noch eine Krankheit mitgebracht deren Behandlung sich nicht finanzieren läßt. Schon landet das Tier wieder in irgendeinem Tierheim / Pflegestelle und besetzt jetzt den Platz für andere. Warum ? Weil die schnelle Kasse wichtiger war als eine verantwortungsvolle Vermittlung.Ich sage es nochmal - es gibt natürlich auch die seriösen Vereine aber leider befinden sie sich in einer absoluten minderheit. Nochmal zu den Zielen: Wie hart das klingt aber wer Hunde einfängt bzw. nach Deutschland vermittelt hilft dadurch nicht im geringsten etwas ander gesamtsituation zu ändern (siehe Text von Dr. Naucke zum einfangen oder tten wildlebender Hunde ).

Ein neuer Hundebesitzer sucht nur nacheinem passenden Tier oder möchte geplagten Individuen helfen als Organisation muß ich das aber unbedingt globaler sehen.


Mal eine Frage nebenher: Die Katzenproblematik in südländischen Ländern ist ja ebenfalls erheblich und keinsfalls besser - wieso hört man davon so wenig warum werden im vergleich kaum Katzen importiert ? 200-300 kommen täglich in Frankfurt an und wo sind die vielen leidenden Katzen ? Oder macht hier doch der Markt die Regeln ? Wäre schön wenn mich da mal einer aufklärt.

@claudia61

Wie willst Du Tierschutz vorleben wenn Du die Tiere aus dem Land schaffst ? Du müßtest es ja vor Ort vorleben oder meisnt Du es interessiert die Spnaier dann noch was hier mit den Tieren passiert ? Wie willst Du mit einem nach Deutschland vermittelten Hund auf sie einwirken ?

Du fragst was man in der Zwischenzeit machen sollte. Das ist natürlich schwierig - wenn man sich an den Aussagen von Dr. Naucke orientiert müßte man soviele Tiere wie möglich kastrieren aber keinsfalls einfangen (die entstandene Lücke wird neu besetzt ) und natürlich auch nicht töten.

Ich würde kastrieren wie der willen - Tierheime und Pflegestellen einrichten bzw. finanziell Unterstützen (wer Geld gibt kann auch auf die Verhältnisse einfluss nehmen ) und für die langfristigkeit intensiv an Schulprojekten etc. arbeiten.An z.b Leishmaniose erkrankte Tiere sollte man keinesfalls ins Ausland vermitteln denn das löst keine Probleme sondern schafft vielmehr welche.

@Jovela

Ich habe ja geschrieben das eine Krankheit dadurch sicherlich nicht aus einem anderen Land ferngehalten werden kann allerdings halte ich sie durch solche Maßnahmen ein wenig auf.
Ein Tierschützer sollte doch jede verringerungschance einer Infektionsverbreitung nutzen.
Jedes weitere Leishmaniose erkrankte Tier erhöht doch die Potentielle Gefahr der Verbreitung durch die hier heimisch werdenden Sandmücken. Selbst Scalibor welches die verantwortungsbewußten Hundehalter nutzen stellt ja keinen 100%ígen Schutz dar. Zu den Menschen die Ihre Tiere mit vollem wissen in solch gefährdete Regionen Europas mitnehmen kann ich erst recht nur den Kopf schütteln. Da lasse ich mein Tier doch lieber im weitaus sicheren zuHause. Übrigens deckt sich auch das mit empfehlungen von Dr. Naucke der natürlich entsprechende Mittel zum Schutz angibt aber auch sein Standpunkt auf den Vorträgen war"lieber zu Hause lassen" .

@Melanie

Sicherlich gibt es unnötigePanikmache bei diesem Thema - umso wichtigerist eine umfassende Aufklärung über die Problematik. Wenn Dein LM Hund schon nicht mehr mit anderen spielen darf ist das ein trauriger Beweis für dieses unwissen. Wer diese Problematik aber völlig vom Tisch wischt und jedes potentielle Risiko ausschließt verfügt allerdings ebenfalls über mangelnde Information (oder will es nicht wahr haben). Da braucht man ja nur die Info´s von der Parasitus und LM Homepage lesen oder wenn möglich direkt einen dieser super Vorträge von
Dr. Naucke besuchen und schon wird einem ein gewisses Risiko bewußt. Nicht um sonst ist es eine besorgniserrende Entwicklung das heutztage Sandmücken in Deutschland gefunden werden.Ich sehe einen einzelnen Hund nicht als große Gefahr aber die gesamtzahl ist nicht unproblematisch.

Ja immer wieder wird in Foren das Arguemnt vorgeschoben das die Tiere im Ausland viel schlimmer leiden - hier wird Leid verglichen(und das nicht mal objektiv aus medizinischer Sicht )
und so eine Argumentation finde ich einfach grausig.Wo der Auschluß liegt ? Als Verein sollte man möglichst vielen Tieren helfen das bedeutet nicht das man einzelschicksale missachtet aber man möchte doch möglichst viel Leid lindern. Wenn ich aber Geld schlecht einsetze kann ich nur deutlich weniger Tieren helfen - wie Du ebenfalls schreibst ist der Unterhalt der Tiere im ausland meist deutlich billiger (das beginnt bei Unterbrigungskosten über Futter bis hin zu Medikamenten
und ärztlichen Behandlungen ).Ja Deutsche Tierheime haben Mindeststandarts aber wieso versucht man dann nicht diese ins Ausland zu übertragen ? Wieso werden Tiere dort so mangelnd versorgt ? Wenn es an Geld fehlt sollte man wohl wirklich seine Arbeitsweise bzw. Gelderverwendung nochmal überdenken. Fehlt es am Interesse ? Dann muß ich mich schon sehr wundern warum viele deutsche Organisationen feste Tierheime in südländern haben mit denen sie zusammenarbeiten. Wieso werden diesen Tierheimen dann noch Tiere abgenommen - wieso baut man keinen Druck auf und wirkt auf sie ein ? Oder geht es hier doch mehr um das schnelle Geld ?

Das die Situation in Theiland so schwierig ist finde ich bedauerlich - trotzdem verändert man durch die versendung dieser Tiere überhaupt nichts ! In 50 Jahren wird es dann noch genauso oder schlimmer aussehen ist das etwa eine Perspektive ?

Unser Verein ist derzeitig mit Katzen hoffnungslos überfüllt und den umliegenden geht es ähnlich.
Vor 2 Wochen hatten wir Aufnahmestopp da es wirklich kein Plätzchen mehr gab (Med. Notfälle sind natürlich was anderes). Scheinbar kastreien immer weniger Menschen Ihre Katzen denn seit fast 1 Jahr steigt die Zahl imemr weiter an. Wir können nicht jede Katze aufnehmen und vermitteln irgendwann ist man leider voll und zaubern kann man nicht. Gesunde Wildlebende Katzen werden in diesem Fall Kastriert und wieder zurück in Ihr Revier entlassen.
Man kann halt nicht jeden Retten wenn man es auch gerne möchte das muß man einsehen.
So verhindert man zumindest eine weitere unkontrollierte Vermehrung und damit neues Elend - durch Presse etc.wird immer wieder um kastration gebeten, manche große Organisationen arbeiten mit örtlichen Vereinen zusammen und übernehmen die medizinischen Kosten von Kastrationsaktionen. Genauso sollte und wird es ja auch teilweise in anderen Länderndurch Vereine gemacht und ist sicherlich sinnvoller als die Tiere in andere Länder zu bringen.

@Fiby

Deine Angst das ein erkrankter LM Hund Deinen beim spielen ansteckt ist völlig unbegründet - da kann ich Dich beruhigen. Ich finde es schade das Du hier so hart engegangen wirst wobei Dein erstes posting durch die schreibweise aber auch etwas dazu aufforderte. Schön wäre es dann aber von den anderen wenn man vernünftig aufklärt anstelle ebenso Emotionsgeladen zurück zu ballern. So kann man keine Vorurteile bekämpfen - man fördert sie eher und das kann nicht im Interesse dieses Forums sein.Halte Dich doch bitte an die die Dir vernünftig antworten denn von denen gibt es hier auch eine Menge. Du mußt aber auch selbst offen für neue Info´s sein sonst bemüht man sich ja umsonst. Am besten versuchen alle die Emotionen ein bischen weiter runterzuschrauben (oh ja ich weiß selsbt wie schwer das manchmal ist:rolleyes: ).

So nu muß ich erstmal zur Arbeit und werde mich dann morgen Melanie´s neuen Fragen und Argumenten stellen <<grübelschonmal



liebe Grüße



Holger

Melanie
27.07.2005, 17:52
Hallo Holger,

ich sehen schon, wir werden noch öfter miteinander diskutieren, denn trotz konträrer Ansicht macht es wirklich SPASS! Das erstmal als Kompliment ;)

wenigen Einzelschicksalen zu helfen sondern langfristig etwas für die Verbesserung der Zustände zu unternehmen.

Beides, für mich ist es durchaus auch ein Ziel, die Hunde und Katzen für die wir uns einsetzen kurzfristig auch in Deutschland - gut und kompetent zu vermitteln, aber auf das langfristige Ziel hin zu arbeiten, es nicht mehr nötig zu haben, weil die Tiere im eigenen Land bestens untergebracht werden können (zumindest adäquat - Tierheime wird es dann auch weiterhin geben).

Ein Tier das per Foto aus Spanien vermittelt wird macht dem überführenden Tierschutzverein in Deutschland ja fast keine Kosten. Einfliegen,bezahlen ,abholen und schon kann der nächste kommen.

Ein vernünftiger Verein hat durchaus weitere Kosten: Ersteinmal die Gesundheitsvorsorge und -versorgung, Impfungen, Entwurmungen, Prophylaxemaßnahmen, vernünftige Mittelmeertests... ein sriöser Verein wird auch die Schutzgebühr zum allergrößten Teil wieder an den Herkunftsort des Tieres fließen lassen!

Zum Thema Katzen: Wir vermitteln sehr wohl auch Katzen, darum kann ich wieder nur von Koh Samui/Thailand ausgehen (von dort importieren wir übrigens keine Hunde und Katzen - außer es ist wirklich ein individueller Fall - siehe oben, ich bin so dreist, dass mich die Einzelschicksale durchaus interessieren! Nichts ist mir so zuwider, als "Massen"import): Dort gab es zu Zeiten massiver Hundebesiedlung kaum Katzen, denn diese vielen dem okölogischen System zum Opfer - sprich dienten als Nahrung für die Hunde - allerdings ist das eine Insel - was vielleicht auch noch wichtig ist, wenn man das große "Ganze" betrachten möchte. Die Hundepopulation ist relativ gut innerhalb kürzestern Zeit in den Griff bekommen worden, nun nehmen die Katzen überhand. Du könntest jetzt argumentieren, indem Du auf die natürliche Auslese abzielen würdest - würde aber nicht stimmig sein: die Insel ist 50 qkm groß und es lebten zu Spitzenzeiten 5600 intakte Hunde dort und die Zahl war ansteigend.
Um die quartalsweisen Strychnin-Aktionen eindämmen zu können, mußten die Tierschützer dort etwas unternehmen, denn Strychnin ist nicht gerade das, was einer natürlichen Auslese nahe kommt ;)

wenn man sich an den Aussagen von Dr. Naucke orientiert müßte man soviele Tiere wie möglich kastrieren aber keinsfalls einfangen (die entstandene Lücke wird neu besetzt ) und natürlich auch nicht töten.

... die dann drei Tage später eingefangen und in der Perrera dem Gas zum Opfer fallen :( So frustrierend es ist, die Möglichkeit es mit einfangen - steril machen - aussetzen git es viel zu selten. Auf Samui wird es praktiziert, aber ebenfalls mit massiven Problemen: Teils gibt es aufgrund des Pariaverhaltens der Hunde massive Probleme mit den Kastraten (darum werden die Rüden sehr häufig nur sterilisiert!) zum anderen kann man sich dem Willen der Hotelmanager kaum widersetzen; wenn sie die Kötersen da nicht wollen, dann muß man sie entweder ins Tierheim nehmen oder riskieren, dass sie Strychnin einsetzen - und egal wie logisch die Ressourcentheorie auch vorgetragen wird - wer sie nicht hören will, der tut es nicht! Glaub mir, diese Diskussionen führen die Leute vor Ort immer wieder und wieder :( unermüdlich (ist auch nötig).

So leider hab ich gleich noch nen Termin, aber ich werde es mir nicht nehmen lassen auch auf den Rest noch einzugehen :D

LG,
Mel

Francecamper
27.07.2005, 18:16
Moin Andrea
Ich bin hier auf das Forum gestossen weil ich vor der " Anschaffung des Hundes informationen holte.Das es dann ein Spanier wurde ,war nicht geplant ,es war Liebe auf den ersten Blick,hier in D ( Anscheinend auch von Spooky den er wich nicht mehr von mir ).
Du schreibst richtig das dies ein öffendliches Forum ist.Es ist aber ein Forum für Leute die sich über LM informieren möchten bzw die LM -Hunde haben und Hilfe suchen. Das sollte man beachten wenn man hier so "reinhaut "Wie du wohl schon mitbekomen hast gibt es viele Gründe warum man sich für einen " Ausländer " entschieden hat.
Deine Meinung ( im Zitat) verstehen wohl fast alle hier so , das dir das entsprechende Hintergrundwissen fehlt.
viele beiträge sprechen ja für sich...hund aus ausland geholt und krank...mal sehen wann ne seuche eingeschleppt wird
is mir egal ob sie sauer sind...sollen sie glücklich sein mit ihren leishis und weiter kontakt zu anderen hunden haben lassen das die krankheiten ja schön weiter gegeben werden.das andere leute auch mal den spass an dieser tollen krankheit haben nicht nur sie.
Kritik nehmen hier alle an.Das kannst du sehen,wenn du dir die Beiträge ( als freigeschaltestes Mitglied ) mal durch arbeitest.
Also nicht gleich mit der Keule durchs Forum

Manuela
27.07.2005, 22:59
und somit klinke ich mich aus diesem forum wieder aus.....is ja eh alles in ordnung hier....krankheiten sind ja soooo gesund.

Schade, war wohl doch nur heiße Luft und tote Fliegen! Habe ich wohl mal wieder falsch eingeschätzt.

Wie kann man nur Menschen mit einem beschränkten Aufnahmevermögen erreichen. Ein wirkliches Problem!

@ Hey Mel, Deine Antwort auf das obige Geschreibsel ist toll. Hat mich wieder beruhigt. Hatte eigentlich vor, Einstein zu zitieren. Danke Dir!

Manuela

Ingrid
27.07.2005, 23:11
Hallo ,

Wie kann man nur Menschen mit einem beschränkten Aufnahmevermögen erreichen. Ein wirkliches Problem!

das frage ich mich auch immer wieder und habe noch
keine Lösung gefunden.
Deine Beschreibung ist wirklich sehr " treffend".

Ich habe zwar noch nicht die Hoffnung aufgegeben aber
ich habe auch gelernt zu akzeptieren, daß es Menschen gibt
deren " geistiges Niveau" ich nicht verstehe, was damit
nichts zu tun hat, daß diese eine andere Meinung haben.

Viele Grüße
Ingrid, Artus, Willy und Mona

FreeSpirit
28.07.2005, 09:51
Geht am besten nochmal auf die Toilette und holt Euch nen Keks - hier ist wieder Durchhaltevermögen gefordert !:D

@Melanie

Das klingt natürlich alles andere als schön aber letztendlich interessiert es die Behörden schon ob sie 200 oder 2000 Hunde töten "müssen". Da kommen die Transportkosten, selbst das billige Strichnin macht über den Posten eine gewisse Menge und die Tierkörperbeseitigung verschlingt ebenfalls Kosten.Jedes getötete Tier kostet die Behörden Geld - wenn Du jemanden nicht über sein Herz erreichst mußt Du es wenisgtens mit dem Geldbeutel versuchen.
Ich gehe nicht immer vom schlechtesten Fall aus aber wie war das doch in einem Posting " ich kenne alleine 10 örtliche Vereine / Tierheime die ausländische Hunde importieren / vermitteln " das ist doch ein prima Beispiel. Hier wird aus wirtschaftlichen Interessen vermittelt und da sage ich Pfui egal ob das ein deutsches Tierheim oder eine im Ausland tätige Organisation ist.

Bei den Test´s sind wir uns ja einig ( siehste wir finden schon zueinander *zwinker* ) und wer für mich ohne diese Vermittelt handelt unseriös.
Direkte Vermittlung finde ich genauso zweifelhaft - wer für Tiere einen neuen Besitzer sucht sollte diese zuerst in Pflegestellen unterbringen um die eigenarten etc. kennenzulernen.

Daraufhin wird entscheiden welche Anforderungen der neue Besitzer erfüllen muß (Anfänger,Fortgeschritten...) und natürlich soll sich das neue Herrchen erstmal einen Eindruck verschaffen können. Nur so kann man dafür sorgen das ein Tier seinen Lebensabend beim neuen Besitzer erleben darf und bei schwierigkeiten nicht sofort wieder im Tierheim landet.

Wenn bei einem Verein das Wohl der Tiere im Vordergrund steht muß er darauf Wert legen - allen anderen werfe ich eher fianzielle Interessen vor, denn sie handeln verantwortungslos.

Nochmal zur "Käseglocke"
Ich unterschätze das sicherlich nicht - man kann noch so viel versuchen einen 100%ígen Schutz wird es niemals geben (haben wir ja bei Schweinepest und BSE gesehen obwohl tausende Tiere getötet wurden ) !

Trotzdem oder gerade deswegen sollte man alle vorhandenen schutzmöglichkeiten nutzen. Verhindern geht sowieso nicht aber evtl. verzögern und damit ist schon vielen Tieren geholfen.

Die Problematik der "Einfuhr" ausländischer Hunde beschränkt sich eigentlich auf das Infektionsrisiko - Hunde aus nicht Risikogebieten bzw.mit heilbaren oder nicht lebensbedrohlichen Krankheiten sind hier zu vernachlässigen (GB ,Irland).

Für den Sinn des Tierschutzes sehe ich das wiederum etwas anders - mir gefällt halt nicht wie man durch diese Importe Recoursen verbraucht und langfristig nicht zur Problembehebung mitwirkt.

Hui - jetzt bin ich gerade beim Lob angekommen. Vielen dank das kann ich nur zurückgeben, ich finde es klasse das man hier so offen und ohne direkte Anfeindungen diskutieren kann ich muß zugeben so einige Ansichten haben sich bei mir schon relativiert.

Du schreibst ein vernünftiger Verein hat schon seine Kosten - da hast Du natürlich recht aber ich bleibe trotzdem dabei das die wirklich vernünftigen in dieser "Branche" leider zu dünn gesäht sind. Es sind halt nicht wie überall ein paar schwarze Schaafe unterwegs sondern die guten Lämmchen sind in der Minderheit.

So, kommen wir nun zu den Hausaufgaben die Du mir aufgegeben hast *g*
Hier mal ein paar Lösungsansätze die bestimmt für den einen oder anderen Aufschrei sorgen werden.:

rechtliche Möglichkeiten:

-Herkunftsnachweis Pflicht für alle in Deutschland lebenden Hunde

beim Verstoß soll ein erhebliches Ordnungsgeld (so ab 300 Euro ) fällig werden somit kann man die Abweichler minimieren und braucht keine zusätzliche Verwaltungsbehörde die alles kontrollieren muß. Eine überprüfung findet lediglich bei Anzeige oder anderen tierbedingten Vorfällen durch das Ordnungsamt statt.

zur Identifizierung sollte der Mikrochip ebenfalls pflicht werden

Nutzen: Ohne diese Pflicht sind weitere gesetzliche Maßnahmen ohne Erfolg.

Der Mikrochip erlaubt zudem eine schnellere Identifizierung entlaufener Hunde = kürzere Verweildauer in Tierheimen was wiederum Kapazitäten freimacht
Das Aussetzen oder gar Töten eines Hundes kann so eher aufgeklärt und geahndet werden was wiederum die Zahl der Mißhandlungen etwas senken wird

- Importverbot ausländischer Hunde durch Vereine/ Organisationen
Einfuhr nur unter gewissen Bedingungen durch Privatpersonen erlaubt.

Nutzen:Dadurch wird der gewinnbringende Handel mit diesen Tieren abgeschafft, erlaubt ist lediglich die private Einfuhr des Tieres wobei der Hund mindestens für ein Jahr im Besitz des Importierenden bleiben muß. Vereine und Organisationen die dagegen verstoßen müssen Existenzbedrohende Strafen zahlen - da ja normalerweise immer ein Vorstandsmitglied für die Vereinsgelder (und damit auch für Schulden) haften muss wird diese Strafandrohung schnell Wirkung zeigen.
Vereine dürfen immer noch bei der Suche nach Tieren behilflich sein aber Vermittlungsgebühren etc. darf es nicht geben.
Der Interessent muß sich sein Tier selbst im Ausland abholen. Dadurch bekommen Einzelschicksale noch eine Chance und Menschen die ein Tier privat aus dem Urlaub mitbringen werden nicht gleich zu Straftätern degradiert. Der Tierhandel wird dadurch unterbunden.

- völliges Importverbot LM erkrankter Hunde

Bis ein Impfstoff bzw. eine erfolgreiche Behandlung der Krankheit möglich ist wird zum schutze ein generelles Importverbot über LM erkrankte Hunde ausgesprochen.

Tiere die durch Privatpersonen Importiert werden, müssen eine unbedenklichkeitsbescheinigung Vorlegen (ausr. Bluttest) und diesen innerhalb 1 Jahres in Deutschland nochmal wiederholen (eintragung Impfpass ) . Jedes LM erkrankte Tier stellt langfristig ein potenzielles Risiko dar - um die Gefahr der Verbreitung einzugrenzen ist ein solches Importverbot unabdingbar. Auch hier würde ich zuwiederhandlungen mit einer erheblichen Strafe belegen (und die Sumem am besten der Forschung in diesem Bereich zuführen).

- "Scalibor" Pflicht erkrankter Hunde

Schon in Deutschland lebende LM Hunde müssen orientiert an der Impfpflicht ein Abwehrmittel gegen Sandmücken tragen. Der Kauf ist im Impfpass zu bestätigen mit Angabe des Datums und Wirkungszeitraums.
Vorteil: Besitzer LM erkrankter Hunde minimieren so potentielle Übertragungsrisiken.Natürlich garantiert der Kauf eines solchen Mittels nicht dessen ständige Anwendung aber auch hier wird man die Zahl der abweichler drastisch reduzieren können.

- "Scalibor" Pflicht von Urlaubshunden in Risikoländern

Wer seinen Hund mit in Riskikogebiete mitnehmen möchte hat ebenfalls geeignete Mittel zum Schutz zu tragen (wiederum eintrag Impfpass). Wieder eingeführte Hunde müssen innerhalb eines Jahres einen Bluttest durchführen lassen.

Bei diesen ganzen Regeln werden viele aufschreien - noch mehr Regeln und Gesetze !
Aber ein Staat hat die Pflicht seine Bürger und Flora / Fauna vor bedrohenden Erkrankungen bestmöglich zu schützen.

Diese Maßnahmen können einen großteil der Risiken stark einschränken und durch den Eintrag im Impfpass entsteht kaum zusätzlicher bürokratischer Aufwand.Geldstrafen lassen die meisten zurückschrecken und der Verwaltungsaufwand bleibt ebenfalls gering.

So - nu zu den praktischen Ideen in den Ländern:

- Jugendarbeit
Durch Projekte an Schulen und Kindergärten wird der heranwachsenden Generation ein verantwortungsvoller Umgang mit Tieren gelehrt. Diese Arbeit gilt als absoluter Schwerpunkt bei der erfolgreichen langfristigen Tierschutzarbeit.

- Information
Ebenso muß der Bevölkerung die Problematik näher gebracht werden (siehe Naucke: Tiere als Schutzschild gegenüber Sandmücken etc.) um die Akzeptanz der Tiere zu erhöhen muß es Projekte geben die die möglichkeiten der Hunde zeigen ( Rettungs und Polizeihunde , Blindenhunde, Therapie mit Tieren bei Menschlichen Verhaltensproblemen, Tiere als Begleiter im Alter , ggf. nutzung der Tiere für den Tourismus ............).

Es müssen vereinbarungen mit den örtlichen Behörden getroffen werden. Die Tötung der Tiere durch Behörden darf nur unkastrierte Tiere betreffen. Im Gegenzug garantieren die Vereine eine mindest Kastrationszahl. Ziel ist es die unkontrollierte Vermehrung zu stoppen.
Durch Rechenbeispiele sind die Behörden von diesen Vorschlägen wirtschaftlich zu überzeugen (wer kein Herz hat kapiert es am ehesten über Geld ).

- Aktivierung der Gesellschaft
In jedem Land gibt es Tierfreunde seien sie durch die evtl. Mentalität auch noch so dünn gesäht.
Diese Menschen muß man für den aktiven Tierschutz gewinnen denn Hilfe von Innen funktioniert immer erfolgreicher als durch ausländische Helfer.Gnadenhöfe für schwere Einzelschicksale müssen gebaut und unterhalten werden - Kontrolle durch die Geldgeber im Ausland.Tiere die gut gepflegt werden sichern Arbeitsplätze = positive Auswirkung auf Bevölkerung

-Kastrationen
Abgesehen von den Einzelschicksalen gilt das Hauptaugenmerk auf der kastrierung der streunenden Hunde . Nach erfolgreichem Eingriff werden die Tiere wieder in die Natur entlassen = langfristig natürliche Bestandsreduzierung

-Politik
Einwirkung auf Politik für verbesserte Tierschutzgesetzte in den jeweiligen Ländern bzw. Europaweitem Tierschutzgesetz. Protest Aktionen - Demo´s konstruktive Diskussionsrunden etc.


- Deutschland:
Weiterhin massive Werbung / Lobbyarbeit für Spenden - aufrüttelnde Bilder und Informationsveranstaltungen.
Sachspendensammlungen und Transporte.Helfer für kastrations Aktionen etc. Aufklärung über Infektionskrankheiten, Jugendarbeit und Begleitung zukünftiger Neubesitzer.

Sicherlich sind meine Vorschläge nicht der Weisheit letzter Schluß aber als Ansatz doch irgendwo brauchbar.Wenn ich als einzelner in so kurzer Zeit auf so einige Ideen komme gibt es doch sicherlich noch viel mehr Potenzial bei den vielen Engagierten.Wie wäre es mal mit einem landesweiten Brainstorming ?


liebe Grüße


Holger

michaela
28.07.2005, 10:03
Hallo!

Und mir ging es eigentlich darum:Eigentlich stelle ich mich vor
ehe ich rumwetter.Das hat mir bei Andrea gefehlt.Wenn jemand
auf mich schießt,möchte ich wissen warum.Wenn es einen Grund
hat kann man darüber reden.Das erste Posting war ein Angriff auf alle Hundebesitzer die ohne ihr zutun ( außer das sie diesen Hund gekauft haben )in diese Situation gekommen sind.Ich wußte welche Krankheiten es gibt.Ich habe mich auf die Vermittler verlassen und bin reingefallen.Und das es so schwer ist hätte ich auch nie angenommen.Ich bin zwei Jahre einen Weg gegangen der mich teilweise an den Rand meiner Kraft gebracht hat.Und auch jetzt habe ich mal wieder das Gefühl heulen zu müssen wenn ich daran zurück denke.Aber ich habe damals keinen Hund gefunden der zu uns passt.Das der einzige aus Spanien kam,gut.Ich wollte doch damit nicht die Welt verseuchen.
Aber welchen Rat bitte hätte mir Andrea denn gegeben.Meinen Hund sofort zu töten?Ich bringe meine Freunde und Patienten doch auch nicht um weil sie vielleicht Aids haben.
Die Lehre die wir daraus ziehen müssen ist,das wir alle mithelfen müssen darüber aufzuklären,zu informieren,zu helfen.Vor allem wir in diesem Forum müssen zusammenhalten.
Und ich glaube das einige genauso gedacht haben.Deshalb reagiert man dann auch schon mal etwas emotionaler,wenn man eigentlich nicht weiß warum Andrea das so macht oder sagt,was sie damit bezweckt oder warum gerade dieses Thema wie ein rotes Tuch auf sie wirkt.Aber vieleicht sagt sie es uns ja noch mal.

Liebe Grüße

Michaela

claudia61
28.07.2005, 10:28
@claudia61

Wie willst Du Tierschutz vorleben wenn Du die Tiere aus dem Land schaffst ? Du müßtest es ja vor Ort vorleben oder meisnt Du es interessiert die Spnaier dann noch was hier mit den Tieren passiert ? Wie willst Du mit einem nach Deutschland vermittelten Hund auf sie einwirken ?

Du fragst was man in der Zwischenzeit machen sollte. Das ist natürlich schwierig - wenn man sich an den Aussagen von Dr. Naucke orientiert müßte man soviele Tiere wie möglich kastrieren aber keinsfalls einfangen (die entstandene Lücke wird neu besetzt ) und natürlich auch nicht töten.

Ich würde kastrieren wie der willen - Tierheime und Pflegestellen einrichten bzw. finanziell Unterstützen (wer Geld gibt kann auch auf die Verhältnisse einfluss nehmen ) und für die langfristigkeit intensiv an Schulprojekten etc. arbeiten.An z.b Leishmaniose erkrankte Tiere sollte man keinesfalls ins Ausland vermitteln denn das löst keine Probleme sondern schafft vielmehr welche.
.................................................. .................................................. .....
und ob das die spanier interessiert! erst im letzten jahr war noch ein katalanisches fernsehteam in D, weil der TS in E massiv damit zu kämpfen hatte, dass -wie anderorts auch- immer wieder behauptet wurde, dass die tiere hierher geschafft würden, um in labors oder in lederfabriken ihr leben zu lassen!
also gab es einen bericht darüber, wo die hunde gelandet sind, dass sie hier familienmitglieder sind, dass sich gekümemrt wird und dass sie hier menschen haben, von denen sie geliebt werden!
im übrigen kommen im vergleich zu den vorhandenen tieren nur die wenigsten nach D.
die privaten TH, die in E unterstützt werden, bemühen sich um aufklärung und versuchen auch, sich politisch zu engagieren und bemühen sich, kastrationsaktionen durchzuführen!
sehr gut finde ich, dass gerade auch bei kindern aus kindergärten und schulen, also den tierhaltern/tierschützern von morgen, angesetzt wird!
also wird TS vor ort vorgelebt........und auch, dass es für die tiere auch noch einen anderen status gibt ausser dem des "strassenköters"!
veränderungen, ein umdenken, wird sich eben nur langsam einstellen!!
und wo willst du in der zwischenzeit mit den vielen tieren hin?
dann müsste man quasi weiter töten.........weil es erstmal anders nicht zu bewältigen wäre......

claudia61
28.07.2005, 10:46
"Scalibor" Pflicht erkrankter Hunde

Schon in Deutschland lebende LM Hunde müssen orientiert an der Impfpflicht ein Abwehrmittel gegen Zecken Sandmücken tragen. Der Kauf ist im Impfpass zu bestätigen mit Angabe des Datums und Wirkungszeitraums.
Vorteil: Besitzer LM erkrankter Hunde minimieren so potentielle Übertragungsrisiken.Natürlich garantiert der Kauf eines solchen Mittels nicht dessen ständige Anwendung aber auch hier wird man die Zahl der abweichler drastisch reduzieren können.
.................................................. ...............................................

es gibt in D KEINE IMPFPFLICHT!

mal abgesehen davon, dass generelles jährliches impfen zum einen überflüssig und zum anderen risikobehaftet ist für die hunde und nur vornehmlich einem dient, nämlich den gefüllten kassen von TÄ und pharmafirmen, was tust du mit einem erkrankten hund? kranke tiere dürfen nämlich nicht geimpft werden. lesen sie die packungsbeilage oder fragen sie ihren arzt oder apotheker....;)

ausnahme ist die tollwutimpfe. durch die tollwutverordnung ergibt sich quasi ein zwang unter gewissen umständen......

ich hatte dei möglichkeit, zuletzt einen vortrag zum thema impfen/impfschutz von prof.dr.ron schultz von der vet.fak. in wiscouncin,USA hören zu können, in dem auch entsprechende studien vorgestellt wurden. etliche impfungen bieten einen ganz wesentlich längeren impfschutz, als man uns hier glauben machen will!! andere impfungen hingegen sind schlicht daneben, wie z.b. zwingerhusten und borrelliose.......

sehr imformative seiten zum thema impfen sind:
www.haustierimpfungen.de
http://www.gesundehunde.com/sites/impfungen.php
http://www.barfers.de/impf/impf1.htm

aufklärungsarbeit zu dem thema leistet die journalistin mo peichl: www.mopeichl.de

FreeSpirit
28.07.2005, 10:53
Hallo Claudia61


Das finde ichjetzt aber wiedersprüchlich - auf der einen Seite sagt man das sich z.b die Spanier einen Dreck um Ihre Tiere kümmern und auf der anderen Seite besteht angeblich ein riesiges Interesse was hier mit den vermittelten Tieren geschieht.

Was denn jetzt kümmern sie sich drumm und gibt es dort genug die die Arbeit der Deutschen übernehmen könnten oder nicht ?

Naja ein Fernsehbericht macht ja noch kein landesweites Interesse - oder ?


Immer wieder die Frage von der "Zwischenzeit" daher versuche ich es nochmal pragmatisch. Überall gibt es Elend und Tiere die ein neues zu Hause benötigen. Also sollte ich mich bei der vermittlung darauf konzentrieren so vielen Tieren wie möglich zu helfen (mit den geringsten Kosten in der Masse gesehen).

Ein Tier das aus dem Ausland vermittelt wird nimmt letztendlich einem Tier in Deutschland die Chance vermittelt zu werden. Das

Märchen es gebe keine kleinen Hunde mehr ist einfach nicht richtig - man muß sich beim suchen innerhalb von Deutschland halt mehr Mühe als früher geben aber wer schon bis aus Spanien Tiere holen würde sollte diesen "Aufwand" doch nicht scheuen.
Außerdem kommen auch reichlich große Hunde aus diesen Ländern.

Jetzt könnte man natürlich sagen das es doch egal ist ob ich nun dem Deutschen oder dem Spanischen Hund helfe. Das ist im Prinzip auch richtig - allerdings sind die Kosten zur Vermittlung des Spanischen Hundes beträchtlich höher als die anfallenden Ausgaben bei dem Deutschen (Transport,Bürokratie,Gesundheitscheck...).

Wenn ich als Verein meine Aufgabe im Tierschutz sehe sollte ich aber möglichst vielen Tieren helfen - die einfuhr von ausländischen Hunden bindet Mittel die sonst frei wären.

ausländische Tiere teurer als deutsche = weniger Mittel zur Hilfe zu Verfügung = weniger Tieren kann geholfen werden

Schlußfolgerung: Tiere nur aus dem Inland vermitteln und im Ausland den langfristigen Tierschutz betreiben.

Eine traurige Tatsache ist das man niemals allen Tieren helfen kann also muß man seine Recoursen möglichst effizient anwenden (klingt im Tierschutz komisch aber nur so geht es).

Dazu kommen dann noch die gesundheitlichen Aspekte die gegen eine Einfuhr sprechen - aber das habe ich ja schon ausführlich beschrieben.


Gruß



Holger

claudia61
28.07.2005, 11:02
ich schrieb, dass die deutsche orga mit zwei SPANISCHEN PRIVATEN TH's zusammenarbeitet. es gibt durchaus auch spanier, denen tiere nicht egal sind! und wenn ein fernsehteam nach D kommt, um darüber zu berichten, was mit den tieren hier passiert, dann tun die das nicht, weil's keinen interessiert....... :D

claudia61
28.07.2005, 11:05
apropos mittel:

meine persönlichen mittel teile ich auf.
ich versuche im rahmen meiner möglichkeiten eben den TS generell zu unterstützen. soll heissen, ich bedenke sowohl das örtl. TH, deutsche orgas, spanische und neuerdings auch eine rumänische: www.brunopet.de
ich sammele sach/futterspenden und spende auch schonmal geld......

Lore_1940
28.07.2005, 11:13
Hallo,

Bis ein Impfstoff bzw. eine erfolgreiche Behandlung der Krankheit möglich ist wird zum schutze ein generelles Importverbot über LM erkrankte Hunde ausgesprochen.

und damit dürfen alle LM-Hunde in irgendwelchen Tierheimen in Spanien etc. unter fürchterlichen Zuständen qualvoll sterben. Bei uns wird ihnen wenigstens Liebe, Achtung und eine ärztliche Versorgung (wenn auch nicht Heilung) gegeben, glücklich die Wenigen die das erleben können und nicht von solchen "Gesetzen" daran gehindert werden.

Lore

claudia61
28.07.2005, 11:18
Bis ein Impfstoff bzw. eine erfolgreiche Behandlung der Krankheit möglich ist wird zum schutze ein generelles Importverbot über LM erkrankte Hunde ausgesprochen.
.................................................. ..................................................
was defakto quasi einem generellen importverbot gleichkäme.........

FreeSpirit
28.07.2005, 11:29
Wenn es in den ausländischen Tierheimen so miserabel zu geht muß man auch hier an den Zuständen etwas ändern - das wegbringen einiger weniger ändert doch garnichts ! So wird auch in 20 Jahren noch gequält . Zudem passiert es auch bei uns das die Tierheime voll sind und keine weiteren Tiere mehr aufgenommen werden können - in diesem moment sorgt man hier für ähnliche qualen und mißstände da mittel fehlen bzw. Tiere zurückgewiesen werden müssen.

Das Fernsehteam bedient also nur eine minderheit - hätte mich auch gewundert wenn es da sooo viel interesse gibt und trotzdem noch katastrophale Zustände herrschen.Sonst bräucht eman ja garkeine Leute die sich im Ausland einbringen.

Wenn man privat nach Spanien oder hier spendet finde ich das natürlich supi (gebraucht wird das Geld ja überall) aber nochmal:

Es geht um die arbeitsweise von Vereinen und Organisationen und nicht um einzelne private Personen die Ihren Hund aus dem Ausland haben und dafür kritisiert werden sollen.

So lange die Einfuhr ein Risiko für unsere Tiere darstellt muß man den Import kranker unterbinden - ja so ist es gemeint.

Alles andere ist doch völlig unlogisch, wenn ich Tieren helfe um andere wiederum zu gefährden oder gar zu schädigen. Das wäre ein komischer Tierschutz .

FreeSpirit
28.07.2005, 11:45
Mal ein Beispiel das nochmal zeigen soll das man nicht jedem helfen kann und seine Recourssen möglichst wirksam nutzen muß.

Nehmen wir an es kommt zu einem Unfall z.b kracht die Decke eines Kaufhauses ein. Es gibt eine gewaltige Anzahl an Verletzten und die ersten Rettungsmittel treffen ein.

Bei so einem Massenanfall kann man unmöglich jedem helfen denn dafür fehlt es an Einsatzkräften (Recoursen).

Erstmal wird natürlich zwischen leicht und Schwerverletzten getrennt - eine Verletzung die nicht akut Lebensbedrohlich ist sondern ohne Gefahr auf verschlechterung etwas warten kann wird erst sekundär versorgt.

Bei den schwer und schwerstverletzten kommt es aber zu einem anderen Ablauf.

Der leitende Notarzt muß entscheiden welche Personen vorrangig behandelt werden, dabei werden nicht die am schwerstverletzten bevorzugt sondern diejenigen die über die größte Überlebenschance verfügen. Das ist eine harte Entscheidung aber in diesem Fall bleibt einem nichts anderes übrig als die Recoursen möglichst effizient zu verteilen.

Diese Vorgehensweise bei Großschadensereignissen ist heutzutage ein Standart. Es gibt leider Situationen in denen man nicht nur nach dem Einzelschicksal gehen kann (wie bedauerlich das ist) sondern eine logische Entscheidung treffen muß. Man kann nunmal nicht allen helfen wie schwierig diese Erkentnis auch ist.

Wenn solche Entscheidungen sogar bei Menschenleben getroffen werden - da man erkannt hat das ein Geschehen aufgrund seiner Größe nicht komplett beherrschbar ist - dann sollte sich diese Logik doch auch in den Tierschutz mit übernehmen lassen.
Ein Verein mit seinen hochgesteckten Zielen muß auch "global" denken und handeln.

So effizient wie möglich helfen !

FreeSpirit
28.07.2005, 12:14
Danke für die Links - ich kenne die Problematik und die Diskussionen (gibt es ja gute Info´s + Links im internen Forum ) ich tippe ja nicht nur auf den Tasten herum sondern wusel auch mal still durchs Forum :D Allerdings schweifst Du damit etwas vom Thema ab - so zerreden wir es noch .

Impfpflicht bedeutet Tollwutimpfung - habe nirgends behauptet das es da auch andere vorgeschriebene Impfungen gibt. Das hat auch nicht mit der Sache zu tun.

was tust du mit einem erkrankten hund? kranke tiere dürfen nämlich nicht geimpft werden. lesen sie die packungsbeilage oder fragen sie ihren arzt oder apotheker

Wo steht denn bitte das erkrankte Hunde kein Scalibor Halsband tragen dürfen ? Das wäre mir völlig neu - habe ich das im Forum überlesen ? Um nichts anderes ging es in meinen Vorschlägen das Thema "Impfen wir zuviel" hat mit der Diskussion garnichts zu tun. Wer einen LM erkrankten Hund (oder eine andere Übertragbare Krankheit) besitzt, hat die absolute Pflicht andere vor einer möglichen Infektion zu schützen. Verantwortung gegenüber dem nächsten sollte eigentlich selbstverständlich sein.

Lore_1940
28.07.2005, 14:09
Hallo,

Alles andere ist doch völlig unlogisch, wenn ich Tieren helfe um andere wiederum zu gefährden oder gar zu schädigen. Das wäre ein komischer Tierschutz .

ich sehe keine Gefährdung der anderen Tiere, nur weil ich einen kranken Hund nehme, schon gar keine Schädigung. Was ich sehe ist, dass man scheinbar einen Unterschied macht zwischen einem Hund aus Spanien etc. und einem Hund aus Deutschland bzw. aus Österreich. Ich dachte immer, alle Kreaturen wären gleich viel wert?

Lore

lucky_Nicole
28.07.2005, 16:30
Original geschrieben von FreeSpirit

Impfpflicht bedeutet Tollwutimpfung

nö.....Tollwutimpfung ist auch nicht Pflicht.

;)

lg
Nicole

Christiane
28.07.2005, 17:50
Ihr Lieben,

Ihr könnt Euch hier totdiskutieren, aber diese Fragen werden wir hier nicht lösen können.

Hier kamen gute Vorschläge von einigen Seiten, und an jeder Seite sind schon Leute dran, die sie (freiwillig!) umsetzen und andere (es werden immer zu wenige sein), die das in irgendeiner Form (freiwillig) unterstützen.

Ich bin auch gegen das unqualifizerte Massen-Importieren ungetesteter Hunde, die dann noch unwissenden neuen Besitzern aufs Auge gedrückt werden. Punkt.

Ansonsten: ob sich jemand hier im Tierschutz engagiert, oder in Spanien / Portugal oder sonstwo, ob sich jemand hier im Tierheim seinen neuen Hund holt oder aus dem Süden oder vom Züchter oder aus Amerika ... das kann man niemand vorschreiben.

Und wenn jemand meint, er könne seiner leishmaniose-kranken Urlaubsliebe hier Heim und Behandlung und richtige Pflege bieten, dann kann man ihm das nicht verbieten.

Wichtig ist die Aufklärung, denn mit einem Hund mit einer hier noch nicht heimischen Krankheit übernimmt man Verantwortung.
Nicht nur für das eigene Tier, sondern auch dafür, dass man den hiesigen Überträgern (Zecken, Mücken usw.) keine Chance gibt, die Krankheit weiterzuverbreiten.

Ein Scalibor Halsband oder sonstiger Schutz sowie die Behandlung der jeweiligen Krankheiten sollte schon selbst auferlegte Pflicht sein.

Wir wollen über Parasitus Ex helfen, dass weniger kranke Tiere unwissentlich ins Ausland gebracht werden.

Deshalb bieten wir jetzt für bestimmte Länder Untersuchungsprofile an, die von Parasitus Ex bezuschusst werden, wenn sie noch vom Heimatland aus gemacht werden, also VOR dem Export, oder wenn der Hund sowieso vor Ort bleiben soll, zuverlässige Tests dort aber fehlen oder zu teuer sind.

Werde gleich noch unter "Gesundheit" dazu ein Thema eröffnen.

FreeSpirit
28.07.2005, 21:10
Hallo Christiane !

Eigentlich hast Du ja alles völlig auf den Punkt gebracht - wobei ich auch nicht die Erwartung habe/hatte hier jemanden umzustimmen. Aber ich finde es wichtig das man auch mal die Standpunkte der "anderen" Seite hört und obwohl dieser Thread mit viel Wirbel begann ist es möglich die verschiedenen Ansichten auszutauschen - finde ich prima !

Wie sagten hier schon mehrere "es ist nicht alles schwarz oder weiß" und ich denke irgendwo zwischen unseren verschiedenen Positionen liegt der richtige Weg.


Die Idee der bezuschussung klingt ja wirklich klasse - damit bietet man den Orga´s eine helfende Hand die sie auf dem richtigen Weg begleitet. :clap:



liebe Grüße




Holger

Vallhund
28.07.2005, 22:01
Original geschrieben von Fiby
viele tierärzte dort drüben haben dreck am stecken weil sie gegen bezahlung das falsche untersuchungsergebnis hin schreiben-wenn überhaupt eine untersuchung statt gefunden hat.ein stempel oder ein placket ist schnell aufgeklebt.



Hallo Andrea

Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread gelesen, denn diese Deine Aussage hat mich gestört.
Es gibt sicher immer schwarze Schafe bei den Tierärzten. Die gibt es auch in D. Ich kenne natürlich nicht alle TÄ's in Portugal, aber die meisten würden sich hüten, ein falsches Ergebnis anzugeben, weil es ihnen dann an den Kragen gehen kann. Auch hier werden die Gesetze besser und manchmal sogar angewandt.

Als ich Buffy für die Reise nach D vorbereitete, habe ich die behandelnde TÄ gebeten, ihr die TW Impfung (Portugal ist TW frei) nicht zu geben und nur den Kleber in den Heimtierpass zu kleben (Buffy hat schwere Allergien). Sie sagte, dass käme auf keinen Fall in Frage. Und das bei einer TÄ, die ich absolut nicht als impfwütig bezeichnen kann.

Die Hunde, die ich aus "meinem" TH nach D vermittle, sind alle auf LM, Ehrlichiose, etc getestet. Bei LM werden sie sofort eingeschläfert, auch deshalb, weil sie ein Risikofaktor für die anderen TH-Hunde sind.

Ich denke nicht, dass man alle über einen Kamm scheren kann.

Ich weiss nicht genau, was für Hunde in den deutschen TH's sitzen, aber wenn ich die Beiträge in den verschiedenen Foren so lese, sind es meist Hunde mit Verhaltensproblemen, an denen gearbeitet werden muss. Dazu ist nicht jeder bereit.

Ich frage mich, ob Du ein geliebtes Tier durch eine sogenannte Mittelmeerkrankheit verloren hast und deshalb so, wie soll ich sagen "verbittert"? klingst?

Vallhund
28.07.2005, 22:22
Original geschrieben von FreeSpirit
[B]

NIEMALS LEID MITEINANDER VERGLEICHEN

Da stimme ich mit Dir überein

3) "Die Tiere haben es in Deutschen Tierheimen besser"
Erstmal kann ich nicht bestätigen das jede Katze hier eine Fußbodenheizung geboten bekommt zudem möchte ich aber auch bezweifeln das dies unbedingt nötig ist. Zudem sollte man bei so einem Argument berücksichtigen das in z.b Spanien ein wärmeres Klima herrscht.

Das schon. Aber je nachdem, wo du in Spanien oder Portugal bist, hast du im Winter auch so um die null Grad und das bei 70% - 90% Luftfeuchtigkeit und Gebäuden ohne Isolierung.

6) Hilfe vor Ort ist für mich die einzige langfristige erfolgversprechende Lösung. Seriöse Vereine führen Massenkastrationen durch um eine unkontrollierte Vermehrung einzudämmen. Projekte mit Schulen können mühsam daran arbeiten bei der nächsten Generation einen besseren Umgang mit den Tieren zu lehren.Auch unter der Bevölkerung gibt es Tierliebe Menschen diese muß man mobilisieren bzw.als Pflegestellen nutzen. Sicherlich gibt es kein Patentrezept und Wundermittel aber nur durch solche Arbeiten kann man vielen Tieren langfristig helfen. Wer sich auf solche Art im Ausland engagiert verdient große Anerkennung !

Leider ist bei solchen Projekten vor Ort oft die Politik mit im Spiel, die das Thema dazu benutzt, sich zu profilieren. Ich weiss, wovon ich rede. In "meinem" TH ist ein Typ Direktor, der Angst vor Hunden hat. Ein weiterer bezieht ein Gehalt von 1500 Euro, königlich für Portugal, und der Mensch ist niemals da. Den interessieren die Tiere einfach nicht.

- Schutzgebühren über 250 Euro halte ich ebenfalls für unseriös denn Ziel des Tierschutzes sollte ja die erfolgreiche Vermittlung sein. Natürlich muß ein Verein auch irgendwo kostendeckend arbeiten damit er handlungsfähig bleibt aber das Wohl eines Tieres sollte nicht hinter den finanziellen Interessen stehen.

Würden wir in Portugal Schutzgebühren verlangen, würde nie ein Hund adoptiert.

- nochmal zur Gesundheit, wer einen Hund ohne ausreichende Test´s vermittelt handelt ebenfalls verantwortungslos und unseriös. Also kein pseudo sicherer schnelltest sondern ausschließlich zuverlässige und aussagekäftige Testreihen.

Auch da bin ich mit Dir einer Meinung

/B]

anne und anhang
31.07.2005, 23:36
Hi,

ich glaube die Diskussion geht vielleicht etwas am Thema vorbei. Eigentlich geht es doch im Schwerpunkt nicht darum dass Hunde importiert werden, sondern ich persönlich störe mich vielmehr an der Art und Weise wie dies geschieht. Jeder der Hunde mag, wäre vor Ort sicherlich früher oder später weichgekocht und würde den ein oder anderen Vierbeiner mitnehmen. Bei mir wäre es garantiert so, obwohl ich absolut nichts von der Masseneinfuhr ausländischer Hunde halte.

Aber dieser verblendete oder nennen wir es blauäugige Tierschutz irgendwelcher Ex-Urlauber, die bei einer Inselrundreise zufällig an so einer Art "Tierheim" vorbei gestolpert sind und plötzlich meinen sie müssen alles Hundeelend in ganz Spanien oder Griechenland bekämpfen, ganz gleich zu welchem Preis und mit welchen Konsequenzen..... da kommt mir die Galle hoch. Da werden Hunde wie im Katalog bestellt und dann am Flughafen irgendwelchen wildfremden Menschen in die Hände gedrückt und wenn man dann nach einigen Tagen oder Wochen feststellt, dass man nicht zu einander passt, dann nimmt der verantwortliche Tierschutzverein die Hunde nicht einmal zurück !!!! Keiner klärt die Leute vorher über die Gesundheitsrisiken eines solchen Hundes auf, darüber das ihr Leishmaniosetest ein Witz ist, über einen Mittelmeercheck oder darüber das man im spanischen Tierheim seit Jahren ein Giardienproblem hat.

Denn eigentlich geht es doch nur ums Geld. Ein Tierschutzverein unserer Region verlangt für diese Hunde im Durchschnitt 450,00 Euro !!!! Wer würde denn da noch einen Hund nehmen, wenn man den Interessenten nun auch noch auf die Nase binden würde welche Folgekosten mit Kotprobe, Mittelmeercheck und dann der eventuell folgenden Behandlung da schon auf ihn lauern ? Auf deutsch: Keine Sau würde denen noch einen Hund abnehmen !

Und allein darum geht es. Die meisten Tierschützer in Sachen Ausland, die ich kennen gelernt habe, machen lieber ganz schnell die Augen und Ohren fest zu. Die sitzen nicht bei irgendwelchen "Nauke-Vorträgen" und wenn man nur den Hauch von Kritik äußert, dann bekommt man Bilder von halbverhungerten Hunden (im Leishmanioseendstadium) unter die Nase gehalten, wie man denn so herzlos sein kann und solche armen Kreaturen in den Tötungsstationen verrecken lassen kann. Nein, das rechtfertigt es, für manchen Hund lebensnotwendige Informationen zu verschweigen, Impfpässe vor zu datieren, ungeimpfte Hunde mit falschen Pässen reinzuschmuggeln, 60 bis 100 von ihnen tagelang in einen LKW zu pferchen und was weiß ich was da noch getrieben wird.

Wir betreuen im Durchschnitt 25 Hunde. Mittlerweile sind dauerhaft 1/3 davon Hunde aus dem Ausland. Nicht weil sie für unseren Verein importiert werden, sondern weil sie sich bereits in Deutschland befinden und ganz regulär im Tierheim abgegeben werden. Wir bekommen sie von unseren Tierärzten, wo die Leute sie zurück lassen oder einschläfern möchten wenn sie krank sind. Und wir bekommen sie übers Vet-Amt bzw. Ordnungsamt, weil die Hunde so toll vermittelt wurden, an Sozielhilfeempfänger - in Wohnungen wo gar keine Tierhaltung erlaubt ist, an ehemals Arbeitslose - die plötzlich wieder 10 Stunden täglich arbeiten gehen, an irgendwelche Vollidioten - die den "blöden unerzogenen Köter" dann draußen an die Kette hängen, statt sich eine Hundeschule zu suchen....

...und wir bekommen sie von anderen Tierschutzvereinen, weil die Tiere zurück kommen und sich der ehemals so begeisterte neue Halter (denn alle sagen ja diese Hunde sind soooo sozial)plötzlich völlig überfordert fühlt - mit dem Jagdtrieb und der Unsauberkeit und dass der Hund dauernd auf dem Tisch liegt oder nach 2 Wochen immer noch sooooo viel Angst hat.

Denn sind wir doch mal ehrlich, die hier in diesem Forum herumstöbern, weil sie größtenteils sicherlich selbst einen betroffen (also erkrankten) Hund haben, und sich den Popo aufreissen um ihrem Vierbeiner die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen, die sind doch die Ausnahme !!!!!

Bei mir verursacht so ein Wanderpokal viel mehr Mitgefühl für diese armen Hunde, als wenn sie (vielleicht auch nur ein kurzes Leben lang) herrenlos auf den Campingplätzen betteln.

liebe Grüße,
Anne

Ingrid
31.07.2005, 23:56
Hallo Anne,

ich denke daß Christiane schon geschrieben hat, daß diese
Diskussion uns hier nicht weiterbringt.

sicherlich gibt es auch die von Dir beschriebenen Fälle.

Ich habe es hier in Deutschland auch schon so erlebt, daß
wie Du schreibst " Idioten" einen Hund vom einem Züchter
bestellen und dann Probleme haben und das Tier zu einem
Wanderpokal wird.

Als Beispiel hatte ich mal von einem Fall gehört , da wurde
ein Hund zurück gegeben von einem Ehepaar .
Der Mann kam zum Züchter mit dem Hund um ihn zurückzugeben
weil der Hund Durchfall hatte.
Er könne seiner Frau nicht zumuten , dem Hund den A.........
abzuwaschen , sie sei ja keine ausgebildete Krankenschwester.

Ich möchte damit nur sagen, daß wir immer auf Menschen stossen, sei es Vermittler die was verschweigen wollen
oder sind es angehende Hundebesitzer die nicht in der Lage
sind mit den Problemen fertig zu werden und es gibt Probleme
für manche Leute auf die ein " normaler" Mensch nicht kommt.

Ich habe schon Leute erlebt die nur Trockenfutter füttern
wollten mit dem Argument , dann müssen sie die Fress-
Schüssel nicht auswaschen, weil das zuviel Arbeit ist.

Ich bin auch der Meinung, daß es für manche Leute besser
wäre sich einen Plüschhund im Spielzeugladen zu kaufen
und ich rechne auch damit daß es Tierschutzorganisationen
gibt , die nur auf Mitleid und Kohle machen.

leider ist das Leben so.

Aber ich möchte betonen ,daß nicht alle so sind und es leider
so ist daß seriöse Tierschutzleute und auch angehende
Hundebesitzer darunter zu leiden haben.

Schwarze Schafe wird es immer geben !!!!!!!1

Ich orientiere mich an Menschen die das nicht tun , deshalb
sind für mich Berichte von Schwarzen Schafen kein Vorbild.

Viele Grüße
Ingrid,Artus,Willyund Mona

FreeSpirit
01.08.2005, 00:11
Hallo Ingrid !


Das Problem ist aber doch das es im Bereich "auslands-hunde" eine gigantisch große Zahl an schwarzen Schaafen zu geben scheint. Die seriösen bilden leider nur die Randgruppe !

Die Berichte von schwarzen Schaafen müssen daher sehr ernst genommen werden denn noch ist es reine Glücksache an die guten seriösen zu gelangen. Klar wer sich vorher informiert wird den richtigen finden aber das macht ja nur eine Minderheit - der Rest ist gutgläubig. Hier muß also die Information und warnung vor den schlechten Orga´s im vordergrund stehen was allerdings im allgemeinen nicht passiert.

Ich verstehe zwar wie Du das Beispiel Züchter meinst, trotzdem hinkt der Vergleich denn ein Züchter hat "Geld verdienen " auf der Stirn stehen wohingegen man von einer Tierschutzorga ganz anderes erwartet. Natürlich gibt es auch zweifelhafte Orga´s bei uns aber hier sind sie Gottseidank in der minderheit und auch diese sollten ordentlich auf die Finger geklopft bekommen das steht außer Frage !



liebe Grüße



Holger

Ingrid
01.08.2005, 00:32
Hallo Holger

Die seriösen bilden leider nur die Randgruppe !

da gebe ich Dir Recht, aber ist das nicht so , daß das
auf viele Bereiche in unserer Gesellschaft zutrifft.

Wir alle müssen unser Lehrgeld bezahlen, ich habe das
auch getan ( aber nicht im Bereich Hundevermittlung).

Ich bin der Meinung : Positiv denken kann uns nur weiterbringen,
wo kommen wir denn hin , wenn wir uns immer nur das
Negative vor Augen halten ( was es ja zur Genüge gibt).
Frust , Frust und nochmal Frust.
Mit gutem Beispiel voran gehen finde ichviel besser !

Das Problem ist aber doch das es im Bereich "auslands-hunde" eine gigantisch große Zahl an schwarzen Schaafen zu geben scheint.


Wie Du schon schreibst " zu geben scheint" das heißt für
mich Du bist Dir nicht sicher, nimmst das vielleicht an oder
hast Angst daß es so ist.

Ich habe den Eindruck daß wir hier in Deutschland den
Wunsch haben , daß alles geregelt sein soll.
Eigeninitiative was auch bedeutet sich zu informieren
ist nicht sehr gefragt und wird erwartet , daß andere das
für uns tun.
Es ist entweder was erlaubt oder verboten.

Es ist niemals möglich alles zu regeln und alles Unseriöse
auszuschalten.
Solange es Menschen gibt , wird es auch " Schwarze Schafe "
geben.

Viele Grüße
Ingrid, Artus, Willy und Mona

FreeSpirit
01.08.2005, 01:15
Hallo Ingrid !

da gebe ich Dir Recht, aber ist das nicht so , daß das
auf viele Bereiche in unserer Gesellschaft zutrifft.

Wir alle müssen unser Lehrgeld bezahlen, ich habe das
auch getan ( aber nicht im Bereich Hundevermittlung).


Also ich denke schon das in unserer Gesellschaft die seriösen dominieren ( ha - diemal bin ich aber der positiv denkende :D ).

Das Lehrgeld zahlen aber leider nicht nur wir sondern auch die Tiere die ggf. darunter leiden - siehe Anne´s Posting "Wanderpokal"

Ich bin der Meinung : Positiv denken kann uns nur weiterbringen,
wo kommen wir denn hin , wenn wir uns immer nur das
Negative vor Augen halten ( was es ja zur Genüge gibt).
Frust , Frust und nochmal Frust.
Mit gutem Beispiel voran gehen finde ich viel besser !


Ich denke auch lieber positiv allerdings sehe ich die wichtige Aufgabe der Aufklärung (wie sie Parasitus.Ex betreibt )und der Warnung vor unseriösen Vereinen im Vordergrund. Wenn Tiere unter heuchlerischen Tierschutzaspekten an uninformierte Menschen vermittelt werden und das dann auch noch in hoher Zahl sollte man nicht verharmlosen ("da gibt es einzelne böse") sondern die derzeitige Lage klar benennen.

Wie Du schon schreibst " zu geben scheint" das heißt für
mich Du bist Dir nicht sicher, nimmst das vielleicht an oder
hast Angst daß es so ist.


Ha - hatte ich doch schon geahnt das das so ausgelegt wird :)

Ich schreibe "zu geben scheint" da ich natürlich nicht jeden Vereine und jedes aus dem Ausland vermittelte Tier kenne um eine Gesamtlage mit apostolischer Sicherheit verkünden zu können.

Das kann die Gegenseite aber genauso wenig !

Fakt ist wiederum das die Anzahl der negativen Auswirkungen immer weiter zu nimmt und wenn man sich mal informiert nur die wenigsten Vereine verantwortungsvoll agieren.

Google doch mal nach Tierschutzvereinen die Südländer vermitteln und gehe den einzelnen Orga´s genau auf den Grund. Ich versichere Dir das eine tadellose Vermitlung mit richtigen Test´s und Aufklärung eine Minderheit darstellt. Frag mal in Vereinen nach die keine Auslandstiere importieren wieviele "Wanderpokale" bei Ihnen landen - Anne hat diese traurigen Fakten ja schon beschrieben.

Leider ist es doch so das negative Töne oftmals plattgebügelt werden um die "weiße Weste" des Auslands-Tierschutz nicht zu gefährden. Auf Kosten der Information werden die vielen negativen Beispiele plattgebügelt - da wird man als Herzlos oder gar Rassist angegriffen (hach wie herrlich platt manch ein Mensch denkt ) aber blóß nicht warheitsgemäß über die Problematik informieren. Ja auch hier gibt es natürlich die guten aber sie kämpfen leider ("noch" ?) auf einsamem posten.

Wer sich hier im Forum und dem Verein einbringt denkt da natürlich anders und geht mit gutem Beispiel voran - das läßt für die Zukunft hoffen (schau schon wieder positiv <<zwinker) Gewarnt wird aber leider viel zu wenig.

Deine Aussage zur Eigeninitiative kann ich nur bestätigen - wer informiert sich schon richtig über ein Tier BEVOR er es sich anschafft ?

Wiederum eine Minderheit, was aber nicht rechtfertigt das ein Tier darunter leiden muß.

Wenn man aufgrund mangelnder selbstinitiative und Desinteresses Gefahr läuft einen Schaden zu verursachen ist aber im zweifelsfall der Staat gefragt um dieses gefährdende fehlverhalten zu unterbinden !

Dieser Schutz ist eine der grundlegensten staatlichen Aufgaben um eine friedliche und gesunde Gesellschaft zu erhalten.
In vielen Bereichen wird sicherlich zuviel Reguliert aber gerade beim Tierschutz klafft dort oftmals eine fatale Lücke.




liebe Grüße



Holger

claudia61
01.08.2005, 07:53
Ich habe den Eindruck daß wir hier in Deutschland den
Wunsch haben , daß alles geregelt sein soll.
Eigeninitiative was auch bedeutet sich zu informieren
ist nicht sehr gefragt und wird erwartet , daß andere das
für uns tun.
.................................................. .................................................
hallo ingrid,

was du da geschrieben hast, ist ein wichtiger punkt, meine ich. es gibt eben nicht nur " bringschulden"!
sicherlich muss aufgeklärt werden von den orgas und die vermittlungen sollten seriös laufen, aber ich denke, da es eine menge quellen gibt, wo man sich informieren kann, dass man von interessenten auch erwarten dürfte, dass sie sich selber zumindest grob vorinformieren!

Melanie
01.08.2005, 12:51
Hi zusammen,

nachdem ich mich selber ein paar Tage ausgeknocked hatte, habe ich nun hier weiter gelesen und muß wirklich mal allen Diskussionsteilnehmern ein FETTES LOB rumschicken ;)

Es ist wirklich das erste mal, dass ich bei diesem Diskussionsthema so viele diskutierende Leute erlebt habe, die sich nicht gegenseitig an die Wand stellen und mit standrechtlicher Erschießung drohen :D

Ich denke aus dem Geschriebenen kann sich jeder etwas mitnehmen, der hier liest!

Was sicher richtig ist und von Holger auch schon mehrmals angesprochen wurde ist, dass es viel zu viele Vereine/Orgas/Intiativen etc. gibt, die zu wenig aufklären - aber warum dem so ist, wird auch ganz schnell klar, wenn man sich mal die Mühe macht mit den entsprechenden Leuten zu reden: SIE WISSEN ES EINFACH NICHT BESSER!
Das sollte natürlich keine Rechtfertigung für die entsprechenden Vereinigungen sein, es kann auch nicht angehen sich andauernd nach unten zu orientieren!

Was mir mächtig auf den Zeiger geht, ist dass man mit vielen Tierschützern nicht diskutieren kann, denn wenn man solche "Versäumnisse" anspricht, dann hat man schnell den Stempel des Nestbeschmutzers auf der Stirn, es wird dann nur noch aufgerechnet wer der "bessere Gute" ist und jeder macht seinen Stiefel weiter so (selbst vor kurzem in einem "Tierschutzforum" erlebt, indem ich wagte mich nicht auf die Mehrheitsseite zu schlagen und es ablehnte mich vor Tierschützer zu stellen, die Einfuhrgesetze ganz bewußt umgehen und die die Schuld an ihrem "Elend" dann den Amtsvet, der EU und allen anderen nur nicht selbst aufzudrücken versuchen). Ich finde es sehr schade, dass man nicht nur gegen das Tierelend im allgemeinen kämpfen muß, sondern auch noch gegen seine Tierschutz"kollegen"...

Ein Anfang wäre schonmal, wenn alle Vereine, die Tierschutz im Ausland betreiben, eine Mitgliedschaft bei Parasitus beantragen würden und dadurch ein ideelles Zeichen setzen. Noch schöner wäre es dann, wenn sie sich eingehender mit den Mittelmeererkrankungen auseinandersetzen würden und die Verantwortung die sie mit dem Import eines Hundes übernommen haben, nicht auf die zukünftigen Halter abwälzen würden und ihren Beratungsauftrag ernst nehmen würden.

@Claudia: Du hast sicher recht: Auch die Interessenten MÜSSEN sich informieren - aber um dies zu können, müssen sie erst einmal von der Existenz diverser Krankheiten wissen und ich denke auch, es ist meine Pflicht die Menschen soweit an der Hand zu nehmen, dass ich sie mit Erstinfos versorge und sie dann zu weiterführenden Inet-Seiten schleuse, wo sie sich noch eingehender mit der Problematik befassen können - und da nutze ich sehr gerne auch Torstens kritische Betrachtungen oder auch die Erfahrungsberichte von Parasitus (denn nicht immer geht alles gut) und zusätzlich weitere Seiten, die nicht unser Vereinslogo tragen - das wäre mir wiederum zu einfach... Usus ist mittlerweilen ja dieser sehr verniedlichende Beitrag der vor einigen Jahren im WDR zu sehen war oder auch der sehr positive Beitrag von Prof. Pfister von der VetMedUni München... macht natürlich mehr Freude, als zu lesen, dass es durchaus ins Auge gehen kann...

LG,
Mel

anne und anhang
02.08.2005, 00:34
Hi,

Mel - da hast Du absolut Recht. Viele wissen es wirklich nicht besser und wollen es auch nicht hören.

Wir sind hier "quasi umzingelt" von vier Vereinen, die fast ausschließlich in Sachen Südländer arbeiten und drei Tierheimen, die ebenfalls Hunde aus dem Ausland vermitteln.

Zweimal hat T. Nauke nun schon einen Vortrag über Parasitäre Erkrankungen in Europa gehalten. Alle Vereine waren geladen. Ein Verein hat sich herab gelassen den ersten Vortrag zu besuchen und kam (mal wieder) mit einem Stapel Fotos sterbender Hunde und in offensichtlicher Kampfesstimmung zum Vortrag gerauscht. Selbst noch nach dem Vortrag, der doch wirklich schlüssig und leicht verständlich ist, kam keinerlei Einsicht und an den Vermittlungsgepflogenheiten hat sich nichts verändert. Noch nicht einmal der Hauch von Interesse sicherere LM Tests über Parasitus Ex durchführen zu lassen, obwohl sogar Leute im Publikum saßen, die einen positiven (obwohl doch angeblich getesteten) Hund, dieses Vereins haben.

Ich muss auch gestehen, dass wir auch schon richtig auf die Nase gefallen sind und 1998 Hunde aus einem Tierheim auf Mallorca, über eine Vermittlerin aus Neuwied, aufgenommen haben. Ich habe nämlich tatsächlich auch ein Herz ! Die eingenommen Schutzgebühren haben wir nach Spanien überwiesen um die Lebensbedingungen der Hunde dort zu verbessern. Um ehrlich zu sein - wir hatten keine Ahnung von der Existenz irgendwelcher Krankheiten und die Pseudotierschützer die JEDES Wochenende nach Mallorca getobt sind, um weitere Hunde nach Deutschland zu schleppen, hatten noch viel weniger Ahnung. Habe ich gemeldet, ich hätte in meiner Isolierstation Platz für drei Hunde, steckten in den Boxen am Flughafen garantiert sechs bis acht zusammengepfercht und stand im Impfpass Rüde und man schaute unter den Hund, dann fehlte garantiert der Zipfelmann. An vernünftige Quarantänemaßnahmen war so nicht zu denken, was bei unserer Gruppenhaltung ein erhebliches Risiko für die anderen Hunde darstellte. Und wir hatten alles. Erst nur Giardien und Kokzidien, dann quietschgelbe völlig abgemagerte Hunde die wir, bereits an Babesiose sterbend und aus allen Löchern blutend, aus der Flugbox gezogen haben und später dann auch Hunde mit Staupe und Parvo. Ich habe zunächst geglaubt das wäre normal und nur ein weiteres Zeichen dafür, wie dringend diese armen Hunde dort unsere Hilfe brauchen. Heute bin ich der felsenfesten Überzeugung, dass der ein oder andere Hund noch leben könnte, wenn man ihm den Stress des Transportes erspart hätte und ihn statt dessen vor Ort erst einmal gesund gepflegt hätte.

Dann trat einer der ersten vermittelten Hunde, ein wunderschöner, optisch kerngesunder Dogo Mix, beim Gassi in eine Scherbe. Eigentlich ja kein Drama, aber irgendwie kollabierte sein komplettes Immunsystem und er landete in der Klinik. Vier Wochen und 3400,- DM später musste er eingeschläfert werden, weil Babesiose, Erlichien, Filarien und LM. Die Leber war bereits im Eimer und was weiß ich welche Organe sonst noch. In der letzten Woche hatte er nur noch Krampfanfälle und es war furchtbar mitanzusehen, wie sehr seine neuen Besitzer darunter litten. Also haben wir angefangen uns schlau zu machen und versucht in Richtung Mallorca Verbesserungsvorschläge zu schicken und darauf gedrängt Aufklärungsarbeit zu leisten, bzw. die Hunde auf Mallorca bereits gründlicher untersuchen zu lassen. Sinnlos. Bei LM schmeißt man einfach einmal am Tag eine Pille in den Hund und dann wird der uralt. Ist doch nicht so schlimm. Ein Mittelmeercheck kostete damals 380 DM. Da hätte man ja Geld drauflegen müssen, statt welches zu verdienen.

Insgesamt haben wir in sechs Wochen 30 junge Hunde aufgenommen, davon überlebten den Transport bzw. die erste Woche in deutschen Kliniken 21 und wurden vermittelt und heute Leben noch drei ! Tierarztkosten der ersten 6 Monate inklusive der Nachsorge für bereits vermittelte und dann erkrankte Hunde, über 34.000 DM. Alle anderen waren bereits geraume Zeit erkrankt und die meisten starben in den ersten drei Jahren nach der Einfuhr aufgrund von Folgeschäden. Ich bin an meinem schlechten Gewissen den neuen Haltern gegenüber fast erstickt und immer wenn die Nachricht kam - wieder einer krank - dann habe ich gar nicht gewußt, wie ich mich bei den Leuten noch entschuldigen soll. Für mich hatte das nichts mehr mit Tierschutz zu tun. Für das Geld hätte man ganz Mallorca kastrieren können. Die selben Personen praktizieren das heute noch genauso, wie damals und haben nichts dazugelernt. Über die Führung des dortigen Tierheims will ich hier gar nicht sprechen, da dreht sich einem logisch denkenden Menschen sowieso der Magen um.

Es bedarf der Aufklärungsarbeit anderer, denn nur wenn solche Leute ihre Hunde nicht mehr loswerden und der Rubel nicht mehr rollt, dann kommen auch die ans Denken. Dafür bin ich in diesem Forum angenehm überrascht. Wenn ich mir die Umfrage ansehe, dann scheint auch unter den Tierschützern ein Umdenken stattzufinden ! Das finde ich richtig gut !

So, (peinlich) Roman beendet.....


peace: peace: peace: Anne

Unregistriert
01.05.2008, 21:34
hier wurde anfangs andauernd vom infektionsrisiko gespochen, das von importierten hunde ausgehe, die lm-positiv seien.

leishmaniose ist NICHT von hund zu hund übertragbar, es sei denn (selbst diese fällen sind bis heute nicht nachgewisen), ein gesunder hund käme mit einer riesigen offenen wunde in den kontakt mit dem sekret einem offenen septischen leishmaniose-geschwür. deshalb sollte man kinder von diesen offenen wunden fernhalten und größte hygiene walten lassen. nur in diesem sekret befinden sich leishmanien, die allerdings bei luftkontakt sterben. also kann man sich nicht an heruntergetropftem sekret infizieren.

also ist das risiko einer übertragung auch hier gleich null, denn wer lässt seinen extrem erkrankten hund, der von geschwüren übersäht ist mit anderen hunden spielen (mal abgesehen, das ein hund in diesem krankheitsstadium wahrscheinlich gar nicht spielen möchte.)

weder im speichel, noch im frischen blut eines erkrankten hundes befinden sich leishmanien, selbst wenn die lm ausgebrochen ist.

es ist festzustellen, dass die infektionsgefahr nicht durch den import der hunde, sondern wohl eher durch die allgemeine klimaerwärmung begünstigt wird, denn man hat auch in rheinischen gebieten schon sandmücken eingefangen, die sich dort sehr wohl gefühlt haben.

liebe grüße

http://www.parasitus.com/krankheiten/protozoen/leishmaniose/uebertragung/uebertragung.html

Christiane
02.05.2008, 01:19
Hallo anonymer Schreiber,

also ist das risiko einer übertragung auch hier gleich null, <...>

denn man hat auch in rheinischen gebieten schon sandmücken eingefangen, die sich dort sehr wohl gefühlt haben.


Mal nachgedacht, was Du da geschrieben hast?

Schmusebacke
02.05.2008, 11:25
Ich finde es niedlich, dass ein anonymer Schreiber ausgerechnet meint in diesem Forum auf die Parasitus Web-Seite hinweisen zu müssen :D der wußte wohl nicht, wo er sich befindet :confused:

Doni
06.05.2008, 19:45
Habe diesen Thread nur schnell "überflogen", geht wohl um die Gefahr der Einschleppung von Krankheiten.

Weiß nicht ob es schon erwähnt wurde, aber was ist mit den Touristen, die in der Weltgeschichte umherreisen?

Schleppen diese keine Krankheiten in dieses unsere Land ?

Werden Urlauber am Mittelmeer nicht von Sandmücken gestochen ? Was bringt so mancher Afrikaurlauber mit ?

Wahrscheinlich fliegen genau die Leute, die Angst vor unseren Hunden haben, im Sommer für zwei Wochen in die Türkei.

tinamaru
07.05.2008, 00:54
ich war auch bis vor ca. 2,5 jahren kritisch, was die einführung so vieler süd- und osteuropäer betrifft. dann sah ich im internet meine maru und lernte durch sie, was wirkliches tierleid bedeutet. es ist immer gut, einen hund (katze, meerschwein usw.) aus dem tierheim zu holen, aber in diesen ländern ist es wirklich eine frage von leben oder tod. natürlich muss man aufklärungsarbeit leisten, damit sich an ort und stelle etwas tut, und es wird ja auch. die nächste generation ist vermutlich schon anders drauf... aber bis es wirklich besser wird, muss man einfach leben retten. und glaube mir - es ist keine verschwendete lebenszeit, es ist es wert...wenn du jemals ein tier aus ner tötungsstation im arm hattest, weisst du, dass es richtig ist.
liebe grüsse von einer geretteten:jump:

Nadine_B
14.05.2008, 16:43
Es ist schon der Hammer, was manchmal so "in den Raum" gestellt wird. :rolleyes:

Als wir Sally damals auf der Internetseite des Tierschutzes entdeckten, war sie noch in Griechenland. Sie würde nur nach Deutschland kommen, wenn sie schon eine feste Stelle hier hätte. Ansonsten würde sie wohl bald in die Tötungsstation kommen, weil ein Hund in ihrem Alter eh keine Überlebenschance mehr hätte. Solche Hunde würde keiner mehr wollen, erst recht nicht in Griechenland.

Also entschloss sich meine Schwiegermutter für Sally. Ein paar Wochen später holten wir sie ab. Die war 2 Tage ohne Pause in einer kleinen Box in einem Transporter eingesperrt. Wir fanden ein Häufchen Elend vor.

Zudem brachte ein Blutbild kurz nach der Ankunft die Diagnose: Leishmaniose.

Trotzdem hat keiner von uns es je bereut, diesen Hund aufgenommen zu haben denn Sally gibt so viel wieder... Das kann man dem Hund gar nicht wieder alles gut machen.

Ich unterstütze zudem ein Projekt in Portugal und setze mich dafür ein, dass zumindest die Welpen hier vermittelt werden.

Und ich stehe dazu und mache es gerne!

Vallhund
14.05.2008, 18:14
Ich unterstütze zudem ein Projekt in Portugal und setze mich dafür ein, dass zumindest die Welpen hier vermittelt werden.

Und ich stehe dazu und mache es gerne!

Echt? Welche portugiesische Orga unterstützt Du denn?

Nadine_B
15.05.2008, 08:46
Die S.O.S. Animais sem futuro Associação protectora de animais

Vallhund
15.05.2008, 11:25
Die S.O.S. Animais sem futuro Associação protectora de animais


Hm, sagt mir jetzt nix. Das heisst, es gibt hier soviel SOS Animais. Wo in Portugal sind die denn?

Nadine_B
15.05.2008, 11:27
Mexilhoeira Grande, also "unten". ;)

Vallhund
15.05.2008, 11:29
Mexilhoeira Grande, also "unten". ;)

Aha, danke. Ich bin eher "oben", in Cascais, nähe Lissabon.

Jane H.
15.05.2008, 11:29
Hier ist die HP

S.O.S. Animais sem futuro Associação protectora de animais (http://www.algarve-toptip.de/)

Sehr lesenswert :)

Nadine_B
15.05.2008, 11:40
Genau! Danke. ;) Ich wusste nicht, ob ich den link einfach so hier reinsetzen darf. peace:

Wir wären eigentlich auch im August nach Ponte de Lima in Urlaub gefahren. Aber wir bekommen ja "Nachwuchs" und mussten den Urlaub leider absagen. :cry:

claudia61
15.05.2008, 11:50
sorry......aber @vallhund: geh postfach putzen....huschhusch! :D

Vallhund
15.05.2008, 13:54
Zu Befehl! Schon erledigt ;)