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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : hund aus auffangstation


gästin:-)
22.07.2005, 16:52
hi zusammen
ich möchte zu meinen einen weiteren hund hinzunehmen.er ist in deutschland geboren und aufgewachsen,es sind in der station jedoch immer mal wieder hunde aus dem süden.
nun stellt sich die frage für mich,da er sowieso vor übernahme zuerst mal meinem tierarzt vorgestellt wird:
welche lm-tests sind aussagekräftig?nur titer oder diese rückenmarksgeschichte????kann mit da jemand mit einer definitiven aussage weiterhelfen bitte?
vielen dank im voraus
annette

tizian_2003
22.07.2005, 17:31
Hallo Annette,

wieso willst du den Hund denn auf Leishmaniose testen lassen? Das muss ich einfach mal fragen; doch nicht, weil in dem Tierheim auch mal Tiere aus Mittelmeerländern sind? Diese Krankheit überträgt sich nur über die Sandmücke.

Gibt es irgendwelche Symptome oder einen sonstigen Anlass?

Ein Antikörpertest sagt aus, ob der Hund jemals mit der Krankheit in Kontakt kam, nicht, ob er krank ist. Das Punktieren des Sternums würde ich keinem Hund ohne einen wirklich triftigen Grund zumuten. Und der könnte eigentlich nur darin liegen, bei einer definitven Erkrankung den Erregerstamm anzuzüchten.

Lieben Gruß
Andrea

gästin:-)
22.07.2005, 17:53
wieso willst du den Hund denn auf Leishmaniose testen lassen? Das muss ich einfach mal fragen; doch nicht, weil in dem Tierheim auch mal Tiere aus Mittelmeerländern sind? Diese Krankheit überträgt sich nur über die Sandmücke.


hi andrea
hab ich da dann was falsch verstanden?ich denke,von hund zu hund,mensch zu mensch,hund zu mensch........??

Gibt es irgendwelche Symptome oder einen sonstigen Anlass?

nein.nur,daß sich unter meinen ein autoimmunerkrankter hund befindet und ich mir eben u.a. auch über leishmanien gedanken mache.

Ein Antikörpertest sagt aus, ob der Hund jemals mit der Krankheit in Kontakt kam, nicht, ob er krank ist. Das Punktieren des Sternums würde ich keinem Hund ohne einen wirklich triftigen Grund zumuten. Und der könnte eigentlich nur darin liegen, bei einer definitven Erkrankung den Erregerstamm anzuzüchten.


das ist mir schon klar.also belasse ich es beim a-körpertest.falls der pos wäre,was dann?im hinblick auf die vorh. hunde und insbesondere auf den immunerkrankten?was wäre der nächste schritt?
gruss u danke
annette

tizian_2003
22.07.2005, 19:21
Hallo Annette,

wie ich schon geschrieben habe, braucht die Krankheit einen Vektor, in diesem Fall die Sandmücke. Wenn nun ein Hund sehr schwer an Leishmaniose erkrankt ist und auch Hauterscheinungen in Form von z.B. nässenden Wunden zeigt, so kann es sein, dass sich im Wundsekret auch Leishmanien befinden. In einer sehr krankheitsaktiven Phase auch im Blut. Normalerweise sind die Leishmanien aber außerhalb ihres Wirts nicht lange lebensfähig. Trocknet das Sekret oder Blut auf, ist die Gefahr schon gebannt. Kommt aber Wundsekret bei einem anderen Hund in eine offene Wunde, so wird eine Übertragungsmöglichkeit vermutet, nachgewiesen ist dieser Fall bisher nicht.

Bei Menschen oder Tieren aber mit einem eingeschränkten Immunsystem besteht allerdings eine gewisse Gefahr. Während ein normal gesunder Mitteleuropäer einer solchen Infektion widerstehen kann, wird ein Aidskranker daran (auch noch)erkranken. Das wird bei einem Hund nicht anders sein.

Aus deinem Posting entnehme ich, dass du jetzt schon mehr als zwei Hunde hast :D , richtig? Und ihr werdet sicher beim Spazierengehen auch anderen Hunden mit Kontakt begegnen, oder? Triffst du denn da für deinen autoimmunerkrankten Hund irgendwelche Vorsichtsmaßregeln?

In deinem Fall würde ich mir nun nicht gerade bewusst einen an LM erkrankten Hund ins Haus holen. Infektionskrankheiten gibt es hier auch inzwischen genug, Anaplasmose, Borreliose und Babesiose kann sich ein Hund hier auch einfangen.

Wenn du möchtest, lass den Test bei dem Hund machen. Aber damit hast du (s.o.) eben nicht alles abgedeckt, kann man sowieso gar nicht! Ein neuer Mitbewohner, zumal wenn er aus dem Tierheim kommt, bringt in der Regel immer irgendwelche Keime und Erreger mit, an denen er nicht unbedingt erkrankt, die aber im vorhandenen Bestand manchmal Auswirkungen zeigen. Jedenfalls habe ich das schon einige Male erlebt. Du kennst deinen immunkranken Hund am besten und kannst einschätzen, wie er mit (normalen) Herausforderungen gesundheitlicher Art fertig wird.

Sollte da jetzt ein positives Ergebnis herauskommen, dann meldest du dich damit noch mal - und natürlich auch gerne sonst bei weiteren Fragen!

Lieben Gruß
Andrea