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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund aus Spanien - ein Sorgenkind


Unregistriert
22.09.2009, 06:47
Hallo zusammen,
wir haben vor einem Jahr einen Hund aus Spanien adoptiert, mit dem wir absolut glücklich sind. Er ist ein wahres Energiebündel und abgesehen davon, wenn er mal schläft, immer fidel und unternehmungslustig.

Was uns Sorgen macht ist, dass der Hund mit ziemlicher Regelmäßigkeit alle zwei Monate krank ist. Wie aus dem Nichts ist er dann völlig platt. Nachdem er gleich zu Anfang hohes Fieber mit 40°C hatte, wurde auch ein kleines Reiseprofil oder so ähnlich auf MMK gemacht, welches negativ war.

Dann wurde er in Abständen zweimal auf Giardien behandelt. Dann gab´s zwischendurch Probleme mit dem Rücken, Augenentzündung - wir sind also regelmäßig beim Tierarzt.

Am Wochenende sah der Kot wieder so komisch aus, als wäre irgendwie eine Haut oder Gummi drum, da dachte ich schon, oh je, nicht schon wieder. Dann hat er am Abend noch zweimal gekotzt. Am Montag sah ich schon, dass es dem Hund nicht gut geht. Wieder zum Tierarzt, Fieber gemessen, 40.8°C!
Der Tierarzt hat ihm eine Spritze gegeben gegen das Fieber und Blut abgenommen, um es auf Ehrlichiose und Borreliose zu testen. Sonst ging es dem Hund spätestens zwei Stunden nach den Spritzen wieder recht gut. Allerdings gestern konnte ich keinerlei Besserung seines Zustandes sehen.

Ich bin ziemlich ratlos und mache mir Sorgen um unseren Lino. Also irgendwas fehlt dem doch, sonst wäre er nicht immer wieder krank, aber letztendlich ist das bisher ein Fischen im Trüben, was soll ich nur tun? Wir haben den Hund bekommen, als er 5 Monate alt war und er ist jetzt 1 1/4 Jahre alt.

LG Marion

atb
22.09.2009, 09:08
Hallo Marion,

und willkommen im Forum!

Das blöde an den sogenannten Mittelmeerkrankheiten ist, dass ein negatives Testergebnis immer nur eine Momentaufnahme ist und nur wenig allgemeingültige Aussagekraft hat.

Um mal eine ordentliche Bestandsaufnahme zu haben, würde ich auch in dieser Hinsicht eine Nachtestung und zwar das "Komplettprogramm" mit Leishmanien-AK, Ehrlichien-AK, Babesien-AK, Hepatozoon (PCR), Mikrofilarien (Knott-Test) ggf ergänzt um Anaplasmose-AK machen lassen.

Ergänzend sollten Blutbild, Organwerte und eine Eiweißelektrophorese mit Kurvendarstellung angefordert werden.

Aufgrund der Kotauffälligkeiten wäre zu empfehlen, 3 Tage hintereinander Kot zu sammeln und ein Kotprofil zu beauftragen.

Du bist herzlich eingeladen, die Befunde hier einzustellen und anschauen zu lassen.

Unregistriert
22.09.2009, 13:03
Hallo Anke,
danke für die Infos. Ich denke auch, dass es wohl am besten wäre, Lino noch mal auf alles zu testen, so hat das doch keinen Sinn, nie genau zu wissen, was ihm eigentlich fehlt. Kurzfristig geht es ihm dann wieder gut und dann geht es von vorne los.

Was diese Mittelmeertests angeht, bin ich allerdings auch etwas verunsichert. Habe ja jetzt schon einiges im Internet gelesen und dabei taucht dann auch immer wieder auf, dass viele Labors gar nicht in der Lage wären, richtige oder aussagekräftige Tests abzuliefern. Ich kann aber doch meinen Tierarzt schlecht darauf hinweisen, dass dieses oder jenes Labor für Mittelmeertests nicht geeignet wäre; da werde ich mich sicher nicht sehr beliebt machen.

LG Marion

Mona
22.09.2009, 15:28
Hallo Marion,
:welcome: auch von mir.
Unter Umständen wirst du dich sowieso nicht beliebt machen (kommt auf den TA an), wenn du mit "Einkaufszettel" kommst und auf bestimmte Untersuchungen bestehst :floet: Viele haben das vor dir durchgemacht und nach dir werden noch viele kommen. Du, bzw. der Hund seid "Privatpatient"
und so kannst du bestimmen, wie es läuft.
ich hatte GsD nie diese Probleme

atb
22.09.2009, 16:15
Hallo Marion,

natürlich kannst Du bestimmen, bei welchem Labor die Untersuchungen durchgeführt werden sollen. TÄ arbeiten zwar meistens mit einem "Haus-Labor" zusammen, dies hindert sie aber nicht, auf Kundenwunsch an ein anderes Labor zu versenden.

Zu empfehlen wäre (dies bitte nicht als Schleich-Werbung verstehen) für die genannten Untersuchungen Laboklin/Bad Kissingen.

(Die sind - nicht zuletzt aufgrund der hiesigen Praxis) auch mittlerweile daran gewöhnt, die Eiweißelektrophorese-Kurve mitzuschicken. Bei anderen Laboren ist da häufig noch Entwicklungshilfe zu leisten).

Befunde sollte man sich übrigens IMMER in Kopie vom TA aushändigen lassen, die gehören in den Ordner "Hund" - und erleichtern das Leben, wenn man wegen eines Notfalls oder aus sonstigen Gründen den TA wechselt.

Unregistriert
25.09.2009, 07:14
Guten Morgen,
einen Teilbefund auf Borreliose habe ich inzwischen; Ergebnis für Leishmania-Infantum/Babesia Canis/Ehrlichia Canis steht noch aus.

Hier das Borreliose-Ergebnis:

ELISA IgG 4,0 negativ E/ml
ELISA IgM 21,0 schwach positiv E/ml

Der Tierarzt meinte nun, dass dieses Ergebnis Linos Fieberschub mit 40,8°C am Montag erklären würde. Wenn ich allerdings über die Borreliose-Symptome lese, dann weiß ich nicht. Da liest man von Gelenkschmerzen, Lahmheit, aber das hat er ja nicht.

Das Fieber ist seit Mittwoch wieder unten und Lino geht es wieder gut, aber so war es bisher immer, so plötzlich wie es kommt ist es dann auch wieder weg. Aber ich bin nicht zufrieden, denn es muß doch einen Grund geben, warum es den Hund immer wieder in Abständen plattlegt.

Ich soll ihm jetzt seit Dienstag 12 Tage lang 1/2 Tablette Baytril geben.

LG Marion

tizian_2003
27.09.2009, 23:03
Hallo Marion,

wie dir ist auch mir die Vorgehensweise nicht klar, zumal auch Enrofloxacin nicht das Mittel Wahl bei einer Borreliose ist. Vielleicht hast du bald alle Werte zusammen, die uns Aufschluss geben können.

Liebe Grüße
Andrea