Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Blutprobe hämolytisch
Constanze Haag
16.08.2005, 16:36
Hallo liebe Foris,
welchen Einfluss kann es auf den Babesiose und Erlichiose Titer haben wenn die Blutprobe hämolytisch war? Weiß jemand was dazu?
LG
Conny
Hallo Constanze,
normalerweise sollte Dir das durchführende Labor darauf eine Antwort geben können, denn die Testhersteller geben an, durch was ein Test gestört werden kann (ich kenne das aus der Humanmedizin so, dass zum Beispiel bei Immunoassays - also auch AK-Titer-Tests - der Hersteller angibt bis zu welchem Hb-Gehalt im Serum, die Analyse nicht gestört wird und denke das sollte im VetMedBereich nicht anders sein).
Im Bereich eines normalen Blutbildes sind eine Reihe von Werten bei einer Hämolyse des Blutes "gestört" - deshalb würde ich sagen: IM NOTFALL "play it again SAM" sprich: nochmal Blut entnehmen lassen, nochmal analysieren lassen ;)
Liebe Grüße,
Melanie
Christiane
16.08.2005, 20:47
Hi Ihr,
Hämolytisches Blut bedeutet, dass da trotz EDTA-Wirkstoff im Röhrchen, der die Gerinnung hemmen soll, die roten Blutkörperchen geplatzt sind. Dadurch wird Hämoglobin freigesetzt, das zentrifugierte Serum erhält dann eine rosarote Farbe. Normalerweise ist es klar bzw. leicht geblich.
bei IFAT-Antikörper-Tests dürfte es eigentlich keine Auswirkung haben, weil keine Farbvergleiche gemacht werden. (das sie die, bei denen man einen Titer erhält)
Bei den von Melanie zitierten Immunoassays (z. B. ELISA) findet dagegen ein Farbvergleich statt, nachdem das Serum auf bestimmte Weise aufbereitet wurde und sich dadurch z. B. beim Zürcher Leishmaniose-ELISA je nach Antikörpergehalt mehr oder weniger stark gelb färben soll. Dabei würde bei hämolytischem Blut dann sehr wahrscheinlich ein falscher Wert herauskommen.
Im Zweifel hat Mel recht: Frag das Labor ob es stört oder mach es im Zweifel noch einmal neu.
Constanze Haag
17.08.2005, 14:58
danke:)
vBulletin® v3.8.7, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.