Dorismaya
28.08.2005, 10:04
Wir hatten vom 25.06.05 bis zum 13.07.05 einen Pflegehund von einer Tierschutzorganisation, die sich vorwiegend um Tiere aus Spanien und der Türkei annimmt. Es war ein ca. 7 Monate alter Mastin Espanol. Er war am Samstag, 25.06.05 auf dem Landweg in oder bei Frankfurt/Main angekommen. Dort wurde er von der Präsidentin der genannten Organisation mit noch zwei anderen übernommen und direkt zu uns gefahren. Ankunft bei uns war um ca. 23.00 Uhr, nach einer Fahrzeit von ca. 38-39 Std. Zwei der Hunde blieben hier. Der zweite war ein schwarzer Labrador. Er blieb bei der Familie unseres Sohnes, der im gleichen Haus wie wir lebt. Dieser Hund war gesund. Bis auf leichten Durchfall, der durch die Umstellung des Futters normal und nach drei Tagen weg war. Auch wurde er schon 14 Tage später gut vermittelt.
Panfi, wir nannten ihn Haldor, der Hund den wir zur Pflege bis zur Vermittlung bekamen, hatte auch sehr starken Durchfall und entzündete Augen. Außerdem bemerkte ich gleich am Sonntagmorgen, beim ersten großen Spaziergang, dass er sehr schlecht laufen konnte. Er hatte eine X-Stellung der Hinterbeine. Beim rennen mit den anderen Hunden gab er gleich wieder auf. Er hatte augenscheinlich Schmerzen.
Alle drei Krankheits- Erscheinungen teilte ich der Präsidentin abends im MSN Messenger mit.
Wir waren bei diesem „Gespräch“ nicht allein. Auch andere Mitglieder der Organisation waren anwesend. Ich bekam die Weisung mit dem Hund zum Tierarzt zu gehen und auch alles erforderliche untersuchen zu lassen. So „sagte“ mir die „Präsidentin“ des Vereins extra, dass ich einen Abstrich vom Bindehautsack machen lassen solle, wegen eventueller Streptokokken Infektion. Den Durchfall solle ich behandeln lassen und die Hüfte solle, wenn nötig, geröntgt werden. Für diese „Gespräche“ waren jedes Mal Zeugen vorhanden.
Das HD Röntgen wurde dann auch für den Donnerstag, 30.06. festgesetzt.
Da aber der Durchfall an diesem Tag immer noch nicht weg war, wollte meine Tierärztin erst mal dieser Sache auf den Grund gehen. In der Kotprobe hatte sich Blut befunden und Haldor hatte auch erbrochen. Deshalb wurde eine Blutuntersuchung und eine Röntgenaufnahme des Magen-Darm Traktes gemacht, die ich aber in der Kürze der Zeit nicht erst absegnen lassen konnte. Es bestand die Gefahr einer Parvovirose. Und nicht nur für Haldor/Panfi, sondern auch für die anderen Hunde die bei uns leben.
Die Untersuchungsergebnisse waren aber okay.
Außerdem wurde beim Tierarzt festgestellt, dass Haldor frühkastriert war. Selbst das war der Organisation nicht bekannt. Im Pflegevertrag stand bei kastriert - nein
Am Freitag, 01.07.05 wurde dann der Hund unter Vollnarkose auf HD geröntgt. Diese Untersuchung brachte ein niederschmetterndes Ergebnis. Er hat schwerste HD mit einer starken Fehlstellung der Kniegelenke. Dazu noch sind beide Oberschenkel wie ein Flitzebogen verformt.
Dieses Ergebnis bekam ich gleich mitgeteilt. Mir wurde geraten den Hund aus der Narkose nicht mehr aufwachen zu lassen.
Da ich diese Entscheidung nicht selbst treffen durfte und auch nicht wollte, riefen wir von der Praxis aus bei der Organisation an. Haldor/Panfi sollte weiterleben. Auch auf die Gefahr hin, dass der Hund, der irgendwann mal bis zu 85 cm Grösse erreicht und bis 80 kg schwer werden kann, immer unter Schmerzen zu leiden hat. Zu diesem Zeitpunkt wog er schon 37 kg und war 67 cm groß. Er bekam Spritzen und mir wurden entsprechende Medikamente mitgegeben, gegen die Schmerzen. Außerdem noch ein Mittel, welches bei großwüchsigen Hunden verabreicht wird, damit die Knochen vernünftig wachsen (VMP-Mobil).
Ich durfte Haldor nicht mehr überbeanspruchen. Er sollte nicht rennen, sondern nur an der Leine laufen.
Dadurch dass er nun draussen nicht mehrausgelastet werden durfte, stellte er in der Wohnung nur Unsinn an. Er hielt uns bis 4.00 Uhr am Morgen wach und zerstörte etliche Teile meiner Einrichtung.
Darum bat ich etwa am 8/9.07.05, bei einem weiteren „Gespräch“ im Messenger darum, dass er so schnell wie möglich geholt werden solle.
Da auch der behandelnde Arzt (Haldor sollte auf die HD-Operation vorbereitet werden, die von einem Spezialisten im Rheinland ausgeführt werden soll), bei ihnen in der Gegend wohnt und praktiziert, war es sowieso angebracht, dass er in diese Gegend verbracht werden würde. Erst wurde noch drumherum geredet, da der Platz bei der „Präsidentin“ auch schon besetzt war. Aber ich setzte dann einen Termin für spätestens Mittwoch, 13.07.05.
Am Mittwoch wurde er dann tatsächlich abgeholt. Bereits am 14.07. kam er zu seiner neuen Familie, die ihn trotz der Behinderung genommen hat.
Er soll aber noch auf Kosten der Tierschutzorganisation operiert werden ???
Wir haben sämtliche Futterkosten für beide Hunde und die Fahrtkosten zum Tierarzt aus eigener Tasche bestritten, obwohl den Pflegefamilien keine Kosten entstehen sollen. Mein Sohn und wir haben sogar der "Präsidentin" des Vereins noch 20.-€ zu den Fahrtkosten hier zu uns dazugegeben.
Wir haben das auch gern getan.
Die für uns angefallenen Kosten belaufen sich auf etwa 150.-€
Die gesamte Tierarztrechnung beläuft sich auf 341,99 €
Rechnung Labor Laboklin 15,46 €
Am Samstag, 20.08.05 bekam ich eine Mahnung des Labors Laboklin. Sie hatten den Abstrich der Augen ausgewertet. Der Rechnungsbetrag war 15,46 €.
Die "Präsidentin" der Organisation würde diese Rechnung anzweifeln, da der Abstrich nicht abgesprochen worden wäre, stand in der Mahnung. Außerdem beinhalte die Rechnung nicht den Namen des Hundes (steht aber dabei).
Am Montag, 22.08. erhielt ich dann einen Anruf von meiner Tierärztin. Außer des HD Röntgens würde die Tierarztrechnung nicht von der Organisation bezahlt, sagte sie mir. Alle Massnahmen seien nicht abgesprochen gewesen und lägen nicht in schriftlicher Form so vor. Im Vertrag stehe, dass nur schriftliche Vereinbarungen getroffen werden dürfen.
So steht es allerdings nicht drin!!!
Für den Abschluß einer Pflegevereinbarung gelten folgende Ergänzungen:
1. Während der Pflegezeit anfallenden Tierarztbesuche müssen mit dem Übergeber abgesprochen werden. Tierarztrechnungen werden nur nach gesondert abgesprochenen Ausnahmen von Übergeber übernommen.
Außerdem beinhaltet das kleingeschriebene auch noch den
§ 8 Das übergebene Tier wurde vom Übergeber einem Tierarzt vorgestellt und erscheint zum Zeitpunkt der Vermittlung/Übergabe gesund, sofern nichts anderes vermerkt ist.
Direkt nach der Ankunft in Deutschland hat aber kein Tierarzt den Hund zu Gesicht bekommen.
Wir haben auf die Erstattung der Futterkosten verzichtet. Unserer Tierärztin sagte die "Präsidentin" aber, dass sie das Futter zur Verfügung gestellt habe.
Nun sollen wir vom feinsten abgezockt werden, obwohl uns nur die Gesundheit des Hundes am Herzen lag.
Einer Pflegestelle dürfen keinerlei Kosten entstehen. Notwendige Tierärztliche Massnahmen müssen durch die Organisation übernommen werden, vor allem wenn sie durch nicht eingehaltene Bestimmungen erst später bekannt werden.
Hier die Tatsache, dass die Tierärztliche Untersuchung durch die Organisation in Deutschland vor der Übergabe nicht erfolgte.
Jetzt sind wir mit etlichen Mails so weit gediehen, dass die Organisation die Augenuntersuchung und das HD Röntgen übernehmen will, zusätzlich noch ein paar von den Medikamenten.
Das heißt aber, dass noch eine Restsumme von etwa 220.- € übrig bleibt, die wir dann bezahlen sollen.
Nun würde ich gern eure Meinung dazu hören.
LG Doris
Panfi, wir nannten ihn Haldor, der Hund den wir zur Pflege bis zur Vermittlung bekamen, hatte auch sehr starken Durchfall und entzündete Augen. Außerdem bemerkte ich gleich am Sonntagmorgen, beim ersten großen Spaziergang, dass er sehr schlecht laufen konnte. Er hatte eine X-Stellung der Hinterbeine. Beim rennen mit den anderen Hunden gab er gleich wieder auf. Er hatte augenscheinlich Schmerzen.
Alle drei Krankheits- Erscheinungen teilte ich der Präsidentin abends im MSN Messenger mit.
Wir waren bei diesem „Gespräch“ nicht allein. Auch andere Mitglieder der Organisation waren anwesend. Ich bekam die Weisung mit dem Hund zum Tierarzt zu gehen und auch alles erforderliche untersuchen zu lassen. So „sagte“ mir die „Präsidentin“ des Vereins extra, dass ich einen Abstrich vom Bindehautsack machen lassen solle, wegen eventueller Streptokokken Infektion. Den Durchfall solle ich behandeln lassen und die Hüfte solle, wenn nötig, geröntgt werden. Für diese „Gespräche“ waren jedes Mal Zeugen vorhanden.
Das HD Röntgen wurde dann auch für den Donnerstag, 30.06. festgesetzt.
Da aber der Durchfall an diesem Tag immer noch nicht weg war, wollte meine Tierärztin erst mal dieser Sache auf den Grund gehen. In der Kotprobe hatte sich Blut befunden und Haldor hatte auch erbrochen. Deshalb wurde eine Blutuntersuchung und eine Röntgenaufnahme des Magen-Darm Traktes gemacht, die ich aber in der Kürze der Zeit nicht erst absegnen lassen konnte. Es bestand die Gefahr einer Parvovirose. Und nicht nur für Haldor/Panfi, sondern auch für die anderen Hunde die bei uns leben.
Die Untersuchungsergebnisse waren aber okay.
Außerdem wurde beim Tierarzt festgestellt, dass Haldor frühkastriert war. Selbst das war der Organisation nicht bekannt. Im Pflegevertrag stand bei kastriert - nein
Am Freitag, 01.07.05 wurde dann der Hund unter Vollnarkose auf HD geröntgt. Diese Untersuchung brachte ein niederschmetterndes Ergebnis. Er hat schwerste HD mit einer starken Fehlstellung der Kniegelenke. Dazu noch sind beide Oberschenkel wie ein Flitzebogen verformt.
Dieses Ergebnis bekam ich gleich mitgeteilt. Mir wurde geraten den Hund aus der Narkose nicht mehr aufwachen zu lassen.
Da ich diese Entscheidung nicht selbst treffen durfte und auch nicht wollte, riefen wir von der Praxis aus bei der Organisation an. Haldor/Panfi sollte weiterleben. Auch auf die Gefahr hin, dass der Hund, der irgendwann mal bis zu 85 cm Grösse erreicht und bis 80 kg schwer werden kann, immer unter Schmerzen zu leiden hat. Zu diesem Zeitpunkt wog er schon 37 kg und war 67 cm groß. Er bekam Spritzen und mir wurden entsprechende Medikamente mitgegeben, gegen die Schmerzen. Außerdem noch ein Mittel, welches bei großwüchsigen Hunden verabreicht wird, damit die Knochen vernünftig wachsen (VMP-Mobil).
Ich durfte Haldor nicht mehr überbeanspruchen. Er sollte nicht rennen, sondern nur an der Leine laufen.
Dadurch dass er nun draussen nicht mehrausgelastet werden durfte, stellte er in der Wohnung nur Unsinn an. Er hielt uns bis 4.00 Uhr am Morgen wach und zerstörte etliche Teile meiner Einrichtung.
Darum bat ich etwa am 8/9.07.05, bei einem weiteren „Gespräch“ im Messenger darum, dass er so schnell wie möglich geholt werden solle.
Da auch der behandelnde Arzt (Haldor sollte auf die HD-Operation vorbereitet werden, die von einem Spezialisten im Rheinland ausgeführt werden soll), bei ihnen in der Gegend wohnt und praktiziert, war es sowieso angebracht, dass er in diese Gegend verbracht werden würde. Erst wurde noch drumherum geredet, da der Platz bei der „Präsidentin“ auch schon besetzt war. Aber ich setzte dann einen Termin für spätestens Mittwoch, 13.07.05.
Am Mittwoch wurde er dann tatsächlich abgeholt. Bereits am 14.07. kam er zu seiner neuen Familie, die ihn trotz der Behinderung genommen hat.
Er soll aber noch auf Kosten der Tierschutzorganisation operiert werden ???
Wir haben sämtliche Futterkosten für beide Hunde und die Fahrtkosten zum Tierarzt aus eigener Tasche bestritten, obwohl den Pflegefamilien keine Kosten entstehen sollen. Mein Sohn und wir haben sogar der "Präsidentin" des Vereins noch 20.-€ zu den Fahrtkosten hier zu uns dazugegeben.
Wir haben das auch gern getan.
Die für uns angefallenen Kosten belaufen sich auf etwa 150.-€
Die gesamte Tierarztrechnung beläuft sich auf 341,99 €
Rechnung Labor Laboklin 15,46 €
Am Samstag, 20.08.05 bekam ich eine Mahnung des Labors Laboklin. Sie hatten den Abstrich der Augen ausgewertet. Der Rechnungsbetrag war 15,46 €.
Die "Präsidentin" der Organisation würde diese Rechnung anzweifeln, da der Abstrich nicht abgesprochen worden wäre, stand in der Mahnung. Außerdem beinhalte die Rechnung nicht den Namen des Hundes (steht aber dabei).
Am Montag, 22.08. erhielt ich dann einen Anruf von meiner Tierärztin. Außer des HD Röntgens würde die Tierarztrechnung nicht von der Organisation bezahlt, sagte sie mir. Alle Massnahmen seien nicht abgesprochen gewesen und lägen nicht in schriftlicher Form so vor. Im Vertrag stehe, dass nur schriftliche Vereinbarungen getroffen werden dürfen.
So steht es allerdings nicht drin!!!
Für den Abschluß einer Pflegevereinbarung gelten folgende Ergänzungen:
1. Während der Pflegezeit anfallenden Tierarztbesuche müssen mit dem Übergeber abgesprochen werden. Tierarztrechnungen werden nur nach gesondert abgesprochenen Ausnahmen von Übergeber übernommen.
Außerdem beinhaltet das kleingeschriebene auch noch den
§ 8 Das übergebene Tier wurde vom Übergeber einem Tierarzt vorgestellt und erscheint zum Zeitpunkt der Vermittlung/Übergabe gesund, sofern nichts anderes vermerkt ist.
Direkt nach der Ankunft in Deutschland hat aber kein Tierarzt den Hund zu Gesicht bekommen.
Wir haben auf die Erstattung der Futterkosten verzichtet. Unserer Tierärztin sagte die "Präsidentin" aber, dass sie das Futter zur Verfügung gestellt habe.
Nun sollen wir vom feinsten abgezockt werden, obwohl uns nur die Gesundheit des Hundes am Herzen lag.
Einer Pflegestelle dürfen keinerlei Kosten entstehen. Notwendige Tierärztliche Massnahmen müssen durch die Organisation übernommen werden, vor allem wenn sie durch nicht eingehaltene Bestimmungen erst später bekannt werden.
Hier die Tatsache, dass die Tierärztliche Untersuchung durch die Organisation in Deutschland vor der Übergabe nicht erfolgte.
Jetzt sind wir mit etlichen Mails so weit gediehen, dass die Organisation die Augenuntersuchung und das HD Röntgen übernehmen will, zusätzlich noch ein paar von den Medikamenten.
Das heißt aber, dass noch eine Restsumme von etwa 220.- € übrig bleibt, die wir dann bezahlen sollen.
Nun würde ich gern eure Meinung dazu hören.
LG Doris