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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ansteckungsgefahr der leishmaniose


kathastrophe
30.09.2005, 20:25
Hallo!

Kann mir jemand bestätigen, dass die Leishmaniose bei hunden nicht mehr ansteckend ist, sobald der infizierte hund mit Allopurinol behandelt wird? das hat mir mein griechischer tierarzt gesagt, allerdings hörte ich von anderen seiten schon dass gegenteil..
im übrigen wurde mir erzählt, die griechische form der hundeleishmaniose sei generell gar nicht auf menschen übertragbar. Ist da was dran?

und noch eine FRage: kennt sich jemand damit aus, wie die sandmücken in südamerika verbreitet sind?

ich möchte nämlich meinen griechischen hund, der die leishmanien in sich trägt, mit allopurinol behandelt wird, jedoch nicht klinisch krank ist mit nach chile nehmen. ich fürchte, ich kann die risiken nur nicht abschätzen.

Fühlt ihr euch fähig, mir zu helfen??

gruss, katharina

Christiane
30.09.2005, 20:51
Hallo Katharina,
Original geschrieben von kathastrophe
Kann mir jemand bestätigen, dass die Leishmaniose bei hunden nicht mehr ansteckend ist, sobald der infizierte hund mit Allopurinol behandelt wird?
Das stimmt definitiv nicht. Solange Leishmanien vorhanden sind, können sie über den Stich einer Sandmücke auf andere Opfer übertragen werden. Das Allopurinol hemmt das Wachstum der Leishmanien, aber heilen kann es nicht. Dein Tierarzt hat vielleicht gemeint, dass unter Allopurinol evtl. nicht mehr so viele Leishmanien vorhanden sind und deshalb die Gefahr geringer würde, dass jede stechende Sandmücke auch welche davon im Blut erwischt.

Ob das tatsächlich so ist, kann aber niemand beurteilen, denn Allopurinol wirkt höchst unterschiedlich, beim einen gut, beim anderen weniger.

im übrigen wurde mir erzählt, die griechische form der hundeleishmaniose sei generell gar nicht auf menschen übertragbar. Ist da was dran?
Nein. Wir haben überall in Europa den gleichen Stamm, Leishmania infantum. Es ist bei Menschen überwiegend für kleine Kinder gefährlich (daher "infantum"), aber Erwachsene mit einem geschwächten Immunsystem können ebenfalls erkranken (z. B. HIV-Infizierte, Diabetiker, Organtransplantierte).

und noch eine FRage: kennt sich jemand damit aus, wie die sandmücken in südamerika verbreitet sind?
In Südamerika gibt es andere Leishmanien-Stämme als in Europa, und zwar wesentlich aggressivere. Sie rufen je nach Art Hautleishmaniose, Schleimhautleishmaniose oder viszerale (innere) Leishmaniose hervor. Menschen wie Hunde können daran sterben. Du wirst dort mit einem Leishmaniose-kranken Hund evtl. gar nicht einreisen dürfen, denn in manchen südamerikanischen Ländern werden infizierte Hunde per Gesetz getötet, weil sie als Erreger-Reservoir für die Übertragung von Leishmaniose auf Menschen betrachtet werden.
Genaue Infos bekommst Du sicher in der chilenischen Botschaft.

Hinzu kommt: Das Immunsystem Deines Hundes ist durch die Leishmaniose voll beschäftigt. In Südamerika gibt es weitere schwere Krankheiten, die das Immunsystem Deines Hundes nie kennengelernt hat - daher hat er auch keinerlei natürliche Resistenzen dagegen. Und er kann sich zusätzlich mit den lokalen Stämmen infizieren. Außerdem müsste er geimpft werden - das sollte man bei Leishmaniose besser vermeiden. Und die vielen Stunden im Flieger ist Stress pur.

Ich würde ihn lieber hierlassen und dafür sorgen, dass sich jemand in der Zeit liebevoll um ihn kümmert.

Ich hoffe, das hilft Dir weiter.

kathastrophe
03.10.2005, 19:56
Danke, christiane. Das waren schon ein paar dinge, die mir wichtig waren, auf die du geantwortest hast.

übrigens hat bei puck das allopurinol so gut angeschlagen,dass er mittlerweile sogar schon geimpft wurde. den titer hab ich allerdings nicht noch einmal ermitteln lassen.

die risiken, die du aufzählst sind nicht zu verachten, da stimme ich dir auf jeden fall zu.
allerdings ist ein halbes jahr bei anderen menschen für puck ebenso strapaziös, wenn es auch nicht direkt die gesundheit gefährdet.
so werde ich wohl noch hin und her überlegen.

ach, und vergiss südamerikanische botschaften..
vielen dank für deine antwort,
gruss, katharina

Ingrid
03.10.2005, 20:01
Hallo Katharina,

übrigens hat bei puck das allopurinol so gut angeschlagen,dass er mittlerweile sogar schon geimpft wurde

Einen kranker Hund sollte nicht geeimpft werden, so weit
ich weiß steht das auch im Beipackzettel des Impstoffes.

Ich würde einen LM kranken Hund aus diesen Gründen
nie impfen lassen.

Viele Grüße
Ingrid,Artus,Willy und Mona

claudia61
04.10.2005, 06:51
ich lasse meine kleene hündin auch nicht mehr impfen. das risiko, dass ein akuter schub ausgelöst wird, ist mir einfach zu gross!

tizian_2003
04.10.2005, 10:45
Hallo Katharina,

übrigens hat bei puck das allopurinol so gut angeschlagen,dass er mittlerweile sogar schon geimpft wurde Woran hast du die Wirkung des Allo denn festgemacht? Puck wird nie ein gesunder Hund werden, das solltest du dir dringend klarmachen. Mit allen möglichen Behandlungsmethoden kann man die Erreger nicht eliminieren. Ziel ist, den Hund stabil zu bekommen, und das kannst du erreichen, indem du ihn gut ernährst, Stress und gesundheitliche Gefahren von ihm fern hältst, nicht impfen lässt.

Informiere dich doch mal hier bei uns im Forum. Du bist ja Mitglied und kannst also überall herumstöbern, z.B. andere Geschichten und Fälle nachlesen.

Viele Grüße
Andrea

Jurablitz
01.11.2005, 05:55
Wir haben seit einer Woche einen Collie, der vermutlich aus Teneriffa stammt. Er wurde uns vor einer Woche abgebeben, leider ohne nähere Hinweise auf die "Reisekrankheiten". Anlässlich der sofort durchgeführten Zahnsanierung äusserte unser TA den Verdacht auf LM. Wir haben zuvor nicht mal gewusst, dass es sowas überhaupt gibt. Der ELISA Test ist positiv (die genaue Auswertung wird uns geschickt).

Nun, wir leben im Grenzgebiet CH/D. Ich MUSS zwingend jedes Jahr Tollwut impfen um meinen Hund mit zur Arbeit nehmen zu können (wir sind Grenzgänger). Laut Impfpass ist er ja in Spanien bereits geimpft worden. Was tue ich jetzt nächstes Jahr? Auch aus diesen Gründen sind wir jetzt am überlegen, den Hund - so schwer uns dies bereits jetzt schon fällt - wieder zurückzugeben. Im Moment kriegt er Antibiotika wegen der Zähne und es geht im viel besser als noch vor ein paar Tagen...

lucky_Nicole
01.11.2005, 09:32
Original geschrieben von Jurablitz

Nun, wir leben im Grenzgebiet CH/D. Ich MUSS zwingend jedes Jahr Tollwut impfen um meinen Hund mit zur Arbeit nehmen zu können (wir sind Grenzgänger). Laut Impfpass ist er ja in Spanien bereits geimpft worden. Was tue ich jetzt nächstes Jahr?

Huhu

Dieselben Impfstoffe, die in Deutschland als "Einjahresimpfstoffe" verkauft werden, werden in der Schweiz als Zwei- oder Dreijahresimpfstoffe verkauft - in derselben Zusammensetzung und Dosierung (Antigengehalt usw.). Rabdomun ist in der Schweiz als Dreijahresimpfstoff für Hunde am Markt.....

(Quelle:*hier* (http://www.haustierimpfung.de/pseudoargumente.htm))

Wäre das nicht eine Möglichkeit, die TW-Impfung auf "nur" alle 3 Jahre zu ziehen?

lg
Nicole

Jurablitz
01.11.2005, 10:35
Hallo lucky-nicole
Leider ist das nicht möglich, der Zoll schreibt zwingend die jährliche Tollwut-Impfung für die einreise sowohl nach CH als auch nach D vor. Auch wenn das übertrieben sein mag, hier in CH/Süd BaWü sind momentan ja schon lange keine Tollwutfälle mehr bekannt geworden, aber es ist halt Vorschrift. Ich möchte am Zoll auch lieber nicht erklären müssen, dass der Hund wegen LM nicht geimpft werden darf...

Ich habe mich jetzt intensiv durchs Internet gelesen betr. LM. Was ich halt immer noch nicht verstehe (ich bin aber auch immer noch sehr erschrocken und durch den Wind..) ist, warum LM-positive Hunde nach D und CH gebracht werden. Wenn ich das richtig verstanden habe gibt es ja bereits Sandmücken hier und somit steigt doch das Risiko, dass positive Hunde gestochen und die Krankheit eben auch hier unter gesunden Hunden (mit ihren unwissenden Besitzern) verbreitet wird? Tierschutz ist ja was Gutes an und für sich (ich habe ja auch sehr Mitleid mit diesen armen Kreaturen), aber wird das nicht irgendwann zum Bumerang?:confused:

Weiss Jemand ob auch Pferde LM kriegen? Unsere z.B. sind im Sommer immer Nachts auf den Weiden...:( :(

Sammy
01.11.2005, 12:11
Hallo ?
ich wohne in einem Tollwut gefährdeten Bezirk und wäre im Falle des nicht impfens immer der Dumme egal was passiert.
Darum habe ich mich entschlossen meinen Sammy immer Impfen zu lassen, er verträgt bis jetzt die Impfung gut und das sollte man in jedem einzelnen Fall abwägen.
Übrigens stand bei uns in der Uni-klinik schon ein Pferd mit LM das noch nie im Ausland war.

Gruß Ramona u. Sammy

Kerstin
01.11.2005, 19:21
Wer von einer "erfolgreichen" Impfung spricht, sollte das nur dann tun, wenn er anhand des überprüften Impftiters nachweisen kann, dass der Hundeorganismus in der Lage war einen wirkungsvollen Schutz in Form von Antikörpern zu produzieren. Nur weil der Tierarzt "pieks" gemacht hat und der Hund alles überstanden hat, bedeutet das noch lange nicht, dass die Impfung auch wirkungsvoll war!
Ich denke, alle Besitzer eines LM-positiven Hundes, die ihren Hund trotz aller Warnungen impfen lassen, sollten sich über zwei Dinge im Klaren sein.
1. Besteht die wirklich begründete Gefahr, dass Euer Hund so eine Impfung nicht überleben wird und
2. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Impfung ganz wirkungslos verpufft ist und kein Impfschutz da ist, auf den Ihr Euch verlassen könnt, ist ausgesprochen hoch, da das Imunsystem sich gar nicht mit den Erregeren auseinandersetzen konnte.

Ich fühle hier eine leichte Hysterie mitschwingen, wenn es um die behördliche Autorität geht. ;) Ich persönlich habe gelernt das gelassener zu sehen - zum Wohle meines Hundes!

Wenn ich mich erinnere, ist mir seit ich denken kann (und ich bin mit Hunden aufgewachsen), kein einziger Fall von Tollwut, Staupe, Parvo oder sonstigen Erkrankungen bekannt. Die Wahrscheinlichkeit, dass mein Hund an den Folgen einer Impfung stirbt, steht also in keinem Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit dass er an Tollwut oder dergleichen stirbt.

Ihr lieben Leute. Seit euch den Risiken und Gefahren bewußt, die mit dem leichtfertigen Umgang der Impfung im Falle eines kranken Hundes einhergeht und stellt Eure Bedürfniss ein wenig hinten an! Danke!

Ingrid
01.11.2005, 19:29
Hallo ,

ich möchte mich Kerstins Meinung anschliessen und noch
hinzufügen etwas ironisch gemeint.

Was uns Deutsche betrifft haben wir ein Gefühl bekommen
daß entweder etwas erlaubt oder verboten ist.
Um die behördlichen Bedingungen zu erfüllen , tun wir
alle unsere Pflicht das heißt " Hund impfen".
Wir wollen ja nichts falsches machen und ja nichts versäumen
und ein " guter Hundebesitzer" soll ja seiner Pflicht nachkommen
das heißt " impfen" oder ???


Vielleicht ein bisschen blöd.....aber vielleicht auch was
zum Nachdenken ?

Viele Grüße
Ingrid,Artus,Willy und Mona

Jurablitz
01.11.2005, 19:51
Tja, da ich jeden Tag mit dem Hund über die Grenze hin und zurück und dabei auch den Impfpass dabei und gelegentlich immer mal wieder vorweisen muss, ist wohl klar, dass ich den Hund nicht behalten kann. Ansonsten würde ich in diesem Fall ebenfalls nicht impfen. Aber wie gesagt, das hat nichts mit "Obrigkeitshörigkeit" zu tun, das ist etwas, dem nicht auszuweichen ist, wenn unser Hund nicht den ganzen Tag alleine zu Hause bleiben soll. Ich habe sonst schlichtweg keine Chance, den Hund mitzunehmen, in diesem Fall sind die am Zoll am längeren Hebel...

Hm, ich bin ebenfalls mit Hunden aufgewachsen und bin in mehr als 50 Jahren immer von meistens mehr als einem Hund - und einigen Pferden - begleitet worden. Ich habe sehr wohl Hunde - und nicht wenige - früher an Staupe sterben sehen, Pferde an Starrkrampf jämmerlich eingehen, genauso wie vor noch nicht mal 20 Jahren ein Hund in meinem Bekanntenkreis nach einem Fuchbiss von Amtes wegen eingeschläfert wurde, weil er eben nicht geimpft war (ganz unabhängig davon, ob der Impfschutz nun gegriffen hätte oder nicht).

Grundsätzlich finde ich persönlich Impfungen als ein Segen für Mensch und Tier und habe bisher in früheren Zeiten sowohl die Kinder als auch alle meine Tiere regelmässig impfen lassen. Was soll schlecht daran sein?

chicca
01.11.2005, 20:06
hallo Anita,

schlecht an dem impfen ist z.b., dass es bei chronisch kranken hunden, wie z.b. bei an leishmaniose erkrankten hunden, das immunsystem so stark herniederhauen kann, dass ein krankheitsschub ausgelöst werden könnte.
und da in diesem forum in der mehrzahl hundebesitzer mit an leishmaniose oder ähnlich gravierenden krankheiten erkrankten hunden mitglied sind, ist es klar, dass das impfen kritisch betrachtet wird.
es gibt sogar die offizielle möglichkeit behördlicherseits, bei chronisch kranken hunden eine ausnahmeregelung zu treffen und diese bei grenzübertritt nicht impfen zu lassen, sondern einen ausschlusstest vom tierarzt machen zu lassen, der bescheinigt, dass der hund keine tollwutinfizierung hat.




huhu Kerstin und Ingrid,

ich bin total und absolut Eurer meinung-
nur kann das für manche leute halt auch wirklich blöd enden-
hab ich richtig gelesen, dass in Hamburg nun grundsätzliche leinenpflicht eingeführt wird oder- worden ist-
und dass darüberhinaus jeder hundehalter verpflichtet !! ist, impfpass und versicherungsnachweis immer mit sich zu führen?
das wird, wenn das da den geldsäckel der behörden erfolgreich auffüllt, uns früher oder später wahrscheinlich bundesweit drohen
- und kann man damit rechnen, dass man eben so mal angehalten wird, wie bei ner führerscheinkontrolle??!:splash:

Ingrid
01.11.2005, 21:12
Hallo Cora,

hat eigentlich mit dem Thema nichts zu tun,
aber man ist immer bestrebt irgendwo abkassieren zu
können.
In Augsburg haben wir viele kleine Gassen, da passt gerade
mal ein mittleres Auto durch, natürlich gibt es auch
andere Städte wo wir dies vorfinden. Soll ja nur ein Beispeil
sein.
Also wir haben auch riesen breite Strassen da sind viele
Geschäfte und viele Autos, dort könnte man leicht doppelreihig
parken ohne jemand zu behindern.
Genau dort sind Halteverbotschilder aufgestellt, ganz einfach
weil da viele Autos kommen und parken wollen, man macht
sich die Not zur Nutze , da kann man abkassieren, aber Platz
wäre genug.
So und nun zu den Gässchen, da passt im besten Falle ein
Auto durch, da sind aber keine Geschäfte und nicht viel
Verkehr, dort wäre es wirklich angebracht Halteverbotsschilder
aufzustellen, weil man einfach nicht mehr durchkommt ,wenn
einer drin steht.
Aber da gibt es keine, jemand der dort " festklemmt" hat
selber schuld.
Dort gibt es " kein öffentliches Interesse" ganz einfach
weil man dort zu wenig kassieren kann.

Ich denke so ist es auch mit dem Impfen, es wird nicht
gefragt ob das nötig ist oder sogar schadet, es bringt nur
Geld.
Viele Impfungen halten länger als ein Jahr, aber das Gesetz
sagt jedes Jahr impfen.
Ich denke die Stadt Hamburg hatte vielleicht auch eine gute
Idee verzweifelt nach Jemand zu suchen, den man noch
abkassieren kann........traurig aber wahr.........ich denke
auch das Ganze wird noch schlimmer werden.

Viele Grüße
Ingrid,Artus,Willy und Mona

Sammy
02.11.2005, 11:08
Hallo Fories,
was passiert den wenn mein Hund in eine Beisserei gerät, er nicht geimpft ist und der andere Hundehalter auch noch hysterisch reagiert.
Es fragt keiner ob die Impfung erfolgreich war oder nicht,es wird nur nach dem Impfpass gefragt.
Da ich in einem kleineren Ort wohne und wir "Gott sei dank" keine Leinenpflicht oder ähnliches haben, bleibt Kontakt mit anderen Hunden oder auch Wildtieren nicht aus.

Gruß Ramona u. Sammy

claudia61
02.11.2005, 11:25
meine hunde sind grundimmunisiert und sind somit geimpft!
ich lasse sie nur nicht jährlich nachimpfen......weil unnötig!
die wirklich wichtige impfung ist TW und das ist die bestuntersuchte impfe überhaupt. und der schutz besteht über jahre. das ist belegt!

der rest ist management:
ich achte darauf, dass meine hunde entweder angeleint oder im freilauf in meinem einwirkungsbereich sind, wobei mir da natürlich übersichtliches gelände am liebsten ist.
und wir machen um hunde-halter-gespanne, die mir nicht geheuer sind, aus welchem grund auch immer, einen grossen bogen.
in unangenehmen situationen mit anderen hunden stelle ich mich vor meine beiden und der andere hund muss erstmal an mir vorbei......

ich finde, damit lässt sich schon jede menge abfangen!!

Kerstin
02.11.2005, 16:16
Was wäre, wenn das Wörtchen WENN nicht wäre ;) Wirklich interessant und beeindruckend, welche Horrorszenarien hier heraufbeschworen werden ;)

Ich habe einen kranken Hund. Kranke Hunde dürfen nicht geimpft werden. So steht es im Beipackzettel der Impfseren und ob die Impfung immer und in jedem Fall ein Segen ist, würde ich gerne von jemandem beantworten lassen, der seit so einer segensreichen Impfung an einem Impfschaden leidet. Kein Arzt würde ein krankes Kind noch zusätzlich impfen. Das geht so nicht und das gilt für unsere kranken Hunde ebenso wie für uns oder unsere Kinder.
Grundsätzlich sehe ich viele Impfungen als gut und wichtig an. Versteht mich bitte nicht falsch. Ich bin kein Opportunist, aber ich sehe sowas wie z. B. eine Grippeimpfung seit wir Tica haben mit anderen Augen, weil sie für mich nicht unbedingt von nöten wäre, obwohl mein Hausarzt mir gerne eine "verkauft" hätte... Ihr versteht?!
Ich persönlich muss mich fragen was ich will und danach muss ich dann handeln. Wenn ich keinen Impfpass habe, kann ich nicht mehr ins Ausland um Urlaub zu machen, oder zur Hundeschule, oder zu Ausstellungen. Wenn ich trotz aller Warnungen impfe, muss ich schlimmstenfalls damit rechnen, dass ein Schub ausbricht, der sich nicht mehr in den Griff bekommen läßt. Will ich DAS wirklich riskieren?
Bei einem Grenzgänger ist wirklich mal ein triftiger Grund gegeben sich darüber Gedanken zu machen, aber auch da könnte man versuchen eine Ausnahme zu erwirken. Wie genau das geht hatte Christiane mal hier genau beschrieben. Kein gültiger Impfpass heißt nicht immer und zwangsläufig das Aus.
Wenn ein ausreichender Impftiter nachgewiesen wird, kann für den Hund eine Ausnahme erteilt werden.
Zugegeben wäre das der unbequemere Weg.

Ich selbst mußte auch gehörig umdenken und vieles in Frage stellen. Das ist nicht leicht, aber letztenendes sehr wichitg für das (Über)Leben meines Hundes. Für mich persönlich war Hund immer untrennbar mit Trockenfutter, Wurmkur und Impfung verbunden. Ebenso wie der Hase untrennbar mit der Möhre verbunden ist. Nun mußte ich das aber hinterfragen und kam so auf eine wirklich eigene Meinung und lebte nicht mehr das was von einem gut funktionierendem Hundehalter erwartet wurde.
Ich als Hundehalter bin in der Pflicht und das von Claudia angesprochene "Management" kommt zum Tragen. Wenn man sich bemüht, klappt das ganz wunderbar und ich habe bislang noch keine Repressalien in Kauf nehmen müssen.

Die von Cora angesprochene Hamburger "Problematik" finde ich persönlich ebenso zum Kotzen (sorry) wie die hellblauen Halsbänder.

tizian_2003
02.11.2005, 16:44
Original geschrieben von Jurablitz
Weiss Jemand ob auch Pferde LM kriegen? Unsere z.B. sind im Sommer immer Nachts auf den Weiden...:( :(

Hallo Anita,

es wurde bisher in Deutschland wohl ein Fall nachgewiesen, kannst du hier (http://www.reiter-pferde.de/archiv/showArchiv.cfm?year=05&month=05&articleId=14142) nachlesen. Es ist die Maiausgabe dieses Jahres dieser Reiterzeitschrift. Im gleichen Artikel steht auch, dass es jährlich mehrere Todesfälle durch Kriebelmücken bei Pferden gibt. Das Leben bleibt lebensgefährlich.

Deine Sorge mit dem Hund und dem für dich notwendigen täglichen Grenzübertritt kann ich gut verstehen. Wenn du aus diesem Grund den Hund nicht behalten kannst, hoffe ich sehr, dass du für ihn gute Hände finden kannst!

Liebe Grüße
Andrea

tizian_2003
02.11.2005, 16:50
Original geschrieben von Sammy

was passiert den wenn mein Hund in eine Beisserei gerät, er nicht geimpft ist und der andere Hundehalter auch noch hysterisch reagiert.


Hallo Ramona,

was ist denn deine Sorge :confused: ? Ich habe schon Beißereien bei Hunden erlebt, aber nie hat dabei jemand gerufen: "Zeigen Sie Ihren Impfausweis!" Hast du jetzt Angst vor Ansteckung für Sammy, oder dass Sammy einen anderen Hund anstecken könnte (womit?), oder hast du Angst, irgendwelchen realen oder vermeintlichen behördlichen Auflagen nicht zu genügen?

Liebe Grüße
Andrea

Sammy
02.11.2005, 21:08
Hallo Andrea,
mir geht es eigentlich darum, das mir hier ein schlechtes Gewissen eingeredet wird wenn ich meinen Hund impfe.
Das impfen bei einem LM-Hund nicht ratsam ist steht ja nicht zur Debatte, ich setze es aber gleich mit anderen Stresssituationen die sich auch nicht vermeiden lassen. Bei Sammy ist es z.B. das Autofahren, er kolabiert mir da fast was vom Stress her auch einen Schub auslösen kann, aber es lässt sich nicht vermeiden, also muß er dadurch.
Und das mit den Behörden, da muß ich euch als Hundehalter ja wohl nichts erzählen. Dein Hund braucht heute doch einen Spinner nur anzuspringen und du hast das Ordnungsamt am Hals.
Hab ich leider selbst schon erlebt, das diese Hundehalterin jetzt alle zwei Jahre zum Wesenstest darf.
So das ist mein Problem.
Außerdem fahren wir jedes Jahr ins Ausland und das geht nur mit Hund, da er schon nach einem Tag ohne uns das Fressen einstellt.
Mein Mimöschen:cry:
Gruß Ramona u. Sammy

Margit
03.11.2005, 05:37
Original geschrieben von Jurablitz
Wir haben seit einer Woche einen Collie, der vermutlich aus Teneriffa stammt. Er wurde uns vor einer Woche abgebeben, leider ohne nähere Hinweise auf die "Reisekrankheiten". Anlässlich der sofort durchgeführten Zahnsanierung äusserte unser TA den Verdacht auf LM. Wir haben zuvor nicht mal gewusst, dass es sowas überhaupt gibt. Der ELISA Test ist positiv (die genaue Auswertung wird uns geschickt).


Hallo Anita,
wenn dein Collie ursprünglich von der Insel Teneriffa kommt, ist es eigentlich sehr unwahrscheinlich, dass er Leishmaniose hat. Auf den Kanarischen Inseln ist Leishmaniose extrem selten, dort sind eher Trypanosoma, Filarien, Ehrlichiose, Babesiose, Hepatozoen vertreten. Vielleicht ist das positive Ergebnis auf eine Kreuzreaktion mit einer dieser Erkrankungen zurückzuführen. Bin leider auch kein Spezialist auf diesem Gebiet, aber die Fachfrauen hier im Forum können dir sicher mehr darüber sagen.
Am besten du stellst die genaue Auswertung des Test´s einmal hier ins Forum. Wenn nicht auf alle Krankheiten getestet wurde, wäre es sicher gut auch noch einmal das Blut von Dr. Torsten Naucke untersuchen zu lassen, damit du wirklich ein genaues Ergebnis bekommst und dein Hund auch richtig behandelt werden kann.

claudia61
03.11.2005, 07:05
Original geschrieben von Sammy
Hallo Andrea,
mir geht es eigentlich darum, das mir hier ein schlechtes Gewissen eingeredet wird wenn ich meinen Hund impfe.
Das impfen bei einem LM-Hund nicht ratsam ist steht ja nicht zur Debatte, ich setze es aber gleich mit anderen Stresssituationen die sich auch nicht vermeiden lassen. Bei Sammy ist es z.B. das Autofahren, er kolabiert mir da fast was vom Stress her auch einen Schub auslösen kann, aber es lässt sich nicht vermeiden, also muß er dadurch.
Und das mit den Behörden, da muß ich euch als Hundehalter ja wohl nichts erzählen. Dein Hund braucht heute doch einen Spinner nur anzuspringen und du hast das Ordnungsamt am Hals.
Hab ich leider selbst schon erlebt, das diese Hundehalterin jetzt alle zwei Jahre zum Wesenstest darf.
So das ist mein Problem.
Außerdem fahren wir jedes Jahr ins Ausland und das geht nur mit Hund, da er schon nach einem Tag ohne uns das Fressen einstellt.
Mein Mimöschen:cry:
Gruß Ramona u. Sammy

hallo ramona,

hier werden infos weitergegeben, hier wird zu bedenken gegeben, aber für seine spezielle situation muss doch letztendlich jeder selber entscheiden!

Jurablitz
03.11.2005, 07:19
Leider habe ich den Test noch (immer) nicht vorliegen. Robin geht es im Moment sehr gut, die leichten, offenen Liegebeulen sind zu, die ursprünglich geschwollene Schädelseite von dem entzündeten Zahn und die geschwollenen Gelenke sind auch wieder normalisiert und die eine runde Kruste am Ohr ist auch weg. Ausserdem hat das Antibiotika dafür gesorgt, dass Robin sich viel besser bewegen kann, er humpelt fast gar nicht mehr.

Das Fell ist nach einer Behandlung in einem sehr guten Hundesalon wunderschön geworden, Milben und Schuppen sind weg. Er frisst gern und gut, die Verdauung ist ebenfalls o.k. Kein Mensch würde Robin jetzt für krank halten...

Mittlerweile hat er sich auch im Büro sehr gut eingelebt und kennt den ganzen Tagesablauf. Zuhause ist er Schritt auf Tritt hinter mir her.

Die Vorbesitzerin meinte, dass Robin nicht ohne Leine gehen soll, da er ev. weglaufen könnte. Robin sieht das aber gaaaanz anders, freiwillig geht er nur bis neben mein Bett, weil er ganz

genau weiss, Frauchen kommt sicher hierher.
Mit anderen Worten, es würde mich sehr, sehr, sehr reuen, wenn ich ihn zurückgeben müsste.

Jurablitz
03.11.2005, 08:52
öhm - Nachtrag...
Eben kriege ich einen Fax mit der Blutuntersuchung des nachträglich durchgeführten ELISA Tests für Robin
Leishmaniose <6.0 NEGATIV :D :confused: :D
Herzwurm-Antigen NEGATIV
Robin hat ja demnach gar keine Leishmaniose..
Nun werde ich am Montag nochmals hinfahren und ein komplettes grosses Blutbild an der Uni Zürich machen lassen und auch die anderen Mittelmeerkrankheiten testen lassen.
Aber nun ist klar, Robin bleibt bei uns:D

Margit
03.11.2005, 11:00
Original geschrieben von Jurablitz
Robin hat ja demnach gar keine Leishmaniose..
Super, das freut mich für euch und natürlich ganz besonders für euren Collie Robin! :D

Original geschrieben von Jurablitz
Nun werde ich am Montag nochmals hinfahren und ein komplettes grosses Blutbild an der Uni Zürich machen lassen und auch die anderen Mittelmeerkrankheiten testen lassen.
Das ist eine gute Idee! Ich drücke die Daumen und wünsche euch, dass es Robin weiterhin so gut geht!

:toitoitoi

tizian_2003
03.11.2005, 19:47
Hallo,

danke dir, Margit, dass du auf die Unwahrscheinlichkeit der Leishmaniose auf Teneriffa hingewiesen hast!! Ich hatte total überlesen, woher der Hund stammt, und hielt die Diagnose für gesichert.

Und nun hat sich ja herausgestellt, dass Robin gar keine Leishmaniose hat und bei dir, Anita, bleiben kann. Das freut mich wirklich sehr! Ich drücke euch die Daumen, dass auch bei den anderen Tests keine Reisekrankheit herauskommt.

Alles Gute!

Liebe Grüße
Andrea

tizian_2003
03.11.2005, 20:06
Hallo Ramona,

du schreibst, dass es nicht zur Debatte stehe, dass Impfen für leishmaniosekranke Hunde nicht ratsam ist. Da sind wir uns ja einig. Wenn du nun deine Entscheidung, deinen Hund trotzdem impfen zu lassen, mit einer "unvermeidlichen Stresssituation" gleichsetzt, erwartest du ja wohl nicht, dass ich (oder andere) das abnicke!

Und das ist auch kein Einreden eines schlechten Gewissens. Mit deinem Gewissen und deinen Entscheidungen und ihren Konsequenzen musst du selbst klarkommen. Und Sammy. Denn der kann nicht entscheiden.

Weißt du, als ich vor zwei Jahren meinen leishmaniose- und ehrlichiosekranken Tizian aufgenommen habe, bestand ein ziemlicher Teil seines Lebens aus Angst. Auch Autofahren war ein Problem, er übergab sich jedes Mal. Und er war mit dem Auto aus Spanien hierher gebracht worden!

Im Laufe der schönen Zeit, die wir bisher miteinander verbracht haben, habe ich gelernt, dass ich durch mein Verhalten sein ganzes Leben bestimme und vieles zum Positiven wenden kann. Er fährt heute Auto, ohne kotzen zu müssen, und auch sonst haben sich viele seiner Dämonen aufgelöst. Er ist munter und lebensfroh.

Dieses Jahr haben wir es bis nach Schleswig-Holstein sogar mit Abstechern nach Dänemark geschafft! Das war sehr schön.

Wenn ein Hund ein Angstproblem hat, kann man ihm arbeiten. Ein Da muss mein Hund jetzt durch hat noch nie geholfen.

Viele Grüße
Andrea

Kerstin
04.11.2005, 11:40
Original geschrieben von tizian_2003
... sogar mit Abstechern nach Dänemark geschafft!
Und das ganz ohne Impfpass! :grin:

tizian_2003
04.11.2005, 17:25
Original geschrieben von Kerstin
Und das ganz ohne Impfpass! :grin:
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