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krümelmonster
14.01.2006, 19:48
Hallo,
eine kurze bescheidene Frage eines in Sachen Leishmaniose völlig Unerfahrenen.
Was muss man beachten, wenn man einen LM positiven Hund aufnimmt?
Welche Kosten würden auf einen zukommen?
Welche Lebenserwartung könnte noch ein ca 11 Jahre alter Hund haben?
Die Fragen deshalb, ich spiele mit dem Gedanken, einen ca 11 Jahre alten Hund, der positiv getestet ist aufzunehmen.
Der Hund lebt seit ca einem halben Jahr in Deutschland, war vorher ca 4 Jahre in einem spanischen TH, davor Streuner.
Es wurde wohl ein Mittelmeertest in Spanien gemacht, ebenfalls liegen wohl Blutergebnisse aus Deutschland vor. Nächste Woche wird nachgetestet, die Ergebnisse werd ich erhalten.
Ich würde mir gerne einen Überblick über seinen Gesundheitszustand verschaffen, weiss dass ich auf Nieren- und Leberwerte achten muss.
Im Gespräch wurde noch erwähnt, dass der Hund an Arthrose leiden würde. Meine Nachfrage ob die Schmerzen auch von der Leshmaniose herrühren könnten wurden verneint mit der Bemerkung, die Krankheit würde keine Schmerzen bereiten.
Auf der anderen Seite mein ich gelesen zu haben, dass gerade Gelenkschmerzen und Entzündungen auftreten können.
Alles in allem bin ich eigentlich nun eher unsicher, worauf ich achten muss und soll. Kann es sein, dass ein Hund in dem Alter noch relativ stabil ist auch wenn er möglicherweise Jahre unbehandelt blieb?
Mein TA bot mir an, sich mit mir die Ergebnisse anzusehen.
Ich würde dem Hund gerne eine Zukunft schenken, hätte allerdings ein Problem damit, wenn die Lebenserwartung nicht mehr allzuhoch sein sollte.
Dies liegt allerdings eher daran, dass ich erst vor ein paar Tagen einen meiner Hunde sehr plötzlich und unerwartet verlor.
Für weitergehende Infos wär ich dankbar.
Liebe Grüße
Susanne
tizian_2003
14.01.2006, 21:47
Hallo Susanne,
das ist ja ein hübscher Fragenkatalog, den du da ausgebreitet hast! Mal ganz im Ernst: Positiv oder nicht positiv - krank oder nicht krank - wer soll dir denn was zur Lebenserwartung eines 11-jährigen Hundes sagen??? Das geht nun wirklich nicht. Und wenn du damit ein Problem hast, dann solltest du es lassen.
Auch die Prognose einer möglichen Leishmanioseerkrankung ist nicht wirklich seriös. Generell solltest du kein krankes Tier aufnehmen, wenn du nicht über die Mittel für die nötigen Untersuchungen und Behandlungen verfügst sowie über die Nerven, die es auch noch kosten kann.
Wenn du also einem alten, kranken Hund "eine Zukunft schenken" möchtest, dann tu es, weil er alt und krank ist und nicht trotzdem!
Liebe Grüße
Andrea
krümelmonster
14.01.2006, 22:30
@Andrea
Möglicherweise hast Du mich missverstanden. Ich weiss sehr wohl, was es bedeutet einen alten und kranken Hund aufzunehmen.
Bella, meine erste Hündin übernahm ich als 1o jährige vom hiesigen Tierheim. Sie kam ursprünglich aus Italien,lebte mehrere Jahre im TH und war dann bei mir. Ich musste sie mit 14, 5 Jahren über die RBB schicken.
1 1/2 später zog Sam ein, ein ca 12 Jahre alter Rüde, bis auf die Knochen abgemagert. Er fristete sein Leben an der Kette bevor er vom Tierschutz beschlagnahmt wurde. Kurz nachdem er bei uns einzog wurde ein Herzklappenfehler diagnostiziert. Mit den notwenigen Medikamenten lebte er noch fast 3 Jahre. Er starb infolge eines Lungenödems aufgrund eines dekompensierten Herzens.
Seit ungefähr einem Jahr ist Rosalie hier, ca 12 Jahre alt, sie wurde ausgesetzt. Sie hat HD, Ellbogenversteifung, Spodylose und die Milz zeigt unruhiges Gewebe. Sie wird tä versorgt , ausserdem sind wir in pysiotherapeutischer Behandlung.
Ich wusste und weiss bei all meinen Tieren, dass die Zeit begrenzt ist.
enerell solltest du kein krankes Tier aufnehmen, wenn du nicht über die Mittel für die nötigen Untersuchungen und Behandlungen verfügst sowie über die Nerven, die es auch noch kosten kann.
Das hab ich nie geschieben, ich wollt nur Auskunft was mich in etwa finanziell erwartet.
Wenn du also einem alten, kranken Hund "eine Zukunft schenken" möchtest, dann tu es, weil er alt und krank ist und nicht trotzdem!
Dann siehe bitte oben.
Ich denk, das wars dann.
Grüße
Susanne
tizian_2003
15.01.2006, 00:05
Hallo Susanne,
ich habe schon in deinem Profil gesehen, dass du ein Oldiefan bist. Verzeih mir meine auf dich hart wirkenden Worte, ich wollte dir nicht Unrecht tun.
Du hast schon öfter alte Hunde aufgenommen und die Begrenztheit von Lebenszeit ist dir bewusst. Suchst du jetzt die Hilfe "nur" in Bezug auf die LM?
Weißt du, es ist wirklich schwer, jemandem da wirklich eine fundierte Auskunft zu geben. Es kann durchaus sein, dass der Hund - obwohl unbehandelt - stabil ist und bleibt. Es kann auch sein, dass er mit der berühmten Tablette am Tag gut weiter zurechtkommt. In jedem Fall solltest du nicht (mehr) impfen lassen. Vielleicht kommt die Krankheit aber auch zum Ausbruch, und was dann anfallen könnte, kann man nicht wissen.
Im Vorfeld gibt dir eine komplette Blutuntersuchung mit einer Eiweißelektrophorese am besten Auskunft, ob die LM evtl. aktiv ist. Wenn du das machen lassen möchtest, kannst du die Werte hier posten, und wir helfen bei der Interpretation.
Ob die Bewegungsprobleme daher rühren können, kann man so nicht beurteilen. Eine Arthrose lässt sich doch aber evtl. röntgendiagnostisch darstellen, oder?
Wir machen als Betroffene hier meist zweimal im Jahr eine große Untersuchung , wie ich oben beschrieben habe, dazu meist eine Titerkontrolle. Wenn sonst nichts aktuelles Beunruhigendes vorliegt. Viele sind Mitglied bei Parasitus, und die Kosten dadurch sind nicht mehr so hoch. Dann fallen vielleicht noch Kosten für Kotuntersuchungen an, denn es wird nicht nach Schema, sondern nach Bedarf entwurmt.
Hilft dir das etwas weiter? Sonst frag ruhig noch mal. Und wenn du freigeschaltet bist, kannst du mal ein paar Geschichten im Mitgliederbereich nachlesen; das bringt dich vielleicht auch weiter, eine Entscheidung für dich und den neuen Hund zu finden. Was ist er denn für eine Rasse bzw. Mix?
peace: , okay? Und liebe Grüße
Andrea
krümelmonster
15.01.2006, 14:13
@Andrea,
danke für die Antwort.
Suchst du jetzt die Hilfe "nur" in Bezug auf die LM?
Im Prinzip ja, und zwar alles was damit zusammenhängt.
Es kann durchaus sein, dass der Hund - obwohl unbehandelt - stabil ist und bleibt. Es kann auch sein, dass er mit der berühmten Tablette am Tag gut weiter zurechtkommt.
Das hört sich doch schon mal ganz gut an;)
In jedem Fall solltest du nicht (mehr) impfen
Da mein TA nicht zu den "impfwütigen" zählt , haben wir wohl keine Probleme damit. Wie sieht's mit TW aus? Das auch nicht mehr? Dazu riet mir mein TA, damit ich auf der sicheren Seite bin, falls mal was wäre. Alles andere kommt eh nicht mehr in Frage.
Im Vorfeld gibt dir eine komplette Blutuntersuchung mit einer Eiweißelektrophorese am besten Auskunft, ob die LM evtl. aktiv ist. Wenn du das machen lassen möchtest, kannst du die Werte hier posten, und wir helfen bei der Interpretation.
Danke, werd ich auf jeden Fall machen.
Hilft dir das etwas weiter?
Auf jeden Fall.
Was ist er denn für eine Rasse bzw. Mix?
Hier mal ein Link.
http://www.graue-schnauzen.de/thumbs/bad/73434_aalen_cliff.jpg
LG
Susanne
tizian_2003
15.01.2006, 18:21
Strammer Bursche, der Cliff! Schaut recht unternehmungslustig in die Welt. Ich seh allerdings weniger Galgo, sondern mehr Dogge :D !
Tja, mit der Tollwutimpfung: Ich würde es nicht machen lassen. In dem Sinne "auf Nummer sicher" ist man ja nur rechtlich gesehen. Weil ein Hund u.U. getötet werden kann , wenn er Kontakt zu einem infizierten Tier hatte. Das liegt im Ermessen des Amtsvets. Sicher hatte Cliff eine Impfung vor nicht allzu langer Zeit und ist medizinisch (vermutlich) drei Jahre lang geschützt. Wenn er denn eine Immunantwort ausbilden konnte. Vielleicht kennst du schon www.haustierimpfungen.de (http://www.haustierimpfungen.de) .
Jedenfalls wünsche ich dir für deine Entscheidung alles Gute!
Liebe Grüße
Andrea
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