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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erlichiose, babesiose, usw.


Bloodhoundt
03.03.2006, 09:10
Hallo, an alle die schon länger hiersind und dieses Thema schon zigmal durchkauen mußten, Sorry. Aber seit einiger Zeit hör ich öfter nicht nur von Leishmaniose, sondern auch von Babesiose und Erlichiose.
Meine Frage gilt eigentlich der Prognose von Tieren, die z.B schon wegen letzteren beiden in Behandlung waren.
Bricht die Krankeheit immer wieder aus, weil im Blut der Virus kleben bleibt, oder ist einmal behandelt über längere Zeit und gut?
Oder ist ist wie bei HIV? Mit heutigen Medikamenten läßt sich das sogut untenhalten, das man keine Langzeitschäden für andere Organe befürchten muß, und eine recht normale Lebenserwartung hat?
Und noch eins. Habe zwei Nothunde aus Spanien. Rüpel, jetzt 7 Jahre, nicht kontrolliert, aber fit und "Die Kleine" 6 Jahre, ebenfalls nicht kontrolliert, aber auch fit. Bei "Der Kleine" sagte uns allerdings mal ein TA das sie recht große Lymphknoten hätte. Allerdings ist das auch schon 3 Jahre her.
Soll ich sie testen lassen? Wenn ja, was kostet das für 2 Hunde und wo mach ich das am besten?
Ich hab mal was gelesen, ihr hättet hier einen Spezialisten, der sich sehr gut auskennt. Gilt das für die Behandlung oder für das Labor?

Fragen über Fragen. (Alle wirklich ernst gemeint) Würde mich über eure Antworten freuen.
:kaffee:

tizian_2003
03.03.2006, 10:15
Hallo Claudia,

Ehrlichiose und Babesiose sind keine Viruskrankheiten! Ehrlichiose ist eine durch Bakterien verursachte Erkrankung, sie wird mit Antibiotika behandelt und ist ausheilbar. Babesien gehören zu den Protozoen (Einzellern), diese befallen die roten Blutkörperchen. Babesiose verläuft im akuten Stadium oft dramatisch, nicht selten tödlich. War der Verlauf aber verdeckter und geht die Krankheit in ein chronisches Stadium über, kann der Hund es selbst längere Zeit unter Kontrolle halten. Möglich ist dann, dass eine Anämie immer stärker wird und den Hund schwächt, andere Infektionen können das begünstigen. Außerdem kann der Hund Erregerreservoir sein und die Krankheit, wegen der auch hier vorkommenden Überträgerzecken, weitergeben.

Hunde aus dem Süden würde ich hier immer testen lassen. Das kannst du durch Parasitus und unseren Spezialisten machen lassen. Mitglieder bei Parasitus bekommen auf alle Untersuchungen 20% Rabatt. Eine Mitgliedschaft kostet 10,- Euro im Jahr. Sobald du freigeschaltet bist, sieh doch bitte mal in meine Signatur unter "Untersuchungen bei Parasitus" und lade dir dann das Formular. Dort siehst du, welche Tests angeboten werden und was sie kosten.

Liebe Grüße
Andrea

Bloodhoundt
03.03.2006, 11:00
Also wenn man Babesiose feststellt und der Hund wird behandelt und die Syptome gehen weg, kann man also davon ausgehen das er wieder ganz gesund wird? So was wäre ja auch wichtig falls man andere Hunde hat, ob die sich anstecken können. Und wie erkenne oder unterscheide ich akuten und chronischen Verlauf, wenn ich Z.B. nur die Infos habe das Babesiose festgestellt wurde und behandelt wird.
Und bei Leishmaniose, wie sieht es da aus? Auch ausheilbar, oder eher wie HIV.

tizian_2003
03.03.2006, 17:21
Hallo Claudia,

einen akuten Verlauf der Babesiose merkst du sofort, denn dem Hund geht es sehr schlecht. Die roten Blutkörperchen platzen, daraus entwickelt sich schnell eine massive Anämie, außerdem scheidet der Hund Hämoglobin mit dem Harn aus, er "pinkelt Blut". Wenn ein Hund nach Regel mit Carbesia behandelt wird, kann man von seiner Gesundung ausgehen. Man kann, wenn man möchte, nach einiger Zeit zur Sicherheit eine PCr machen lassen (direktes Nachweisverfahren).

Auch die Leishmaniose will ich nicht mit HIV vergleichen. Leishmanien sind auch Protozoen. In der Regel gilt diese Krankheit bisher als nicht heilbar, aber in vielen Fällen als beherrschbar. Es gibt aber Fälle, in denen die klinischen Symptome vollständig verschwinden, der Hund auch serologisch negativ wird und medikamentenfrei ist. Mit gewissem Recht könnte man - nach einer festzulegen Zeit - diese Fälle als geheilt bezeichnen. Es wäre eine Definitionsfrage der Medizin.

Liebe Grüße
Andrea

anastacia01
28.03.2006, 09:54
Hallo,

meine Tierärztin weigert sich, meinem Hund Carbesia zu spritzen,
da sie damit keine Erfahrung hat (so ein Blödsinn)...
jetzt sitze ich hier und suche dringend im Raum Bodensee einen
Tierarzt, der meinem Hund Carbesia spritzen könnte.

Bin dankbar um jeden Hinweis.

Liebe Grüsse
Elke

Mona
28.03.2006, 11:41
Hallo Elke,

Wäre es nicht Sache Deiner TÄ, sich mit Kollegen in Verbindung zu setzen ?:confused: Ich finde es ja gut, wenn Ärzte sich nicht überschätzen und sich alles zutrauen, aber dieses hier ...???
Vielleicht kann Dr. Naucke weiterhelfen ?