Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Brandbrief an alle Tierschützer im In- und Ausland
Da hier im Forum sehr viele Tierschützer aktiv sind und die Krankheit "Leishmaniose" in Tierschutzkreisen leider immer noch viel zu oft verharmlost wird, möchte ich zur Info folgenden Brandbrief einstellen!
Quelle: http://www.lega-pro-animale.de/infos.htm
Brandbrief von Frau Dr. Dorothea Friz an alle Tierschützer im In- und Ausland.
LIEBE TIERSCHUETZER UND TIERFREUNDE IN ALLER WELT
Castel Volturno, 17-04-2006
Wie Sie vielleicht alle wissen, ist die Krankheit "Leishmaniose" ein großes Problem in den Mittelmeerländern. Sie wird durch den Stich der Sandfliege (Phlebotomos spc.) übertragen. Diese Insekten haben ihre Hauptaktivzeit sehr früh morgens (3 Uhr bis Sonnenaufgang). Die Sandfliege muss sich mit einer Blutmahlzeit an einem infizierten Hund (= Reservoir der Krankheit) anstecken, bevor sie die Krankheit auf andere Hunde, aber auch auf Menschen, überträgt. Die Überträgerfliege ist offensichtlich schon nach Nordeuropa eingeschleppt worden.
Bis heute hat man weder einen Impfstoff zur Vorbeugung der Krankheit gefunden, noch eine Therapie, die einmal erkrankte Tiere vollkommen heilt. Leishmaniose ist eine sich sehr langsam entwickelnde, aber zum Tode führende Krankheit (meist durch Nierenversagen). Die einzige Möglichkeit, um unsere Hunde vor einer Ansteckung zu schützen, ist Vorbeuge: die Tiere müssen während der Sommermonate (01. April bis Ende Oktober) nachts in geschlossenen Räumen gehalten werden, in denen Insektizide verwendet werden oder Klimaanlagen im Einsatz sind. Auf den Tieren selbst sollten entsprechende Repellentien angebracht werden.
In der Region Kampanien wurde im Jahre 2002 ein Gesetz zur Kontrolle der Verbreitung von Leishmaniose verabschiedet: Besitzer und Halter von Hunden, die in endemischen Gebieten leben, müssen mindestens 1 Mal pro Jahr ihr Tier auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen Leishmaniose testen lassen. Wenn Tiere einen Titer von 1:160 oder höher haben, müssen sie behandelt werden. Wenn Verdacht auf die Krankheit vorliegt (Titer von 1:40 bis 1:80) muss so lange getestet werden, bis eine eindeutige Diagnose vorliegt. Erkrankte Tiere müssen in den Sommermonaten so gehalten werden, dass sie keinen Kontakt zur Sandfliege haben können. Die normal käuflichen Fliegengitter haben ein zu grobmaschiges Netz, es müssen Spezialgitter verwendet werden, wenn Tiere in Freigehegen mit Fliegengitter gehalten werden sollten.
Erkrankte Tiere müssen jedes Jahr wiederholt behandelt werden, auch wenn der Titer negativ werden sollte. Die Behandlung für einen mittelgroßen Hund beläuft sich auf ca. 1.000,00 Euro pro Jahr (Untersuchungen, Behandlung, Medikamente, wiederholte Blutanalysen).
Diese Vorsorgemaßnahmen, die verhindern, dass die Leishmaniose auf andere, noch gesunde Hunde und auf den Menschen übertragen werden, werden von der LEGA PRO ANIMALE und von der STIFTUNG FUER TIERSCHUTZ FONDAZIONE MONDO ANIMALE voll gebilligt. Leider haben wir festgestellt, dass andere Tierschutzorganisationen und Tierhalter das Gesetz nicht einhalten. Sie halten erkrankte Tiere, meist ohne sie mit Repellentien zu behandeln, zusammen mit noch gesunden Hunden immer im Freien - auch nachts in den Sommermonaten. Sie sagen zwar, dass die Krankheit "heilbar" sei (das italienische Tierschutzgesetz sieht Euthanasie nur für unheilbare Krankheiten vor), haben aber nicht die finanziellen Mittel für die Behandlung. Sie lassen die Tiere einfach vor sich hin vegetieren. Nur einzelne Tierschutzgruppen befürworten Euthanasie wenigstens dieser Tiere, bei der die Krankheit schon weit fortgeschritten ist. Die meisten lassen die Tiere unter Qualen sterben (Niereninsuffizienz).
Die meisten der Hunde in Tierheimen werden nie getestet.
Wir werden aus Gründen des Schutzes der anderen Hunde in jedem Fall auch weiterhin alle Hunde auf Leishmaniose testen und nur definitiv negative Hunde zur Vermittlung geben. Egal, ob in Italien oder Deutschland.
Mit tierschützerischen Grüssen aus Süditalien
Dorothea Friz
LEGA PRO ANIMALE (http://www.lega-pro-animale.de)
FONDAZIONE MONDO ANIMALE (http://www.fondazionemondoanimale.com)
Stephanie
29.04.2006, 09:49
Die Überträgerfliege ist offensichtlich schon nach Nordeuropa eingeschleppt worden.
Hierzu möchte ich gerne anmerken, daß die Sandmücke nicht aufgrund von erkrankten Hunden "eingeschleppt" wurde, sondern den Sprung über die Alpen geschafft hat, weil sich das Klima verändert hat !!! In Nordeuropa sind die Winter sehr viel milder geworden... Das ist der Grund dafür und es hätte niemand etwas daran ändern können !
Ich bin nach wie vor der Meinung, daß auch LM + Hunde ein REcht auf ein schönes Leben und Zuhause haben. Außerdem weiß ich aus eigener Erfahrung, daß die 1000 Euro pro Jahr recht hochgegriffen sind. Ich hatte selber zwei LM+ Hunde und ich habe es nie bereut, diese Hunde aufgenommen zu haben...
Pepeline
29.04.2006, 10:31
Hallo Stefanie
Ich wollte nur noch Anmerken, dass wir schon jetzt über der 1000 € liegen und es ist erst Ende April. Das liegt nicht nur in diesem Jahr so, auch in den vergangenen 3 Jahren. Sicherlich ist Alex kein typischer Leishmaniosefall (wenn man das so sagen kann), da bei ihm noch andere Erkrankungen mit eine Rolle spielen aber es resultiert aus den Mittelmeererkrankungen.
Ich finde es daher schwierig zusagen, welche Kosten auf einen zukommen. Man kann das einfach nicht abschätzen der
pauschalieren.
Nichts desto trotz würde ich mich auch mit dem Wissen von Heute wieder für Alex entscheiden und würde ihn nie mehr her geben.
sini2000
29.04.2006, 17:22
Hallo,
ich habe zwar keinen LM Hund, möchte aber trotzdem etwas dazu sagen.
Auch ich finde, dass LM Hunde nach D dürfen, wenn die Halter genau aufgeklärt werden.
Denn wir wissen ja alle, dass es bis zu 6 Monaten dauern kann, bis die Krankheit nachweisbar ist. Und was nützt es, wenn man sagt der Hund sei gesund, weil getestet und ist es dann nicht.
Viel viel wichtiger finde ich, den Haltern genau zu erklären, was passieren kann.
Darüberhinaus wundere ich mich, dass sie von diesen Gittern spricht und die Hunde nicht raus lassen will. Soweit ich weiss, würde es doch reichen, wenn alle Hunde Scalibor tragen, damit es keine weitere Ansteckung gibt?
Viele Grüsse
Ingrid
Original geschrieben von Stephanie
Hierzu möchte ich gerne anmerken, daß die Sandmücke nicht aufgrund von erkrankten Hunden "eingeschleppt" wurde, sondern den Sprung über die Alpen geschafft hat, weil sich das Klima verändert hat !!! Ohne die hier bei uns lebenden LM-Hunde, kann sich die Sandmücke aber nicht infizieren und die Krankheit auf andere Hunde übertragen. Auch in Deutschland ist es wichtig, dass den Importhunden in den Sommermonaten aus Sicherheitsgründen ein Scalibor Halsband angelegt wird. Aber tun das wirklich alle betroffenen Hundehalter?????? Hhmmmm .... diese Frage kann sicher niemand mit einem eindeutigen "JA" beantworten!
Zitat Quelle:http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,2192147,00.htmlDr. Naucke züchtet die kleinen Blutsauger, erregerfrei. Wie bei allen Stechmücken brauchen die Weibchen Blut zur Vermehrung. Nur wenn das Blut mit Leishmanien verseucht ist, wird die Mücke zur Gefahr. Ihm darf deshalb keine einzige Mücke entkommen. Denn falls sie draußen einen infizierten Hund sticht, besteht Gefahr.
Francecamper
29.04.2006, 21:23
Moin,moin Fories
Ich bin ja sonst mehr ein stiller Leser oder gelegendlicher Schreiber ,aber hier geht mir der Kragen auf.
Das ist ja mal wieder harter Tabak.Auch wenn man das Thema nicht verharmlosen soll,auf dem Teppich sollte man bleiben .
Leider hat die Brandbriefschreiberin sich zu sehr in ihren Stil verbissen.Oberflächlich gelesen ist das eine richtige Werbekampagne.Wenn die Dame schreibt das von ihrer Orga nur "negativ" Hunde zur Vermittlung kommen,tun mir die Tiere leid.Bis feststeht das ein Tier negativ ist bedarf es eines größeren Zeitraumes =das Tier muß also die ganze Zeit eingesperrt werden.Und was ist mit infizierten Hunden?werden die dann getötet ?Ab welchem Titer? Dann braucht keine Orga Tiere aus den Staatlichen Tötungsstellen retten
Wichtig ist eine rechtzeitige und vorherige ( detailierte ) Info an zukünfte " Besitzer"
PS: Schützen ( Scalibor )sollte man nicht nur " Importhunde " alle Urlauberhunde die mit der Fam. mit in den Süd-Urlaub genommen werden ,sollten geschützt werden
Ich habe auch 2 (momentan) negativ getestete Hunde und bin ehrlich gesagt erleichtert darüber. Trotz allem finde ich den Brief ein wenig Panikmache und auf der anderen Seite zu verallgemeinernd. Wer kann denn genau sagen daß ein LM+ Hund pro Jahr 1.000€ kostet? Und wer erklärt mir dann die damalige Rechnung von 1.800€ in 5 Monaten die wir bei Kami in der Tierklinik ließen? Und nein, Kami hat weder LM noch Ehrlichiose, noch sonst etwas, sie hatte nur Giardien. Aber das herauszubekommen war nicht das Ziel dieser Tierklinik, meine Süße ist ja ein "gefährlicher Auslandshund".
Ich denke wenn wir alle, ob positiv getestet oder momentan negativ getest mit unseren Tieren verantwortungsvoll umgehen kann (und darf) keine Gefahr entstehen. Scalibor ist in dem Sinn eine gute "Waffe" um der Verbreitung keine Chance zu geben.
Ich schließe mich den Worten von Francecamper zu 100% an, keiner kann mit absoluter Gewissheit sagen daß der negativ getestete Hund nicht 5 Sek. nach Blutabnahme von einer Mücke gestochen wurde. Eine absolute Gewissheit gibt es nicht, das musste ich erst gestern wieder erfahren. Ein seit Jahren negativ getesteter Hund (ehem. Grieche) wurde im März 2006 zum LM+ Hund mit nicht mal geringem Titer.
Aufklärungsarbeit, Informationspflicht und Prävention sind immer die ersten Mittel meiner Wahl.
Und noch so´n paar Wörter zum Abschluss die mir gerade noch durch den Kopf spuken.
Kein Mensch kann mit Gewissheit sagen daß er sich ein gesundes Tier ins Haus holt. Ob das nun der Welpe vom (so heißhochgejubelten) Rassezüchter ist, der Mischlingszwerg von nebenan, der Hund aus dem Tierheim. Demnach kann auch kein Mensch sagen wieviel er für das Tier im Tierleben zu zahlen haben wird, Futter, TA-Kosten, etc.
Fakt ist, für ein Tier muss mit Bedacht entschieden werden, ob nun erst mal als gesund oder krank geltend. Aufklärung ist gut, Kontrolle besser, je mehr man an Informationen hat, desto besser kann man bei Auffälligkeiten reagieren.
Allein schon aus dem Grund finde ich den "Brandbrief" als.. naja, sagen wir ungeschickt. Für mich macht es den Eindruck als würde Frau Fritz nur gesunden Hunden eine Chance geben, sozusagen eine 2-Klassenbetrachtung. Gesund darf gehen, krank .... ja, was passiert eigentlich mit den kranken Hunden?
:rolleyes:
Ich glaube nicht, dass es sich bei dem Brief von Frau Dr. Friz um Panikmache handelt und es geht auch nicht darum, dass man hier in Deutschland ebenfalls einen kranken Hund bekommen kann, dessen Behandlung sehr viel Geld kostet. Bei Leihmaniose handelt es sich schließlich um eine unheilbare Krankheit die in Deutschland bisher noch nicht heimisch ist.
Es geht auch nicht darum, ob die jährlichen Behandlungskosten nun wirklich genau 1000,- € betragen, oder vielleicht nur 500,- € oder aber auch 3000,- € oder noch mehr. Hier geht es um Erfahrungswerte. Ein Tierschutzverein, der sich im Ausland um LM+ Hunde kümmert, wird sicher durchschnittlich mit ca. 1000,- € Behandlungskosten für einen mittelgroßen Hund rechnen müssen. Natürlich ist das von Hund zu Hund unterschiedlich.
Es sagt auch niemand, dass man alle LM+ Hunde im Ausland einschläfern soll. Es gibt z.B. einige wenige Vereine, die sich Vorort um diese kranken Hunde kümmern, was meiner Meinung nach eine viel bessere Lösung ist. Wie oft liest man z.B. in Tierschutzverteilern, dass wieder einmal ein LM+ Hund zum Wanderpokal wurde, weil die Besitzer psychisch oder finanziell nicht mit der Situation klar kamen.
Es geht doch bei diesem Brandbrief einzig und allein darum, dass man wissentlich keine LM+ Hunde nach Deutschland importieren sollte, solange es noch keinen Impfstoff zur Vorbeugung dieser Krankheit gibt. Der Überträger der LM, die Sandmücke, ist ja mittlerweile schon in einigen Gebieten Deutschlands gefunden worden. Und solange Leishmaniose nicht heilbar ist und solange es noch keinen Impfstoff gibt, besteht auch die Gefahr, dass sich gesunde Tiere oder Menschen infizieren können. Wer möchte das verantworten?
Frau Dr. Dorothea Friz wurde ihre Haltung zum Problem "Leishmaniose" von Fachleuten in aller Welt auf vielen Kongressen und Fachseminaren bestätigt! Dr. Torsten Naucke, Vorsitzender von Parasitus Ex e.V., vertritt doch im Grunde genommen die gleiche Meinung (siehe Zitat)! Es erstaunt mich doch sehr, dass solche Warnmeldungen hier einfach als Panikmache o.ä. abgetan werden!
Quelle: http://www.leishmaniose.de/leish_heilbar.html
... und ich muß mit Entsetzen feststellen, daß Tierschutzorganisationen wissentlich Leishmaniose-infizierte Hunde nach Deutschland importieren bzw. vermitteln, trotz der geringen Aussichten auf eine wirklich erfolgreiche Therapie für diese Hunde ! ... und darüber hinaus ist es aus epidemiologischen Gründen kaum vertretbar einen wissentlich Leishmaniose-infizierten Hund nach Deutschland zu importieren. Denn auch in Deutschland gibt es Sandmücken, welche sich an einem Leishmaniose-Hund infizieren könnten, und diese wiederum wären dann für eine weitere Ausbreitung der Leishmaniosen in Deutschland verantwortlich ! ... und es würde sich dann die Frage stellen, ob nun eigentlich die infizierte Sandmücke für die Verbreitung von Leishmaniosen in Deutschland verantwortlich wäre, oder eben der, der den infizierten Hund nach Deutschland importierte ! ... und wenn dem so ist, dann wäre der Import und/oder die Vermittlung eines wissentlich Leishmaniose-infizierten Hundes ein Verstoß gegen das ...'Gesetz zur Verhütung von Infektionskrankheiten beim Menschen'. Derzeit häufen sich die Fälle von Leishmaniose-Erkrankungen bei Mensch und Tier in Deutschland. Inzwischen sind 9 Fälle bekannt, bei denen der Mensch, eine Katze, ein Pferd und eben 6 Hunde sich mit Leishmaniose in Deutschland infiziert haben.
Hallo,
Bei den Haltungsbedingungen in ausländischen Tierheimen,
privaten T ierschützern dürfte keine Ausreise mehr genehmigt
werden ! Was in Fernsehberichten zu sehen ist, sind die Tiere
nur draußen in großen Ausläufen. Sicher ist es finanziell schon nicht möglich, jedem Hund ein Scalibor anzulegen.
Was soll also die Aufregung ? Glücklicherweise scheint es ja auch
Ausländer zu geben, die von den Krankheiten verschont bleiben.
Und da in deutschen Tierheimen scheinbar "nur" Schäferhunde,
Rottweiler, d.h. große Hunde usw. und deren Mischlinge zur Vermittlung stehen,
werden nach wie vor kleine Hunde und Welpen aus dem Ausland
vermittelt, da die Chancen zur Vermittlung in D höher sind.
Wichtig ist ,das die Orgas über die Krankheiten informieren und
nicht sagen, 1 Tabl. die Woche und alles wird gut ! Viele Hunde-
besitzer in meiner Nachbarschaft hatten noch nie etwas von diesen Krankheiten gehört (spanische Hunde aus dem Tierheim).
Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich würde wieder einen Ausländer aufnehmen, bin aber auch dafür, daß der Tierschutz im jeweiligen Ausland verstärkt betrieben wird, so das
mehr Hunde und Katzen in ihrem Land gut leben können.
Bitte schlagt mich nicht, aber kann mir jemand erklären, was BRANDBRIEF bedeutet?????
Sorry, aber ich habe das noch nie gehört, oder gelesen und bevor ich meinen Senf dazu abgebe, würde ich das gerne wissen.
Danke schon mal!
Original geschrieben von Kerstin
Bitte schlagt mich nicht, aber kann mir jemand erklären, was BRANDBRIEF bedeutet?????
Brandbrief = schriftliche Mitteilung, die eine dringende Mahnung oder Bitte enthält
Danke Margit! :kiss:
Wie oft liest man z.B. in Tierschutzverteilern, dass wieder einmal ein LM+ Hund zum Wanderpokal wurde, weil die Besitzer psychisch oder finanziell nicht mit der Situation klar kamen.
Außer Frage ist, dass die hier aktiven Fories willens und mächtig sind, sich mit dieser und vielen anderen Krankheiten ihrer Schützlinge auseinander zu setzen. Einen aufrichtigen Glückwunsch an die Hunde, die so einen Platz gefunden haben!
Fakt bleibt, dass es hunderte andere Hundebesitzer nicht sind.
Aus meiner ganz persönlichen Sicht ist dieser Brandbrief unnötig und überflüssig, aber wenn man nun einmal bedenkt, dass längst nicht jeder Mensch in der Lage ist, finanziell und auch mental, mit so einem kranken Hund zu leben, bekommt dieser Brandbrief plötzlich einen Sinn.
Wir alle haben hier viel zu viele Benutzer erlebt, die mit der Sache ganz einfach überfordert waren/sind, oder sich gar nicht weiter mit der Problematik auseinandersetzen wollten, weil es zu unbequem war/ist. Man hätte das dann den Hunden von vorherein besser erspart. Ich hoffe meine Sichtweise ist da nicht zu millitant, aber wenn man den Leuten immer wieder vorbetet, wie wichtig es ist zu handeln und endlich die Initiative zu ergreifen, endet manchmal auch die Geduld.
Leider zeigt dieser Brandbrief für mich keine brauchbaren Alternativen.
Wir hier im Forum sind leider die Minderheit, die sich von diesem Brandbrief auch nicht angesprochen fühlen sollten und ich denke das vergessen wir (zum Glück?) nur all zu schnell.
Es fehlt viel zu sehr an Information und Aufklärungsarbeit. Niemand informiert Urlauber über ein mögliches Krankheitsrisiko während eines Urlaubsaufenthaltes für Hund UND Mensch. Da geht es doch schon los, aber ich denke dort hat maßgeblich die Tourismusbranche den Daumen drauf...
Original geschrieben von Mona
Ich möchte nicht falsch verstanden werden, ich würde wieder einen Ausländer aufnehmen, bin aber auch dafür, daß der Tierschutz im jeweiligen Ausland verstärkt betrieben wird, so das
mehr Hunde und Katzen in ihrem Land gut leben können.
Das kann ich nur unterstreichen!:clap:
Kastrationsaktionen und Aufklärung vor Ort - in Spanien, Italien, Griechenland etc.
claudia61
02.05.2006, 12:11
zu dem brief fällt mir eine rückfrage ein:
und was ist mit den unzähligen hunden, die mit ihrer familie in den südenurlaub fahren?
da glaubt doch nicht im ernst jemand, dass sich da die mehrheit gedanken macht, sich informiert und entsprechend handelt......
und selbst wenn das getan wird, dann gibt es da die haarsträubendsten ratschläge......
udn wer will da veränderungen, eine sinnvolle verfahrensweise etablieren??
mir persönlich ist der brief daher zu einseitig!
Ich denke, die Aufklärung ist einfach das A und O dieser Krankheiten und zeigt dadurch auch immer wieder deutlich, wie die einzelnen Orgas arbeiten und wie ihre Verantwortung der Hunde gegenüber ist.
Leider haben wir mit unserem Spanier ( LM positiv, hatte von Anfang an die typischen Krankheitszeichen) vor 5 Jahren ja die Erfahrung gemacht, keine Aufklärung, null Information und Nachbetreuung oder Erkundigungen wie es dem Tier geht.
Unser Hund ist damals fast elendig gestorben, keiner wußte was er hat.
Leishmaniose, das Wort hatte ich nie gehört.
Trotzdem haben wir uns letztes Jahr wieder für einem Spanier entschieden, dieser wurde innerhalb eines halben Jahres in Spanien dreimal auf LM getestet und wir testen jetzt im Mai nochmal nach und dann jährlich. Jetzt sind wir ja mittlerweile "Profis" für solche Krankheiten, man hat den richtigen Ansprechpartner, einen guten Tierarzt, das Forum hier und einer Organisation die immernoch hinter ihren "ehemaligen" Hunden steht und darauf achtet, das regelmäßig getestet wird.
Ich würde immer wieder Hunde aus dem Süden adoptieren, keine Frage.
Als Panikmache würde ich den Brief nicht deuten, es gibt leider immernoch genügend Tierärzte und auch Tierschützer, die einfach diese Krankheit runterspielen, unter dem Motto: eine Tablette am Tag.....das ist doch furchtbar und auch unfair dem Tier gegenüber
Das habe ich letztens erst wieder erlebt.
Ich finde es wichtig, daß man aufkärt, lieber etwas zu viel als zu wenig, denn jeder sollte sich wirklich Gedanken machen, ob er einem kranken Hund gewachsen ist, jetzt auf die Leishmaniose bezogen.
Denn es ist nicht schön, zu sehen wie das Tier durch diese Krankheit langsam zerfällt, denn wenn man das seelisch als Halter nicht packt, hilft man seinem Tier erst recht nicht.
Auch der finanzielle Aspekt ist zu bedenken, nicht jeder kann mal locker tief in die Tasche greifen.
Wenn ich an unsere Behandlungskosten denke, oh ha!!!
Die Propylaxe die in dem Brief steht, wie man mit den Hunden in den Auffangstationen vorgehen soll, naja, ist sehr schwierig!
Viele liebe Grüße
Antje
Das nur negativ-getestete Hunde nach Deutschland ausreisen sollen, das sehr ich etwas zu ... mmmmm.
Jeder weiß ja über die Inkubationszeit bei der LM bescheid, heute negativ, morgen positiv?
Ich hatte auf Grund meines Postings zu dem Thema ein langes, angeregtes Telefonat mit Norbert... (Hilfe! Ich kann Dich/Euch hier immer noch nicht finden...).
Leider liegt es in der Natur der Sache, dass der Schreiber nicht nur lesen kann was er schreibt, sondern auch weiß welche Gedanken hinter dem Geschriebenen stehen und auch, was er damit schlussendlich ausdrücken wollte.
Es scheint als sei es mir hier nicht recht geglückt das von mir gedachte auch verständlich in Worte zu bringen.
Am Ende unseres wirklich netten Telefonates einigten wir uns darauf, dass ich mich noch mal zu dem melde was ich hier, etwas weiter oben, geschrieben hatte. Leider fordern unsere 885 m² Garten ihren Zoll, so dass ich erst jetzt dazu komme mein Versprechen einzulösen.
Ich schrieb "Aus meiner ganz persönlichen Sicht ist dieser Brandbrief unnötig und überflüssig". Damit wollte ich weder Inhalt noch Schreiber des Brandbriefes in irgend einer Weise herabwürdigen, sondern lediglich ausdrücken, dass für mich persönlich (!!!) darin nicht neues zu lesen stand, der Grund des BRANDBRIEFES irgendwie einfach nicht gegeben war.
Ich hatte um die Erklärung des Wortes "Brandbrief" gebeten und bekam als Antwort "schriftliche Mitteilung, die eine dringende Mahnung oder Bitte enthält".
Ursprung meiner vielleicht etwas unhöflichen oder auch reißerischen Ausdrucksweise mag gewesen sein, dass ich, wie viele, VIELE andere bemühte Fories auch, täglich mit der Angst um die Gesundheit meines Hundes UND allerlei Repressalien, Einschränkungen und Diskriminierungen durch die Leishmaniose leben muss und dadurch die Tolleranzschwelle für offene oder versteckte Kritik manchmal fast völlig verschindet.
Ich hoffe das nun für alle verständlicher formuliert zu haben und wünsche Euch allen einen sonnigen, warmen und schönen Tag! Gönnt Euch ein Eis auf dem Heimweg und denkt dann mal an mich!
Original geschrieben von Margit
Ohne die hier bei uns lebenden LM-Hunde, kann sich die Sandmücke aber nicht infizieren und die Krankheit auf andere Hunde übertragen. Auch in Deutschland ist es wichtig, dass den Importhunden in den Sommermonaten aus Sicherheitsgründen ein Scalibor Halsband angelegt wird. Aber tun das wirklich alle betroffenen Hundehalter?????? Hhmmmm .... diese Frage kann sicher niemand mit einem eindeutigen "JA" beantworten!
Zitat Quelle:http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,2192147,00.html
Auch wenn viellicht nicht jedem Wort, stimme ich inhaltlich dem "Brandbrief" völlig zu.
Wir haben gestern, nach nur 2,5 Jahren, unseren nicht einmal 7jährigen "Italiener" Rico an die Leishmaniose verloren. Trotz vieler glücklicher Tage und beidseitiger tiefer Liebe: Die Krankheit war mit Ihren immer neuen Schüben und grausamen Varianten eine extrem große Belastung für den Hund und uns. Nicht ansatzweise wurde uns von der Tierrettung erklärt, was mit dieser schweren Krankheit auf uns zukommt.
Als direkt Betroffener kopiere ich hier mal meine (etwas polemische) Wut und Frustration aus dem Mitgliederbereich hinein. Bitte nicht falsch verstehen, es geht nicht gegen Tierrettung im Mittelmeerraum an sich, sondern gegen unwissende, mangelhafte, und zum Teil teils schlicht gelogene "Information" an die potentiellen Leishmaniose Frauchen und Herrchen...
Leishmaniose wird noch immer so unglaublich verharmlost, ich könnte kotzen.
Die "Tiere suchen ein Zuhause" Website ist voll mit Texten wie "LM+ aber kein Problem dank Tablette". So ein Bullshit!!!
Mal ganz unpolitisch pro/contra "Tierrettungsimport": Warum kann man nicht wenigstens die Wahrheit schreiben? Leishmaniose ist *nie* unproblematisch, verdammt! LM ist eine schwere Krankheit, oft ein schreckliches Auf und Ab für Hund und Mensch, oft eine unglaublich große emotionale (und auch finanzielle) Belastung.
"Retten" schön und gut, aber denkt vielleicht auch mal jemand an die Menschen, die unwissend diese manchmal untragbar schwere Last auf sich nehmen??? Es gibt sicher schwächere (und ärmere) Menschen als meine Frau und mich... was mutet Ihr diesen Menschen zu?
Ich sage bestimmt nicht "keinen LM+ Hund retten". Aber wenigstens muß man doch so ehrlich sein, den unbedarften Neuling zu informieren, was diese Krankheit wirklich bedeutet! Man muß doch wissen, auf was man sich da einläßt ... die Entscheidung kann dann doch jeder bewußt für sich selber treffen.
Aber ist warscheinlich schlecht für die Vermittlungsbilanz und das eigene Ego? Oder verrennt Ihr Euch in das gut gemeinte Tierschutzengagement und vergesst dabei mal wieder den Menschen?
Viele Menschen (wie wir) wollen helfen, aber nicht so, nicht mit Beschwichtigungen, Halbwahrheiten und Lügen über eine wirklich schwere und problematische Krankheit...
PS: Geht natürlich nicht gegen Euch Fories sondern gegen die "Retten um jeden Preis" Mentalität.
Und natürlich kommt später auch unser nächster Hund wieder aus dem Tierheim, wenn auch wohl kein Südländer mehr...
Schmusebacke
21.09.2006, 08:35
Hallo Nils,
es tut mir sehr leid, dass Du Deinen Rico verloren hast - es muss unglaublich weh tun - ich darf mir sowas gar nicht vorstellen.
Ich kann Dir nur zustimmen, die Aufklärung läßt sehr zu wünschen übrig, und die Leishmaniose wird sehr verharmlost.
GsD bin ich z.Zt. diesbezüglich nicht betroffen - trotz Hund aus Spanien und Griechenland. Aber eine Garantie dass das so bleibt habe ich wohl nicht, die hat keiner.
Dass bei Tiere suchen ein zu Hause LM als harmlos dargestellt wird ist in meinen Augen auch verantwortungslos - aber da gibt es eh nur liebe Hunde, Schmusebacken und ganz treue Seelen.
Alles kein Problem.
Alles Liebe für Dich
vBulletin® v3.8.5, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.