Hallo,
ich habe seit letzten Sommer eine Jagdhündin aus Spanien. Sie wurde in Spanien negativ auf Leishmaniose getestet. Ich habe sie dann im November auf Anraten des Tierarztes nochmal einem Südencheck unterzogen, da war der Wert 1:100. Beim letzten Impftermin, hat die Ärztin dann nach dem Impfen nochmal Blut entnommen, da war der Wert nun schon 1:200.
Der Hund ist topfit, rennt springt, hat schönes Fell...
Welche Schritte würdet ihr mir als nächstes raten? Medikamente? Kastration steht auch in ein paar Wochen an?
Gebt mir ein paar Tipps. Ich bin jetzt schon in Sorge
Gruß Brigitte
Hallo Brigitte,
als allererstes würde ich zu einem Blutbild raten, inkl. Leber- und Nierenwerte - optimalerweise noch eine Eiweisselektrophorese dazu. Der Titer alleine sagt sehr wenig darüber aus, wie es "im Hund" aussieht, ob die Blutbildung betroffen ist, Leber oder Nieren angegriffen sind.
Wenn es dem Hund gut geht und die Blutwerte stimmen, kannst Du davon ausgehen, dass er stabil ist und bleiben kann.
Wurden auch die anderen - in der Region vorkommenden - Mittelmeerkrankheiten überprüft oder nur die Leishmaniose?
Und nun kopiere ich Dir mal das rein, was ich auf die Medikamentenfrage schon vor einiger Zeit im Mitgliederbereich gepostet hatte:
****
Was bei Leishi-Hunden nicht angesagt ist, wäre Cortison , weil es das Immunsystem unterdrückt und somit den Leishmanien Vorschub bietet und zudem bei einem Hund, dessen Immunsystem schon genug mit den Leishmanien zu tun hat, auch noch den Türöffner für weitere Infektionskrankheiten, Bakterien und Viren spielt.
Auch geimpft sollte ein Leishi-Hund nicht werden, zum einen stellt sich die Frage, ob das Immunsystem überhaupt Antikörper gegen die Infektionskrankheiten bilden kann (weil es ja schon mit den Leishis beschäftigt ist) - zum anderen kann das Immunsystem mit der Anregung zum bilden von Antikörpern auf die verschiedenen Infektionskrankheiten (nichts anderes tut eine Impfung ja) und dem gleichzeitigen In-Schach-Halten der Leishis völlig überfordert sein, diese Aufgabe in Folge nicht mehr bewältigen und dann einen Leishmaniose-Schub auslösen.
Narkosen wären eine weitere Sache, die sehr sorgfältig abgewogen werden muß - selbstredend sind lebenswichtige OPs notwendig, die Narkoseart und Dauer sollte der Vet aber auf die bestehende Krankheit auslegen.
Als Faustregel kannst Du Dir merken, dass alles was das Immunsystem belastet vermieden werden sollte und gleichzeitig alles getan werden, was dem Immunsystem hilft seine Arbeit zu tun: Eine Ausnahme ist die Unterstützung des Immunsystems mit Echinacin, denn das unterstützt nicht nur, sondern kurbelt an und kann so wiederum ähnlich kontraproduktiv sein, wie Impfungen.
Sehr wichtig finde ich - nicht nur bei Leishi-Hunden, sondern überhaupt - eine gesunde Ernährung und möglichst wenig chemische Belastung!
**********
Ich hoffe das hilft Dir für´s erste weiter und frag ruhig, wenn etwas unklar ist oder Du noch etwas wissen möchtest!
Liebe Grüße,
Melanie
Wauzimama
21.05.2006, 06:58
Meine Leslie hat auch einen titer von 1:200 - sie ist auch topfit, der TA sagt sogar "kerngesund" - nachdem er alle Blutwerte hat testen lassen hat er mir von einer Behandlung abgeraten solange sie keinerlei Krankheitsanzeichen hat.
Natürlich bin ich kein Experte - ich hoffe ich tu das Richtige...
vBulletin® v3.8.5, Copyright ©2000-2012, Jelsoft Enterprises Ltd.