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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BARF/ Leishmniose/ Erfahrungen????


Unregistriert
20.07.2007, 10:11
Hallo Ihr Lieben!

Heute bekomme ich einen ca. 2 Jahre alten Viszla, der an Leishmniose erkrankt ist. Er lebte ca 1 Jahr auf einem verlassenen Grundstück und sah recht übel aus als er ins Th kam. Er hat im TH (in Spanien) eine Chemotherapie bekommen. Nun bekommt er Medikamente gegen Leish. Er ist seit 2 Wochen in D (ich übernehme ihn von einer anderen Pflegestelle).
Von der jetzigen Pflegestelle weiß ich, dass ihm noch ca. 5 kg zum Normalgewicht fehlen. Er trinkt kein Wasser aus dem Napf (muss zum Trockenfutter, das er z.Zt. bekommt, beigemischt werden.)
Ich habe mal gehört, dass man mit barfen "alles" ziemlich gut in den Griff kriegt. Ich weiß zwar, dass Leish nicht heilbar ist, aber man könnte es zumindest versuchen zu verbessern, bzw. den Heilungsprozess zu unterstützen.
Außerdem habe ich gelesen, dass Vitamin B sehr gut für Organe, Haut und Fell sein soll.
Hat jemand vielleicht Erfahrungen mit Leish-infizierten Hunden und barfen???
mache mir -obwohl das kerlchen noch gar nicht angekommen ist- sehr viele Gedanken, weil ich Fotos gesehen habe. Er sieht durch die krankheit wirklich nicht so gut aus....

Bin für jeden Tipp dankbar.

lg

karo

Kerstin
20.07.2007, 10:40
Hallo Karo!
Und willkommen hier im Forum.
Sehr viele Betroffene haben Erfahrung mit "BARFEN", obwohl wir das hier inzwischen sehr individuell handhaben (müssen). Sehr viele Hunde werden mit frischer Kost gefüttert und wir haben damit durch die Bank sehr gute Erfahrungen gemacht. Nicht jeder Hund verträgt das eigentliche, ursprüngliche Barfen. Wir sind vor langer Zeit auch mal so angefangen, mussten aber lernen, dass das für unsere Specknase nicht optimal ist. Inzwischen bekommt sie Rohes und Gekochtes gleichermaßen. Es wird wirklich sehr unterschiedlich vertragen und so auch gehandhabt.
Sicher ist jedoch, dass eine ausgewogene, gesunde und vor allem frische Ernährung ein großer Bestandteil im Gesamtbauwerk Gesundheit darstellt.

Man muss einiges beachten, grade wenn der Hund mit Allopurinol behandelt wird. Dann solltest du auf eine purinarme Ernährung achten, damit sich keine Xanthinsteine bilden. Innereien, Haut von Fisch und Geflügel und Hülsenfrüchte sollte man nicht füttern. Hierzu kannst du im Bereich Ernährung viele Informationen finden, wenn du dich hier anmeldest.

Ganz allgemein wäre es aber sehr wichtig zu wissen, wie es deinem Pflegi momentan geht. Dazu wäre eine eingehende Blutuntersuchung (großes Screening mit Organwerten, Eiweißelektrophorese in Kurvendarstellung) sehr wichtig und aufschlussreich. Grade wenn der Hund eine Chemo (mit Glucantime?) hinter sich hat, müsste man sich erst einmal einen Überblick verschaffen, wie Niere und Leber derzeit arbeiten und erst dann kann man sagen wo und wie am besten unterstützt werden sollte.

Ingrid
20.07.2007, 22:53
Hallo Karo,

willkommen hier.
Kerstin hat Dich schon über die wichtigsten Dinge informiert.

Sehr wichtig sind die Befunde und die Eiweißelektrophorese.
Anhand er Blutbefunde kann ich Dir dann auch sagen, was bei der Fütterung
zu beachten ist.
Hochwertige Nahrung ob roh oder gekocht ist auf jeden Fall von Vorteil.
Bei Leishmaniose sind auch die Innenorgane geschädigt , so daß unter Umständen nicht alles was als gesund gilt , auch verdaut werden kann.
Durch die Glucantime Behandlung werden Leber und Nieren sehr beansprucht
und auch geschädigt.
Mit hochwertiger Nahrung die auf das individuelle Problem abgestimmt
ist, kannst Du Deinen Hund auf jeden Fall sehr unterstützen.
Nahrungsergänzungen können auch notwendig sein, aber dazu kann
man erst genaueres sagen, wenn Du die Befunde eingestellt hast.

claudia61
21.07.2007, 09:44
ich habe meinen vorrednern nicht viel hinzuzufügen.
ausser, dass ich bei meinen sieben tieren nur die besten erfahrungen gemacht habe mit der rohfütterung!
meine hündin (jetzt sowas geschätzte 9jahre alt) ist LM+, hat aber wohl noch nie einen schub gehabt. ich habe sie seit 4/2003. seit herbst 2003 wird sie (getreidefrei) gebarft. seit ende 2003 ist sie komplett medikamentenfrei und erfreulich stabil. sie ist sehr fit und robust geworden.
ich hoffe, dass ich ihren allgemeinzustand noch lange zeit so gut wie möglich halten kann!!