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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Geimpft" gegen Leishmaniose?


Nina
02.03.2005, 19:25
Hi allesamt,

bin neu im Forum, habe meine LM-positive Hündin aber jetzt drei Jahre.

Kim kam mit einem schwach positiven LM-Titer hier an. Testmethode unbekannt, "Tatort" Mallorca (!).

Dieser schwach positive Titer hat sich nie geändert, weder bei den Laboklin-Untersuchungen alle halbe Jahre noch beim Test durch Maik Mettler in Zürich.
Kim wird jedes Jahr gegen Tollwut geimpft, alle zwei Jahre gibt's die Mehrfachimpfung gegen alles mögliche.
Klinische Symptome hatte sie nie.
Im Juni letzten Jahres wurde bei ihr eine hochgradig bösartige Krebserkrankung festgestellt. Um ihr noch eine Chance zu geben, musste sie OP, Bestrahlungen und Chemotherapie über sich ergehen lassen. Mal abgesehen von dem Therapiestress fährt besonders die Chemotherapie das Immunsystem herunter. Aber Kim war immer gut behandelbar, kein einziges Mal mussten wir die Chemo verschieben wegen supprimierter Immunlage.
Auch in dieser Extremsituation änderte sich der Titer nicht, es brach auch nichts aus.

Kann es möglich sein, dass Kim durch permanente Stiche infizierter Mücken (statistisch sind es 300 pro Nacht, davon einer von einer infizierten Sandmücke) in ihrer Heimat so etwas wie eine aktive Immunisierung erfahren hat? Oder gibt es andere Erklärungen?

Viele Grüsse

Nina

Christiane
02.03.2005, 22:12
Hallo Nina,

warum der eine Hund nach einer Leishmaniose-Infektion krank wird und der andere nicht, das weiß niemand genau.

Krebs kann ja nur entstehen, wenn das Immunsystem geschwächt ist und die (von jedem produzierten) entarteten Zellen nicht in den Griff kriegt- vielleicht hatte sie ihn ja auch schon vorher und der Körper konnte zwar die Leishmaniose im Griff halten, den Krebs aber nicht mehr.

Die südländischen Hunde haben oft eine natürliche Resistenz gegen die Krankheiten vor Ort - sie werden oft längst nicht so schnell mit Leishmaniose infiziert (bzw. erkranken tatsächlich an ihrer Infektion) wie unsere in den Süden mitgenommenen Urlaubshunde.

Vielleicht sind auch bestimmte Teile des Immunsystems beim einen Hund stärker als beim anderen. Beim Krebs sind ja die körpereigenen Enzyme ganz wichtig, bei Leishmaniose ist das noch nicht ganz klar - klar ist aber, dass hier eine starke TH1-Antwort nötig ist.

Ich würde den Hund aber nie mehr impfen.

Jedenfalls wünsche ich Euch, dass es Deiner Hündin jetzt lange gut geht und die schlimmste Zeit überstanden ist.

Nina
03.03.2005, 10:42
Hallo Christiana,

danke für Deine schnelle Antwort.
Natürlich bin ich froh, dass Kim bisher weder an Leishmaniose noch an weiteren Krebsgeschwulsten erkrankt ist. An ihr merke ich immer, wie Du auch schon angedeutet hast, dass das Immunsystem keine Einbahnstrasse ist. Gerade jetzt kämpft sie mit einem Schnupfen, mit dem sich ihr Kumpel nicht angesteckt hat! Dafür reichte die Abwehr dann doch nicht mehr.
Bei ihrer Krebsart haben ausgerechnet Zellen, die zum Immunsystem gehören, verrückt gespielt, nämlich die Mastzellen. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kann man zwar die "Inkubationszeit" von Krebs nicht genau bestimmen, aber es ist nicht zu vermuten, dass sie diese Tumorart schon jahrelang mit sich herumtrug. Dafür ist der hochgradige Mastzellentumor zu tödlich.
Ja, das mit den Impfungen ist zu überlegen. Ich habe das nur deshalb gemacht, weil wir etwa 1 x im Jahr Urlaub in Dänemark mit den Hunden machen. Aber dann fahren wir eben an die Nordsee. Kim ist ohnehin nicht gechipt oder tätowiert.

Viele Grüsse

Nina

Anda-Lusi
04.03.2005, 22:47
Hallo Nina,

mich würde interessieren, was für Dich das Wort Emotionsschiene im Tierschutz (in Deinem Profil explizit angesprochen) bedeutet .

Keinerlei Emotionen
:splash: , wenn Du von Menschen zu Tode gequälte Kreaturen siehst ?

Was ist das Gegenteil von Emotion? Berechnung ?