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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Niedriger Leishmaniose Titer - was nun?


flora357
02.04.2005, 12:52
Hallo alle zusammen,

da ich so unterschiedliche Informationen zu diesem Thema gelesen habe, bin ich etwas unsicher, ob ich die nicht allzu schlechten Laborergebnisse meiner Hündin tatsächlich erst mal etwas entspannt sehen kann und hoffe auf Eure kundigen Tipps!

Ich habe meine Galgo Hündin Gina vor 3 Wochen adoptiert und sie ist so ein toller Hund, daß wir sie, egal was noch kommt, auf gar keinen Fall hergeben würden. Gina kam Anfang des Jahres aus einer Tötungsstation in Madrid nach Deutschland und wurde in Deutschland von einer Organisation an die Stelle weitergegeben, die sie uns vermittelte.

Da wir sie (leider etwas uninformiert über den Verlauf möglicher "Reisekrankheiten" und den Aussagen des Vermittlers vertrauend, daß ein so alter Hund nicht mehr leben würde, wenn Leishmaniose positiv) ohne Tests genommen haben, haben wir die Süße jetzt bei unserer Tierärztin checken lassen.

Das Ergebnis: keine Erlichiose, keine Babesiose, bis auf eine Schilddrüsenunterfunktion alle Laborwerte im Normbereich, aber ein Leishmaniose-Titer von 1:20. Die Ärztin meinte, Behandlung sei augenblicklich nicht nötig. Wir sollen in 3 - 6 Montan nochmal testen lassen, Blutkontakt mit eigenen Wunden vermeiden, aber uns sonst erstmal keine Sorge machen, da der Titer sehr niedrig sei. Für die Schilddrüse gibt es demnächst Tabletten, das ist wirklich kein Problem, aber mich würde Eure Meinung bezüglich des Titers interessieren. Hat jemand Erfahrung wie sich so etwas weiterentwickeln kann und wie Prognosen aussehen? Oder hat vieleicht jemand einen Hund mit ähnlichen Werten? Unsere Gina ist putzmunter, frißt und fühlt sich wohl.

Vielen Dank für Eure Antworten und liebe Grüße

Pia & Gina

tizian_2003
02.04.2005, 17:46
Hallo Pia,

erstmal Glückwunsch zu deiner tollen Gina! Ich stimme deiner Tierärztin zu, dass du dir um die LM keine Sorgen zu machen brauchst. Ein Titer von 1:20 gilt ohnehin eigentlich als negativ. Wie lautet denn dazu der Referenzwert, das müsste heißen <1: irgendwas. Selbst wenn er grenzwertig/schwach positiv sein sollte, würde ich es so machen wie vorgeschlagen, in 6 Monaten nachtesten und bei sonst normalen Blut-, Leber- und NIerenwerten keine Sorgen machen. Die Schilddrüse werdet ihr ja behandeln.

Liebe Grüße
Andrea

claudia61
03.04.2005, 09:02
wenn derb hund fit ist, würd ich auch erstmal nicht wegen der LM behandeln. was man allerdings immer machen kann: die gesamtkonstitution stärken!
nachdem xica anfangs mit allopurinol behandelt wurde, habe ich sie dann auf rohfütterung umgestellt und nach ausschleichen vom allo. wird sie jetzt klass.homöop. behandelt. ich schaue auch, dass sie zwar durchaus gefordert und gefördert wird, aber vermeide, dass es für sie zu stressig wird, weil stress schlecht fürs immunsystem ist.
mittlerweile ist sie ein ganz normaler hund und es geht ihr (trotz LM, trotz epilepsie, trotz ihres kaputten vorderbeinchens, das sie mittlerweile wieder einsetzt) richtig gut!

flora357
09.04.2005, 19:24
Hallo Andrea und Claudia,

erst mal lieben Dank für Eure schnellen Antworten. Es ist doch ganz gut, eine gleiche Meinung auch aus anderer Quelle zu erhalten.

Leider haben wir jetzt ein Problem mit unserem nunmehr Ex-Hundesitter (angeblich ein Spezialist mit jahrelanger Erfahrung), von dem wir uns getrennt haben, weil er sich nicht an getroffene Vereinbarungen in Bezug auf den Umgang mit unserem Hund gehalten hat, dies auch nicht ändern wollte und wir auch mittlerweile

Er wußte von Beginn an, daß wir bei Aufnahme seines Tiersittens noch kein Testergebnis bzgl. vorliegen hatten (wir haben sie einige Tage später testen lassen, vorher gab es keinen Termin)und natürlich habe ich ihn direkt über das in meinen Augen gute Ergebnis informiert.

Da er sauer ist, weil wir uns von ihm getrennt haben, "droht" er uns jetzt, alle anderen Hunde auf L. testen zu lassen, da unser Hund beim Kontakt mit anderen Hunden ein spezielles Halsband hätte tragen müssen. Aber in Deutschland sind doch bislang Sandmücken nur in Baden Würtemberg nachgewiesen (laut Web Page von T. Nauck), eine Beißerei hat es nicht gegeben und unser Mädel sollte wegen ihrer Läufigkeit sowieso von den anderen Hunden etwas fern gehalten werden.

Was meint Ihr dazu? Hat jemand schon Erfahrungen mit einer ähnlichen Situation?

Schon mal im voraus lieben Dank für Eure Antworten und liebe Grüße von Pia & Gina!

flora357
09.04.2005, 19:29
... hier das vergessene Satzstück des 2. Absatzes (sorry) "...Bedenken hatten, ob er wirklich gescheit mit unserem Hund umgeht, da die Süße seit einigen Tagen sehr handscheu ist ... schlimmer als am Anfang als wir sie bekamen und in der Zwischenzeit hatte sie es uns gegenüber komplett abgelegt ...

Lieben Gruß, Pia

Lore_1940
10.04.2005, 08:14
Hallo Pia,

was dieser Mensch da von sich gibt, ist absoluter Bödsinn, es gibt keine Übertragung von Hund zu Hund, selbst bei einer Beißerei - wenn sich das Blut beider Hunde vermischt -ist eine Übertragung noch nie nachgewiesen worden.

Siehe dazu

www.parasitus.com

dann kannst du besser argumentieren.

Liebe Grüße Lore

claudia61
10.04.2005, 09:38
lass dich nicht bekoppt machen. überträger der LM ist immer noch eine mücke und es gibt keine nachgewiesenen fälle der übertragung von hund zu hund! diese möglichkeit existiert nur theoretisch.
und ich würde diesem menschen klarmachen, dass er schwer ärger kriegt, wenn er sich nicht zusammenreisst und weiter dummes zeug verbreitet!!