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Thema: Adoption von Hündin mit Leishmaniose und Ehrlichiose

  1. #1
    Unregistriert
    Gast

    Adoption von Hündin mit Leishmaniose und Ehrlichiose

    Hallo liebe Experten,

    ich möchte eine junge Hündin aus Griechenland zu adoptieren, die sowohl an Leishmansiose als auch an Ehrlichiose erkrankt ist/war.

    Um zu wissen was ich im Vorfeld noch abklären müßte um nicht von irgendwelchen Veränderungen überrascht zu werden, bitte ich um Eure Hilfe.

    Ich stelle einfach mal den Auszug aus der Beschreibung ein, der für Euch relevant sein dürfte:

    "L. weiblich, 1,5 Jahre alt

    Leishmaniose und Ehrlichiose abschließend behandelt, Blutergebnisse sehr gut.

    Ihr großes Blutbild ist sehr gut, sie wurde negativ auf Dirofilarien getestet. Ihr Leishmaniose-Titer ist fallend, der Lymphtest war negativ, so dass wir sagen können, dass die Therapie erfolgreich war.

    L.´s Ehrlichiose-Titer ist unverändert, allerdings hat sie im vergangenen Sommer eine Behandlung gegen die Ehrlichiose (die auch Babesiose einschließt) erhalten.

    Sollte L. in Kürze eine eigene Familie finden, wird umgehend ein PCR-Test veranlasst, um erneut den Status der Ehrlichiose zu bestimmen. Andernfalls wird in ca. 8 Wochen erneut getestet."

    Weiter steht in ihrer Beschreibung dass es an L. und E.-Symptomen außer Erschöpfung wohl nichts gegeben hat.

    Was sollte ich die Vermittlungsstelle im Vorfeld noch fragen um mit dieser Krankheit bestmöglichst umgehen zu können? Was sollte ich selbst (und wann?) nach der Übernahme der Hündin untersuchen bzw. testen lassen?

    Ich danke Euch schonmal für eure Hilfe!

    Viele Grüße
    Sabine

  2. #2
    registrierter Teilnehmer Avatar von Nanuk
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    09.2011
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    598
    Hallo Sabine,
    Es wäre gut, wenn Du die vorhandenen Befunde hier einstellen könntest.
    Zur genauen Beurteilung des Gesundheitszustandes braucht man:
    großes Blutbild
    Organwerte
    Eiweißelektrophorese mit Kurve
    Befunde Trompa

    Liebe Grüße

    Ruth mit Trompa & Nanuk
    und meinen Hunden Fips,Kiomo,Bobesch und Zebolon tief in meinem

  3. #3
    Unregistriert
    Gast

    Adoption von Hündin mit Leishmaniose und Ehrlichiose

    Danke für Deine Antwort...habs mittlerweile gelesen dass man nur Aussagen machen kann wenn diese Werte vorliegen.

    Ich werde morgen mit der Vermittlungsstelle telefonieren und das genauso weitergeben. Dann hör ich ja ob diese Untersuchungsergebnisse alle vorliegen oder nur die Titer und das große Blutbild.

    Ist es denn noch aussagefähig wenn ich - sollte ich die Maus übernehmen- diese Untersuchungen dann erst in 4-6 wochen (Hund braucht ja erstmal einen Flugpaten) von meinem Tierarzt machen lasse? Ist die (aktive) Erkrankung an sich dann nicht schon zu lange her um eine Aussage darüber zu machen ob sie diese beiden MMKs wirklich hatte?

  4. #4
    Inaktiv Avatar von tizian_2003
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    Hallo Sabine,

    eine Leishmaniose ist nicht heilbar, diese Infektion wird der Hund immer haben. Viele kommen aber gut mit der Erkrankung zurecht, die Hunde können stabil damit leben und brauchen vielleicht keine Medikamente. Auch muss sie nicht zwangsläufig ausbrechen.

    In eurem Fall ist der Vermittlungstext bezüglich der "abschließenden Behandlung" kritisch zu beurteilen. Das kann man nicht für den Rest des Hundelebens voraussagen. Was man anhand von aktuellen Werten sehen kann, ist der jetzige Gesundheitszustand, der ja durchaus unauffällig sein kann. Trotzdem hat ein leishmaniosepositiver Hund Auswirkungen auf deinen Geldbeutel und dein Freizeitverhalten; die Blut- und Organwerte sollten überwacht werden, und der Hund sollte nicht (mehr) geimpft werden. Impfen darf man nur gesunde Hunde, im speziellen Fall kann es einen Schub auslösen.

    Die wichtigsten möglichen Krankheiten in Griechenland sind neben Leishmaniose und Ehrlichiose auch Babesiose, Hepatozoonose und andere Filarien als der Herzwurm. Tests darauf würde ich veranlassen.

    Liebe Grüße
    Andrea

  5. #5
    Unregistriert
    Gast
    Danke für Eure Antworten!

    Die anderen von dir genannten Krankheiten sind negativ getestet.

    Nein, das ist mir schon klar dass Leishmaniose eine lebenslange Erkrankung ist. Gemeint ist von den Tierschützern mit "abschließende Behandlung" ja wohl der akute Ausbruch, da Laika sehr erschöpft und apathisch gefunden wurde (sie ist ein "stray"). Ja ich weiss durch das lesen hier auch schon dass diese Symptome nicht unbedingt für L. sprechen müssen. Daher werde ich die erforderlichen Tests hier machen lassen.

    Was ich fragte war halt ob die Werte eines 6 Wochen oder länger zurückliegenden "Schubs" einer Eiweisselektrophorese genauso aussagefähig sind als wenn ich sie 4 wochen früher hätte machen lassen? Verändert sich diese Kurve nicht?

    Was meinst du mit "Freizeitverhalten"?? Hat der Hund dann auch Einschränkungen beim "Leben" also darf er nicht belastet werden damit das immunsystem keinen Knacks bekommt bzw der Hund in Stress gerät?

    Mit "Belastung" meine ich so etwas wie agility (freizeitmäßig), mit anderen Hunden (oder mir) toben etc

    Hab die Vermittlungsstelle noch nicht erreicht *trommeltrommel* schlimm wie man sich in so kurzer Zeit schon so an den Gedanken gewöhnt einen bestimmten Hund zu sich zu nehmen...

    Mein Mann fragt mich wo man nachlesen könnte dass die MMKs sich nicht auf den Menschen übertragen. Er macht sich halt Sorgen wegen der Kinder. Also: Ich weiss schon dass es theoretisch diese Möglichkeit gibt (habe viel gelesen), aber noch nie bekannt wurde dass es passiert ist (DAS wär doch was für die Medien) aber nirgends gibt es so etwas wie einen wissenschaftlich belegten Beweis.

  6. #6
    registrierter Teilnehmer
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    05.2011
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    289

    Lächeln

    Hallo!

    Mit Freizeitverhalten ist unter anderem gemeint, dass der Hund nicht geimpft werden soll, weil er krank ist. Das bedeutet, dass Reisen in andere Länder ausfallen.
    Mit Hundeschulen und Pensionen kann man auch mal Pech haben, wenn dort ein Impfschutz erforderlich sein sollte.

    vLG Tatjana

  7. #7
    Unregistriert
    Gast
    Ach so, ja das hatte ich ja schon gelesen!

    Hab heute lange mit der V.stelle telefoniert, erfreulicherweise konnte sie vor allem sehr ausführlich auf meine Fragen zu MMKs antworten.

    Die Elektroeiweiß-Phorese steht sogar ausdrücklich als Empfehlung im Adoptionsvertrag, in Griechenland ist die Methode wohl noch nicht gängig.

    Dort wird kurz vor Ausreise noch eine PCR gemacht um uns den dann aktuellen Stand weitergeben zu können und die damit verbunden medikamentöse Empfehlung.

    Macht man diese Untersuchung hierzulande auch noch?

    Weiter bekomme ich jetzt die Werte des letzten Blutbildes vom Februar (auf griechisch!!) und kann danach mit der griechischen Pflegestelle telefonieren.

    Zuerst steht aber wie üblich die Vorkontrolle ins Haus.

    Und: Meine Registrierung für dieses Forum

    Bin total aufgeregt wegen der Maus!

    VlG

    Sabine

  8. #8
    Forum-Team Avatar von henri
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    8.272
    Juhuuu Sabine, wann ist denn die Vorkontrolle? Kann deine Aufregung gut verstehen, man bekommt dann ja ein Familienmitglied für hoffentlich viele Jahre. Wünsche euch alles Gute!
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

  9. #9
    Sabine-Fjord
    Gast
    Hallo Michaela,

    ich war ein paar Tage nicht da und melde mich deswegen erst jetzt!

    die VK war heute und ist von derselben Dame durchgeführt worden wie für unsere Ersthündin Cara, insofern war es recht relaxt!

    In den nächsten Tagen bekomme ich die Ergebnisse der elektrophorese, die zum Glück jetzt gemacht werden konnte. Die Blutwerte habe ich schon - und wenn alles zusammen ist eröffne ich für Laika einen eigenen Thread :-)!!

    Ja ich bin schon sehr aufgeregt! die Muas kommt ja erst ab Mitte Juli aber wir freuen uns alle sehr auf sie!

    Liebe Grüße

    Sabine

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