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Thema: Leishmaniose-Hund in Hundepension

  1. #1
    Marina S.
    Gast

    Unglücklich Leishmaniose-Hund in Hundepension

    Hallo ihr Lieben, vielen, vielen Dank schon mal im Voraus an dieses Forum, die es betreiben und pflegen und an alle, die hier immer liebevoll antworten. Ich habe seit gestern hier schon viel gelesen und bin um einiges schlauer.

    Kurz zu meiner Geschichte und dann aber schnell zu meinen Fragen

    Ich betreibe eine Hundepension. Seit gestern will es das Schicksal, dass ich mich ausführlicher als bisher mit der "Krankheit" beschäftige. Ich habe einen Hund in Obhut (Herrchen befindet sich mehrere Wochen in Urlaub), der mit einem abklingenden "LM-Schub" (verzeiht die Begrifflichkeiten, denn ich weiß nicht/noch nicht, wie man das alles bezeichnet) zu mir gekommen ist. Er schuppt sich nahezu am ganzen Körper. An manchen Stellen blutet es ein wenig, sonst ist alles trocken. Ich wusste als wir den Termin zur Unterbringung vereinbart hatten, dass der Hund postitiv getestet war - kein Problem für mich. Der Hund in diesem Zusatnd eigentlich auch nicht, aber ich bin so planlos und das Herrchen offenkundig auch und was mich am meisten belastet: der behandelnde Tierarzt offenkundig auch. Sie hatten ihn am Abend vorher nochmal beim TA vorgestellt und der Tierarzttyp hat ernsthaft und da könnte ich ausflippen, auf die kaputte Haut des Tieres Frontline gegeben. Hilfe!!! Nachdem der Tierarzt außerdem den Hund, obwohl er um den positiven Test des Hundes wusste, beim beginnenden Schub vorsorglich auf Milben hin behandelt. Da schrei ich gleich schon wieder, denn erstmal das bisschen Immunsystem kaputt machen, damit dann alles voll explodieren kann. Gut gemacht, Herr Doktor! Ich denke, dass es nachvollziehbar ist, wenn ich mich nun wegen der Medikation und diversen anderen Ratschlägen an euch wende, denn der Kerl kann keine Ahnung haben. Das Herrchen nehm ich gern in Schutz. Auch wenn man bitte trotzdem seinen eigenen Kopf mit einschalten könnte. Es geht natürlich zunächst darum, meinen Horizont zu erweitern. Vielleicht kann ich aber auch Herrchen ein paar Tipps mit auf den Weg geben. Einen hab ich schon mal: "Such dir nen kompetenten Tierarzt!"

    Zu meinen Fragen:

    Medikation: Der Hund bekommt ....

    1. 1xtägl. 2 Tabl. Allopurinol 300mg ... irgendwo hab ich gelesen, dass man die Dosis bitte auf zwei Gaben verteilt, um einen Spiegel aufrecht zu erhalten?
    2. 1xtägl. 1 Tabl. Apoquel 16mg ... irgendwo hab ich gelesen, dass die Hautläsionen nicht jucken?


    Futter: Der Hund frisst

    Happy Dog, Toskana (trocken) ... irgendwo hab ich gelsen, dass man Diät halten sollte, v.a. bei Gabe von Allopurinol?
    ... kann man so nem Hund, bei Durchfall Reis, Karrotte und Co. geben?

    Nahrungsergänzung: Biotin, Lebertran, ... warum nicht gleich ein ordentliches Futter? Naja, daran kann ich jetzt erstmal nichts ändern, denn der Futtersack ist voll und das dürfen dann die Halter entscheiden.

    Pflege, der Hautläsionen: Der Hund bekommt ...

    ... gar nichts mehr auf die trockenen Hautstellen (vorher was antibiotisches, was auch sonst bei dem Tierarzt?). Mein eigener Hund leidet auch unter einer Dermatose nach Flohstichen zum Beispiel. Ich pflege die Stellen sehr wohl und halte sie geschmeidig: Beinwellsalbe, Siliceagel, Ringelblumensalbe, Nanocutangel, Natives Kokosfett .... da würde mir jetzt spontan einiges einfallen. Macht man das?
    Und, was macht man mit den Krusten ... warten, bis sie von selbst abfallen?

    Das Spiel und Zusammensein mit anderen Hunden:

    Würdet ihr an meiner Stelle, den überaus sozialverträglichen Hund vom Rest fernhalten. Ich habe keine Sorge vor der Ansteckung, es geht mir vielmehr um ihn. Schmerzen die Stellen? Ist er wegen der ganzen Medikamente vielleicht anfälliger gegenüber Infekten? ....

    Literatur: Könnt ihr ein Buch empfehlen?

    Sorry für den langen Text, aber ihr merkt schon, dass mich das beschäftigt und er bleibt halt gleich ein paar Wochen.
    Danke, danke, danke für eurer Wissen, eure Meinungen und eure Ideen <3
    Marina

    P.S.: Und jetzt werd ich mich gleich noch registrieren

  2. #2
    Forum-Team Avatar von henri
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    Hallo, herzlich willkommen. Schön, dass du dich des kranken Hundes annimmst und ihn so gut betreust. Vielleicht kannst du wirklcih eine Besserung erreichen und dem Halter gut zureden mitzumachen. Wichtig wären Blutbefunde, die wirst du ja nicht haben. Wie schwer ist der junge Mann denn? Allopurinol wird nach Gewicht des Hundes dosiert, es fängt bei 10 mg/kg an, die mittlere Dosis ist dann 20 mg/kg und die Höchstdosis ist 30 mg/kg (aber auch, wenn der Hund zB 50 kg wiegt, darf er nicht mehr als 900 mg pro Tag bekommen).

    Eine Diät muss der Hund nicht einhalten, er sollte aber purinarm gefüttert werden, weil sonst unter der Allogabe zB in der Blase Steine entstehen können. Das ALlo ist ja ein Gichtmittel und greift in den Harnsäurehaushalt ein. Im Internet gibt es Listen mit purinarmen Lebensmitteln, was aber bei einem Fertigfutter jetzt schwierig ist abzuschätzen, was da nun genau alles drin ist.

    Ein LM Hund ist wohl innerlich krank, aber wenn sie durch das Allo etc. gut eingestellt sind, können sie wie ein gesunder Hund belastet werden. Da müsstest du das entscheiden, wie gut er im Moment zurecht ist. Falls es ihm zuviel wird, könntest du ja auch die Spielzeit/Gassizeit etwas begrenzen.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

  3. #3
    Marina S.,
    Gast

    Danke

    Danke für die ersten Hinweise ... ich hab die Blutwerte nicht ... es geht jetzt für mich wirklich um obige Fragen, die den Alltag des Hundes in den kommenden Wochen betreffen. Ich gebe die Adresse des Forums sicher weiter an den Halter. Er kann sich dann um die Zukunft seines Tieres kümmern. Er wiegt ca. 35kg. ... da ist dann bei einer mittleren Gabe von 20mg/kg das Ganze dann in einem guten Bereich. Das mit den Blasensteinen wusste ich nicht ... erscheint bei genauerem Hinsehen aber sowas von logisch! Auch das werde ich natürlich so weitergeben, Beruhigt bin ich, dass es sich "nur" (ich weiß, schlimm genug!) um Blasensteine bei der Diätempfehlung handelt, und ich dann in den drei Wochen sein mitgebrachtes ohne mich sorgen zu müssen füttern kann.

  4. #4
    Forum-Team Avatar von henri
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    7.809
    ..oder Nierensteine, ich wollte nur so grob erklären, wieso man purinarm füttern sollte. Wobei das auch von der Menge des Allos abhängt, klar, bei einer geringeren Menge Allo ist die Gefahr etwas geringer als zB bei der Höchstdosis. Finde ich ganz prima, dass du dich für deinen Gasthund so reinhängst und dich informierst und vor allem auch keine Berührungsängste hast.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

  5. #5
    registrierter Teilnehmer Avatar von chaca
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    Hi Marina,
    toll Dein Einsatz für den Hund.
    Noch eine Ergänzung zu dieser Frage:
    1. 1xtägl. 2 Tabl. Allopurinol 300mg ... irgendwo hab ich gelesen, dass man die Dosis bitte auf zwei Gaben verteilt, um einen Spiegel aufrecht zu erhalten?
    Das hast Du gut recherchiert. Bei 2 Tabletten pro Tag sollte eine Morgens und eine Abends gegeben werden.

  6. #6
    Forum-Team
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    8.300
    Hallo Marina!

    Dass Du noch nicht so viele Antworten bekommen hast, wird an der besonderen Situation liegen. Es ist schwierig etwas zu erreichen für Deinen Gasthund und die Situation ist verzwickt. Schön, dass Du Dich so um ihn bemühst!

    Da der Hund Apoquel bekommt, muss ja ein grosses Problem mit Juckreiz vorliegen. Es liest sich aber nicht so als sei der Hund nun ohne Juckreiz, stimmt das? Eigentlich müsste Dir mitgeteilt worden sein, ob hier eine Diagnose vorlag und wie Du damit umgehen sollst, denn Juckreiz ist tatsächlich kein typisches Symptom bei LM. Milben, Pilze oder Bakterien können sich aber sehr leicht ansiedeln auf der durch die LM angegriffenen Haut und durch ein eventl. geschwächtes Immunsystem. Hier könnte eventl. ein Grund liegen ihn nicht mit Deinen anderen Gasthunden zusammen zu lassen, damit diese sich nicht mit Pilzen oder Milben anstecken können. Vielleicht kannst Du ja eine Untersuchung der Haut durch (D)einen TA veranlassen, um Dich da abzusichern?

    Leider drosselt das Apoquel auch das Immunsystem und kann sich auch von daher, quasi indirekt, auf die LM auswirken. Unstillbarer Juckreiz ist aber auch ein Stress-Faktor und ungünstig für den Hund, hier muss man also abwägen. Grundsätzlich wäre aber wünschenswert der Grund für den Juckreiz könnte abgeklärt werden bzw. würde Dir mitgeteilt.

    Liegen z.B. Bakterien vor, wären meines Wissens nach fetthaltige Cremes ungünstig, da sie die Luftzufuhr der wunden Stellen einschränken.

    Hat der Hund trotz Apoquel noch Juckreiz, kannst Du Linderung versuchen durch Abwaschen oder Abtupfen mit verdünntem Apfelessig, bei einigen Hunden wirkt das Wunder. Calendula-Essenz wäre auch eine Idee, Anibio Haut- und Fell-Spray, Aloe-Vera-Spray, Pinus Fauna Spray. Bitte auf keinen Fall alles zusammen, sondern für eine Sache entscheiden, die für Dich am geeignetsten ist

    Der Rest von meinem Text ist leider verschwunden, das muss ich wannanders nochmal ergänzen. Hoffe so hilft's Dir auch schonmal ein Bisschen

    Liebe Grüsse

    Andrea

  7. #7
    Forum-Team Avatar von Spike
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    Hallo Marina,

    was mich interessiert ist, wie Du das mit dem Impfnachweis machst. Hast Du eine Sondergenehmigung vom Vet.-Amt? Sind auch noch andere Hunde zeitgleich da?

    LM Hunde sind ja chronisch krank und dürfen deshalb nicht mehr geimpft werden.

    Ich frage deshalb nach, da ich ebenfalls Hunde in Pension nehme, aber nur chronisch kranke und mir vom Vet.-Amt eine Sondererlaubnis geholt habe.
    Liebe Grüße

    Petra mit MASEY, AYLA und Spike auf seiner Wolke



    Befunde Spike Befunde Ayla

    Tagebuch Spike: http://www.leishmaniose-forum.com/sh...ischer-Zoo-aha

    Tagebuch Masey: http://masey.hunde-homepage.com/

    Tagebuch Ayla: http://ayla-aus-baile-herculane.hunde-homepage.com/

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