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Thema: Hund mit Leishmaniose und Babesiose

  1. #1
    Mene
    Gast

    Hund mit Leishmaniose und Babesiose

    Hallo,
    wir haben im letzten November einen Hund (Rüde, 3 Jahre, 11 kg) bei uns aufgenommen, der damals schon einen Leishmaniosetiter von 1:50 hatte als er kam.(griechisches Labor, ich weiß nicht, ab welchem Wert es als positiv gewertet wird)

    Es waren aber keine Krankheitsanzeichen zu erkennen, so wie auch heute nicht. Ihm geht es sehr gut.

    Wir haben vor ca. 2 Monaten erneut einen Mittelmeercheck machen lassen und hier war sein Leishmaniosetiter bei 3,6 (nach diesem System ist alles über 7 "positiv").
    Ganz beiläufig hat der Tierarzt auch einen Babesiosetiter von 5,6 erwähnt (hier ist ab 14 "positiv"). Er ist aber nicht weiter darauf eingegangen und ich bin davon ausgegangen, dass man das auf sich beruhen lassen könnte.

    Nun habe ich vor ein paar Tagen herausgefunden (durch Zufall, denn ich hatte den Babesiosetiter nicht als akut auf dem Schirm), dass mein Kleiner mit einem zwar geringen Titer ja trotzdem Erregerträger ist und behandelt werden sollte. Nun wollte ich euch um Rat fragen. Wir haben Montag einen TA-Termin, aber der Arzt hat ja offensichtlich keine Erfahrung damit, denn er wusste noch nicht mal, dass man Babesiose auch bei niedrigem Titer behandeln sollte.

    Gibt man dasselbe Medikament, das man auch gibt wenn er Anzeichen von Babesiose hätte oder gibt es dafür andere Mittel? Und wirken sich diese Medikamente auf seine Leishmaniose aus? Könnte es da Nebenwirkungen geben (ja ich weiß, Nebenwirkungen kann es immer geben)
    Wie ihr schon selbst aus dem Geschriebenen rauslesen könnt: Ich habe keine Erfahrung damit und bin ein bisschen ratlos, bzw. unwissend.
    Ich würde nur gerne nicht planlos beim Tierarzt erscheinen und mir womöglich irgendwas andrehen lassen.

    Und dann habe ich noch eine andere Frage, wenn ich gerade dabei bin: wie sieht es denn bei seinem geringen Titer aus mit Impfungen? Die waren bis Juni 16 gültig. Ist er mit seinem niedrigen Titer auch schon "chronisch krank" und sollte nicht mehr geimpft werden?

    Ich bin für jede hilfreiche Antwort dankbar

    Liebe Grüße
    Mene

  2. #2
    registrierter Teilnehmer
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    01.2012
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    1.187
    Hallo Mene,

    hast Du denn die Befunde da und könntest sie einstellen? Dann sieht man worüber gesprochen wird. Sind denn nur die Reisekrankheiten getestet worden oder auch Blutwerte und Organwerte genommen worden? Bestenfalls auch noch eine Eiweißelektrophorese mit Kurvendarstellung.

    Titer ist Titer, ja. Wenn ein Hund positiv getestet wurde, sollte impfen ab da tabu sein.

    Viele Grüße,
    Susanne

  3. #3
    registrierter Teilnehmer Avatar von renny11111
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    05.2004
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    6.780
    Hallo Mene,

    wenn dein Hund einen Wert von 5,6 aufweist, laut Labor aber erst ab 14 positiv ist, besteht kein Handlungsbedarf, da das Ergebnis vermutlich als negativ oder aber im Grenzbereich liegt. Man kann das irgendwann mal nachtesten lassen.
    LG Renate

    Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern unsere Sicht der Dinge. (Epiktet)

    Wer aufgibt, hat schon verloren. CARPE DIEM.

  4. #4
    Mene
    Gast
    Danke für eure Antworten, ich habe bisher immer nur die Titer gesagt bekommen. Ich werde morgen mal nachfragen, ob ich eine Kopie von dem ganzen Befund bekommen kann. Und ich habe bisher nur Reisekrankheiten testen lassen.
    @reny11111: genau das macht mich auch ein bisschen nachdenklich: wenn der Titer so niedrig ist und es ihm gut geht, warum sollte man dann Medikamente geben. Aber ich habe eben gelesen, dass man auch behandeln muss wenn er auch nur Erregerträger ist. Übrigens unter anderem hier auf der Homepage, dort wo die Krankheiten beschrieben sind. Und wenn ich morgen den Tierarzt frage, wird er irgendwas vorschlagen, hat aber eigentlich auch keinen Plan. Wie gesagt, er sah bisher keinen Handlungsbedarf. Aber vielleicht ist ja tatsächlich kein Handlungsbedarf... und ich reagiere über.

  5. #5
    Forum-Team
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    8.639
    Hallo Mene!

    Ausschlaggebend ist der Referenzwert des Labors. Bis zu einer bestimmten Titerhöhe ist das Ergebnis als negativ zu werten und dann ist keine Behandlung nötig! Die meisten Labore geben noch einen grenzwertigen Titerbereich und dann einen positiven an. Wirklich überprüfen kannst Du die Angaben des Labors nur anhand von Befundkopien, die Du dann auch gern als jpg hier einstellen (lassen) kannst für eine Einschätzung durch die Mods. Mündliche Aussagen sind da nicht verlässlich.

    Ausserdem: Einen Titerwert 0 gibt es nicht. Irgendeine Zahl steht also immer als Ergebnis da und das wird dann anhand der Referenzwerte interpretiert bzw. eingeordnet vom Labor.

    Grenzwertige Titer sollte man in eineiger Zeit kontrollieren lassen und bei positivem Titer ist bei Babesiose in jedem Fall eine Behandlung nötig, auch wenn der Hund keine Auffälligkeiten zeigt.

    Trotzdem können bei Deinem Hund natürlich, völlig unabhängig von Testergebnissen, Auffälligkeiten in den Blutwerten vorliegen, die eine (vielleicht nicht getestete Mittelmeerkrankheit) nahelegen. Das stellt man über Grosses Blutbild, alle Organwerte und die sogenannte Eiweisselektrophorese fest. Diese Werte sind immer wichtig bei einem Hund aus dem Süden/Osten oder der auf Reisen im Süden/Osten war. Ein Hund kann äusserlich völlig unauffällig und fit wirken, aber schwer erkrankt sein.

    Liebe Grüsse

    Andrea

  6. #6
    Mene
    Gast
    Korrektur meinerseits: man sollte behandeln, wenn der Hund "positiv" ist. 5,6 ist ja weit unter positiv. Hab ich im Eifer des Gefechts nicht richtig verstanden

  7. #7
    Mene
    Gast
    Also lasse ich jetzt erstmal alles so wie es ist und behandle nicht?
    Ich lasse mir auf jeden Fall morgen die Befunde geben. Ich weiß ehrlich gesagt auch gar nicht, was da so alles getestet wurde. Ich halte euch auf dem Laufenden und bedanke mich für eure schnellen Antworten!!!! Es ist schön, wenn man Menschen hat, die Erfahrung mit diesem Thema haben. VIELEN DANK !!!

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