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Thema: Fragen, deren Antworten ich nicht gefunden habe

  1. #1
    .
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    Fragen, deren Antworten ich nicht gefunden habe

    Hallo zusammen,
    da wir einen Hund aus Griechenland adoptieren werden, habe ich ein paar Fragen, deren Antworten ich nicht gefunden habe.

    Also:
    -Ist das Risiko für eine Leishmaniose Infektion in Griechenland geringer als zB in Spanien? Irgendwo hab ich das gelesen , konnte es aber nicht finden.

    -Ich habe oft etwas gelesen, dass gesunde, fitte Tiere "es" bekämpfen können. Ich verstehe das nicht ganz. Gesetzt den Fall, mein Hund wurde von einer den Erreger tragenden Mücke gestochen und er war fit genug, den Erreger zu bekämpfen. Ist er dann ENDGÜLTIG bekämpft? Oder bedeutet das gute Imunsystem nur, dass es DERZEIT nicht ausbricht?

    -Unser Hund ist noch recht Jung, gerade mal 12 Monate. Uns wurde gesagt, dass der Test (derzeit negativ) daher nicht aussagekräftig sein muss. Aber ist es bei einem so jungen Tier nicht unwahrscheinlicher, dass er SCHON gestochen wurde, als bei einem Tier, welches schon länger da ist?

    -Ich habe auch gelesen, dass einige Tiere in Südländern eine Art Abwehr gegen den Virus aufgebaut haben.... quasi wie eine Impfung. Das würde aber doch heissen, dass in diesem Fall der Erreger im Blut festgetellt würde, aber "ungefährlich" ist, oder?

    Danke für EUre Antworten. Ich will mich einfach nur auf unser Hundi freuen, aber ich hab immer die Leishmaniose im Hinterkopf.

  2. #2
    Forum-Team Avatar von henri
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    Hallo, herzlich willkommen. Wie schön, dass ihr einem Hund ein Zuhause gebt, wann kommt er/sie denn an?

    Leishmaniose ist weit verbreitet, Frankreich, Gi´riechenland, Zyper, Italien, Spanien usw., da wüsste ich nicht, dass es da Unterschiede gibt. Hast du mal auf der Verbreitungskarte nachgesehen? zB Nordfrankreich ist nicht so durchseucht, wie der Süden, vielleicht war das der Ursprung der Info, die du gefunden hast?

    Eine endgültige Bekämpfung gibt es nicht, Leishmaniose ist nicht heilbar, die führt unbehandelt zum Tod. Es kann aber gut sein, dass der Hund mit den Erregern eine zeitlang alleine gut klar kommt, sprich, ´seine Organ- und Blutwerte stabil bleiben. Das kann sich jederzeit ändern, daher ist es ganz wichtig, die LM auch bei solchen Hunden nicht aus den Augen zu verlieren und immer regelmäßig die Werte zu überprüfen.

    Klar sollst du dich auf deinen Hund freuen, aber gleichzeitig die LM im Hinterkopf behalten. Da geht man von einer Inkubationszeit von bis zu 7 Jahren aus. Und genau diesen Fall hatten wir erst kürzlich, also dass im 7. Jahr der Hund auf einmal LM-positiv getestet wurde.

    Das mit dem jungen Hund habe ich nicht verstanden, egal ob alt, oder jung, die Gefahr besteht dort im Herkunftsland ja immer. Das bringt dich ja auch nicht weiter, auch wenn dein Hund im Moment negativ getestet wurde, das kann beim nächsten Test schon anders aussehen. Daher ist es gut, dass du dich so zeitig informierst und ihm so durch dein Wissen am besten helfen und gut vorsorgen kannst.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

  3. #3
    .
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    Das mit dem junge Hund: ich meine, da er ja noch nicht so alt ist, hat er "weniger Zeit" gehabt, sich vlt anzustecken...

  4. #4
    Forum-Team Avatar von Merlin23
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    Theoretisch stimmt das, praktisch würd ich da nichts drauf geben !
    Als "blödes" Beispiel: ich bin natürlich viel älter als mein Sohn, aber der wurde schon 1000x öfter von Gelsen in seinem Leben gestochen, als ich...

    LG
    Claudia & Pino
    ...und Tierheim Kumpel Donatello , Laborbeagle Prinzessin Anni und Straßenkaterchen Merlin

    Befunde Pino

  5. #5
    .
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    stimmt... :-)
    noch ne Frage: Unser Hundi kommt ja wie gesagt aus Griechenland, wo hauptsächlich die INNERE Leishmaniose vorherrscht.
    AUf http://www.leishmaniose.de/leishman_visceral.html habe ichfolgendes gelesen:
    "Häufig heilt die Infektion nach kurzen Fieberschüben spontan aus."

    Widerspricht sich das nicht zu allem, was überall steht? Also das wenn es ausbricht und nicht behandelt wird, in der Regel tödlich verläuft?

  6. #6
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    Hallo Du,

    guck doch lieber auf der aktuellen Homepage von T. Naucke, nämlich hier http://www.parasitosen.de/.

    Die Lm kann auch vom Muttertier direkt auf die Welpen übertragen werden, versteif Dich also nicht zu sehr darauf, die Mücke hätte nicht so lange Zeit zuzustechen gehabt wie bei einem älteren Tier. Die Wahrscheinlichkeit mag um (frei aus der Luft gegriffenen) 2% oder so niedriger sein und wenn der Hund dann noch im Winter geboren wird sinkt die Gefahr gestochen zu werden bestimmt nochmal um (wieder von mir aus der Luft gegriffenen) 40% als wenn er zur Mückenhochzeit geboren wird.

    Wenns Dir allerdings hilft mit der Diagnose besser klar zu kommen ohne die Tatsachen aus den Augen zu verlieren....

    Viele Grüße,
    Susanne
    Geändert von Luzifer (21.11.2016 um 10:04 Uhr)

  7. #7
    .
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    *seuftz*

    ich versuche mir einfach zu sagen, dass es auch viele viele "importierte Hunde gibt, die keine Leishmaniose haben , oder? :-(

  8. #8
    Moderatorin Avatar von Marion/Grappa
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    noch ne Frage: Unser Hundi kommt ja wie gesagt aus Griechenland, wo hauptsächlich die INNERE Leishmaniose vorherrscht.
    AUf http://www.leishmaniose.de/leishman_visceral.html habe ichfolgendes gelesen:
    "Häufig heilt die Infektion nach kurzen Fieberschüben spontan aus."
    Bei der von Dir zitierten Seite geht es um Leishmaniose beim Menschen, das kann man nicht so eins zu eins mit den Hunden vergleichen.

    Lieben Gruß
    Marion
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  9. #9
    Moderatorin Avatar von Marion/Grappa
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    Leishmaniose ist nicht heilbar, die führt unbehandelt zum Tod
    Das hatte Michaela geschrieben - ich ergänze vorsichtshalber: das gilt für eine ausgebrochene, aktive Leishmaniose, die nicht behandelt wird. Es gibt etliche Hunde - auch hier im Forum - die ohne Medikamente über einen langen Zeitraum stabil bleiben (meine Grappa gehört auch dazu *klopfaufholz*).

    Da Hunde aus dem Auslandstierschutz zur Ausreise geimpft werden müssen (und eine Impfung das Immunsystem 'belastet' ... stark vereinfacht ausgedrückt), ist oft zwei bis vier Monate nach der Einreise ein Leishmaniose-Ausbruch in Form von Krankheitsaktivität nebst inneren und/oder äußeren Symptomen zu beobachten.

    Ich würde mal sagen, mit so einem Hund bekommt man immer ein 'Überraschungspaket' (das betrifft nicht nur den Gesundheitszustand, sondern auch andere Bereiche wie z. B. Verhalten) ... dessen sollte man sich bewusst sein, das wäre sonst unfair dem Hund gegenüber.

    Lieben Gruß
    Marion
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