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Thema: Nochmalige Behandlung Ehrlichose notwendig

  1. #1
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    Ausrufezeichen Nochmalige Behandlung Ehrlichose notwendig

    Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage. Ich habe vor ca 3 Monaten eine knapp 1 jährige Border-Mix Hündin aus Griechenland übernommen.
    Vor Einreise wurde ein Test gemacht, mit dem Ergebnis Ehrlichose und Babesiose positiv. Sie wurde daraufhin angeblich 22 Tage behandelt mit Ronaxan (Docycyclin) und Imizol.

    Genrell ist sie fit, außer dass sie eigentlich noch etwas zusetzen könnte. Allerdings hat sie jetzt erstmal, wie meine Althündin auch, noch 1kg abgenommen.
    Das schiebe ich aber jetzt eher auf erhöhte Aktivität und Muskelaufbau, da sie hier doch viel in Action ist.
    Einzigste weitere Auffälligkeit ist, dass sie eine ganz leichte Hautreizung an den Augen im Tränenbereich hat. Tränenkanal ist alles ok, habe ich checken lassen.
    Evtl ein Hautproblem?!

    Da ich sowieso von meiner alten Hündin ein Blutbild habe machen lassen, habe ich Lola gleich mit testen lassen. An Titern ist alles neg. bis auf die Ehrlichose. Und das große Blutbild sieht etwas nach Kraut und Rüben aus, aber erstmal nicht nach einem "gesunden" Hund.
    Das Blutbild habe ich erst am Wochenende erhalten und bin noch nicht dazu gekommen, es mit meiner Tierärztin durchzusprechen.

    Was sagen die Erfahrungen hier? Sollte die Ehrlichose nochmal behandelt werden?

    Ich würde die Ergebnisse auch gerne als Bilder hier einstellen, weiß aber nicht wie. Hier steht nur, man muss Mitglied dafür sein.

    LG
    Nadine

  2. #2
    Forum-Team Avatar von henri
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    Hallo Nadine, herzlich willkommen. Nein, du musst kein Mitglied sein und kannst direkt hier deine Befunde zeigen. Dazu müsstest du die bei picr http://picr.de/ hochladen und den generierten Code hier ins Antwortfeld kopieren.

    Ja, die Ehrlichiose kann wieder aufflammen, aber alleine über den Titer kann man das nicht entscheiden. Der Titer kann auch nach erfolgreicher Bekämpfung der Erreger lange positiv bleiben.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

  3. #3
    Forum-Team Avatar von Merlin23
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    Hallo Nadine,

    hier im Forum !
    Vielleicht kannst du noch eine Eiweißelektrophorese inkl. Kurvendarstellung nachfordern...an dieser kann man (unter anderem) erkennen, ob die Ehrlichiose aktiv ist !
    Hast du nur ein Blutbild, oder auch Organwerte ? Diese wären auch wichtig für die Beurteilung ! Ein Titer kann auch trotz Behandlung bestehen bleiben...dieser sagt auch über die Krankheitsaktivität nichts aus. Manche Hunde haben hohe Titer, aber keine Symptome und schöne Werte, manchen Hunden geht´s sehr schlecht bei einem niedrigen Titer.

    LG
    Claudia & Pino
    ...und Tierheim Kumpel Donatello , Laborbeagle Prinzessin Anni und Straßenkaterchen Merlin

    Befunde Pino

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    Hi,

    hier die Blutwerte, der Test auf die MMK und das große Blutbild.









    Das ist, was ich habe machen lassen, eigentlich für den Augenarzttermin.

    LG
    Nadine

  5. #5
    Forum-Team Avatar von henri
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    Hallo Nadine, die damalige Dosis wirst du wohl nicht mehr herausbekommen oder? Hast du denn inzwischen mit deiner TÄ sprechen können?
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

  6. #6
    Unregistriert
    Gast
    Hi,

    ja, habe eben gerade mit ihr telefoniert. Wir haben uns entschlossen, sie nochmal mit Doxy zu behandeln, da der Titer so hoch ist und das Blutbild vermuten lässt, dass die Ehrlichien noch aktiv sind. Dann machen wir nochmal ein Blutbild mit den Entzündungswerten und beobachten den Titerverlauf. So zumindestens der Plan.
    Die Dosierung habe ich leider nicht. Müsste ich in Griechenland nochmal anfragen und schauen, ob ich Antwort bekomme.
    Meine TA ist eigentlich ziemlich gut und kennt sich auch mit den MMK aus.

    Lg Nadine

  7. #7
    Forum-Team Avatar von henri
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    Hallo Nadine, warte noch ab bis sich Moderatorin Andrea meldet. Doxygabe ist hier im Forum ja sehr häufig nötig, ich kann mir nur überhaupt keine Dosierungen merken, sie wird sie dir aber sagen können. Du kannst das Doxy ja schon mal besorgen, Andrea sieht hier bestimmt die nächsten Tage rein.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

  8. #8
    registrierter Teilnehmer Avatar von Ariane
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    Hallo Nadine,

    ob Behandlungsnotwendigkeit besteht, dazu kann ich mich nicht äußern. Aber die Dosierung des Doxy (Veterinärpräparat ist Ronaxan) ist wie folgt:10 mg pro kg Körpergewicht alle 12 Stunden über 4-6 Wochen.

    WICHTIG: Doxy ist stark schleimhautätzend und sollte gut verpackt werden (am besten eignen sich rohe Hühnerherzen). Nur mit Wurst umwickeln etc. ist nicht ausreichend.

    Es kann zu Übelkeit und Erbrechen kommen, so dass ein Magenschutz sinnvoll ist. Da es auch stark leberbelastend ist, sollte die Leber parallel (z.B. Silymarin) unterstützt werden.
    LG Ariane mit Lina, Oso & Gizmo und dem Gottkönig & Nox auf der anderen Seite des Regenbogens


    Du kannst nicht alle Hunde der ganzen Welt retten - wohl aber die ganze Welt eines Hundes!

    Befunde Lina Befunde Sid Befunde Gizmo

    Wir hausen in 67098 Bad Dürkheim!

    Bilder Sid & Lina

  9. #9
    Inaktiv Avatar von tizian_2003
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    Hallo Nadine,

    wenn die vorangegangene Behandlung unzureichend war, würde ich in jedem Fall mit einem Doxyhyclat (Ronaxan) und der Dosis von 10 mg/kg alle 12 Stunden behandeln. Alles andere wäre (erneut) Stückwerk. Was mich stutzig macht, ist das erniedrigte Gesamteiweiß, und auch das Eisen ist sehr unten. Das BB lässt dagegen nicht unbedingt auf eine Ehrlichiose schließen. Ich würde unbedingt den Protein/Kreatinin-Quotienten aus dem Harn bestimmen lassen, um eine Proteinurie festzustellen.

    Liebe Grüße
    ANdrea

  10. #10
    Unregistriert
    Gast
    Hi,

    vielen Dank für die Antworten.
    Das Gesamteinweiß haben wir nicht so kritisch gesehen, da es nur geringfügig unter dem Grenzwert. Eine Proteinurie würde sich ja auch im Harnstoff und im Krea widerspiegeln. Auch von Ihrem Trinkverhalten spricht nichts für ein Problem.

    Ich muss dazu sagen, dass Autofahren noch sehr viel Streß für sie bedeutet. (Ansonsten ist sie prinzipiell sehr relaxt und auch nicht ängstlich). Das spiegelt sich leider auch im Blutbild wieder und macht es auch schwierig, die Entzündungswerte zu bestimmen. Leider kommen wir ohne Auto dort nicht hin, etwas weit.

    Es ist halt alles etwas schwierig abzuschätzen. Mit der Behandlung in Griechenland von 22 Tagen liegen wir unter der überall zu lesenden Behandlung von 4-6 Wochen. Zusätzlich wurde sie dort dann natürlich geimpft, entwurmt und entfloht und bei mir dann nochmal entfloht.

    Ich muss ehrlich gestehen, dass ich mich im nachhinein etwas übers Ohr gehauen fühle. Wir hatten uns ja die Hunde vor Ort angeschaut.
    Dann wurde mir kurz vor Ankunft des Hundes mitgeteilt, dass sie Babesiose und Ehrlichiose pos ist. Aber ich sollte mit keine Gedanken machen, sie wird behandelt und dann ist alles ok. Nur der Titer ist noch bis zu einem Jahr sichtbar (so zumindestens habe ich es verstanden)
    Umso mehr ich mich aber in die ganze Sache reinlese, umso mehr kommt zum Vorschein, dass es nun nicht so einfach ist.
    Den Hund habe ich mir auch als Arbeitshund geholt. Davon abgesehen, dass sie auch ein Arbeitstier ist (sonst ist sie nicht ausgelastet), ist es natürlich ein Problem, wenn man sie nicht entsprechend impfen kann. Ich bin selbst kein Fan vom Impfen, aber egal welche Prüfungen oder welchen Sport man machen möchte, alle verlangen ein Durchimpfung.
    Hätte ich das alles im vorneherein so gewusst, hätte ich vermutlich die Finger von ihr gelassen.
    Nun ja, es ist, wie es ist. Nun ist sie da und wir müssen das Beste daraus machen.

    So blöd wies es für den Hund ist, habe ich mich entschieden, dass wir sie noch einmal entsprechend lang antibiotisch abdecken (auch wenn es für das ganze Organsystem prinzipiell Mist ist und keiner weiß, ob es nun notwendig ist oder nicht) und dann erstmal halbjährlich mir großem Blutbild und Titerkontrolle (Verlaufsbeobachtung) schauen, wo die Reise hingeht.

    Ernährungstechnisch barfe ich sowieso, habe sie aber erst seit kurzer Zeit umgestellt. Man muss dem ganzen System vermutlich auch einfach mal Zeit geben, überhaupt ins Lot zu kommen. Die Eingewöhnung und Umstellung ins neue Leben dauert ja mindestens 1/2 Jahr, auch wenn es nach außen anders aussieht.


    LG
    Nadine

  11. #11
    Unregistriert
    Gast
    Achso, was ich noch vergessen hatte. Meine Tierärztin meinte, der hohe Wert bei den Eos in Zusammenhang mit derm Titer könnte auf eine Bakterienaktivität hindeuten.
    Da sie entwurmt ist, sollte es nicht damit zusammenhängen. Meine vorherige Hündin hatte die Eos immer erhöht (war bei ihr normal), allerdings nicht so hoch.

    LG
    Nadine

  12. #12
    Inaktiv Avatar von tizian_2003
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    Eine Proteinurie würde sich ja auch im Harnstoff und im Krea widerspiegeln.
    Nein, eben nicht. Der Protein/Kreatinin-Quotient ist ein früher Parameter und deckt den kreatininblinden Bereich ab. Mit einem veränderten Trinkverhalten hat das auch zunächst mal nichts zu tun.

    Das Gesamteinweiß haben wir nicht so kritisch gesehen, da es nur geringfügig unter dem Grenzwert.
    Ich seh´s halt anders, und für mich wäre das ein Grund zur weiteren Abklärung. Denn du fragst hier wegen der Ehrlichiose. Aber ich kann dir nur Infos geben; was du davon verwertest, musst du sehen.

    LIebe Grüße
    Andrea

  13. #13
    Unregistriert
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    Hi,

    noch eine Frage. Ich habe jetzt Doxycyclin von Pharma GmbH. Dosierung ist 1xtägl 10mg/kG. Hier liest man überall 2x tägl eine Gabe von 10mg/kg. In der Fachliteratur von Laboklin bzw Uni München wird 1xtägl. empfohlen, bzw ggf die Aufteilung der Tagesdosis auf 2x tägl.
    Gibt es ein richtig oder falsch? Wo kommt das 2x denn her?

    LG
    Nadine

  14. #14
    Forum-Team Avatar von henri
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    Hallo Nadine, guck mal hier unter Dosierungen, da steht das zB mit den 2 x 10 mg/kg täglich: http://www.vetpharm.uzh.ch/wir/00000056/4250__F.htm

    Guck mal, habe noch den Beipackzettel vom Ronaxan gefunden, da steht das auch mit den 2 x 10 mg/kg: http://de.merial.com/SiteCollectionD...ts/Ronaxan.pdf
    Geändert von henri (30.11.2016 um 23:48 Uhr)
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

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