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Thema: Positver Anaplasmose Titer und niedrige Schilddrüsen Werte

  1. #1
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    Gast

    Positver Anaplasmose Titer und niedrige Schilddrüsen Werte

    Hallo,
    Ich habe ein Problem, ich habe schon überall gelesen und nachgefragt, aber niemand kann mir helfen.
    Mein Hund hat niedrige Schilddrüsenwerte und auch einen positiven Anaplasmose Titer, das Blutbild war super und er zeigt keine Anaplasmose Symptome, also wollten wir ihn deswegen nicht behandeln. Jetzt wurde mir aber gesagt, dass die Anaplasmose die Schilddrüsenwerte auch senken könnte, dann wäre es eine NTI (Non–thyroidal illness) und diese sollte man dann nicht mit Hormonen behandeln, sondern die Anaplasmose dann behandeln.
    Mein Hund hatte auch nie eine akute Phase sofort nach der Ansteckung, das heißt jetzt, dass sein Körper die Bakterien entweder vernichtet hat oder, dass sie sich ins Knochenmark und in die Organe zurückgezogen haben und dort ruhen. Also so habe ich es verstanden. Jetzt ist meine Frage kann eine Anaplasmose bei einem Hund der nicht akut erkrankt ist auch die Schilddrüsenwerte senken? Ich habe gelesen, dass schwere Erkrankungen die Schilddrüsenwerte senken, aber er ist ja nicht erkrankt und, dass der t4 und ft4 Wert mit der schwere der Erkrankung sinken. Er hat schon ziemlich tiefe Werte. Deshalb würde ich eher sagen das Problem wäre die Schilddrüse selber. Meine Ärztin hat jetzt vorgeschlagen entweder die Schilddrüse zu behandeln, oder zuerst die Anaplasmose behandeln und dann die Schilddrüsenwerte zu kontrollieren und dann wenn es doch nötig ist, zu substituieren. Da man nie sicher sagen kann ob auch nach der Antibiotika Gabe die Erreger eliminiert wurden, denke ich weiß man dann trotzdem nicht wovon es kommt wenn die Schilddrüsenwerte noch immer so niedrig wären. Deshalb bin ich eher dafür die Schilddrüse zu behandeln und das Immunsystem zu unterstützen, damit die Erreger nicht ausbrechen können. Aber ich wollte noch ein paar Meinungen dazu.

  2. #2
    Unregistriert
    Gast
    Kann mir hier auch niemand helfen? :-(
    Am Montag soll ich das Forthyron für die Schilddrüse abholen. Ich wollte aber vorher noch ein paar Meinungen von euch, ob das jetzt richtig so ist.

  3. #3
    Moderatorin Avatar von Margie
    Registriert seit
    03.2007
    Beiträge
    2.216
    Hallo Gast,

    stell die kompletten Befunde doch mal ein, dann kann man dir vielleicht auch helfen. Zeigt dein Hund denn Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion ?

    Lg
    Silke

  4. #4
    Unregistriert
    Gast
    Er zeigt nicht die klassischen Symptome. Er ist eher hyperaktiv, schnell gestresst, draussen kaum ansprechbar und nicht trainierbar. Er wird ganz schnell ungeduldig und jault und winselt und hüpft umher. Also es ist sehr anstrengend mit ihm zu arbeiten. Er ist auch sehr ängstlich geworden und bellt und zittert bei verschiedenen Geräuschen. Zuhause ist er aber ruhig.
    Hier sind seine Werte :


    Blutbild vom 08.11.16
    Cholesterin 4.2 mmol/l 3.1-10.1

    Gallensäuren 2.34 µmol/l <20,postprand.<40

    Zink 10.7 µmol/l 7.7-19.9

    Selen-Bestimmung - Atomabsorptionsspektromet rie

    Selen (AAS) 354.6 µg/l + 80-250 (vorl.)


    *Bestimmung Gesamt-Jod


    *Jod, gesamt 65 µg/l 64-76


    Groβes Schilddrüsenprofil (Hund) - CIA

    T4 (Basalwert) 0.7 µg/dl - 1.3-4.5

    Thyroid Stimulation Hormone (TSH) - CLA

    TSH 0.23 ng/ml < 0.60

    Freie Thyroxin-Bestimmung (fT4) - CLA

    fT4 (Basalwert) 5.5 pmol/l - 7.7-47.6

    *Trijodthyronin (T3)-Antikörper

    T3-Antikörper: 5 % < 10

    *Thyroxin (T4)-Antikörper

    T4-Antikörper: 8 % < 20

    Trijodthyronin-Bestimmung - CLA

    T3-Bestimmung 66.0 ng/dl 20-206

    Freie Trijodthyronin-Bestimmung (fT3) - CLA

    fT3 (Basalwert) 4.0 pmol/l 3.7-9.2

    Thyreoglobulin-Autoantikörper - CLA

    TG-Antikörper: negativ


    Blutbild vom 12.10.16
    Fructosamine 339.4 µmol/l < 374
    AP 11 U/l < 108
    GLDH 4.1 U/l < 6
    ALT(GPT) 27.2 U/l < 55
    CK 50.0 U/l < 90
    Gesamteiweiβ 62.8 g/l 54-75
    Albumin 36.9 g/l 25-44
    Harnstoff 4.8 mmol/l 3.3-8.3
    Kreatinin 68.0 µmol/l 35-106
    Natrium 149 mmol/l 140-155
    Phosphat-anorg 1.0 mmol/l 0.7-1.6
    Calcium 2.7 mmol/l 2.3-3.0
    Kalium 4.3 mmol/l 3.5-5.1
    Eisen 15.8 µmol/l 15-45
    Lipase 27.7 U/l < 120

    SDMA (Symmetrisches Dimethylarginin)

    SDMA: 0.52 µmol/L < 0.65

    Thyroxin-Bestimmung (T4) - CLA

    T4 (Basalwert) 0.6 µg/dl - 1.3-4.5

    Blutbild (Laserstreulicht-Methode)

    * Erythrozyten 8.49 T/l 5.5 - 8.5
    * Hämatokrit 0.46 l/l 0.44-0.52
    * Hämoglobin 197 g/l + 150-190
    * Leukozyten 10.6 G/l 6.0-12.0
    * Segmentkernige 78 % + 55-75
    * Lymphozyten 17 % 13-30
    * Monozyten 1 % 0-4
    * Eosinophile 4 % 0-6
    * Basophile 0 % 0
    * Stabkernige 0 % 0-4
    * Hypochromasie neg. neg.
    * Anisozytose neg. neg.
    * Thrombozyten 249 G/l 150-500

    Differentialblutbild (absolute Zahlen)

    * Segmentkernige 8.3 G/l 3.0-9.0
    * Lymphozyten 1.8 G/l 1-3.6
    * Monozyten 0.1 G/l 0.04-0.5
    * Eosinophile 0.4 G/l 0.04-0.6
    * Basophile 0.0 G/l < 0.04
    * Stabkernige 0.0 G/l < 0.5

    Anaplasma phagozytophilum (Antikörper, IFAT)

    A.phago-Ak 1:640 < 1:40

  5. #5
    Unregistriert
    Gast
    Das sind alle Werte die ich habe. Kann mir dazu jemand etwas sagen?

  6. #6
    Moderatorin Avatar von Margie
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    2.216
    Hallo,

    T4 und ft4 sind niedrig, der Rest ist ok. Hierfür kann es unterschiedliche Gründe geben u.a. falsche Ernährung, Rassebedingt, andere Erkrankungen, Alter, unpassende Trainingsmethoden und Haltung etc. Da du ja von Verhaltensauffälligkeiten sprichst, die dich in Richtung Schilddrüse denken lassen würde ich einen Fachtierarzt für Verhaltenskunde aufsuchen. Vielleicht wirst du auf folgender Liste fündig
    http://www.gtvmt.de/

    Ansonsten ist es schwierig dir zu irgendwas zu raten, da mögliche Verhaltensauffälligkeiten verständlicherweise nicht übers Internet beurteilt werden können.

    Lg
    Silke

  7. #7
    Unregistriert
    Gast
    Hallo,
    Danke für eine Antwort.
    Von der Ernährung her kann es eigentlich nicht kommen, ich habe alle Werte testen lassen die, die Schilddrüse beeinflussen können,unter anderem Jod, Zink, Selen, Eisen und alle waren im Referenzbereich.
    Das Alter kann es eigentlich auch nicht sein, er ist erst 5 Jahre alt. Die Schilddrüsenwerte können im Alter niedriger sein, aber jedoch nicht unter dem Referenzbereich.
    Ich hatte in einem Schilddrüsenforum nachgefragt, dort wurde mir gesagt, dass der t4 mindestens im oberen Drittel liegen sollte, der ft4 wäre auch zu niedrig und der tsh sollte normalerweise nicht höher als 0,1 sein, auch der t3 Wert sollte im oberen Drittel liegen.
    Dort konnte mir aber niemand den Zusammenhang zwischen der Anaplasmose und der Schilddrüse erklären. Vielleicht kann man das anhand von den Werten erkennen ob die Anaplasmose schuld an den niedrigen Werten hat, oder ob es die Schilddrüse selbst ist.
    Kann denn eine Anaplasmose die zur Zeit nicht aktiv ist, die Schilddrüse beeinflussen? Das kann mir niemand beantworten.


    LG

  8. #8
    Unregistriert
    Gast

    Selbe Problematik

    Hallo, ich habe soeben den Beitrag von 2016 gelesen. Meine Hündin hat ein ähnliches Problem. Sie ist immer Geräusch empfindlicher geworden und macht einen depressiven Eindruck. Daraufhin haben wir die Schilddrüsenwerte kontrolliert. Das T4 gesamt ist unklar niedrig, die anderen Werte normal, worauf hin mit Schilddrüsenhormonen behandelt wurde. Nun wurde im Zuge dieser Untersuchungen ein grenzwertig hoher Titer für Anaplasmose festgestellt. Nach Gabe der Schilddrüsenhormone ist der T4 gesamt wert gestiegen, aber noch nicht hoch genug. Der Tierarzt rät zu einer Erhöhung der Dosis. Die Behandlung der Anaplasmose hat sie mir freigestellt. Da wir aufgrund der starken Geräuschempfindlichkeit des Hundes und der Depressivität mit großen Verhaltensproblemen zu kämpfen haben, würden wir die Anaplasmose gern behandeln. ( auch wenn natürlich völlig unklar ist, ob Sie diese Symptome auslöst). Mich würde wahnsinnig interessieren, was bei Ihrem Hund letztlich herausgekommen ist. Wir sind uns einfach auch unschlüssig über die weitere Vorgehensweise. Vielen Dank schonmal Melanie

  9. #9
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    Hallo Gast!

    Da der/die Betroffene damals ebenfalls als Gast schrieb, ist eine Antwort unwahrscheinlich. Immer wieder melden sich hier Hundehalter deren Hunde Probleme mit Lethargie, ungewöhnlichem Verhalten und Gelenksproblemen zeigen. Leider bleibt meist unklar, ob diese Symptome tatsächlich mit einer (sehr oft grenzwertig getesteten) Anaplasmose oder Borreliose zu tun haben.

    Im Normalfall würde man die Behandlung nicht nur vom Titer und den äusseren Symptomen, sondern auch von Veränderungen in den Blutwerten abhängig machen. Für eine ausgebrochene und behandlungsbedürftige Anaplasmose würde z.B. eine Anämie und/oder erniedrigte Thrombozyten sprechen. Bei den Gelenksproblemen sind häufig wechselnde Lahmheiten vorhanden. Nasenbluten wäre z.B. ein akutes Symptom einer Ehrlichiose, Anaplasmose oder Leishmaniose und in jedem Fall ein Grund zur Behandlung.

    Das Tiermedikament ist Ronaxan, Dosierung im Link. Da Doxy-Hyclat sehr stark schleimhautreizend ist, müssen die Tabletten unbedingt sehr gut verpackt werden, der Hund darf nicht kauen und nicht nüchtern sein bei der Gabe! Bewährt hat sich die natürliche Tasche von Hühnerherzen oder eingeschnittene Taschen in Gulaschstücken. Am besten gleich noch ein Stück ohne Tablette vorhalten, dann wird oft schnell ohne kauen geschluckt. Auf keinen Fall Dosenfutter, Hack, Käse oder Wurst usw. als Verpackung nehmen. Das kann sich beim Schlucken lösen und die Hunde fressen schliesslich nicht mehr, fühlen sich sehr schlecht!

    Milchprodukte mindestens 2 Stunden zeitversetzt zum Doxy. Als "Magenschutz" hat sich hier mit Wasser matschig gekochter Haferschleim bewährt! Auf Medikamente bindende Ergänzungsmittel wie Heilerde oder Bentonit verzichten.

    Zu Anaplasmose nachlesen, kannst Du z.B. hier hier, und hier

    Natürlich kannst Du Deinen Hund auch gern in einem eigenen Thema vorstellen oder weitere Fragen stellen

    Liebe Grüsse

    Andrea
    Geändert von Charlie (24.07.2017 um 13:36 Uhr)

  10. #10
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    1
    Die Verhaltensproblematik IST die Anaplasmose. Sie macht viele Baustellen auf, bevor man sie im Blut sieht. Du MUSST die Anaplasmose behandeln, sonst bricht dir dein Hund irgendwann komplett weg.

  11. #11
    Moderatorin Avatar von Marion/Grappa
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    Die Verhaltensproblematik IST die Anaplasmose. Sie macht viele Baustellen auf, bevor man sie im Blut sieht. Du MUSST die Anaplasmose behandeln, sonst bricht dir dein Hund irgendwann komplett weg.
    Der letzte Eintrag hier war zwei Jahre alt

    Das etwas so IST und behandelt werden MUSS und der Hund ansonsten komplett wegbricht (?) würde ich mir nicht zutrauen festzustellen, ohne genaue Kenntnis der Krankengeschichte und der Befunde. Womöglich auch dann nicht.
    ************************* ************

    Liebe Grüße von Marion
    mit Grappa, Nelly,Rosi Moser
    und der restlichen Viecherei


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