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Thema: Ehrlichiose auf Verdacht nochmal behandeln?

  1. #46
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    Gast
    Zitat Zitat von henri Beitrag anzeigen
    Mein Maedel ist wahrscheinlich ein Wasserhund-Galgo-Mix.
    Laufende Locken quasi.

  2. #47
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    Hallo!

    Ich hab jetzt mal nachgeschaut. Der letzte "neue" Galgo hier im Forum ist nur LM positiv, hatte in Spanien einen normwertigen Hämatokrit und hier in D bei Laboklin mehrfach einen erhöhten.

    Die Laborwerte sind ja nicht alles. Eine Anämie kann man ja auch anhand der Durchblutung der Maulschleimhaut bemerken.

    Liebe Grüße

    Andrea

  3. #48
    Unregistriert
    Gast
    Die Laborwerte sind ja nicht alles. Eine Anämie kann man ja auch anhand der Durchblutung der Maulschleimhaut bemerken.
    Ich frag jetzt blöd, weil ich es nicht besser weiß? Sind die Schleimhäute bei Hunden, die lt Referenzwerten nicht anämisch sind, aufgrund ihrer Physiologie jedoch schon, tatsächlich immer schon sichtbar verändert?

    Warum ich überhaupt jetzt so auf den Hämatokrit fixiert scheine: Gibt ja mittlerweile doch etliche Galgos außerhalb Spaniens und Ehrlichiose ist da als Überraschungsgast im Gepäck immer möglich.

    Bisher hab ich (allerdings hab ich das Internet diesbezüglich auch noch nicht ausgelesen) abgesehen von Empfehlungen wie "Auch bei negativen MMK nach einer Weile nochmal nachtesten lassen" nix in die Richtung gelesen:
    "Hämatokrit im mittleren oder unteren Referenzbereich bei bekannt oder unbekannt zeckenkrankem Windhund: Achtung, da könnt ne Ehrlichiose am Werken sein."

    Beim Greyhound wird in den USA anscheinend quasi standardmäßig ein Ehrlichiosetest bei Hämatokrit unter 45-40, in Arizona angeblich sogar schon unter 50, empfohlen. Da sind andere Rassen noch im oberen Normbereich.

    Sollte das so ungefähr auch auf Galgos umlegbar sein, dann wär's, denk ich, durchaus sinnvoll, wenn sich diese Info mehr verbreitet. Weil es ein Anhaltspunkt mehr zur Diagnosestellung wär oder zur Beurteilung, ob die Ehrlichiose grad aktiv ist.

    Also mal so vor mich hin überlegt, ohne es sicher zu wissen.

  4. #49
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    Hallo nochmal!

    Ich frag jetzt blöd, weil ich es nicht besser weiß? Sind die Schleimhäute bei Hunden, die lt Referenzwerten nicht anämisch sind, aufgrund ihrer Physiologie jedoch schon, tatsächlich immer schon sichtbar verändert?
    Du hast ja die Vermutung geäussert beim Galgo mit Greyhound-Einschlag könnte ebenfalls ein Hämatokrit um 40 schon ein Hinweis auf eine Anämie bzw. Ausbruch einer Ehrlichiose sein. Nun geht man ja nicht alle paar Wochen zur Blutabnahme und muss/kann daher auf andere Symptome achten wie eben z.B. auf die kapillare Rückfüllungszeit zur Früherkennung.

    Ich würde mich auch von den Vergleichen mit Greys und der Ehrlichiose in den USA verabschieden. Du bekommst einen gegen Ehrlichiose (vor)behandelten Galgo aus Spanien Noch dazu sind ja auch die Referenzwerte je nach Labor unterschiedlich. Die muss man ja kennen, um den Hinweis aus den USA zum Hämatokrit um 40 überhaupt einschätzen zu können (wenn man das möchte).

    Warum ich überhaupt jetzt so auf den Hämatokrit fixiert scheine: Gibt ja mittlerweile doch etliche Galgos außerhalb Spaniens und Ehrlichiose ist da als Überraschungsgast im Gepäck immer möglich.
    Natürlich ist das gut im Hinterkopf zu behalten, aber ein Hund kann sich auch hier in Deutschland und Nachbarländern fast ganzjährig mit Anaplasmose infizieren,wenn er die nicht aus der Heimat mitgebracht hat. Eine Anämie kommt auch bei LM als Symptom vor oder bei Babesiose z.B. Sehr häufig gibt es bei Ehrlichiose und Anaplasmose erniedrigte Thrombozyten. Das hattest Du ja sicher alles schon gelesen. Die Blutungsneigung kann steigen und Nasenbluten kann, wie auch bei LM, ein äusseres Symptom sein. Aber da Galgos eine jahrhundertealte spanische Rasse sind, wird ja eine Immunkompetenz wie beim Podenco vermutet. Also, ich würde mir insgesamt jetzt nicht zu viele Sorgen und Gedanken machen

    Generell ist mind. ein Nachtest und regelmässige Kontrollen von grossem Blutbild und Organwerten (mind. 1 besser 2 x jährlich) bei ALLEN Hunden aus dem Ausland oder nach Auslandsreisen mit Hund gut (Bei infizierten Hunden auch häufiger). Schon allein, weil man den Ausbruch einer unerkannt gebliebenen Infektion an den Veränderungen in den Blutwerten erkennen kann und eben äussere Symptome völlig fehlen können! Das ist das wichtige, finde ich, was leider immer noch viele Orgas nicht wissen oder vermitteln und also zu viele Halter nicht wissen. Immer wieder führt das zu unbemerkt dramatisch fortgeschrittenen lebensbedrohlichen Zuständen durch MMK, vor allem durch Nierenprobleme, die nicht nur bei LM, sondern auch bei Ehrlichiose, Anaplasmose, Babesiose z.B. auftreten können.

    Liebe Grüsse

    Andrea
    Geändert von Charlie (23.10.2018 um 20:52 Uhr)

  5. #50
    Unregistriert
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    Hey Andrea!

    Danke für Deine Ausgührungen, die natürlich auch Sinn machen.

    Also in Bezug auf den Neuzugang bin ich mal relativ entspannt (falls ich hysterisch rüber komm)

    Es war tatsächlich sehr allgemeiner Natur gedacht. Blutbilder von Hunden hat man oft schneller mal wegen irgendwas, als nen MMK-Test.

    Wollt mich eher verstanden wissen in Richtung: "Den Galgoleuten in Erinnerung rufen, es könnte hilfreich sein, nen Test auf Zeckenkrankheiten nachzuschießen, falls mal zufällig ein rotes Blutbild mit ansich unauffälligen Werten daher käme, die aber für den Windhund schon sehr niedrig sein könnten."
    Also falls der Zusammenhang so für den Galgo wirklich besteht. Wenn nicht, dann alles sofort wieder vergessen.

    Das hat mich halt grundsätzlich interessiert - vielleicht noch mit dem Hintergrund, dass ich seit Jahren zig Galgos kenne, aber praktisch keinen bekannt Ehrlichiose positiven. Selbst die Vermittlungsorga, die nun nicht ganz neu ist, meinte "Wir hatten erst 1en positiven Hund". Das kommt mir insgesamt "zu wenig" vor. Also zuwenig bewusste und bekannte Infektionen.

    Und jetzt heißt es warten auf Samstag. Schönen Abend Euch.

  6. #51
    Forum-Team Avatar von henri
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    Zitat Zitat von Unregistriert Beitrag anzeigen
    Laufende Locken quasi.
    ja stimmt, super beschrieben

    Bei dem was du zu den Windhunden in den USA gelesen hast, ging es denn da auch um den Erreger E. canis, denn in den USA gibt es ja auch andere Erregerstämme? Die führen je nach Sorte auch zu unterschiedlichen Blutbildabweichungen. Bei dem E. canis gibt es eigentlich immer auch erniedrigte Thrombozyten, und in der chronischen Phase muss zB auch der Hämatokrit nicht erniedrigt sein.
    Viele Grüße aus Unna/NRW
    Michaela

  7. #52
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    Hallo nochmal!

    Achso, dann meinst Du wahrscheinlich Tips, die Du ggfs. an Galgo-Kontakte weiter geben kannst.

    Also ich würde das auch beim Galgo nicht an Hämatokrit xy im Referenzbereich festmachen, sondern an der Entwicklung der Werte im Vergleich.

    Noch wichtiger finde ich aber schon auf unspezifische Auffälligkeiten zu reagieren wie vermerhrte Müdigkeit, Abgeschlagenheit, schlechte Gewichtszunahme, Gewichtsverlust, wiederkehrender Durchfall usw.

    Liebe Grüße

    Andrea

  8. #53
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    Hallo!

    Ich habe nochmal geguckt und hier diesen Beitrag zu Besonderheiten bei Windhunden gefunden. Dieser scheint mir recht aktuell (im Gegensatz zu vielen weit zurück liegenden Infos im Netz dazu). Oft wird sich aber auf (Rescue-)Greys bezogen. Wie gesagt, deckt sich das nicht so mit meinen Erfahrungen mit Galgos, aber das heisst natürlich nix.

    Bezogen wird sich auch auf erniedrigtes Cytochrom P 450 Enzym beim Windhund. Das würde ich im Hinterkopf behalten bei LM-Galgos, die Leisguard/Domperidon bekommen sollen, da dies über das Cytochrom P 450 verstoffwechselt wird. Das nur mal so am Rande, hier geht's ja um Ehrlichiose.

    Dann ist Dein Schützling wohl inzwischen angekommen? Da hoffe ich alles klappt gut!

    Liebe Grüsse

    Andrea

  9. #54
    Unregistriert
    Gast
    Danke Andrea! Und ja, er ist da. Alles wunderbar bisher, so weit man das sagen kann. Noch läuft er wohl auf Eingewöhnungsautopilot.

  10. #55
    Unregistriert
    Gast
    Und er ist, wie vermutet, optisch schon ein sehr greyhoundlastiger Galgo. 70cm, 30 Kilo und Popo wie ein Brauereipferd, naja, fast.

  11. #56
    registrierter Teilnehmer Avatar von Dori13an
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    ach wie schön, drücken euch Daumen und Pfoten
    Befunde Flocke
    Liebe Grüße
    von Angelika und Flocke und im Herzen Nala immer mit von der Partie...
    wir sind in 82541 Münsing am Starnberger See

    Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeiffen lassen

    http://www.leishmaniose-forum.com/sh...p?23826-Flocke

  12. #57
    Unregistriert
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    Zitat Zitat von Dori13an Beitrag anzeigen
    ach wie schön, drücken euch Daumen und Pfoten
    Dankesehr. Ich "fürchte" ja, wenn er sich erst mal etwas aklimatisiert hat, is er ein ziemlicher Schlingel mit Forsch- und Kletterdrang. Wetten werden angenommen, wann er erstmalig das Babygitter zur Küche ignoriert.

  13. #58
    Forum-Team Avatar von henri
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    Schlingel mit Forsch- und Kletterdrang hört sich ja vielversprechend an. Wie schön, dass er endlich da ist.
    Viele Grüße aus Unna/NRW
    Michaela

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