+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 27

Thema: Wann gilt ein Hund als LM infiziert?

  1. #1
    Krissi
    Gast

    Wann gilt ein Hund als LM infiziert?

    Hallo liebe LM-Erfahrene!

    Unser Hund ist in der Vergangenheit zunächst Leishmaniose positiv (ebenso Ehrlichiose und Barbesiose) getestet worden, allerdings mit einem geringen Titer. Bei einem folgenden Test war der Befund LM negativ. Ich war danach ganz erleichtert, da ich dachte, das Immunsystem des Hundes habe die Krankheitserreger "besiegt". Nun hat unser Tierarzt aber gesagt, dass ein Hund, bei nachgewiesenem LM-Kontakt (also einmal positiv gemessenen Titer) als infiziert gilt, auch wenn das (zum Glück) noch keine Aussage darüber zulässt, ob der Hund in seinem späteren Leben akut erkrankt oder nicht. Er würde daher aber konsequenterweise vom Impfen absehen, um nicht das Risiko einzugehen, dass die Krankheit ausbricht. Stimmt es, dass ein Hund LM infiziert ist, wenn der Titer mal "positiv" war bzw. Kontakt stattgefunden hat?

    Viele Grüße
    Krissi

  2. #2
    Forum-Team Avatar von husky
    Registriert seit
    06.2015
    Ort
    Bonn
    Beiträge
    828
    Hallo Krissi,

    wie alt war Dein Hund, als der Test positiv ausgefallen ist? Welpen oder Junghunde haben manchmal noch maternale Antikörper im Blut. Kannst Du die Testergebnisse mal zeigen?

    Liebe Grüße von Jeanette

  3. #3
    Krissi
    Gast
    Mein Hund war bei dem ersten Testergebnis ca. eineinhalb Jahre alt, also kein Welpe mehr. Inzwischen ist er knapp drei. Vom ersten Testergebnis habe ich leider keine Unterlagen, nur das Ergebnis (1:200). Der aktuelle Befund war wie gesagt negativ (<1:50). Mehr Ergebnisse die ich einstellen könnte, habe ich leider nicht bekommen...

  4. #4
    Forum-Team Avatar von henri
    Registriert seit
    07.2004
    Ort
    Unna/NRW
    Beiträge
    10.451
    Wurden denn Ehrlichiose und Babesiose auch nochmal nachgetestet?
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

  5. #5
    Krissi
    Gast
    Ja! Die sind damals wohl behandelt worden (da hat Buddy uns noch nicht gehört), waren jetzt aber wieder positiv und wurden erneut behandelt.

  6. #6
    Forum-Team Avatar von husky
    Registriert seit
    06.2015
    Ort
    Bonn
    Beiträge
    828
    Hallo Krissi,

    mit 1,5 Jahren sind keine maternalen Antikörper mehr vorhanden, Dein Hund ist also positiv getestet worden. Die Babesiose ist ja sicherlich mit Carbesia behandelt worden, die gilt dann als geheilt. Dann bleiben noch die LM und die Ehrlichiose. Ich würde bei dieser Kombination auf keinen Fall impfen, da hat Dein Tierarzt ganz recht.

    Liebe Grüße, Jeanette

  7. #7
    Krissi
    Gast
    Also tatsächlich... Lieben Dank für die Rückmeldung! Toll, dass es das Forum und eure Hilfe gibt!

  8. #8
    Forum-Team Avatar von henri
    Registriert seit
    07.2004
    Ort
    Unna/NRW
    Beiträge
    10.451
    Vielleicht noch wichtig zu wissen, also man behandelt nicht so lange bis der Titer negativ ist. Der kann viele Jahre positiv bleiben. Man sieht immer nur alleine an Blutbild+Organwerten+Eiwe ißelektrophorese, ob diese Krankheiten auch gerade im Hund aktiv sind. Die können auch lange schlummern. Gerade nach einer Therapie sollten sich die Blutwerte verbessern und erst wenn die wieder schlechter werden, erst dann würde man zB eine Ehrlichiose neu mit Doxy behandeln, da diese Krankheit idR in Schüben verläuft. Bei Babesiose ist das anders, einmal mit den 2 Spritzen Carbesia behandelt, gilt sie als erledigt, auch wenn der Titer noch länger hoch bleibt, wie Jeanette schon geschrieben hat. Also diese Titerkontrollen dienen alleine zur Info, ob dieser Hund irgendwann in der Vergangenheit infiziert wurde.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

  9. #9
    registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    03.2019
    Beiträge
    11
    Zitat Zitat von husky Beitrag anzeigen

    mit 1,5 Jahren sind keine maternalen Antikörper mehr vorhanden, Dein Hund ist also positiv getestet worden.

    Hmm. Ist das nicht auch davon abhängig, wann der Hund grundimmunisiert wurde? Gerade im Ausland ist das ja nicht unbedingt nach dem Welpen Impfschema erfolgt?

  10. #10
    Forum-Team Avatar von henri
    Registriert seit
    07.2004
    Ort
    Unna/NRW
    Beiträge
    10.451
    Du meinst wahrscheinlich evtl. vorhandene Staupe- bzw. Parvoviroseantikörper? Und das stimmt, wenn die Mutter gar nicht geimpft wurde, kann sie auch schlecht Antikörper auf die Welpen übertragen. Aber auf jeden Fall wären die bei einem Hund von eineinhalb Jahren abgebaut. Auch, wie in diesem Fall, Antikörper einer Krankheit, die die Mutter in sich trägt.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

  11. #11
    registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    03.2019
    Beiträge
    11
    Zitat Zitat von henri Beitrag anzeigen
    Du meinst wahrscheinlich evtl. vorhandene Staupe- bzw. Parvoviroseantikörper? Und das stimmt, wenn die Mutter gar nicht geimpft wurde, kann sie auch schlecht Antikörper auf die Welpen übertragen. Aber auf jeden Fall wären die bei einem Hund von eineinhalb Jahren abgebaut. Auch, wie in diesem Fall, Antikörper einer Krankheit, die die Mutter in sich trägt.
    Ich hatte an etwas anderes gedacht. Bin mir selber aber auch nicht sicher, ob der Gedanke auch richtig ist. Nehmen wir mal an dieser Hund sei selber erst 2-4 Monate vor dem ersten Test durch Impfungen grundimmunisiert worden. Dann wird er das erste Mal mit einem leicht positiven Titer getestet. Könnte dies nicht auch noch durch die Impfungen verursacht sein?

  12. #12
    Forum-Team Avatar von henri
    Registriert seit
    07.2004
    Ort
    Unna/NRW
    Beiträge
    10.451
    Ja, das stimmt. Daher kann man bei einem geimpften Hund nicht unterscheiden, ob die Antikoerper von einer aktiven Erkrankung, oder von der Impfung herruehren.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

  13. #13
    registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    03.2019
    Beiträge
    11
    Zitat Zitat von henri Beitrag anzeigen
    Ja, das stimmt. Daher kann man bei einem geimpften Hund nicht unterscheiden, ob die Antikoerper von einer aktiven Erkrankung, oder von der Impfung herruehren.
    Danke! Das ist für mich eine sehr interessante Bestätigung. Wie lange können diese "Nachwirkungen" der Impfungen das Testergebnis denn längstens beeinflussen?

  14. #14
    Forum-Team Avatar von henri
    Registriert seit
    07.2004
    Ort
    Unna/NRW
    Beiträge
    10.451
    Das weiß ich nicht. Es gibt ja aber nur CaniLeish und diese Impfung soll jährlich wiederholt werden. Aber ich denke, dass die Antikörper viel länger persistieren können. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass eine Tierschutzorga diese Impfung verabreichen lässt, gerade im Endemiegebiet ist es ja schwierig da überhaupt negative Hunde herauszufinden, denn geimpft werden sollten ja nur negativ getestete Hunde. Dh. bei der Orga fallen Kosten vorab noch für die Titerbestimmung an.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

  15. #15
    Forum-Team Avatar von henri
    Registriert seit
    07.2004
    Ort
    Unna/NRW
    Beiträge
    10.451
    Guck mal, ich habe dir Infos zur "neuen" Impfung Letifend rausgesucht. In Spanien müsste es die ja geben. https://ec.europa.eu/health/document..._134483_de.pdf Das ist aber da genauso wie bei CaniLeish, die Impfung verhindert nicht die Infizierung, sondern sie soll nur die Krankheitssymptome abmildern. Da finde ich den Begriff "Impfung" etwas missverständlich, weil wir eher gewohnt sind, dass eine Impfung rel. zuverlässig schützen sollte. Wir sprechen ja bei Kindern zB auch oft von "Schutzimpfung", was bei der Leishmanioseimpfung so ja nicht zutrifft.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

+ Antworten
Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •