+ Antworten
Ergebnis 1 bis 7 von 7

Thema: Wie verhält sich Leishmanionse gegenüber Erwachsenen und Kleinkindern

  1. #1
    registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    10.2019
    Beiträge
    3

    Idee Wie verhält sich Leishmanionse gegenüber Erwachsenen und Kleinkindern

    Hallo wir haben jetzt wohl klinisch nach drei negativen einen positiven und dann zwei wieder negativen Bluttest die Verdachterhärtung, dass Leishmaniose vorliegt, da die Nierenwerte bei der letzten Kontrolle vom 27.09.2019 (Kreatin und Harnstoff) und im SDMA Test höher waren. Gestern waren wir in einer Klinik um die Organe schallen zu lassen. Dabei wurden Dezente Ablagerungen in der Niere und eine vergrößerte Milz festgestellt. Jetzt sollen wir außer einer Ernährungsumstellung soweit erstmal nichts tun (außer regelmäßig Blutbild und Eiweiß-Elektrophorese (drei Monate), Urinprüfung (kürzere Abstände)).
    Welches Nassfutter kann man nun empfehlen? Unser derzeitiges liefert einen zu hohen PH Wert.

    Wichtiger erscheint uns aber die Frage, wie gesichert die Erkenntnis ist, dass diese gesamte Krankheit nicht auf uns bzw. auf die Kleinkinder übertragen wird. Gelesen hierzu habe ich, dass es bisher keine Zoonose gab, jedoch habe ich auch gelesen, dass viele menschlichen Südländer auch diese Krankheiten haben.

    Wie geht man damit um? Wir packen natürlich nicht ins Blut und offene Hautwunden sind bisher zum Glück auch nicht vorhanden. Hund 2 Jahre alt macht einen insgesamt gesunden Gesamteindruck. Für die Niere bekommt er jetzt ein pflanzliches Mittel.

    Erschwerend, er hat noch eine Demodex Milbe und dadurch eine leichte Hautirritation am Ohr. Dies wird mit Nexguard monatlich behandelt. Dem Grunde nach ein Hammer Medikament, aber Tierärzte meinen wäre soweit in Ordnung.

    Gibt es interessante glaubhafte Studien, wo man zu o. a. Titel Informationen erhält? Welche Tipps könnt ihr noch geben?

    Was ist z. B. eine SUC Therapie?

    Gruß und Danke.

  2. #2
    Forum-Team Avatar von Dori13an
    Registriert seit
    08.2014
    Beiträge
    3.254
    Hallo und herzlich Willkommen hier im Forum,
    welches Nassfutter gebt ihr derzeit? Wenn du freigeschaltet bist (wird hier noch händisch erledigt) kannst du im Bereich Ernährung stöbern.

    Auf der Seite von Parasitus Ex gibt es gute Informationen, soweit wir wissen, gab es noch nie einen nachgewiesenen Fall der Übertragung Hund auf Mensch und wir haben ja viele Mitglieder hier die auch Kinder haben.
    Menschen bekommen Leishmaniose durch den Stich der Sandmücke, meist im Urlaub. Bei Menschen macht das Beschwerden wie eine Grippe und ist danach m. Wissens ausgeheilt.
    Unsere Hunde können das leider nicht, da bleibt die LM lebenslang. Sie kann bei vielen Hunden gut unter Kontrolle gehalten werden, wir haben hier auch welche die ohne Medis gut leben. Doch auch ganz tragische Verläufe sind hier bekannt, das sollte man nicht verschweigen.

    S = Solidago U= Ubichinon C= Coenzym Q10 in ad us vet. von der Fa. Heel das hat hier schon vielen mit Nierenproblematik geholfen.
    Die beraten auch telefonisch zur Dosierung.

    Sicherlich werden die erfahrenen Foris sich noch melden, wenn du magst kannst du ja ervtl. vorhandene Befunde einstellen, dann können wir dir gerne eine 2. Meinung dazu geben
    Befunde Flocke
    Liebe Grüße
    von Angelika und Flocke und im Herzen Nala immer mit von der Partie...
    wir sind in 82541 Münsing am Starnberger See

    Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeiffen lassen

    http://www.leishmaniose-forum.com/sh...p?23826-Flocke

  3. #3
    registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    10.2019
    Beiträge
    3
    thetis Natur kreas menü. eigentlich ein sehr hochwertiges Futter. Die Arztbefunde folgen noch. die gehen erst zum Hausarzt. Gerne eine zweite Meinung ist immer gut. Komisch die Blutwerte sagen dass alles negativ wäre, die Niere und die Milz hingegen zeigen jedoch eine Veränderung an, welche auf die Krankheit schließen. So richtig schlau geworden sind wir aus den derzeitigen Arztberichten auch nicht, auch weil man nicht weiß, wenn es Leishmaniose ist, ggf. auch anders z. B. mit Tabletten arbeiten müsste, irgendwie wurde uns erklärt, dass das Immunsystem die Blutergebnisse verfälscht und den Erreger selbst bekämpft.... Verworren, die Krankheit ist schon nicht einfach.....

  4. #4
    Forum-Team Avatar von Dori13an
    Registriert seit
    08.2014
    Beiträge
    3.254
    ...es gibt auch noch andere Erreger die Auslandshunde gerne im Gepäck haben und diese Veränderungen machen, nicht nur LM, doch um dir da etwas sagen zu können brauchen wir die Befunde. Wenn möglich eine sog. EEP = Serumelektrophorese mit Kurvendarstellung, an dieser kann ziemlich genau festgemacht werden, was da alles mitspielt. Leider kennen sich die meisten TÄ damit nicht aus
    Befunde Flocke
    Liebe Grüße
    von Angelika und Flocke und im Herzen Nala immer mit von der Partie...
    wir sind in 82541 Münsing am Starnberger See

    Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeiffen lassen

    http://www.leishmaniose-forum.com/sh...p?23826-Flocke

  5. #5
    Forum-Team Avatar von henri
    Registriert seit
    07.2004
    Ort
    Unna/NRW
    Beiträge
    8.517
    Hallo, wie Angelika beschrieben hat, die Sandmücke ist der zwingend nötige Vektor, ohne die Mücke keine Ansteckung und daher müssen die infizierten Menschen von der Mücke gestochen worden sein.

    Leishmanien durchlaufen verschiedene Stadien. Die Sandmücke überträgt die Erreger, die mit einer kleinen Flosse ausgestattet sind, die nennen sich Promastigoten und mit dieser kleinen Flosse, heißt eigentlich Geißel, damit können sich die Erreger im Hund fortbewegen. In eurem Hund wohnen also diese Erreger und haben es sich dort gemütlich gemacht, dafür schmeißen sie ihre Flossen ab, weil sie die nun nicht mehr brauchen. Diese Verwandlung in unbewegliche Amastigote findet in den Blutzellen statt und dort vermehren sich die Erreger. (Bei intaktem Immunsystem kann es auch sein, dass die Anzahl überschaubar bleibt, weil der Hund da alleine gegen ankommt.)

    Um sich als Mensch beim Hund anstecken zu können, müssten Promastigote übertragen werden, aber die trägt der infizierte Hund ja nicht mehr in sich.

    Die Mücken saugen den Hund an, nehmen dabei die unbeweglichen Amastigote auf und die verwandeln sich innerhalb einiger Tage im Leib der Mücke zu den beweglichen Promastigoten, also denen wächst erneut eine Flosse und diese können dann beim nächsten Stich erneut einen Hund/Mensch infizieren. Sprich, damit ich mich an einem Hund hier in D anstecken kann, ist zwingend eine Sandmücke nötig, die muss meinen Hund ansaugen, dann einige Tage bei mir wohnen bleiben und wenn sich in der Mücke die unbeweglichen Erreger in bewegliche verändert haben, dann kann mich die Mücke stechen und mich infizieren. Klar, dabei ist einem dann auch einleuchtend, dass ein infizierter Hund kein Blut spenden darf, denn dann würden natürlich die Erreger direkt übertragen, ansonsten sterben sie bei Sauerstoffkontakt ab.

    Dezente Ablagerungen in der Niere und eine vergrößerte Milz festgestellt
    Da muss ich direkt an Ehrlichiose denken, das kommt bei der Krankheit zB auch öfter vor. Wo kommt euer Hund denn her? Oder seid ihr mit ihm im Süden im Urlaub gewesen?
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

  6. #6
    registrierter Teilnehmer
    Registriert seit
    10.2019
    Beiträge
    3
    Hallo Michaela, vielen Dank für deine sehr interessante Antwort. Der Hund ist aus Griechenland über eine Tierschutzorganisation zu uns gekommen. Befunde stelle ich bei Zeit ein, sobald ich die erhalten habe. Auffälligkeiten hat er derzeit keine, außer eine Hautstelle, hier wird aber wie oben berichtet von der Demodexmilbe ausgegangen. Ggf. dann auch noch mal auf Ehrlichiose überprüfen lassen? Das wäre dann ein neues Thema

  7. #7
    Forum-Team Avatar von henri
    Registriert seit
    07.2004
    Ort
    Unna/NRW
    Beiträge
    8.517
    Je nach Herkunft unterscheidet sich die durchschnittliche Symptomatik. Ein Hund aus Spanien zB hat zu ca. 30 % mit Hautveränderungen zu tun, ein Hund aus Griechenland zu ca. 80 %. Eine Leber-/Milzvergrößerung ist dagegen beim spanischen Hund zu 80 % normal, beim griechischen Hund nur zu 10 %. Laboklin hat dazu mal Untersuchungen gemacht und die Ergebnisse zusammengefasst. Also von daher sollte man schon auch die Leishmaniose bei eurem Hund als Ursache für die Hautveränderung im Hinterkopf behalten. Ja, zeig doch mal eure Befunde. Also wurde Ehrlichiose schon mal negativ getestet? Per IFAT, oder per ELISA?
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia

+ Antworten

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Ja
  • Themen beantworten: Ja
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •