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Thema: Ehrlichiose

  1. #1
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    Ehrlichiose

    Hallo zusammen,

    wir werden einen Hund aus Italien adoptieren und haben erfahren, dass dieser Hund Ehrlichiose positiv getestet wurde Titer 1:128.
    Zurzeit zeigt er keine Symptome, außer vllt. dass er ziemlich dünn ist, aber das kann ja durchaus auch andere Gründe haben.
    Weitere Tests auf Leishmaniose/Rickettsia/RIG.AG.Dirofilaria Immitis waren erstmal negativ.

    Für uns war gleich klar, wir wollen diesen Hund trotz allem und werden im Bedarfsfall eben das tun was notwendig ist. Lt. Tierschutzverein erstmal einfach nur auf Symptome achten, dann zum TA, sonst keine weitere Behandlung solange alles gut ist. In einem halben Jahr neuer Bluttest mit Elektrophorese-Kurve (hoffe das heißt so) um zu schauen wie ist der Stand.
    Um gut vorbereitet zu sein, habe ich angefangen mich auf div. Seiten und auch hier zu informieren. Jetzt habe ich so viel gelesen, zum Teil wirklich schlimme Dinge von Anfällen, Blutungen, Lähmungen usw., dass es mir so vorkommt, als holen wir einen zum Tode verurteilten Hund zu uns.

    Mein Kopf sagt, es ist nicht klar wie es sich entwickelt, es kann auch alles "still" bleiben. Mein Bauch und Herz hat jetzt Angst, weil vllt. "zu viel" gelesen und erwartet einen sehr kranken Hund!
    Ich weiß auch ihr könnt nicht sagen, wie es sich entwickeln wird und trotzdem hoffe ich auf Beispiele wo es "halb so wild" war. Gibt es diese Beispiele hier?

    Liebe Grüße

  2. #2
    Forum-Team Avatar von henri
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    Hallo, also ein schlimmer Verlauf ist die Ausnahme, ganz sicher nicht die Regel. Wir haben hier hunderte Hunde mit Ehrlichiose, die wirklich in den allermeisten Fällen keine Probleme macht. Von Anfällen und Lähmungen in Verbindung mit Ehrlichiose habe ich hier noch nie was gelesen. Als Koinfektion mit Leishmaniose kann die Ehrlichiose eher mal Probleme machen. Die Ehrlichose wird ja mit Doxycyclin behandelt, da gibt es schon ein paar Hunde, die das Doxy nicht so gut vertragen und Magenprobleme während der Gabe bekommen. Was sich dann aber nach Ende vom Doxy auch wieder bessert.

    Ich kann mich spontan nur an einen Fall mit Ehrlichiose erinnern, wo die Anämie lebensbedrohlich war, ihm bereits die Milz rausoperiert wurde und keiner der Ärzte auf die Idee kam, dran zu denken, dass der Hund ursprünglich aus dem Ausland mit einem positiven Ehrlichiosetiter kam. Sprich, hätte die Klinik mal in die alten Unterlagen reingesehen, hätte dem Hund schneller geholfen werden können. Es ist dann gut ausgegangen, aber dass es so lange bis zur Diagnose gedauert hat, das hätte nicht sein müssen.

    Aber ihr wisst ja bereits von dem positiven Ehrlichioseergebnis. Ein halbes Jahr würde ich jetzt zu Anfang mit einem neuen Check nicht warten, das wäre mir zu lang. Die Hunde werden ja oft erst zur Ausreise geimpft, auch können sie Giardien mitbringen, oder sonst was. Daher gehe ich mit meinen Neuzugängen idR nach 1-2 Wochen Eingewöhnung schon mal zum ersten Check zum Tierarzt. Je nachdem was ich an Befunden aus dem Ausland mitbekommen habe, lasse ich dann schon mal ein Blutbild und eine Serumelektrophorese machen.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

  3. #3
    Unregistriert
    Gast
    Das gibt mir wieder etwas Hoffnung.Vielen Dank für die nette Antwort!

    Mal noch eine Frage, eine Kranken-/ OP-Versicherung für einen Hund mit Ehrlichiose zu bekommen ist vermutlich aussichtslos oder kann jemand etwas anderes Berichten? Wenn ja, welche Versicherung?

  4. #4
    Forum-Team Avatar von henri
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    Das weiß ich nicht. Da würde ich bei der Versicherung nachfragen. Ich habe gute Erfahrungen mit der Uelzener gemacht.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

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