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Thema: Ehrlichiose und Gabe von Ronaxan

  1. #46
    Unregistriert
    Gast

    Kurze Zusammenfassung

    Hallo Michaela,

    danke erneut für deine Rückmeldung. Ich bin froh, dass du weiterhin in meinem Thread vorbeischaust. Leider schwirre ich noch im Gästebereich rum, da ich zwar registriert aber noch nicht freigeschaltet bin🤷*♀️

    Ich versuche gerade noch das mit den Blutwerten und daraus resultierenden Konsequenzen für mich irgendwie zu ordnen. Mein Hund war in fünf Jahren nie krank und es ist gerade alles viel Info auf einmal.
    Tut mir leid, wenn ich das jetzt alles noch einmal kurz zusammenfasse:

    Mein kleiner Schatz ist jetzt sechs Jahre alt, vor fünf Jahren ist es nach Deutschland gekommen, vor viereinhalb habe ich ihn aufgenommen. Bis zu dem Zeitpunkt waren alle Tests negativ. Borreliose war im Schnelltest positiv, das hat sich dann im folgenden Bluttest nicht bestätigt.

    Auf Grund von Schlappheit und vermehrtem Harndrang habe ich im März 2021 das Reiseprofil erneut erstellen lassen.
    Zu dem Zeitpunkt war geringfügig und einmalig Bilirubin im Urin (wir haben an fünf Tagen getestet) , die Leberwerte und der T4 Wert waren einmalig leicht erhöht aber alles nichts wildes und die weißen Blutkörperchen sind konstant erniedrigt.
    Immunglobuline, Hämatokrit, Gesamteiweiß, CRP etc. unauffällig.
    Zu dem Zeitpunkt wurde die Ehrlichiose (Antikörper und PCR) positiv getestet.
    Laut Labor/TA haben wir den Schub wohl früh abgefangen (daher vielleicht auch noch keine Verschiebung beim Eiweiß etc.?)

    Behandlung mit Doxycyclin über viereinhalb Wochen, da belegt durch PCR ein aktiver Schub vorlag. Doxy wurde gut vertragen und in Folge der Behandlung alle Blutwerte i.O., PCR negativ aber Leukozyten, Thrombozyten und Lymphozyten weiterhin niedrig.
    Das dann Ist-Zustand seit April ohne nennenswerte Verbesserung/Verschlechterung. Die Leukozyten sind mal etwas gestiegen, dafür die Lymohozyten minimal gesunken.

    Aktuelle Blutwerte top, bis auf

    Werte (Referenzbereich)
    Leukozytenwert 3,8 (6-12)
    Lymphozytenwert 0,3 (1-3,6)
    Lymphozyten % 10,2 (13-30)
    Thrombozytenwert 136 (150-500)


    Zudem Reiseprofil wiederholt:

    Ehrlichiosetiter bei 90, im März bei 84
    (unter 14 negativ, 14-29 fraglich, darüber positiv)

    Rickettsien bei 280, im März bei 128
    (bis 128 negativ, ab 256 positiv)

    Leishmaniose bei 1,1
    (bis 0,9 negativ, 0,9-1,1 fraglich, darüber positiv)

    Jetzt warten wir auf PCR-Ergebnisse. Wenn positiv, angepasste Behandlung.

    Aber wenn negativ? Keine Behandlung, da die niedrigen weißen Blutkörperchen keine ausreichende Indikation sind? Oder wäre es ratsam trotzdem einen zweiten Zyklus Doxy zu geben? Oder anderweitig zu behandeln?
    Unterstützend verabreichen wir derzeit einen Vitamin B-Komplex.

    Ich würde vermuten, dass wir LM und Rickettsien in ein paar Wochen wiederholen, da beide Werte grenzwertig sind oder wie wäre eure Empfehlung?

    Liebe Grüße

  2. #47
    Forum-Team Avatar von henri
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    12.990
    Ja, den LM Titer würde ich auch kontrollieren. Die Rickettsien würde ich vergessen. Die wurden eh mit dem Doxy mit behandelt und sind auch eigentlich kein Problem. Die Rickettsien wurden per IFAt getestet, bist du dir sicher mit den 280? Das müsste eigentlich 256 sein. Beim IFAt wird immer die Verdünnungsstufe angegeben und die werden immer verdoppelt, also 1:128, 1:256, 1:512 usw. und man sagt, dass man erst von einer Erhöhung ausgehen kann, wenn mind. 2 Verdünnungsstufen mehr gemessen wurden, auch erst ab 3 Verdünnungsstufen schreiben andere Autoren.

    Bei Ehrlichiose schreiben die Labore eigentlich im Kleingedruckten unter den Befund, dass der Titer nur langsam sinkt und auch 30 Monate so hoch bleiben kann. Guck doch mal nach, das müsste auch unter deinem Befund drunter stehen. Deswegen würde ich jetzt bei einem Titer von 90 bzw. 84 nicht unruhig werden. Also nur weil der Titer nicht sinkt, heißt das nicht automatisch, dass das Doxy nicht gewirkt hat. Ich würde jetzt auch erst einmal die PCR der Ehrlichiose abwarten und dann überlegen, wie man weitermacht.

    Generell kann man zur Leishmaniose sagen, dass es immer mal wieder falsch positive Ergebnisse gibt, aber auch falsch negative. Auch wenn das sehr selten ist, es gibt Hunde, deren Immunsystem, aus welchen Gründen auch immer, es gerade nicht schafft Antikörper zu bilden. Und Allopurinol ist kein Teufelszeug, es ist ein gut wirksames Medikament ohne schlimme Nebenwirkungen. Und du könntest ja schon trotz sehr geringem Titer das Allo zur Vorsicht ein paar Monate geben. Das besprich doch nach eurem Urlaub mit eurem Tierarzt.
    Geändert von henri (22.09.2021 um 02:58 Uhr)
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

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