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Lungenhochdruck während Herzwurmbehandlung
Hallo zusammen,
unsere Hündin aus Rumänien wird derzeit auf Herzwürmer behandelt. Sie hat bereits Ihre zweite und dritte Injektion hinter sich, diese sind jetzt zwei Wochen her. Sie bekommt derzeit ne Menge Medikamente, im Raum steht immer wieder, ob diese ggf. angepasst werden müssen (also gegen den Lungenhochdruck, Antibiotika, Kortison, Blutverdünner, "Viagra" für die Gefäßerweiterung).
Bei Ihr wurde von Anfang an bereits ein erhöhter Lungendruck festgestellt. Seit der letzten beiden Injektionen scheint sich dies aber noch einmal sehr sehr verschlechtert zu haben. Sie ist wirklich bei jeder Kleinigkeit "aus der Puste", fängt an zu Hecheln und hat ein deutliches "Stressgesicht." Auch hatte sie da schon regelrechte "Anfälle", wo sie schlimm hechelnd in der Wohnung lag. Aber das hat die in letzter Zeit zum Glück nicht mehr gehabt. (Wir gehen natürlich nur wenige Minuten mit ihr raus, damit sie alle Geschäfte erledigen kann, mehr passiert nicht).
Hat jemand damit bei seinem Hund vielleicht Erfahrungen? Wann müsste das denn ggf. besser werden, wenn die Würmer so langsam abgebaut werden? Unsere Sorge ist auch, dass diese Diagnose nach der Behandlung bestehen bleibt, und sie dann auch danach wenig/kaum belastbar ist. Sie ist erst geschätzt drei Jahre alt 
(Und eine Sorge ist natürlich auch immer, dass es ggf. noch an etwas anderem wie Schmerzen liegen könnte, aber da kommen wir bisher nicht groß auf eine andere Idee. Sie hat mittendrin einmal vorsorglich Schmerzmittel bekommen, dass hatte ihren Zustand aber nicht verbessert.)
Danke für Eure Erfahrungen!
Viele Grüße
Kathrin (und Bina)
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Forum-Team
Hallo Kathrin, der Lungenhochdruck ist ja eine mögliche Nebenwirkung der Würmer. Ob und was davon bleibt, sollte eigentlich nach der Abschlussuntersuchung gesagt werden. Solange die Würmer noch absterben und die Arterien verstopfen können muss der Hund weiterhin ruhig gehalten werden. Für wann ist denn die nächste Untersuchung geplant?
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Hallo, die nächste (kardiologische) reguläre Behandlung ist erst wieder in 3 Monaten vorgesehen, es sei denn, es ist abzusehen, dass es ihr schlechter/schlechter geht. Mich würde v.a. interessieren, was das für die Hunde (und deren Lebensqualität) bedeutet.
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Forum-Team
Das kann man schlecht vorhersagen. Den meisten merkt man später nichts mehr davon an, aber bei gerade kleinen Hunden ist die Behandlung nicht so leicht, weil die Würmer ja immer gleich groß sind und bei einem Befall mit sehr vielen Würmern ist daher das Risiko einer Embolie für kleine Hunde größer. Auch wenn ein Hund schon lange erwachsene Würmer hat und die bereits zu Schäden an den Lungenarterien geführt haben, ist es evtl. nötig später den Lungenhochdruck jedes Jahr zu kontrolieren, wenn es da bereits Dauerschäden an den Lungenarterien gibt. Es kommt also immer drauf an, ob der Befall groß, oder klein ist, schon länger besteht, oder nicht. Bei allen Mittelmeererkrankungen gilt, je früher man dran ist, umso besser ist es die Therapie erfolgreich durchzuführen.
Wenn dir dein Hund nicht normal vorkommt, also wenn du Angst hast, dass sich da noch nichts verbessert hat, würde ich wohl früher zum TA gehen und nachfragen. Normalerweise gibt es ja nur die drei Melarsomin Spritzen und danach muss man abwarten bis die Würmer abgestorben sind.
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Vielen Dank. Ja, ich hab tatsächlich eine kleine Hündin von nicht mal 9kg. Wir haben nach 6 Monaten, nachdem sie in Deutschland war, den Test durchführen lassen, aber trotz der Kürze der Zeit hat sie da dann schon ganz schnell auch deutliche Symptome gezeigt. Ob sie ggf. vorher schon in Rumänien positiv war (laut Verein nicht), kann man natürlich nicht vollkommen ausschließen.
Falls ich noch eine letzte Nachfrage stellen darf: Nach der letzten Spritze, wie lange müsste denn der Prozess ungefähr des Absterbens der Würmer dauern? Also bis wann müsste man eine Besserung merken? Also falls man das so ungefähr sagen kann. Ich könnte mir vorstellen, zumindest die ersten 3 Wochen ist der Prozess wohl noch sehr am laufen.
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Forum-Team
Wurde deine Hündin denn vor Ausreise getestet? Meist sitzen die Hunde ewig im Zwinger und es gibt erst einen Test, wenn der Hund einen Interessenten hat. Ich würde davon ausgehen, dass die Infektion bereits länger vorher stattgefunden hat. Es dauert ja ca. ein halbes Jahr bis aus den Larven erwachsene Würmer werden.
Du hast ja sicher nach der Spritze noch Advocate gegeben? Danach soll ja der Hund noch mind. 4 Wochen ruhig gehalten werden, erst dann, also 4 Wochen nach dem Advocate, kann man neu testen, ob noch Micros bzw. Larven da sind.
Bei so einem kleinen Hund reichen ja schon wenige erwachsene Würmer aus, um da in der Lunge Probleme zu verursachen. Der abgestorbene Wurm ist ja auch erst einmal noch da und muss sich dann mit der Zeit auflösen. Da würde ich auch mind. 4 Wochen rechnen. Man soll ja nach Abschluss der Behandlung nochmal einen Herzultraschall machen lassen. Erst dann wird dir die Klinik sagen können, ob der Lungenhochdruck bleibt, oder der sich noch bessern wird. Aber vielleicht kann man da noch Blutverdünner geben, oder irgendwas anderes, was deiner Hündin das Atmen erleichtert, das würde ich schon vorab erfragen. 3 Monate ist ja noch so lange hin.
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Du meinst mit Advocat ein Spot-on? Ja, hat sie begleitend die ganze Zeit alle 4 Wochen bekommen. Ansonsten bekommt sie ja schon einiges an Medis, neben Kortison und Doxy ist das auch ein Blutverdünner (Clopidogrel, daneben Vetmedin und Sildenafil). Und laut Verein wurde der Hund kurz vor Ausreise (negativ) getestet. Aber wie gesagt...
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Forum-Team
Ah, ok, dann ist sie da bereits gut versorgt. Kann natürlich sein, dass jetzt durch die absterbenden Würmer, die ja jedes Mal eine kleine Embolie verursachen, der Lungenhochdruck nochmal schlechter geworden ist. Aber wirklich beurteilen kann das nur euer Arzt. Die Fälle sind alle sehr unterschiedlich. Hoffenlich bessert sich der Hochdruck mit der Zeit.
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Hallo Kathrin,
ich kann so gut verstehen, wie belastend das gerade für euch ist. Meine Hündin hatte vor zwei Jahren ein sehr ähnliches Problem – auch bei ihr wurde während der Herzwurm-Behandlung ein deutlich erhöhter Lungendruck festgestellt, und sie war nach jeder kleinen Bewegung völlig erschöpft. Wir mussten damals die Aktivität extrem runterfahren, und unsere Tierärztin hat die Medikamente schrittweise angepasst, bis sie endlich etwas stabiler wurde. Bei uns hat vor allem eine Kombination aus entzündungshemmender Therapie, vorsichtiger Gabe von Mitteln zur Gefäßerweiterung und sehr engem Monitoring geholfen. Aber: Die Besserung kam wirklich langsam – erst nach einigen Wochen, als die Würmer zunehmend abgebaut waren, wurde ihr Atem langsam ruhiger und die Stressmomente seltener.
Ich würde euch unbedingt raten, ganz eng mit eurem Tierarzt dran zu bleiben, lieber einmal zu viel nachzuschauen als einmal zu wenig, besonders wenn ihr den Eindruck habt, dass die Atemnot schlimmer wird oder neue Symptome dazukommen. Und noch etwas, was ich aus der Zeit gelernt habe: Medikamente für die Hündin haben wir nur über geprüfte, seriöse Apotheken bezogen. Gerade bei so sensiblen Wirkstoffen ist es enorm wichtig, dass Qualität und Dosierung absolut zuverlässig sind.
Ich drück euch ganz fest die Daumen, dass Binas Zustand sich bald bessert. Wenn ihr Fragen habt, meldet euch gerne.
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