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Thema: Toxoplasmose

  1. #16
    Moderatorin Avatar von Christiane
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    Hallo Ralph,

    hat Dein Tierarzt mal auf Neospora untersucht? Mittlerweile häufen sich die Fälle, und der Erreger ist der Toxoplasmose sehr ähnlich bzw. kann Kreuzreaktionen beim Testen verursachen. Das heißt, dass der Hund zwar einen pos. Toxoplasmosetest hat, obwohl eine andere Krankheit vorliegt.

    Gegen Neospora hilft weder Cortison noch eins der üblichen Antibiotika - es braucht eine spezielle Therapie.

    Zur Futterumstellung kann ich auch nur unterschreiben, dass die meisten Fertigfutter aus Abfällen aus irgendwelchen Fabriken bestehen. Allen voran Frolic.

    Anifit kenne ich leider nicht und kann daher nichts über die Zusammensetzung sagen. Ich füttere seit vielen vielen Jahren Rohfutter, also rohes Fleisch, Knochen, Gemüse, Obst und anderes und habe damit auch bei meinen Leishmaniose-Hunden allerbeste Erfahrungen gemacht. Basis meiner Idee ist, dass es nicht schwerer sein kann, einen Hund gesund mit Frischfutter zu ernähren als uns selbst mit frischem bzw. selbstgemachtem Essen zu versorgen.

    Vielleicht eine Alternative für Euch, zumindest gelegentlich. Teurer als eins der besseren Dosenfutter ist es auf keinen Fall, wenn man erst die Fleischquellen in seiner Umgebung aufgetan hat.

    Zu den Blutwerten: versuch doch mal, sie zu bekommen. Vielleicht fällt uns dann noch was ein.

  2. #17
    registrierter Teilnehmer Avatar von Ralph
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    Hallo,

    wir wollten euch mal eben ein Update geben:

    Wir geben Baxter jetzt seit einiger Zeit Cortison (10 mg ? pro Tag). Sein Zustand hat sich seitdem deutlich verbessert.

    Außerdem haben wir uns ausgiebig mit dem Thema Ernährung beschäftigt - man bekommt ja wirklich das Kotzen, wenn man liest, was in handelsüblichem Futter in Deutschland drin ist.

    Seit etwa 2 Wochen bekommt Baxter das California Natural, das uns als sehr gutes Futter für empfindliche Hunde empfohlen wurde. Darunter mischen wir, was wir auch essen, soweit es für Hunde geeignet ist: Kartoffelbrei, Nudeln, Reis, Gemüse (alles möglichst gegart und ungewürzt). Wir haben den Einruck, dass ihm diese Ernährung sehr gut bekommt und er jetzt noch einmal einen Schub nach vorne gemacht hat. Und schmecken tut´s ihm auch ...

    Er kommt sogar wieder an die Tür gelaufen, wenn wir nach Hause kommen. Es ist schön, den großen, schwarzen Schatten wieder hinter der Glasscheibe zu sehen ! Er schwankt halt noch etwas und manchmal fällt er auch hin, wenn er draußen läuft. Außerdem hat er keine Kondition: Nach 500 Metern knicken ihm die Hinterbeine wieder weg und wir müssen langsam nach Hause gehen. Aber verwunderlich ist das ja eigentlich nicht. Er hat jetzt 10 Monate fast nur gelegen.

    Heute haben wir das Ergebnis der letzten Untersuchung aus Hannover bekommen. Diese Untersuchung hat einen erhöhten Alanin-Wert im Urin ergeben. Was das bedeutet oder bedeuten kann, mussten wir den Leuten wieder aus der Nase ziehen....

    Alanin ist eine Aminosäure, also ein Eiweiß, dass beim Stoffwechsel entsteht. Dieser erhöhte Wert KANN auf eine Erkrankung zurückzuführen sein (da würde dann nur eine eiweißarme Diät helfen), KANN aber auch durch die bisherige Ernährung kommen !

    Wenn das wahr ist, und Baxter evtl. durch das Futter so krank geworden ist, ist das ein echter Skandal ! Er hat handelsübliches Futter bekommen: Bonzo Friskies, Frolic, Pedigree Nass.

    Inzwischen haben wir im Internet geforscht und gelesen, dass erhöhte Alanin-Werte auf Lebererkrankungen, Hepatitis und sogar Diabetes hinweisen können .... alles sehr verwirrend, ehrlich !

    Die Hannoveraner konnten uns nicht sagen, ob sich sein Zustand wieder völlig normalisieren kann. Also wir machen erst mal so weiter, wie wir angefangen haben, und hoffen, dass er sich erholt. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Wenn wir daran denken, dass wir uns schon mit dem Gedanken vertraut gemacht hatten, ihn einschläfern lassen zu müssen, wird uns ganz schlecht ...

    Viele Grüße
    Ralph und Jasmin

  3. #18
    Moderatorin Avatar von Christiane
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    Hallo Ralph,

    das hört sich ja schon besser an. Ich würde aber nicht unter ein Trockenfutter, das sowieso schon sehr viel Getreide enthält, noch pflanzliche Zutaten mischen. Oder alternativ dann eben zwischendurch mal eine richtige Fleischmahlzeit füttern (nicht mit dem Trockenfutter mischen). Wenn Du keinen kooperativen Metzger hast, kannst Du Tiefkühl-Fleisch für Hunde auch fast in jedem Futtermarkt kaufen.

    Ich drücke Euch die Daumen, dass es weiter bergauf geht!

  4. #19
    registrierter Teilnehmer Avatar von Ralph
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    Unser Tierarzt meinte aber, dass er evtl. das Eiweiß nicht so gut verträgt. Das könnte ein Grund für den erhöhten Alanin-Wert sein. Bis das abgeklärt ist, wollten wir sehr vorsichtig mit Fleisch sein ...

  5. #20
    Moderatorin Avatar von Christiane
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    Hallo Ralph,

    Alanin Aminotransferase ist ein Leberenzym, hier besser bekannt als ALT. Ich wüsste aber nicht, dass das im Urin gemessen wird. Wenn im Urin Eiweiß feststellbar ist (und das ist ja ein Eiweiß), dann würde eher was mit den Nieren nicht stimmen.

    Wie schon ganz oben geschrieben, kann man nichts dazu sagen, ohne den Befund gesehen zu haben.

  6. #21
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    @Christiane
    Alanin-Aminotransferase (ALT) wird tatsächlich im Blut nachgewiesen und ist ein komplexes, aus mehreren Proteinbausteinen aufgebautes Enzym, dass am Eiweißstoffwechsel beteiligt ist. Wie der Name andeutet, ist an dem Prozess, den das ALT katalysiert, Alanin irgendwie beteiligt. Das Enzym ALT selber KANN, aber MUSS NICHT zwangsläufig Alanin enthalten!

    Daneben gibt es, wie Ralph geschrieben hat, auch noch das Eiweissmolekül Alanin, welches im Urin nachgewiesen wurde, nicht das ALT. ALT und Alanin sind zwei verschiedene Substanzen mit einer wagen Namensähnlichkeit!!!


    Komisch, eigentlich wird doch im Urin zunächst unspezifisch Gesamtweiweiß gesucht, wobei doch erst mal gar nicht interessiert, WELCHES Eiweiß man findet. Warum wurde es so genau identifiziert? Gibt es einen Verdacht auf (Eiweißstoffwechsel)Erkra nkungen, für die die genaue Identifizierung einzelner Proteine im Urin wichtig ist? Oder war das Labor einfach gründlich?

    Eiweiß im Urin ist immer heikel. Von Niereninsuffizienz über Stoffwechselstörungen bis zu Erkrankungen (Infektionen) des Urogenitalsystems ist alles möglich. Ich vermute und hoffe, der tA wird das genau abklären.

    Viel Glück!
    Liebe Güße
    Barbara

    Du kannst dir einen Hund halten; aber es ist die Katze, die sich Menschen hält, weil sie ihr nützliche Haustiere sind. (George Mikes)

  7. #22
    registrierter Teilnehmer Avatar von Ralph
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    Ich glaube, ich muss da in der Tierklinik noch mal genau nachfragen .....

    Also, die haben vor Weihnachten eine Urinprobe an einen Kinderarzt (Professor in Köln ?) geschickt, weil eine bestimmte unheilbare Krankheit (ähnlich der MS beim Menschen) ausgeschlossen werden sollte. Es gibt wohl nur wenige Labors in Deutschland, die das testen können. Dieser Professor hat aber wohl noch einige andere Tests durchgeführt und das EINZIGE was festgestellt werden konnte, ist eben dieser erhöhte Alanin-Wert. Er bat um eine zweite, aktuelle Probe. Diese haben wir letzte Woche losgeschickt. Übrigens waren diese Untersuchungen, die wohl im Rahmen einer Forschungsarbeit stattfinden, kostenlos - und als einzige mit einem Befund gekrönt ... (was uns aber bisher auch nicht wesentlich weiter bringt).

    Hmmm ... ich habe Alanin nach dem Lesen im Internet zunächst auch mit ALT in Verbindung gebracht. Habe mich aber dann etwas gewundert, dass die Tierärztin in Hannover nicht von ALT, sondern eben von Alanin sprach. Hatte schon an eine Leberschädigung wegen der schweren Medikamente gedacht. Geht das eigentlich wieder zurück, wenn die Medikamente abgesetzt werden ? Muss mich nochmal erkundigen. Ist alles sehr verwirrend, ehrlich !

    Viele Grüße und vielen Dank für die Rückmeldungen (bin im Moment echt für jede Beitrag dankbar ....)

    Viele Grüße
    Ralph

  8. #23
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    Hatte schon an eine Leberschädigung wegen der schweren Medikamente gedacht.
    Die Leber als DAS "Entgiftungs"organ schlechthin bekommt früher oder später fast alles ab, was in den Organismus und ins Blut reinkommt. Das schlägt sich dann schnell und gerne in nach oben oder unten verschobenen Leberwerten nieder. Es liegt aber nicht sofort eine SCHÄDIGUNG vor, vielleicht gar noch eine irreversible. Es dauert eine ganze Weile, bis die Leber endgültig hinüber ist, denn sie besitzt zum Glück eine hohe Regenerierungsfähigkeit. Nicht unbegrenzt, aber sie macht viel mit, bevor sie die Hufe streckt.

    Wenn dein Hund also schwere Medikamente bekommen hat, auch noch über einen längeren Zeitraum, dann macht sich das für die Zeit der Therapie und vielleicht auch noch einige Wochen nach Absetzen der Medikamente garantiert über veränderte Leberwerte bemerkbar. Aber das ist ja hier nicht der Punkt.

    Hier geht es ums Pipi, und da wurde was gefunden, was nicht reingehört, nämlich Eiweiß. Das Kann sich vielleicht alles durch die Erkrankungen deines Hundes erklären und ist hoffentlich nur vorübergehend. Aber vielleicht steckt auch eine andere Ursache dahinter? Mal sehen, was die neue Untersuchung erbringt, dann orakeln wir weiter. Wann sollen die Ergebnisse kommen?
    Liebe Güße
    Barbara

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  9. #24
    registrierter Teilnehmer Avatar von Ralph
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    Das letzte Mal hat es fast 5 Wochen gedauert, bis die Ergebnisse aus Köln da waren .... aber dieses Mal sucht er ja ganz gezielt nach Alanin. Hoffentlich geht´s dann schneller.

    Danke !

    Gruß, Ralph

  10. #25
    Moderatorin Avatar von Christiane
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    Hi Barbara,
    Original geschrieben von Barbara
    Alanin-Aminotransferase (ALT) wird tatsächlich im Blut nachgewiesen und ist ein komplexes, aus mehreren Proteinbausteinen aufgebautes Enzym, dass am Eiweißstoffwechsel beteiligt ist. Wie der Name andeutet, ist an dem Prozess, den das ALT katalysiert, Alanin irgendwie beteiligt. Das Enzym ALT selber KANN, aber MUSS NICHT zwangsläufig Alanin enthalten!
    Es enthält gar keins. Bei den Enzymbestimmungen wird immer die Aktivität des Enzyms gemessen, also eine indirekte Bestimmung. Das ALT katalysiert die Umwandlung von Alanin. Ein Katalysator bewirkt eine bestimmte Aktion allein durch seine Anwesenheit ... aber da würden wir hier zu persönlich werden, glaube ich

    Ich hatte nur noch nie gehört, dass man direkt auf Alanin untersucht und daher angenommen, dass das ALT damit gemeint war.

    Nach dem Dialog zwischen Dir uns Ralph habe ich im Humanbereich nachgelesen und diesen Link gefunden. Leider in Englisch. Grob übersetzt steht da, dass bei einigen, seltenen Erkrankungen, insbesondere der Krankheit "Pyrovat Dehydrogenose Defizienz" Alanin im Urin ausgeschieden wird. Sie bewirkt geistiges Zurückbleiben und neurologische Symptome.

    So macht jetzt die Auskunft des Kinderarztes Sinn.

    Ich habe leider keine Ahnung, ob dies auch auf Hunde anwendbar ist - habe vorher noch nie von dieser Krankheit gehört. Beim nächsten Telefonat mit Laboklin frage ich mal nach, ob sie zum Thema Alanin-Urinausscheidung irgendwas wissen.

    Aber der Ralph macht es hier auch spannend - trotz vieler Hinweise mit dem Zaunpfahl hat er uns noch mit keinerlei Laborbefunden beglückt. Und die würden mich jetzt wirklich interessieren.

    Und an Ralph noch mal meine erste Frage von oben: wurde mal auf Neospora untersucht? Im Moment häufen sich die Fälle, und die Symptome sind sehr ähnlich.

    Hunde können sich diese Krankheit nicht nur an infizierten Rinder-Nachgeburten holen, sondern auch wenn sie z. B. Mäuse fressen.

  11. #26
    registrierter Teilnehmer Avatar von Ingrid
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    Alanin

    Hallo Christiane,
    das Thema ist wirklich interessant.
    Vielleicht schreibe ich jetzt Blödsinn, aber mich würde mal
    interessieren ob es Referenzwerte gibt bei Hunden bezüglich
    der gemessenen
    Aminosäuren im Urin , in diesem Falle
    Alanin.
    Ich hatte mal mit Willy eine Theorie entwickelt die ich jetzt
    nicht näher erkläre. Und zwar habe ich bei ihm Tryptophan im
    Urin messen lassen. Das war zwar möglich aber es gab keine
    Referenzwerte für Hunde für diese Messung.
    So eine Messung hat nur Sinn wenn Referenzwerte vorhanden
    sind.
    In dem Falle mit Alanin kann ich mir nur vorstellen, daß falls
    zuviel Alanin im Urin gefunden wird, im Körper diese Amimosäure
    nicht genügend " verarbeitet " wird und somit auf eine gewisse
    Erkrankung geschlossen werden kann.
    Wenn ich jetzt totalen Blödsinn schreibe.........bitte entschuldigt......und natürlich korriergiert mich bitte.
    Viele Grüße
    Ingrid, Artus , Willy und Mona

  12. #27
    Moderatorin Avatar von Christiane
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    Hallo Ingrid,

    nein, Blödsinn ist das nicht, was Du schreibst. Nur weiß ich die Antwort auch nicht . Ich werde es Euch wissen lassen, wenn ich von Laboklin etwas erfahre.

    Alanin wird normalerweise nicht nur vom ALT, sondern auch von der Niere und noch an anderen Stellen umgewandelt, wie ich inzwischen nachgelesen habe, zumindest beim Menschen, so dass das meiste wieder "eingefangen" wird.

    Ob beim Hund überhaupt keins im Urin sein darf, muss ich auch erst erfragen.

    Manche Dinge im Stoffwechsel funktionieren bei Hunden anders als bei Menschen, so dass man nicht alles gleichstellen kann.

  13. #28
    registrierter Teilnehmer Avatar von Ralph
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    Hallo,

    ich würde gern die Untersuchungsergebnisse hier reinstellen. Habe die wichtigen Seiten jetzt gescannt und könnte sie jetzt ins Netz stellen und hier einen Link anbringen - wenn ich es denn könnte ! Kann mir jemand (evtl. per PN) eine Kurzanleitung geben, wie ich das mache ? Ich kann unmöglich die ganzen Ergebnisse hier abtippen.

    Außerdem habe ich mich in den letzten Tagen mal intensiv mit dem Thema Neospora auseinander gesetzt und ich bin inzwischen überzeugt davon, dass das der Grund für Baxters Probleme ist.

    Anfang August 2004 wurde eine umfassende Blutuntersuchung gemacht. Als ich mir die Ergebnisse jetzt noch einmal angesehen habe, habe ich gesehen, dass auch auf Neospora getestet wurde. Der Titer war 1:50. Anfang August war bei Baxter für den Laien aber auch noch nicht viel zu sehen .... er humpelte nach größerer Belastung ein bisschen und die Stellreflexe funktionierten nicht richtig - das war´s. Danach wurde die Toxoplasmose-Behandlung eingeleitet mit Clindamycin. In den folgenden Wochen wurde es dann immer schlimmer, bis er schließlich fast nicht mehr gehen konnte. Der Neospora-Titer ist allerdings nie mehr ermittelt worden. Auch der alte Wert ist keinem der Tierärzte aufgefallen.

    Ich werde nachher noch einmal zum Tierarzt fahren und ihn Blut abnehmen lassen. Dann haben wir in ein paar Tagen einen aktuellen Titer.

    Nun bekommt Baxter ja immer noch Cortison ..... wenn es aber wirklich Neospora ist, ist das natürlich gefährlich, ihm das Zeug weiter zu geben. Unser Tierarzt sagte aber, es sei auch nicht gut, die Cortisongabe sofort einzustellen. Ich bin jetzt wieder etwas ratlos.

    Übrigens hat unser Tierarzt - was die Diagnose und die Therapie angeht - jetzt das Handtuch geworfen. Er meinte, uns könnte jetzt kein niedergelassener Tierarzt mehr helfen. Wir sollten uns an die entsprechenden Spezialisten an den Universitäten wenden, denn hier könne nur noch wissenschaftliches Interesse etwas bewirken (er hätte auch sagen können: ein Wunder). Er hat die Uniklinik München empfohlen.

    Ich habe zunächst vor, mich in dieser Sache an Prof. Mehlhorn am Institut für Parasitologie der Uni Düsseldorf zu wenden. Es gibt Veröffentlichungen von ihm zum Thema Neospora, vielleicht kann er uns helfen oder wenigstens einen kompetenten Ansprechpartner nennen. Ich möchte nicht noch mehr Zeit durch "Behandlungsversuche" verlieren.

    Viele Grüße erstmal
    Ralph (und Familie)

    P.S.: Hallo Christiane, könntest du diesen Strang ins Hunde-Forum verschieben ? Da scheint er richtiger aufgehoben zu sein ...

  14. #29
    registrierter Teilnehmer Avatar von Ralph
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    So, ich habe eben mit Prof. Mehlhorn von der Uni Düsseldorf telefoniert.

    Er meint, die Neosporose sei extrem selten und die Symptome passen auch auf eine Borreliose und eine Ehrlichiose.

    Wir sollen auf jeden Fall alle drei Titer bestimmen lassen.

    Sollte es dann wirklich Neosporose sein, sollen wir uns von unserem Tierarzt ein Medikament mit dem Wirkstoff Toltrazuril verschreiben lassen (z.B. von Baycox). Allerdings könnte es sein, dass die Symptome sich nicht mehr wesentlich verbessern lassen, wenn die Parasiten schon zu viel Schaden angerichtet haben.

    Und: wir sollen SOFORT aufhören, dem Hund Cortison zu geben !

    Soviel erstmal zu eurer Info - vielleicht kann sie ja noch jemand gebrauchen.

    Viele Grüße
    Ralph

  15. #30
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    Himmel nochmal, was machen eigentlich die Leute, die nicht so hartnäckig sind wie du???? Schauen die ihren Tieren hilflos beim Siechen und Sterben zu?

    Ich drücke euch die Daumen, dass die Blutergebnisse Klarheit bringen. Ich weiß nur nicht, ob ich euch positve Borreliose- und/oder Ehrlichiosebefunde wünschen soll oder nicht.

    Viel Glück!!!!
    Liebe Güße
    Barbara

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