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Thema: Urlaub in Frankreich

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  1. #1
    Naxia
    Gast

    Frage Urlaub in Frankreich

    Guten Morgen!

    Ich habe mich soeben registriert, weil ich eine Frage bez. der generellen Übertragung von Leishmaniose - hier im angepeilten Urlaubsland - Frankreich habe.

    Ich habe auf der Liste gelesen, daß Sandmücken auch in Frankreich verbreitet sind. Die Seite ist jedoch noch im Aufbau. Vielleicht kann mir hier jemand etwas zum Gebiet Bretagne (Morbihan, Atlantik) sagen? Wir hatten ohnehin vorgehabt, unseren beiden Hunden vor der Reise Scalibor-Halsbänder zu kaufen. Nun lese ich aber bei Parasitus.com, daß auch eine Übertragung von Hund zu Hund möglich ist.

    Wir haben unsere Hündin Naxia letzten Sommer aus dem Griechenlandurlaub mitgebracht; ein Reisekrankheitenprofil erbrachte keinen Hinweis auf vorliegende Mittelmeer-Krankheiten. Wenn sie der Leishmaniose in Griechenland schon entgangen ist, möchten wir die natürlich nun auch nicht aus Frankreich mitbringen :-/

    Liebe Grüße,
    Petra

  2. #2
    Parasitologe und Entomologe Avatar von TJNaucke
    Registriert seit
    05.2004
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    26

    Französische Atlantikküste

    Hallo Petra,

    ertlang der französischen Atlantikküste ist Leishmaniose sehr selten. Scalibor als Schutz sollte völlig ausreichen.

    Aber mit ... Zecken-übertragenen Erkrankungen, wie Babesiose und Ehrlichiose ist zu rechnen. Scalibor schützt auch hier, aber einen 100%igen Schutz gibt es nicht.

    Bzgl. der Zecken ist 'Verhaltensprophylaxe' angesagt, d.h. der Hund darf nicht in Zeckenbiotope, vor allem nicht in verlassene Tierställe (Hühner, Schafe).

    Wenn Du Dich (mit Hund) ausschließlich im strandnahen Bereich aufhältst sehe ich bzgl. Zecken kein Problem. Sind Inlandsaufenthalte geplant, so würde ich eine Babesiose-Prophylaxe via einer Carbesia Injektion empfehlen. Diese schützt dann 3-4 Wochen vor einer Babesia-Infektion.

    Liebe Grüsse,

    Torsten

  3. #3
    Naxia
    Gast
    Hallo Torsten,

    vielen Dank für die prompte Antwort!

    Nun bin ich halb erleichtert (wegen Leishmaniose) und halb neu beunruhigt wegen Babesiose und Ehrlichiose ;-/ Es ist wirklich davon auszugehen, daß wir die wenigste Zeit am Strand verbringen werden.

    Gibt es Nebenwirkungen bei der Babesiose-Impfung?

    Gegen Ehrlichiose gibt es keine Impfung?

    Und ist die Babesiose-Impfung auch bei noch nicht erwachsenen Hunden machbar (Loukas wird dann 9 Monate alt sein)?

    Sorry für die vielen Fragen - ich werde mich morgen auch nochmal bei unserem Tierarzt erkundigen!

    Liebe Grüße,
    Petra

  4. #4
    Moderatorin Avatar von Christiane
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    3.829
    Hallo Petra,

    Leishmaniose ist normalerweise nicht von Hund zu Hund übertragbar - es könnte allenfalls theoretisch dann passieren, wenn 2 offene Wunden aneinanderkommen - ist wohl eher selten der Fall.

    Carbesia ist keine Impfung gegen Babesiose, sondern ein Antiparasitikum gegen Babesien, also eigentlich die Therapie bei Ansteckung. Wenn man das spritzt, bleibt es für die von Torsten genannte Zeit im Körper und schützt deshalb recht wirksam vor einer Infektion.

    Der Wirkstoff heißt "Imidocarb", und Du kannst hier Infos darüber nachlesen: klickst Du hier (in dem Link dann das nebenstehende Menü benutzen).

    Es gibt zwar eine Impfung gegen Babesiose, aber diese hat einiges an möglichen Nebenwirkungen und ist nicht sehr zuverlässig, daher würde ich lieber darauf verzichten.

    Für Infos klickst Du hier

    Gegen Ehrlichiose gibt es keine Impfung. Du kannst nur für einen guten Zeckenschutz sorgen, die die Ehrlichiose übertragen.

    Ich hoffe, das hilft Dir weiter! Ansonsten frag einfach.

  5. #5
    Naxia
    Gast
    Hallo Christiane,

    vielen Dank für Deine Antwort!

    Ups, da hab ich beim Stichwort "Injektion" gleich an eine Impfung gedacht, sorry! Vielen Dank fürs Richtigstellen!

    Dem Imidocarb-Link bin ich gefolgt. Dort steht zu lesen, daß das Arzneimittel in der Schweiz nicht zugelassen ist. Ist es das denn in Deutschland?

    Liebe Grüße,
    Petra

  6. #6
    Moderatorin Avatar von Christiane
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    3.829
    Hallo Petra,

    hier ist es auch nicht zugelassen. Man muss es über eine Apotheke aus dem Ausland bestellen. Wir haben einen Kontakt zur Schutzengel-Apotheke bei Dachau, dort geht es besonders schnell, weil sie schon Erfahrung damit haben: www.docdago.de.

    Besorg Dir ein Rezept vom Tierarzt und dann ruf einfach dort an.

    So ein 10 ml Fläschchen reicht auch für große Hunde, ist aber nicht billig: etwas weniger als 60 Euro.

    Hast Du denn ausgedehnte Ausflüge ins Inland vor? Wenn Ihr einen Standurlaub vorhabt, brauchst Du es vielleicht gar nicht.

  7. #7
    Naxia
    Gast
    Hallo Christiane,

    vielen Dank für den Link!

    Wir sind nie "Nur-Strandurlauber" gewesen, da halten wir uns eigentlich am wenigsten auf (zumal der Atlantik im Mai noch etwas frostig sein sollte).

    Naja, vielleicht disponieren wir um und fahren im Mai erstmal nach Österreich. Und da gibt's dann wieder andere Vorkehrungen zu treffen, möchte ich wetten ... Scalibor-Halsbänder haben wir schon. Reichen die? Oder ist auch da noch weiteres zu bedenken?

    Entschuldige bitte, wenn ich hier von Frankreich auf Österreich komme. Aber, es ist nicht leicht *seufz* ('ne Datenbank mit Land und Vorkehrungsmaßnahmen wäre schön - aber ist natürlich eine Heidenarbeit, logisch ...).

    Vielen Dank nochmal für alles!

    Petra

  8. #8
    Moderatorin Avatar von Christiane
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    Rhein / Westerwald
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    3.829
    Hallo Petra,

    in Österreich hast Du das Babesiose-Problem inzwischen leider auch.

  9. #9
    Naxia
    Gast

    Unglücklich

    Na, supi ...!!! Am besten, wir bleiben zuhause ...!

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