-
Grenzwertiger Leishmaniose-Titer IFAT & Stress?
Hallo zusammen,
wir (Familie mit Baby) wollen eine Hündin aus Spanien (Festland nahe Barcelona) adoptieren, aktuell ca. 2-Jahre alt, Abgabgehund. Ein Test vor unserem Interesse ergab im August noch negative Werte bei der Leishmaniose (sowohl PCR als auch serologisch). Sicherheitshalber haben wir aber nochmal einen neuen Test durchführen lassen, um zu sehen, ob es noch so istm insbesondere mit Blick auf die Leishmaniose.
Leider ist bei diesem serologischen Test ein Titer von 1/80 ermittelt worden, also im grauen Bereich oberhalb der 40 und unterhalb der 160. Laut Test sei daher eine "Exposition gegenüber des Erregers wahrscheinlich". Wahrscheinlich, aber nicht sicher.
Der Tierschutzverein hat uns die Ergebnisse weitergeleitet und erklärt, dass ein Ergebnis im Graubereich auch durch Stress entstehen kann und an der Stelle keine eindeutige Infektion mit der Leishmaniose vorliegt. Die Hündin hatte in der Testwoche großen Stress, da vor Ort Kastrationswoche im Tierheim war und auch die Hündin selbst kastriert wurde.
Ich bin an der Stelle sehr stark verunsichert, da der Antikörpertest ja letztlich eine vorhandene Immunreaktion nachweist, so mein Verständnis. Wenn also bei Verdünnung 1/80 zuletzt sichtbare Erreger da sind, müsste dies bedeuten, dass der Hund bereits über (wenige?) Antikörper verfügt, die auf den Erreger reagieren - oder kann es bei dieser Verdünnungsstufe bei einem gesunden Hund auch eine "normale Immunreaktion" sein?
Die Kernfrage etwas besser formuliert: Ist mit dem Titer-Ergebnis eindeutig nachgewiesen, dass der Hund den Erreger in sich trägt, also Leish-positiv ist, und dieser irgendwann ggf. mal ausbrechen wird, oder kann das grenzwertige Ergebnisse da noch keine Sicherheit geben (Stress, allgemeine Immunreaktion), sodass sich ein vollständiges Blutbild mit Elektroforese lohnt, um Sicherheit zu haben? Es wäre uns immens wichtig zu verstehen, ob der Hund den Erreger in sich trägt und ein Ausbruch der Leishmaniose im weiteren Leben dadurch wahrscheinlich ist bzw. konstant überwacht werden muss.
Einen Termin für die Beratung seitens unseres TAs habe ich bereits angefragt. Kreuzreaktion: Die Titer für Babesiose und Ehrlichiose sind negativ ("unter 1/40" und "unter 1/20")
Bereits jetzt finde ich es einfach nur unglaublich traurig, dass hier eine Infektion womöglich auf den letzten Metern vor der geplanten Adoption stattgefunden haben könnte 
Über jede Erläuterung würde ich mich sehr freuen.
Die Frage ist wahrscheinlich nicht neu, aber aktuell kann ich die Suchfunktion noch nicht verwenden.
Berechtigungen
- Neue Themen erstellen: Ja
- Themen beantworten: Ja
- Anhänge hochladen: Nein
- Beiträge bearbeiten: Nein
-
Foren-Regeln