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Thema: Leishmaniose positiven Hund adoptieren - Hilfe von euch Experten benötigt

  1. #1
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    Leishmaniose positiven Hund adoptieren - Hilfe von euch Experten benötigt

    Hallo Zusammen,

    vielen Dank erstmal für dieses Forum und die Möglichkeiten die sich dadurch bieten! Hoffentlich werde ich zeitnah freigeschaltet um noch mehr sehen zu können.

    Meine Partnerin und ich haben uns entschieden, einem Hund aus dem Ausland ein schönes Zuhause hier zu bieten. Wir sind beide mit Hunden aufgewachsen, für uns wäre das aber der Erste.
    Wir haben uns auch relativ schnell verguckt und würden den Adoptionantrag sofort stellen. Leider hat den armen Kerl jedoch eine Sandmücke erwischt und er wurde Leishmaniose positiv getestet.
    Wir haben bereits mit der Vermittlerin telefoniert und der Stand ist folgender:

    Er ist 2 Jahre alt, lebensfroh, aufgeweckt und hat keinerlei Anzeichen einer Erkrankung. Auch das Hautbild und Bluttests zeigen keinerlei Auffälligkeiten und die Vermittlerin sagte, ohne den positiven Titer Test, hätte niemand gedacht, er wäre positiv.
    Ihm wurde vor Ort nun bereits eine Glucantime Behandlung verabreicht, welche vor kurzem abgeschlossen wurde. So wie ich das hier verstehe, ist das ja eher eine ziemliche Keule und erst bei Ausbruch der Krankheit eine Option, oder? Wir haben zum ersten Mal mit der Krankheit zu tun, ich möchte dem Verein natürlich in keinster Weise unterstellen, uns etwas zu verheimlichen. Wir versuchen nur das Ganze zu verstehen und uns bewusst zu sein, worauf wir uns einlassen würden um ihm auch gerecht werden zu können.

    Die Glucantime Behandlung hat er gut vertragen und das Ergebnis eines erneuten Bluttests steht noch aus.
    Neben Titer und vorallem den Nierenwerten sind auch die Eiweißwerte interessant, wenn ich das richtig verstanden habe. Ist es üblich, dass die Vereine vor Ort auch direkt eine Eiweißelektrophorese durchführen? Oder wäre das etwas, was man dann nach Adoption und Ankunft in DE macht?

    Vielleicht etwas zu einfach, aber stehen nach eurer Meinung die Chancen gut, dass er ein gutes Leben bei uns haben kann? Auf Bildern und Videos aus dem Tierheim flitzt er umher und ist ein fröhlicher toller Hund.

    Vielen Dank im Voraus und Grüße
    Nils

  2. #2
    Forum-Team Avatar von henri
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    Hallo Nils, herzlich willkommen. Wie schön, dass ihr einen Auslandshund aufnehmen wollt und dann noch mit einem positiven Leishmaniosetiter. Das finde ich toll, denn viele schrecken davor zurück und dann sind die Vermittlungschancen eines positiven Hundes viel schlechter. Das freut mich für den jungen Mann sehr, dass ihr es wagen wollt.

    Wo kommt er denn her? Also Spanien ist dafür bekannt, dass oft gleich Glucantime bei einem positiven Titer verabreicht wird. Bekommt er auch Allopurinol? Spanien macht meist auch immer die Eiweißelektrophorese mit, das könntest du aber auch vorher ansprechen, dass ihr die Elektrophorese gern haben möchtet.

    Am besten lasst ihr euch die bisherigen Befunde des Hundes schicken, dann können wir da mal gemeinsam drauf gucken. Dann weiß man, ob die Leishmaniose bereits ausgebrochen war, oder ob das Gluca nur prophylaktisch gegeben wurde.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

  3. #3
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    Hallo Michaela,

    Vielen Dank! Auf eine Antwort von dir hatte ich gehofft, habe viele Beiträge von dir schon gelesen… Danke für die Zeit du die hier investierst!

    Zuerst: der süße ist in Italien.
    Ich bin mittlerweile deutlich schlauer (leider), da ich eben nochmal mit dem Verein telefoniert habe.
    Das Glucantime wurde verabreicht, da der titer mit 2600 (ich vermute 1:2560 nach der IFAT Skala) sehr hoch war. An den Augen haben sich wohl bereits kahle Stellen gebildet. Es wurde vor der Glucantime Therapie ein Eiweiß Test gemacht, diesen schickt sie mir im Laufe des Tages, jetzt nach der Therapie wird wieder einer gemacht. Nach den Glucantime hat er auch noch eine Leishguard Therapie bekommen.
    Das klingt für mich als Laien doch schon relativ fortgeschritten, oder?

    Die restlichen MMK wurden vorerst negativ befundet, ein kleiner Lichtblick…

    Die Dame vom Verein sagt es würde sich um eine Hautlaishmaniose handeln, also eine die die inneren Organe nicht angreift(derzeit).. Ich vermute da handelt es sich aber nur um Art des Ausbruchs und auch Stadium der Erkrankung, ich habe zumindestens bisher nichts von verschiedenen Arten gelesen.

    Sobald ich die Befunde habe schicke ich sie hier rein.

    Unsere große Hoffnung war, eine Infektion mit prophylaktischer Glucantime Gabe. Das hätten wir Vorallem emotional definitv stemmen können, eine doch so früh ausgebrochene Krankheit macht das Ganze nicht leichter…

    Grüße
    Nils

  4. #4
    Forum-Team Avatar von henri
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    Der Titer, bzw. die Höhe des Titers ist nicht entscheidend, wir haben doch einige Hunde mit hohem Titer, die noch nie therapiert wurden, weil es bisher nicht nötig war, da die Krankheit nicht ausgebrochen ist. Das gibt es also auch, dass das Immunsystem des Hundes die Infektion alleine in Schach hält.

    Am besten warten wir auf den bisherigen Befund, dann kann man das sicher besser einschätzen.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

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