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Thema: Neue Diagnose Leishmaniose

  1. #1
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    Neue Diagnose Leishmaniose

    Hallo liebe Community,

    ich würde mich gerne mit euch über eure Erfahrungen mit Leishmaniose bei Hunden austauschen und hoffe, dass ihr uns ein wenig weiterhelfen könnt.

    Kurz zu Barney und seiner Vorgeschichte:


    Bei unserem Hund Barney (3,5 Jahre alt) wurde diesen Sommer Leishmaniose diagnostiziert. Vorausgegangen war im Mai 2025 eine Erkrankung, die als „Grippe“ oder „Virusschub“ bezeichnet wurde und mit Antibiotika und Schmerzmitteln behandelt wurde. Wir vermuten, dass diese Erkrankung möglicherweise der Auslöser für die späteren Probleme war.

    Wir haben Barney im Alter von etwa sieben Monaten bekommen. Da er aus Griechenland (Kreta, Takis Shelter) stammt, wurde er bereits im Alter von etwa sechs Monaten auf Mittelmeerkrankheiten getestet. Uns wurde empfohlen, die Tests zu wiederholen. Deshalb haben wir ihn im Alter von etwa einem Jahr und – wenn ich mich richtig erinnere – noch einmal mit ungefähr eineinhalb Jahren testen lassen. Alle Ergebnisse waren negativ.

    Nach der Erkrankung im Mai 2025 hat Barney stark an Gewicht verloren. Kurz darauf begannen die Probleme mit seinen Ohren. An der Unterseite der Ohren bildeten sich mehrere kleine „Hubbel“, außerdem hatte er dort sehr starke Schuppenbildung (am Fell ebenfalls).

    Anfang 2026 begann er zusätzlich, Fell an den Außenseiten der Ohren zu verlieren. Hinzu kam eine Ohrenentzündung, weshalb uns ein antibiotisches Mittel mitgegeben wurde. Dadurch trat eine leichte Besserung ein, allerdings blieben die Hubbel und die Schuppen bestehen.

    Daraufhin waren wir in der Hautklinik in Stuttgart-Plieningen. Die behandelnde Ärztin vermutete am ehesten eine Sebadenitis und hielt eine Leishmaniose für unwahrscheinlich.

    Als wir im Sommer aus unserem Urlaub zurückkamen, entdeckten wir plötzlich eine offene Stelle an der Innenseite eines Ohres, und zwar an der Spitze des Schlappohres. Da uns die Wunde ungewöhnlich vorkam und sich nicht schnell besserte, suchten wir erneut unseren Haustierarzt auf. Dieser empfahl, das Ohr möglichst zu amputieren und die betroffenen Stellen zu entfernen.

    Auf unser Drängen hin ließen wir schließlich einen Leishmaniose-Test durchführen, der leider positiv ausfiel.

    Die bisherige Behandlung:

    Seit der Diagnose bekommt Barney zweimal täglich eine halbe Tablette Allopurinol. Zusätzlich haben wir sein Futter auf das purinarme Futter von MAC's umgestellt.

    Nach etwa sechs bis acht Wochen begannen sich die Veränderungen an den Ohren langsam zurückzubilden. Mittlerweile wächst auch das Fell an den betroffenen Stellen wieder nach, worüber wir natürlich sehr froh sind.

    Nun zu unseren Fragen:

    Wir würden gerne wissen, welche Erfahrungen ihr mit Leishmaniose bei euren Hunden gemacht habt und wie ihr die langfristige Prognose beziehungsweise die Lebenserwartung von Barney einschätzen würdet.

    Unser Tierarzt hat uns als weitere Behandlungsmöglichkeit Milteforan angeboten. Bei unserer eigenen Recherche haben wir gelesen, dass es sich dabei nicht um eine Dauertherapie handelt und das Medikament häufig bei Bedarf zusätzlich zur Behandlung eingesetzt wird. Wir hatten zunächst den Eindruck, dass es eher als letzte Option infrage kommt. Auf unsere erneute Nachfrage hat unser Tierarzt dies so bestätigt.

    Allerdings haben wir zunehmend das Gefühl, dass unser Tierarzt bei dieser Erkrankung an seine Grenzen stößt und uns hinsichtlich der weiteren Behandlung nicht ausreichend beraten kann.

    Deshalb unsere Fragen an euch:

    Welche Erfahrungen habt ihr mit der Behandlung von Leishmaniose gemacht?
    Wie geht es euren Hunden langfristig mit der Erkrankung, und welche Prognose wurde euch mitgeteilt?
    Kennt ihr einen Tierarzt oder eine Tierärztin im Raum Stuttgart/Tübingen, der oder die sich gut mit Leishmaniose auskennt und uns bei der weiteren Behandlung von Barney unterstützen könnte?
    Die bisherigen Laboruntersuchungen hängen wir als Anlage an.

    Wir freuen uns über eure Erfahrungen, Tipps und Empfehlungen. Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe! ❤️

    Bilder erstes Blutbild nach DIagnose
    https://ibb.co/KzxwQKxz
    https://ibb.co/bMSSQV8K
    https://ibb.co/Y7TPvxsK
    https://ibb.co/tM3Znhs5

    zweites Blutbild

    https://ibb.co/Df1x0nfq
    https://ibb.co/BVyvBR6n
    https://ibb.co/jvj6nB03
    https://ibb.co/tnCXFwD
    https://ibb.co/zTBMZWsN

  2. #2
    Forum-Team Avatar von henri
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    Hallo, herzlich willkommen.

    Du liebe Güte, Ohramputation, was für ein Rat, gut, dass du auf den Leishtest bestanden hast. Wie viel Allo genau bekommt euer Barney bei welchem Gewicht? Man gibt am Anfang ca. 20 mg pro kg täglich und teilt das auf 2 Gaben auf.

    Die Werte haben sich in den ca. 7 Wochen nicht richtig verbessert, daher wäre es gut, wenn es noch einen älteren Bluttest geben würde zum Vergleich. Hast du noch einen?

    Insgesamt sind die Werte von Barney aber nicht sehr schlecht. Gut, dass du dran geblieben bist. Es ist sehr wichtig bei Leishmaniose früh dran zu sein. Das zeigt auch der gute UPC, der ist mit 0,09 bzw 0,1 sehr gut, da sollte es noch zu keiner langfristigen Schädigung der Nieren gekommen sein. Das alles zusammen zeigt jetzt erst einmal eine gute Prognose.
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

  3. #3
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    Hallo Henri,

    Barney bekommt 300mg Allo pro Tag aufgeteilt auf eine halbe Tablette morgens und eine Abends. Aktuell wiegt Barney wieder stabile 17 kg. Ich habe noch ein Blutbild von 2023 den hänge ich an.

    https://www.directupload.eu/file/d/9...a59vzq_jpg.htm
    https://www.directupload.eu/file/d/9...2yixqt_jpg.htm

    Wir fragen uns nun wie es weitergehen soll. Wann sollte man zum Arzt und weitere Tests durchführen etc?

  4. #4
    Forum-Team Avatar von henri
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    Ok, damals lag das Gesamteiweiß bei 58, das ist jetzt bei 73 und war einige Wochen vorher bei 70. Das sollte eigentlich sinken, wenn das Allopurinol macht was es soll. Die 2 x 150 mg sind für einen 17 kg Hund eine gute Dosis.

    Am Anfang solltet ihr alle 3 bis 4 Monate eine Kontrolle machen. Wichtig ist da vor allem die Eiweißelektrophorese. Man muss nicht bei jeder Kontrolle alles beauftragen, das kostet ja immer viel Geld und wenn die Blut- und Organwerte vorher ok waren, reicht bei der nächsten Kontrolle auch nur die Elektrophorese.

    Den UPC brauchst du bei der nächsten Kontrolle auch nicht, da der jetzt 2 x gemessen wurde und ok war. Sprich Urin brauchst du dann nicht abgeben.

    Bei der nächsten Kontrolle sollte das Gesamteiweiß deutlich unter 70 gefallen sein. Falls nicht, könnte man überlegen das Milte einmal einzusetzen. Aber da würde ich jetzt erst einmal abwarten wie es beim nächsten Check aussieht.

    Sinkt das Gesamteiweiß und sinkt auch Gamma, dann brauch man kein Milteforan und kann hoffen, dass man das Allo später absetzen kann. Allo sollte möglichst nicht länger als 2 bis 3 Jahre gegeben werden. Danach steigt die Gefahr von Resistenzen. Daher ist immer eine Allopause anzustreben. Nur dafür müssen die Eiweißwerte so gut sein, wie beim gesunden Hund. Das klappt bei sehr vielen, aber leider nicht bei allen. Man muss abwarten, wie das Allo bei Barney wirkt.
    Geändert von henri (Heute um 02:30 Uhr)
    Viele Grüße
    Michaela


    Befunde Enia
    Befunde Joschi

  5. #5
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    Hallo Michaela,

    vielen Dank für deine Antworten diese sind sehr hilfreich!
    Welche Werte sollten wir exakt beauftragen bei Barney? Kannst du uns ggf. ein paar wichtige Marker nennen?

    Zudem noch eine weitere Frage zwecks Ernährung um Barney dahingehend zu entlasten was seine Nieren betrifft. Er bekommt ja das Mac's Purinarm Nassfutter 1x400g morgens und 1x 400g nachmittags. Wenn er richtig Hunger hat geben wir dann noch bisschen trockenfutter von VegDog Farmers Crunch. Die Tabletten nimmt er nur mit Käse an. Desweiteren bekommt er so einen Entenbrust Sticky ab und an.
    Was könnten wir hier noch verbessern?

    Viele Grüße
    Georgios

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