Hallo, herzlich willkommen.

Mit Sicherheit kann man eine Infektion leider nie ausschließen. Jeder Hund aus dem Ausland kann Erreger in sich tragen. Es kann zB eine Infektion kurz vor Ausreise stattgefunden haben und dann braucht das Immunsystem einige Wochen bis genug Antikörper da sind, die dann auch messbar sind. Daher lasse ich bei meinen Spanieren auch noch Jahre nach Einreise ab und zu ein Blutbild mit Elektrophorese machen, um vor Überraschungen sicher zu sein.
Zu euer Hündin, wie hoch ist denn bei dem Test der Positivwert? 1:160 ist postiv und 1:80 ist noch fraglich? Dass ein Antigentest durch Stress positiv wird habe ich noch nie gehört. Es gibt schon mal falsch positive Ergebnisse, eben durch besagte Kreuzreaktionen, die du ja bereits angesprochen hast, die aber in diesem Fall wohl keine Rolle spielen.
Bei einem fraglichen Ergebnis kann es sein, dass keine Leishmanioseinfektion vorliegt. Da kann es sein, dass der Laborarzt eine leichte Reaktion bei der Immunfluoreszenz gesehen hat, die aber nicht eindeutig war.
Wollt ihr der Hündin denn absagen, wenn sie evtl. doch die Leishmanioseerreger in sich trägt? Wie gesagt, jeder Hund aus dem AUsland kann infiziert sein, da schützt ein negatives Ergebnis nicht sicher, auch wenn es natürlich schon beruhigend ist, wenn man einen Hund zu sich holt, der erst einmal negativ getestet wurde. Man muss aber wissen, dass daraus später noch ein positiv werden kann, weil die Leishmaniose so eine lange Inkubationszeit hat.
Ich würde mich für die ausgewählte Hündin ja sehr freuen, wenn sie trotzdem zu euch darf, aber es hat wenig Zweck, falls die Angst bei euch zu groß ist, dass sie doch später krank werden könnte. Auch ist eine tierärztliche Überwachung eines Auslandshundes eine Kostenfrage. So ganz billig ist es nicht, wenn man am Anfang 2-3 Mal pro Jahr eine Laborkontrolle machen lässt. Wie auch immer ihr euch entscheidet, ich wünsche euch und vor allem der Hündin alles Gute.
